• Zitat von Reni

    Rasu, du kommst hier so positiv rüber... das spüre ich beim Lesen jedes einzelnen Wortes :-D .


    Meine Kollege/Freund sagt, ich wäre wie ein neuer Mensch :flower:

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Immer noch alles wunderschön :flower: ab und an kommen noch mal die Geister der Vergangenheit und klopfen an, aber die sind schnell wieder verdrängt. Ich habe diese Türen geschlossen und eine neue geöffnet, die in eine lebendige Welt führt.
    Schöne Gemeinsamkeit und Zeiten des Vermissens, die aber nicht schmerzhaft wie früher, sondern freudig erwartungsvoll sind. Und alles beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn die Begegnung mit meiner BA-Ex eine Lernaufgabe war, dann habe ich diese wohl größtenteils erfolgreich abgeschlossen - inkl. ein paar Mal sitzenbleiben, bevor ich erkannt habe, dass ICH eine Lernaufgabe habe und MEINE Dinge erledigen muss, um eine Beziehung auf Augenhöhe führen zu können (http://www.magic-komplex.de/lernaufgaben-der-dualseelen/)


    ...und meine Geschwister sagen heute, dass sie mich lange verkannt/unterschätzt haben, nachdem wir uns in einer familiären Krisensituation näher gekommen sind und ich auf meine Erfahrungen in Krisen zurück greifen konnte :flower:

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Danke, dass du hier immer mal vorbei schaust und ein Auge auf uns hast :cheers:


    Hast du am Anfang mit deiner neuen Freundin eigentlich nie solche Zweifel gehabt, wie Sugarlea sie jetzt gerade hat?

  • Zitat von Griselda

    Hast du am Anfang mit deiner neuen Freundin eigentlich nie solche Zweifel gehabt, wie Sugarlea sie jetzt gerade hat?


    Zweifel nicht, aber ab und zu eine Art Angst - dass es zu schön ist, um wahr zu sein. Zweifel an meiner Partnerin nicht, aber die alten Bilder kommen ab und an hoch. Aber meine neue Partnerin ist nicht vergleichbar mit meiner BA-Ex. Sie ist beziehungserfahren, sagt selbst, sie sei ein Beziehungsmensch und ihren Worten folgen eben auch Taten - das steht im Einklang. Bei meiner BA-Ex durfte das Wort Beziehung ja nie fallen. Das Risiko, wieder verletzt zu werden gehe ich aber zu 100 % ein, denn so habe ich auch viele schöne neue Erfahrungen sammeln können - um die ich mich mit zuviel Angst gebracht hätte. Wir haben eben beide durch frühere Beziehungen und Lebenserfahrungen gelernt, welche Fehler wir gemacht haben, was wir uns haben antun lassen, was uns in Beziehungen gefallen und missfallen hat und sind geerdeter geworden. Sich auf einen neuen Partner einzulassen, birgt eben die Gefahr der Verletzung, sich zu öffnen lässt meist aber auch mehr Tiefe zu.

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Hattest du keine Angst, das sie vielleicht wieder eine "versteckte" BA sein könnte? Das ist so meine größte Sorge, weil ich mir all die Jahre immer nur BA angelacht hab, ausnahmslos. Kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, dass es in meinem Leben noch was anderes geben kann außer BA- Stress...

  • Zitat von SugarLea

    Hattest du keine Angst, das sie vielleicht wieder eine "versteckte" BA sein könnte?


    Nein, weil wir, bevor es funkte, allgemein über unser Leben und Beziehungen gesprochen haben. Jetzt ist es so, dass bei uns Geben und Nehmen im Einklang stehen. Ich merke ab und an nur, dass ich mir mal kurz selbst im Weg stehe, wenn ich innerlich etwas wünsche oder auch anspreche oder sie von selbst einen Vorschlag macht - was mit meiner BA-Ex unmöglich war - und mit meiner neuen Freundin ist es gar kein Problem. Das sind die Geister der Vergangenheit, die ich meinte, die ab und zu anklopfen.

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Wie wirkt sich das aus, wenn du dir selber im Weg stehst?
    Hast du dann Angst, zu deinen Wünschen zu stehen? Ich kann mir da grade nicht viel drunter vorstellen...

    "Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird."

  • Zitat von many

    Wie wirkt sich das aus, wenn du dir selber im Weg stehst?
    Hast du dann Angst, zu deinen Wünschen zu stehen? Ich kann mir da grade nicht viel drunter vorstellen...


    Das ich sie z. B. zum Teil nicht frage, ob sie hier oder da mit hin kommen möchte (Freunde, Familie), weil meine Ex das fast nie gemacht hat. Und sie macht von sich aus den Vorschlag, dass sie mitkommen möchte, wenn ich sage, was so ansteht.
    Oder dass ich mich erst nicht traute zu fragen, ob ich spontan zu ihr kommen kann - und sie sagte dann "klar". Meine Ex forderte für sich Spontanität ein und wenn ich spontane Vorschläge hatte, war es zu spontan :roll:
    Ist jetzt keine Angst in dem Sinne, eher Unsicherheit - aber ich artikuliere meine Wünsche immer besser. Ist halt noch ein kleiner Nachklang aus der BA-Zeit...

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Zitat von Ratsuchend


    Das ich sie z. B. zum Teil nicht frage, ob sie hier oder da mit hin kommen möchte (Freunde, Familie), weil meine Ex das fast nie gemacht hat. Und sie macht von sich aus den Vorschlag, dass sie mitkommen möchte, wenn ich sage, was so ansteht.
    Oder dass ich mich erst nicht traute zu fragen, ob ich spontan zu ihr kommen kann - und sie sagte dann "klar". Meine Ex forderte für sich Spontanität ein und wenn ich spontane Vorschläge hatte, war es zu spontan :roll:
    Ist jetzt keine Angst in dem Sinne, eher Unsicherheit - aber ich artikuliere meine Wünsche immer besser. Ist halt noch ein kleiner Nachklang aus der BA-Zeit...


    Das wird gut, das mußt wachsen :) nur nicht überstürzen.

    Um in der Welt etwas zu bewirken, bedarf es liebevoller Emotionen, nicht kaltherziges Denken!


    Wenn du mein Licht erst kennst, dann weißt Du, wie hell dein Tag sein kann und wie hinreißend die Freude die Du, durch mich erfährst.

  • Ist auch alles gut. Sind wirklich nur ganz kurze Anflüge. All die Mühen zuvor haben mich dahin gebracht, wo ich heute stehe. Wir harmonisieren sehr gut, haben Spaß miteinander, können gemeinsam lachen, aber auch ernst sein. Und wir machen beide Vorschläge, was wir unternehmen können. Der ganze BA-/On-Off-Stress zuvor liegt weit zurück und hat fast gänzlich den Schrecken jener Zeit verloren. Was zählt, ist das Heute und Morgen :flower:

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Lieber Ratsuchend,


    Ich freue mich einfach, wenn ich deine Zeilen lese, dass es dir jetzt so gut geht in der Beziehung! :cheers: Viel Liebe, Freude und zunehmende Befreiung aus den früheren Einengungen wünscht dir


    Judith

  • Danke Judith! Es ist schön, dass ich jetzt viele Dinge anders mache. Eine Sache, aktuell getriggert durch frühere Erfahrungen, ging mir einen Tag lang durch den Kopf. Ich habe es aber zügig angesprochen und schon ist das Problem, das in Wirklichkeit keines ist, aus der Welt geräumt. Früher hätte ich nicht oder erst sehr spät darüber gesprochen. Vieles, was ich mir gewünscht habe, ist in dieser Beziehung Wirklichkeit geworden.


    Es ist auch ein schönes Gefühl, dass das Vermissen, was einsetzt, wenn man auseinander geht, ein angenehmes und kein schmerzhaftes Gefühl ist. Das Wissen, dass man sich bald wiedersieht, ohne die Angst, ob beim Auseinandergehen nicht schon wieder ein Fluchtinstinkt eingesetzt hat und ein längerer Rückzug ansteht. Das man Dinge ansprechen kann, ohne das auf der anderen Seite dicht gemacht wird, gemauert wird.

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Lieber Rasu,


    ich hab hier noch nie geschrieben, aber öfter mal reingeschaut.
    Allerdings immer nur im Liebeskummer-Forum, für´s Loslassen war es noch zu früh.
    Jetzt hab ich mich verabschiedet, von einem Mann den ich sehr, sehr gern hatte, mit dem ich aber nicht die Beziehung führen kann, die ich mir wünsche und befinde mich auf dem Weg zum Loslassen. Ich habe in den letzten drei Tagen deinen ganzen Thread gelesen.
    Deine Geschichte hat mir viel Mut gemacht.
    Ich sitze gerade trotz Liebeskummer in der Sonne und denk mir: es gibt einen anderen Weg und liebevolle Beziehungen, unabhängig von den Schatten, die jeder so mit sich rumträgt. Und ich denke mir, dass es sich lohnt, bei sich selbst genau hinzuschauen, sich schmerrzvollen Dingen zu widmen und sie durchzuarbeiten. Ich wünsche mir, dass ich da hinkomme, wo du bist und dir, dass du das, was du gerade hast, einfach nur geniesst!


    Alles gute und freu dich über den Frühling!


    Endrah

  • Danke endrah - ich wünsche dir, dass auch dein Weg erfolgreich sein wird! Habe mir gerade die erste Seite meines Threads durchgelesen. Es ist dann ja einiges so gekommen, was mir dort gesagt / geraten wurde. Wichtig ist wohl der Wunsch, etwas verändern zu wollen und das dann auch anzugehen. Aktiv anzugehen. Mein Therapeut sagte kürzlich, dass ich diesen Willen hatte / habe. Meine Erkenntnis ist, dass man sich auf den Weg begeben muss. Den Willen zur Veränderung haben muss - aber nichts erzwingen kann. Und das Gute ist auch, dass ich, als ich tief im Schmerz und Liebeskummer steckte, für vieles blind war. Erst, als ich mir schwor, diesen Schmerz nicht mehr zu wollen, ging es langsam vorwärts. Und auch die Erkenntnis, bei sich selbst zu gucken, was zu tun ist. Und mit Abstand betrachtet schüttelt man über manche Dinge, die man getan oder ertragen hat, den Kopf. In der Krise ist diese Klarheit eben erst nicht da. Aber man hat halt die Option, sollte sich eine Krise ankündigen, möglicherweise früher und anders reagieren zu können.

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • BA-Ex hat sich nach Wochen telefonisch gemeldet. Wollte sich erkundigen, wie es mir geht. Hat sich (meiner Meinung nach ehrlich) sehr darüber gefreut, dass ich mit meiner neuen Freundin glücklich bin, denn sie fragte, wie es mir/uns geht. War ein recht neutrales Small-Talk-Gespräch. Der Kontakt wird wohl weiterhin auf Sparflamme laufen, ist mir aber recht, weil ich das Kapitel abgeschlossen habe und ein neues Kapitel aufgeschlagen habe. Hätte ein Treffen auch abgelehnt, um meiner Freundin zu zeigen, dass ich ganz bei ihr bin.

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Zitat von Ratsuchend

    Hätte ein Treffen auch abgelehnt, um meiner Freundin zu zeigen, dass ich ganz bei ihr bin.



    Gute und bestimmt richtige Entscheidung! :cheers::applause:

    Lass dir von Menschen mit zu kleinem Horizont nicht erzählen, dass deine Träume zu groß sind.

  • Ich mal wieder...


    Es tut so gut, die ganzen Erfahrungen mit einer BA hinter sich gelassen zu haben. All das, was mit ihr nicht möglich war, kann ich jetzt mit meiner neuen Freundin leben. All das, was von meiner Ex mit einem "No" signalisiert wurde, lebe ich jetzt in einem lebendigen "Ja" mit meiner neuen Freundin. Das totale Bekenntnis zu mir und zur Beziehung. Gemeinsame Zeit und Zeit, die jeder für sich hat. Gemeinsame Aktivitäten. Ein "Wir" und doch bleibt jeder er selbst.


    Es fühlt sich sehr gut an. Ich fühle mich sehr gut. Ich bin glücklich. Nicht nur durch sie, sondern auch durch mein weiteres Wachstum. Das Gefühl des Stillstandes ist vorbei. Ich fühle mich lebendig. Bin aktiv und agil. Ich habe das Gefühl, angekommen zu sein. Vergangenheitsbewältigung ist so gut wie abgeschlossen. Habe vieles verstanden und schüttel heute den Kopf über vieles, was ich - auch gerade in der Zeit mit meiner Ex und auch noch danach - lange nicht verstanden habe. Und ich weiß heute - das will ich nie wieder haben. Dennoch wertvolle Erfahrungen, die für meinen Heilungsprozess wichtige Impulsgeber waren. :flower:

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"

  • Glückwunsch auch von mir.
    Deine Geschichte hat mich seitdem ich hier aktiv bin sehr interessiert.
    So, wie sich alles bei dir entwickelt hat macht mir Mut.
    Danke dafür.

  • Es war ein langer und dorniger Weg - ein sehr langer Weg. Mit vielen Stunden der Verzweiflung. Aber letztendlich hilfreich, das alles durchgestanden zu haben und sich dann doch nicht aufgegeben zu haben. Es gibt einen Weg daraus,
    auch wenn man im Moment des tiefsten Schmerz es nicht glauben mag. Aber gerade dieser Schmerz hat mich motiviert, ihn los zu werden und ihn auch nie wieder in dem Maße verspüren zu wollen. Ich habe sehr viel Musik im Liebeskummer gehört,
    heute schalte ich weg, wenn diese Lieder im Radio laufen. Sie vermögen mir die damalige Zeit wieder vor Augen zu halten und mich an den Schmerz zu erinnern. Aber er hat keine Macht mehr über mich und meine Ex hat auch schon lange keine Macht mehr über mich. Endlich kann man das einfach abschalten. Ich konnte vieles loslassen. Wichtig ist, Dinge selbst zu wollen. Und dazu gehört es auch, Dinge selbst zu durchleiden - auch gegen die guten Ratschläge von Freunden - die letztendlich mit vielem Recht hatten. Schon lange bevor ich es selbst erkannt habe. Die eigenen Erfahrungen dabei waren wichtig beim Loslassen.

    "Vergiss nicht, der Zaun, mit dem du dich vor anderen schützen willst, umschließt auch dich"