Nahe- Distanz Störung Auswirkung auf den Beruf?

  • Ich suche gleichgesinnte denen durch diese Störung es auch sehr schwer fällt in ihrem Beruf zu arbeiten. Oder andere Einschränkungen zB beim Autofahren dabei haben. Ich weiss jetzt nicht ob es direkt Bindungsangst ist aber ich habe dieses Problem einfach Überall.

  • Also.
    Ich leite trotz Ba ein (mittelständisches) unternehmen.
    Habe Pferde, fahre gern schnell Auto...


    Ich hatte relativ lange ein Problem mit „nein“ sagen. Das war doof. Auf beruflich.
    Aber das hab ich schon gut raus. Ansonsten hab ich da im Alltag reeeelativ wenig Berührung mit der Ba.

    Sex won´t make someone commit.

    Physical attention won´t make someone commit.

    Being perfect won´t make someone commit.

    The ONLY thing that will make someone commit is someone that´s ready for commitment.

    Never forget that.

  • Also ich arbeite ja als Verkäuferin in einem Textilgeschäft und muss Kunden ansprechen oder sie kommen auf mich zu. Ich habe das auch schon einmal 3 Jahre gemacht und ich denke mal das ewige auf die Menschen zugehen und verkaufen müssen hat mich damals krank gemacht.
    Ich wollte mich so wie jetzt auch nur noch verstecken und alle Kunden sollen mich nicht sehen.
    Wenn ich 4 bis 5 std arbeite, ohne Pause dort, dann bin ich so fertig als wenn es 12 Std wären.
    Die Psychologin meiner Tochter hat mich darauf gebracht das es damit zusammenhängt.
    Auch wenn zb Autos zu dicht auffahren oder zu viele Autos sind bekomme ich Panik.
    Anders ist es auf grossen weiten Strassen wie zB Autobahn. Da bekomme ich Panik weil alles zu weit ist.
    Also zu unübersichtlich da fehlt mir dann der halt.
    Ich finde das richtig komisch und es macht mir Angst..Mir wird vieles schnell zu nah und auf der anderen Seite brauche ich den halt und wenn es iwie zu weit ist dann fehlt mir der halt und ich denke das ich falle.

  • Ja, bei mir ist das so. Mein Näheproblem bereitet mir auch im Berufsleben Probleme. Obwohl ich meine Kollegen mag, würde ich am liebsten in einem Einzelbüro sitzen. Aber sowas gibt es in der heutigen Zeit nur noch selten. Wir ziehen demnächst in ein Großraumbüro und dann habe ich auf der Arbeit noch weniger Privatsphäre.


    An manchen Tagen gehe ich mittags mit meinen Kollegen essen, manchmal aber auch nicht, weil ich Ruhe brauche und alleine im Büro sein möchte. Das sage ich den Leuten vor Ort aber nicht, weil ich sie nicht verletzen möchte. Auf ihre Fragen antworte ich mit "Ich habe was zum Essen dabei" oder "Bin schon heute Abend privat verabredet" und gut is.


    Ich arbeite für eine Zeitarbeitsfirma und wurde jahrelang als Sekretärin/Teamassistentin eingesetzt, momentan arbeite ich als Sachbearbeiterin und hoffe, dass das auch in Zukunft so bleiben wird. Im Sekretariat fand ich das unheimlich anstrengend, alle paar Minuten von anderen Leuten angesprochen zu werden, die irgendwas von mir wollten. Das ist auch einer der Gründe, warum ich mich gegen Kinder entschieden habe. Ich hasse es, wenn ich etwas mache und alle paar Minuten von einer anderen Person unterbrochen werde. Das nervt mich so sehr...

  • Danke für deine Rückmeldung Reni. Also ausser das ich mich zwingen muss manchmal meinem Kind genug körperliche Nähe zu geben habe ich keine Probleme mit ihr. Ich weiss hört sich schlimm an aber es ist nun mal so. Wenn sie mal kommt und kuscheln möchte kann ich sie ja nicht abwehren.


    Ja hab das auch so. Beim einkaufen Überall. Bin genervt von Menschen gerade wenn es viele sind. Aber glaube kommt immer auf die eigene Stimmung an. Mal ist es besser und dann wieder schlimmer.


    Mein Job ist dann auch anstrengend. Muss mich so überwinde so oft die Kunden anzusprechen. Innerlich will etwas nicht aber ich muss ja. Mich hat das 2014 krank gemacht da wollte meine psyche nicht mehr und hat alle möglichen körperl. Symtome verursacht.


    Manchmal macht es ja auch Spass aber oft eben auch nicht. Wenn man sich vorstellt das ganze Leben so zu verbringen. Vorallem leidet mein privates Umfeld auch darunter. Je gestresster ich wegen der Arbeit bin umso mehr Ruhe brauche ich privat. Ich ziehe mich dann voll zurück und jeder Kontakt von Freunden etc nervt extrem.


    Vllt könnte man dies alles durch ein Hobby ausgleichen habe ich mir überlegt

  • Weißt du, was hilft Vanne?


    Wenn du dir in solchen Situationen zeigst, dass du raus kannst.
    Es ist okay so zu fühlen. Und es ist okay, sich dann aus diesen Situationen heraus zu nehmen, sie zu verlassen, und sich Ruhe zu gönnen.


    Angst vor Nähe ist oft eigentlich mehr die Angst davon erschlagen zu werden.
    Also...zeig dir, dass es okay ist, sich selbst zu helfen.
    Versuch das mal bei leichteren "Übungen". Im Job ist das doof.
    Den Supermarkt wieder verlassen ohne zu kaufen, wenn´s zu voll ist.
    Mal bewusst durch den Supermarkt gehen, WENN es voll ist. Nur rein, gucken, wieder raus.
    Nicht kaufen, nicht zwingen anzustehen usw.
    Wenn Menschen oder Veranstaltungen dich stressen, freundlich absagen. Oder auch mal eine Veranstaltung ruhig verlassen, wenn sie dir nicht gefällt.
    Lerne auf dich zu hören.


    Let it go, let it go
    Can't hold it back anymore
    Let it go, let it go
    Turn away and slam the door
    :lol::lol::lol:

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    Physical attention won´t make someone commit.

    Being perfect won´t make someone commit.

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  • Bei mir wirkt es sich nicht (mehr) auf meinen Job aus. Ich arbeite sehr nahe mit Menschen (körperlich und seelisch, bekomme deren ganzen Leben- Freud und Leid im Detail mit) und liebe es.
    Mache zudem gerade eine Weiterbildung zur Sterbebegleiterin, weil ich mir das total gut vorstellen kann im Ehrenamt zu machen. Ich denke näher kann man einem Menschen und dessen Seele gar nicht kommen.


    Dafür bin ich privat dann eher die, die auch mal Zeit für sich braucht, die es nicht haben muss ständig angefasst zu werden. Hin und wieder natürlich gerne, auch mal eine feste Umarmung aber dann ist auch wieder gut.


    Muss aber sagen, das war schon auch eine persönliche Weiterentwicklung, vor einigen Jahren wäre ich da denke ich viel distanzierter gewesen. Auch in meinem beruflichen Umfeld.