Bootcamp der Seele - Selbstliebe-Speicher auffüllen

  • Huhu und Guten Morgen :mrgreen:


    Ja vieles wurde im Anschluss einfacher, einfach weil man sich und viele seiner Handlungen versteht :thumbup:Und ich bin tatsächlich kein ESO-Typ :lol: Daher hab ich dieses luzides Träumen auch nicht ausprobiert. Dafür ist mir mein Schlaf zu heilig / wichtig. Mein Bruder macht es Gelegentlich, er findet es cool :thumbup: Man kann halt viele Dinge ausprobieren. Auf YT gab es ein Professor, der wohl so skateboarden gelernt hat etc.


    Ich denke das krampfhafte suchen strahlt man auch aus. Was einen dann vielleicht hilflos wirken lässt. Ich hatte Ende November / Anfang Dezember dann den Entschluss gefasst, wieder zu daten. 6 Monate Pause eingehalten und dann mal schauen, was passiert. Am Anfang kamen dann tatsächlich viele verwirrte Gefühlsklärer, mit denen ich aber nichts mehr zu tun haben wollte. ( Genauere *Infos findest Du in den DS Büchern ). Mir war die Zeit einfach zu schade. Dann hatte ich ja kurz ein Date und viel Schreiberei mit der Lehrerin, wo ich mir dachte, oh ok. Ein Genussmensch. Also das "Ende" der DS Reise.

    Aber sie hatte sich dann für jemand entschieden, der einfach mehr Gemeinsamkeiten hatte. Was auch völlig ok war. Ich sah das ganz gechillt.


    Dann bekam ich Mitte Dezember das Like von Katja, erstmal nichts spektakuläres. Zögerliches schreiben etc. Dann wollten wir uns treffen, was wir aber dann kurzfristig storniert haben. Sie traute sich nicht wegen der sprachlichen Barriere. Verständlich. Letzte Woche Montag war es dann soweit. Ich muss gestehen das ich am Anfang eher skeptisch war. Ich fand sie "strange". Total süß und liebevoll, herzensgut. Sie hat auch direkt trotz liebevoller Art ihre Dominanz gezeigt. Eine starke Frau, vor denen ich mich irgendwie immer gescheut habe. Kurz danach hab ich dann tatsächlich bei ihr geschlafen. Wenn ich ehrlich bin, dachte ich mir morgens direkt nach dem aufstehen, junge was tue ich hier überhaupt?


    Sie ist so gar nicht der sonstige Frauentyp in meinem Leben. So völlig anders. Sie arbeitet sehr viel, ist extrem fleißig. Und wenn ich dann Abends vorbeikomme, werde ich trotzdem noch total verwöhnt und "bemuttert" und bekocht. Sie nimmt sich viel Zeit, und ist wahnsinnig liebevoll. Ich muss übrigens sehr hungrig aussehen :mrgreen: Was ich da alles essen muss :lol: Selbst Nachts, zweifli ich hab übrigens noch Kuchen für dich gemacht :mrgreen: Ohje.... :mrgreen:


    Nennt es total kitschig, aber gestern hat Sie mir noch ein XXL Becher Obst gemacht, mit Schokofondue. Hat mich liebevoll gefüttert, während sie süß ihr Lieblingslied für mich gesungen hat. Wow.... <3 Sie ist ein absoluter Herzi / Genussmensch. Auch gar nicht klammernd. Wenn ich sage nein, dann ist das ok, wenn ich rum bummel, sagt sie, da hast Du eben Pech gehabt, ich geh alleine im Restaurant chic essen, oder treffe Freunde :mrgreen: Sie sagt auch Dinge, die sie stören, und ist ebenso empfänglich für Dinge, die mich stören. :thumbup: Alles bisher traumhaft einfach. Sie ist eine sehr tolle Frau. Bisher werden alle meine Bedürfnisse und Wünsche von den Augen abgelesen.Wenn da nicht die sprachliche Barriere wäre. Gestern sagte sie mir dann, das sie bis April entscheiden muss, wieder 1 Jahr nach Portugal zu gehen :( Musste kurz schlucken. Aber bis dahin ist noch viel Zeit. Und es ist ja ihre Entscheidung, und wenn sie das machen möchte, werde ich das akzeptieren :thumbup:Aktuell hoffe ich natürlich, das sie es nicht machen wird. :mrgreen: Hachja, mir geht es im Moment so gut, alles im Gleichgewicht und spielerisch einfach :thumbup::thumbup::thumbup:


    So das war erstmal genug Text :flower:


    Gruß

    zweifli


    *

    Die DS Reise besagt, das man nach der Trennung weitere GK trifft, die einen extrem an die DS erinnern. Die sollen einem beim los lassen unterstützen, und prüfen, ob man bereit ist, bzw. dazu gelernt hat. Hatte ich als erstes extrem mit einer Frau aus meinem beruflichen Umfeld. Da musste ich manchmal kurz innehalten und schauen, mit wem ich schreibe / telefoniere / date. Also wirklich eine extreme Kopie. Wenn man dazu gelernt hat, kommt ein Herzi. Mit dem erlernt man die offene Kommunikation, eigene Wünsche und liebevolle Grenzen setzen. Und wenn man da durch ist, kommt der Genussmensch. 50/50 = Herz / Kopf. Dann ist man selbst mittig im leben. Kann sowohl eigene Wege gehen, aber auch voll und ganz in die Beziehung gehen.

  • Als Nachtrag noch :


    Aber wie gesagt, ich weiß nicht mehr WAS ich mir anschauen soll... vielleicht "einfach nur leben" und dabei nicht nach Beziehung zu suchen? Es ist doch nix schlimmes, wenn man einen Partner/Partnerin möchte. Mich nervt das so, immer dieses "raus aus der Bedürftigkeit" Ding... als ob man ein Schwerverbrechen begeht, wenn man sagt, "Ich vermiss Dich", wenn man sich länger nicht gesehen hat. Das ist doch nix schlimmes... aber scheinbar schon, bei den Männern, die ich mir suche.


    Nach dem Leichen ausbuddeln, der DS Thematik und dem jetzt super Verhältnis zu meinem Bruder, und vor allem mein Neffe <3 hatte ich einfach wieder Spaß am Leben. Wer weiß schon, was das Universum für uns bereit hält. Ich hab mein DS Engel "Martin" getauft. Ich wünsche ihm morgens immer einen Guten Morgen, und bin dankbar, aufzuwachen, gesund zu sein, und eine tolle Familie zu haben :thumbup:Irgendwie ein festes Ritual geworden, auch wenn das für manche dämlich klingen mag :thumbup:

  • 1)Meine Beziehungen laufen seitdem verrückterweise auch besser, auch wenn da noch alles Baustelle ist. Du wirst andere Männer treffen wenn du in diese Richtung gehst vermute ich. So war es bei mir.


    2)Und das mit den Freundschaften ist normal fürchte ich, bei mir hat auch nur eine überlebt,

    hey Anonymus wie geht es dir inzwischen, konntest du schlafen? Danke für deinen Beitrag und das Mut machen. Ich erkenn mich in deinen worten echt wieder....

    Zu 1) ich hoffe es so sehr. Ich hab mir neulich zum ersten Mal eigentlich im Rahmen eines liebe lernen Workshops bewusst darüber Gedanken gemacht, welche Bedürfnisse ich habe, in einer Beziehung.


    In der kurzen Liaison im Sommer gabs einen Wendepunkt hierzu. Ein Telefonat bei dem er wissen wollte, was ich erwarte... in der Vergangenheit hätte er schon Geschichten gehabt, die so für ihn unerwartet angefangen hätten und die frauen hätten gleich heiraten wollen.


    ich musste lachen, denn nichts liegt mir ferner als zu heiraten.... ich habe gemeint erst mal offen sein und schauen wie es läuft, sehen, wohin unsere gemeinsame Reise geht. Dass ich über beide Ohren verliebt war, wusste er, das hatte ich deutlich gemacht. Mit den Vorkenntnissen haben wir uns ja getroffen...


    Er war ganz begeistert, dass ich so offen sei... aber ich hatte nicht verstanden, dass er sich damit eigentlich schon abgesichert hat, dass es für ihn nichts ernstes ist...


    naja, im Nachhinein ist man immer klüger und nochmal würde ich nicht so naiv antworten...


    Aber wie gesagt, ich hoffe du hast recht. Und ich versuche mir selbst zu visualisieren, was ich gerne von einem Mann hätte...


    Zu 2) yepp... diese Bekanntschaften wollten weg, ich lasse neue nachwachsen. Aber die Explosion und die Menge waren beachtlich letztes Jahr...

  • 1)Nach dem Leichen ausbuddeln, der DS Thematik und dem jetzt super Verhältnis zu meinem Bruder, und vor allem mein Neffe <3 hatte ich einfach wieder Spaß am Leben. Wer weiß schon, was das Universum für uns bereit hält.

    Da sagste was wahres... ach du liest dich herrlich unbeschwert und fröhlich und begeisterungsfähig. Bestimmt habt ihr noch ne tolle Zeit bis April und dann mal sehen! Nur aufpassen mit dem Gewicht musst du wohl *grins*

  • Geburtstagspost an meinen BA-EX, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme und in echt gratuliere...


    Hey Brudi,

    Dein Geburtstag heute! Ich gratuliere dir aus der Ferne und wünsche dir aus tiefstem Herzen nur das Beste.

    So gerne wäre ich bei dir und würde mit dir teilen. Natürlich nicht den Kuchen, da bin ich eigen... :-)

    Gerne wäre ich die Frau an deiner Seite gewesen, die dich morgens weckt. Du meintest, du liebst Überraschungen. Glaub mir, ich hätte mir was schönes ausgedacht.


    Mein Geschenk an dich hab ich dir schon gemacht. Das war ich. Das waren meine Gefühle für dich und mein Wunsch, ein Stück Weg gemeinsam zu gehen.


    Dass der Weg so verdammt kurz sein würde und du mein Geschenk gar nicht wirklich willst, damit hatte ich nicht gerechnet. Nicht nachdem du dich so über meine erste Offenbarung meiner Gefühle gefreut hast. Nach der ersten Nacht hattest du davon gesprochen, dass es war, als würde Die Welt angehalten...


    So war es auch. Nur kann die Welt nicht lange angehalten werden. Du seist ein kopfmensch, es sei dir "too much" kam dann kurz darauf.


    Ich wollte es leichter machen für uns beide und hab kein Drama gemacht und bin gegangen. Ohne Einspruch von dir. "Tu was gut ist für dich" meintest du. Das tat weh.


    Weh tat auch, dass ich wahrscheinlich schwanger war. Es ist schnell genug gegangen, bevor ich es bezeugen konnte... es war wie der Traum, von dem ich dir erzählt hatte... es wurde mein Alptraum.


    Als wir uns nach zwei Monaten wieder gesehen haben, kein persönliches Wort von dir. Du wolltest wieder "nur spielen". Ich war nicht unfreundlich zu dir oder hab dich ignoriert. Ich konnte nur die Oberflächlichkeit nicht ertragen. Gerne hätte ich mit dir über alles geredet, aber da war kein Raum da, in dem das hätte geschehen können.


    Danach dein Vorwurf, ich sei "anders" gewesen, du seist traurig, dass alles so kalt endet. Ja, das war ich auch. Aber ich war nicht kalt. Ich habe dir nur nicht mehr all meine Liebe geschenkt.


    Das Feuer, die Glut, die du und die Begegnung mit dir erzeugt haben, das geb ich nicht mehr her. Darauf schau ich, das schütz ich. Notfalls auch vor dir, vor mir, vor uns.


    Das war dein Geschenk an mich. So. Und nun geh, lass dich feiern. Erleb Abenteuer, sei ein freier Adler, flieg und lass dich von deinem Leben überraschen. Ich beneide dich um diese Gabe und hätte es so gerne von dir gelernt.


    Aber ich kann mir andere Lehrer suchen, ja muss es sogar.


    Heute Abend, wenn ich nach Hause komme, werde ich dir ein Brot backen.


    Alles alles gute zum Geburtstag, deine larissa...

  • Da sagste was wahres... ach du liest dich herrlich unbeschwert und fröhlich und begeisterungsfähig. Bestimmt habt ihr noch ne tolle Zeit bis April und dann mal sehen! Nur aufpassen mit dem Gewicht musst du wohl *grins*

    Guten Morgen,


    ja da hast Du vollkommen Recht :love: Im Moment läuft alles unbeschwert einfach. :thumbup: Die Welle nehme ich dankend mit. 8-)

    Bei deinem letzten Post hab ich mich erst verschluckt :mrgreen: Brudi dein BA-Ex? Und hat heute Geburtstag ? 8| Ich dachte erst Du meinst mich :mrgreen:


    Gruß

    zweifli

  • Bei deinem letzten Post hab ich mich erst verschluckt :mrgreen: Brudi dein BA-Ex? Und hat heute Geburtstag ? 8| Ich dachte erst Du meinst mich :mrgreen:

    UPS, hab jetzt noch ne Erklärung drüber geschrieben. Ja, er hat Geburtstag... ob er BA ist? Wenn ich alle posts hier lese, dann bin ich es vlt eher... im ernst, er auch. Und ob er mein Ex ist? Er würde es verneinen... für ihn war es eine sommerlaune und er dachte, ich sähe es genauso... glaub ich. Wirklich geredet haben wir nie.


    Mir war heute morgen so sehr nach Kontakt und es tat gut, das zu schreiben. Danke fürs Lesen...das brudi Ding, daraus haben wir nen Witz gemacht... hast du denn auch Geburtstag heute *staun*?

  • neee oder? Alles gute dir zum Geburtstag :D paaaartyyyyy


    Ja, ich will ihn nicht und mich nicht quälen. Ich will vergessen. Aber es verblasst nicht, die Erinnerung...


    Feier schön. Lass krachen. Wie schön, dann konnte ich dir gratulieren... hehe, deine Verwirrung kann ich verstehen...

  • Danke Katha :flower:


    Ach gestern war noch herrlich. Habe sie nach Feierabend abgeholt, wir sind dann zu ihr. Sie hat sich eben frisch gemacht und dann wollten wir kurz zu ihrer besten Freundin ( Vorwand was hinbringen ). Sie wohnt in einer brasilianischen WG, und da war lecker Essen, Kuchen und ein Geschenk vorbereitet. Bier Wein etc.... Ich hab die Freunde erst einmal vorher getroffen, aber es war ein sehr fröhlicher und toller Abend, als würde man sich ewig kennen.

    Mir gefällt diese offenherzige und fröhliche Mentalität :thumbup:War der krönende Abschluss, besser hätte er nicht werden können.


    Gruß

    zweifli

  • Lieber Zweifli,

    ich freu mich ernsthaft sehr über Deinen Post. Einmal ist es so schön zu lesen, wenn jemand solche Überraschungen, Zusammenkünfte mag, es wertschätzt. Deine Katja wird das bestimmt auch toll finden, dass Du ihre Aktivitäten so feierst. Ich selbst bin im außereuropäischen Ausland großgeworden und habe ähnliche Werte/Verhaltensweisen kennen und lieben gelernt. Und weiß aus Gesprächen mit Frauen, die aus nicht-Europa kommen und mit dt. Männern zusammen sind, dass sie gerade diese Wertschätzung so mega toll finden, wenn dt. Männer es nicht als selbstverständlich finden, dass sie kochen/backen/Haushalt machen und das dann auch mit Freude zeigen... also, genieße in vollen Zügen, sie freut es vielleicht doppelt...


    Und zum andern hab ich mich einfach gefreut, Dir unabsichtlich stellvertretend quasi, gratulieren zu dürfen. Gestern hatte ich nen harten Tag. Musste beruflich als Seminarleiterin um 4 morgens raus, hab das Seminar trotz Erkältung gerockt - es war toll, die Teilnehmenden waren echt super - und war in dem Ort, an dem wir uns - mein BA-Ex u. ich - das letzte mal gesehen hatten, bevor alles anders wurde. Das war schräg. Ich hab ihn tierisch vermisst. Im gleichen Seminarraum. Ich musste ständig an die Gedanken denken, die ich damals hatte, als ich ihn ansah... und ich war stolz auf mich gestern, dass ich ihm nicht gratuliert habe. ich wusste, er hätte sich gefreut, es hätte sein "Ego" gestreichelt, wie er es selbst ausdgedrückt hat. Aber es hätte mein Leiden verlängert...


    Btw, er ist auch Lateinamerikaner *lach*. Und nein, ich glaube, dass es mit seiner BA keine kulturellen Hintergründe hat, sondern in seiner Kindheit liegt. Alles sehr offensichtliche Entwicklungen....


    So, und jetzt kurier ich mich weiter bei binge-watching aus :-) Dir noch eine schöne Zeit und steck weiter mit Deinen fröhlichen und stärkenden Posts an!

    Kat

  • Katharina2019

    Hat den Titel des Themas von „Bootcamp der Seele - Einladung zum Mitmachen“ zu „Bootcamp der Seele - Selbstliebe-Speicher auffüllen“ geändert.
  • So ihr lieben,

    zwei Tage bin ich jetzt noch krank geschrieben und sehr glücklich über mich. Denn: seitdem ich zwei neue Kolleginnen habe, die ihren Kopf nicht nur zum Haarekämmen nutzen, darf ich mich richtig auskurieren und muss nicht ins eiskalte Büro schlurfen und die letzten gesunden Menschen auch noch durch mein Schniefen anstecken <X


    Stattdessen betätige ich mich im Bootcamp - dass ich jetzt dank Sukramine s Rezension :study: mit neuem Untertitel versehen habe: Selbstliebe-Speicher (Self-love-abundance) auffüllen <3


    Das mach ich heute erstmal, in dem ich meine Geschichte kurz vorstelle. Das war überfällig, aber ich hab mich noch nicht so recht getraut, mein "Schweregrad" kam mir nicht so dringlich vor und ich hatte ehrlich gesagt auch ein bisserl resigniert. Bis ich hier gelandet bin. Ihr alle macht so verdammt viel Mut und Lust darauf, sich selbst weiter kennenzulernen, sich zu durchschauen.


    Deine aktuelle Krise Anonymus hilft mir z.B. total, weil ich mich in Deinen Worten so wiederfinde. Leider kann ich so herzlich wenig sagen, weil ich diesem Gefühl ja selbst so gottlos ausgesliefert bin immer und es einfach nur vermeide und auch ein stückweit die Situationen verdrängt habe, in denen ich es hatte. Aber davon gab es einige. Sei stark und mein Mitgefühl hast Du. Und mein Danke eben, fürs offene Teilen. Denn es hilft mir sehr, meine eigene Geschichte anzuschauen.


    Ich bin 44 und im außereuropäischen Ausland großgeworden seitdem ich 5 Monate alt bin. Ich wurde von meinen Eltern durch drei Kontinente in 4 verschiedene Länder mitgenommen, zwischendurch immer mal ein halbes oder auch ein Jahr Deutschland. Auch dort sind wir umgezogen und ich hatte auch insgesamt 6 Schulwechsel. Mit 13 kam ich endgültig nach Deutschland. In den Busch, wie ich immer gesagt habe. Der deutsche Hintertaunus. Es war schrecklich. Ich war (bins noch immer) unglaublich anpassungsfähig und kann sehr schnell Anschluss finden.


    Doch dem deutschen Hinterwäldlertum war ich nicht gewachsen. Ich wurde schnell depressiv, hatte schon früher starke Tendenzen dazu. War suizidal. Der erste Freund: eine Katastrophe. Wir haben noch nichtmal geküsst. Ich war nicht wirklich verliebt, ich mochte ihn aber sehr (im Nachhinein betrachtet, wäre er eine "sichere Bindung" gewesen). Unser erstes Date im Park - schrecklich. Ich hab so geschwitzt - kalter Angstschweiß. Im Auto sagte mein Vater sehr sehr taktlos: "Kind, du stinkst". Meine erste Kussliebe mit 14 dann auch eine Katastrophe. Es setzte die Verlustangst ein und ich wußte intuitiv: Das Kapitel Liebe wird für mich schwer. Sehr schwer. Mit 14. Mit 17 dann der erste richtige Freund. Mit dem ich 2 Jahre zusammen war, aber nicht mit ihm schlafen konnte. Auch er war depressiv. Das Ganze schleppte sich 2 Jahre.


    Meine Eltern hatten eine nach Außen hin bilderbuchhafte Beziehung: Offen, herzlich, starke tolle Frau, gutaussehender Mann, beide einander zugewandt. Im Hintergrund lief ein Krieg zwischen Verlust- und Bindungsangst. Ich war die Leidtragende. Die durch die vielen Ortswechsel sehr meinen Eltern verpflichtet war. Die mich zwar sehr geliebt haben, aber oft nicht verstanden, was sie taten. Als ich 19 war, trennten sie sich - heftigst, auch mit Suizidversuch der Mutter einhergehend ("ich wollte nur schlafen"). 5Jahre ging die schlimmste Zeit, bis sich die Lage einigermaßen beruhigt hatte, 10 bis sie gut erträglich war.


    Ein/zwei Jahre nach der Trennung fing ich von 20-30 mit meiner Therapie und die rettete mir dann glaub ich auch mein Leben. Ich hab weitere suizidale Phasen überstanden, Zeiten der absoluten Selbstverletzung hinter mir und will da auch gar nicht drüber schreiben, so schwarz ist die Zeit. Nur so viel, meiner Therapeutin wich das Blut aus dem Gesicht als ich ihr ca. 1/2 Jahr nach Therapiebeginn erzählte, was ich für "Rituale" durchführen würde, um mich "abzuhärten". Wie gesagt, nicht schön und Vergangenheit. Aber: Es wurde immer heller, ich immer gesünder. Nach 5 Jahren Therapie konnte ich die Früchte der Therapie voll und ganz ausschöpfen (an alle hier, die gerade noch IN der Therapie sind: danach wirds noch viel viel besser. Dann kommen die Situationen, in denen ihr frei schwimmen werdet).


    Meine Freundschaften änderten sich zwischen 30 und 40, auf angenehme Art, ich bekam immer spannendere Menschen vom Leben geschenkt und war zwar geknickt, wenn welche gingen, aber nicht am Boden zerstört. Beruflich habe ich gut Fuß gefasst und mache inzwischen eine Arbeit, die ich absolut liebe und für super-sinnvoll halte. Wer in meinem Projekt keinen Spass an der Arbeit hat, hat nen Knall, sage ich immer.


    Die Beziehung zu meinen beiden Eltern habe ich intensiv bearbeitet - mein Vater starb vor drei Jahren, wir hatten zuvor mehrere Jahre keinen Kontakt mehr, aber ich war bei seinem Sterben anwesend und es war eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir sind jetzt sehr im Frieden. Seither ist der Kontakt zu meiner Mutter auch nochmal intensiver geworden. Wir reden viel und sie erträgt und arbeitet mit, wenn ich "alte Verletzungen" ausgrabe.


    Aber. Meine Beziehungen zu Männern. Die waren weiterhin katastrophal und sind leider nicht wirklich besser geworden. Es gab viele Jahre, in denen ich einfach nur Single war. Wenn es sowas wie eine Annäherung zu einem Mann gab, konnte man mich meist vergessen, so dramatisch war es sofort. Aber das war dann glücklicherweise für mein Umfeld und mich, immer nur kurz. Das längste was ich "geschafft" habe, waren 2 Jahre. Das dann aber nur als Fernbeziehung... sonst hätte es schon vorher wahnsinnig geknallt.


    Das Ding ist, ich fühlte mich immer als Opfer und es gab bisher noch keinen Kandidaten, den ich, oder der mich, interessant fand, der aus der "sicheren" Ecke kam. Beim letzten Mann dachte ich das, sehr. Und bin aus allen Wolken gefallen als ich merkte, er ist doch auch Bindungsängstlich. Ich war so sauer auf mich. Wie konnte ich mir, oder mein Unterbewußtsein mir das antun. Nach all der Arbeit - und va. all dem Rotz der letzten Jahre (drei harte Jahre mit diagnostiziertem Narzisten)?


    ABER: wie an anderer Stelle heute geschrieben, sehe ich jetzt auch dank diesen Forums, dass sein Schweregrad der Unsicherheit nicht mehr so gravierend wie bei seinen Vorgängern ist. Das empfinde ich jetzt mal als Fortschritt und schenke mir ein *Blümchen*! :flower: So, ich mach mich an die Arbeit. Es sind schließlich 9! "Freundschaften" zu bearbeiten, die in die Luft geflogen sind:bomb:

    Boah - langer Text. Ich bin ein wenig aufgeregt, und danke fürs Lesen...

  • Jetzt bin ich gerade dran, die zerdepperten "Freundschaften" des letzten Jahres intensiver anzuschauen. Bisher hatte ich es nicht verstanden, was da eigentlich so massiv passiert ist - aber dank des Buches Sukramine sehe ich jetzt, dass ich ganz einfach Grenzen gesetzt habe und darauf reagiert wurde.


    Bisher habe ich es nur so gesehen, dass die anderen Menschen urplötzlich krass waren, ich mein vorheriges Verhalten jedoch nicht dafür verantwortlich gemacht habe. Ich dachte, ich sei gewesen wie immer. Aus meiner bisherigen Perspektive habe ich erst DANN die Grenze gesetzt. Mir war also nicht klar, warum so viele Menschen, so heftig auf mich reagieren. Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich schon vorher - meist auf sehr subtiler Ebene, eher gefühlt als gesprochen - eine Grenze gesetzt habe. Ich habe ihnen nicht mehr so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie früher.


    Aber dadurch, dass ich diese Menschen bislang sehr hofiert hatte (alle sind Frauen und alle haben narzistische Züge) dachten sie natürlich, das müsse so sein. In dem Moment, als ich das nicht mehr tat, wurde es ungemütlich für mich und ich wurde sehr krass zur Rechenschaft gezogen. Die einzelnen Beispiele aufzuführen wäre zu langatmig, aber nur so viel, es waren echte Hammergeschichten... daraufhin habe ich dann eine nach außen hin sichtbare Grenze gezogen: z.B. durch abschließende Nachricht mit angekündigtem Kontaktabbruch oder Kontakt nur noch beruflich belassen.


    Wie es bei Ross Rosenberg beschrieben wird: Die Zeit der Grenzziehung ist hart - und er empfiehlt da ja auch, in therapeutischer Begleitung zu sein, da das Umfeld in die Luft fliegen wird und man eine harte Zeit haben wird!

  • Liebe Katharina, ich habe nun mal den ganzen Text gelesen und muss sagen, jeder Mensch hat eben seine Geschichte und seinen Hintergrund vor dem sein ganzes Wesen doch ohne großes Nachfragen sehr verständlich ist. Du hattest schon als Kind keine Wurzeln, selbst wenn ihr nicht so oft so dramatische äußerliche Veränderungen gehabt hättet, auch deine Eltern konnten dir deine Wurzeln vermutlich nicht geben. Ich kenne das von mir. Aufgrund der Geschichte unserer Familie ist es bisher keinem möglich gewesen sichere Wurzeln zu geben, aber es ist doch möglich in jeder Generation etwa zu verbessern und das tue ich nach Kräften, ganz ernsthaft.


    Vermutlich spürst du immer wieder diese leeren Stellen in dir, die Töpfe die da in jedem Kind bereit stehen und gefüllt werden wollen und nicht gefüllt wurden. Leider sagen einem immer alle dass man das nicht so nachholen kann wie es als Kind möglich gewesen wäre, weil diese Entwicklungsphasen abgeschlossen sind, aber zum Glück wird man nicht ganz so ohne Möglichkeiten in der Welt stehen gelassen. Denn ich weiß aus Erfahrung dass man doch einiges nachholen kann, anders vielleicht, aber es ist möglich beglückende Erfahrungen zu machen und dadurch Frieden zu finden, wie du es ja auch schon erlebt hast, zum Beispiel mit deinem Vater.


    Also ich würde schon konkret fragen: Welche Erfahrungen fehlen dir und wie kannst du dich diesen annähern? Ein Beispiel: Durch die fehlende materiellle Sicherheit war für mich als junge Erwachsenen Sicherheit an dieser Stelle oberste Prämisse. Inzwischen habe ich erfahren dass ich schon zurecht komme und mache mir darum nicht mehr soooo viele Sorgen. Oder: Meine Mutter hat mir große Angst vor der Umwelt gemacht, ständig befürchtet dass ich sterben könnte. Inzwischen mache ich eine Risikosportart und bin dabei zwar meeegavorsichtig, aber als junger Mensch hätte ich mich gar nicht getraut, obwohl ich damals vermutlich ja viel fitter war, so rein körperlich. Und ich merke wie das mein Selbstvertrauen gaaaaanz tief unten festigt. Ich bin sicher du tust das alles auch schon, oder? :)


    Und es ist eine gute Idee an seinen Freundschaften neue Beziehungen zu üben. Das mache ich auch. Ich hatte vor fünf Jahren auch noch fast zehn richtig gute Freunde, mehr als die meisten Menschen. Die waren auch toll für mich da, ich hätte die gerne behalten. Aber scheinbar ging für die die Rechnung nicht mehr auf als ich angefangen habe mich zu verändern. Ich habe halt angefangen Dinge einzufordern und das haben sie nicht so gut gefunden. (Spoiler: Ich bin Miss Megaverständnisvoll und habe nie jemanden kritisiert, weil ja doch immer alle so arm dran sind - wie ich ;) Als ich dann zart damit angefangen habe...oje!) :)

  • Liebe Ano,

    danke erstmal fürs Lesen und kommentieren. Es ist schön, seitdem ich im Forum mitlese und schreibe, bewegt sich etwas in mir. Es ist, als würde Schnee schmelzen. Etwas matschig gerade. Aber gut...


    Du hattest schon als Kind keine Wurzeln, selbst wenn ihr nicht so oft so dramatische äußerliche Veränderungen gehabt hättet, auch deine Eltern konnten dir deine Wurzeln vermutlich nicht geben. Ich kenne das von mir. Aufgrund der Geschichte unserer Familie ist es bisher keinem möglich gewesen sichere Wurzeln zu geben, aber es ist doch möglich in jeder Generation etwa zu verbessern und das tue ich nach Kräften, ganz ernsthaft.

    Die Wurzeln habe ich mühevoll selbst gezogen. Inzwischen bin ich sehr sehr sesshaft und Reise gleichzeitig viel, beruflich bedingt. Aber ich habe gelernt, Routinen zu haben, die ersetzen "mein Haus". Meine Eltern haben ihre Flucht im Krieg nachinszeniert - sehr ergreifend. Sie kommen beide aus der gleichen Region Russlands und ihre Familien waren Nachbarn in der alten Heimat. Tragisch. Sie haben wirklich versucht, ihre Traumata zu heilen, was unmöglich war. Und ja, ich glaub Dir, dass Du Deiner und der Generation Deiner Tochter Gutes tust. Du arbeitest wie gesagt hart daran. wie oft gehst du im Moment zur Therapie? Oder war das mit der Klinik eine einmalige therapeutische Maßnahme?

    Also ich würde schon konkret fragen: Welche Erfahrungen fehlen dir und wie kannst du dich diesen annähern?

    Ganz ehrlich, die Erfahrung Sicherheit in einer Beziehung ohne Mißtrauen zu leben. Ich weißt nicht, ob ich das jemals schaffe. Ob ich jemanden finde, mit dem ich das ausprobieren kann. Wie bei Sukramine und von Dir geschildert, habe ich mich bisher nie in bindungssichere verliebt. Und sie sich nicht in mich. Ich habe schon Witze gemacht: Setz mich in einen Raum voller Männer. Alle normal. Einer ist der Psycho. In den werde ich mich verlieben. Aber es ist wirklich besser geworden. Wie gesagt, die Stufe der Unsicherheit ist nicht mehr so alarmierend - die Verletzung war zwar schlimm, aber ich habe diesmal vieles anders gemacht als sonst.


    und ich merke die letzten Tage, dass diese Wunde, die ich mir beim letzten Versuch zugezogen habe, sich langsam schließt. Das Eis drumrum schmilzt und ich werde zunehmend neugierig, was sich darunter verbirgt. Bei mir kommt innerlich etwas, das ich in der Form noch nicht hatte. Es fühlt sich an wie: Kein Bedürfnis mehr nach Beziehung. Nicht mehr um jeden Preis.


    Durch das Lesen hier über die Kämpfe der anderen erlebe ich, dass ich mit diesen Zuständen nicht allein bin; dass es auch andere gibt, die Freizeit und Entertainment dem Studium ihrer Selbst widmen, was nicht immer schön ist. Und in den Augen anderer vielleicht auch sogar Zeitverschwendung. Aber das ist es nicht, das glaub ich nicht, das weiß ich.


    Das versöhnt mich gerade unglaublich. Hmm, vielleicht hätte mir Gruppentherapie echt gut getan, denk ich gerade *zwinker*.

    Und es ist eine gute Idee an seinen Freundschaften neue Beziehungen zu üben. Das mache ich auch. Ich hatte vor fünf Jahren auch noch fast zehn richtig gute Freunde, mehr als die meisten Menschen. Die waren auch toll für mich da, ich hätte die gerne behalten. Aber scheinbar ging für die die Rechnung nicht mehr auf als ich angefangen habe mich zu verändern. Ich habe halt angefangen Dinge einzufordern und das haben sie nicht so gut gefunden. (Spoiler: Ich bin Miss Megaverständnisvoll und habe nie jemanden kritisiert, weil ja doch immer alle so arm dran sind - wie ich ;) Als ich dann zart damit angefangen habe...oje!) :)

    Hmm. Miss Megaverständnisvoll funktioniert nicht mehr, das kenn ich ;-). Ich habe gerade von den "Explosionen" ein Analyseraster angelegt. in der linken vertikalen Spalte die Personen, in der horizontalen die Punkte Situation, Hintergrund, Meine konkrete Reaktion, die Reaktion der anderen, mein Gefühl, und wie ich in der Zukunft mit diesen Menschen umgehen werde oder schon umgegangen bin.


    Am schwierigsten für mich zu beschreiben war/ist die Spalte, mein Gefühl. Hier hilft mir vielleicht auch noch Dein Chakren-Gedanke, den Du im anderen Thread hattest. Das will ich nochmal ergänzen... aber ganz oft kam "Scham" und "Ekel" in der Spalte schon vor. Wut weniger, häufiger auch Druck, der Druck "mich behaupten zu müssen". Als habe ich gewußt, wenn ich mich jetzt nicht wehre, wird das ne ganz schräge Nummer werden und ich werde von meinem Gegenüber unterjocht. Ich glaube, im letzten Jahr bin ich zum ersten Mal ganz bewußt für mich eingestanden und habe einfach eine Reihe von Sparring-Partnern bekommen.


    Wie war das bei Dir? Gab es "Explosionen", oder leises ausschleichen. Wie bist Du damit umgegangen, hast Du die Aussprache gesucht?

  • Wie war das bei Dir? Gab es "Explosionen", oder leises ausschleichen. Wie bist Du damit umgegangen, hast Du die Aussprache gesucht?

    Im Moment habe ich leider nur Probesitzungen. Ich suche gerade einen Anschlusstherapieplatz. Leider, ich könnte es so gut gebrauchen. Inzwischen stehe ich auch Gruppentherapien aufgeschlossen gegenüber. Früher wollte und mochte ich sowas ja gaaar nicht, aber in der Klinik waren das irgendwann meine Lieblingsstunden.


    Wie funktioniert denn so ein Analyseraster?


    Meistens gingen die Freundschaften zu Ende wie die Beziehungen mit meinen Partnern. Einige (nicht alle) gerieten in eine persönliche Notlage und haben wenig darüber gesprochen oder gar nicht und so getan als wäre alles okay und vor allem keine Hilfe angenommen, weder aktiv gefordert, noch Hilfe angenommen die ich aktiv angeboten habe, sondern gemauert. Die Freundschaft wurde schleichend immer weniger gelebt, weil sie als Belastung empfunden wurde, nicht als Unterstützung. Wenn ich dann zum Beispiel gesagt habe: "Ich mache mir Sorgen um dich, weil das und das und ich habe das Gefühl es geht dir nicht gut" habe ich oft ärgerliche Reaktionen erlebt. Einer Freundin die sich nicht mehr treffen wollte weil sie eine depressive Phase hatte habe ich gesagt: "Dann melde dich wenn du dich wieder treffen möchtest." und dann habe ich nie wieder von ihr gehört, also nur noch mal so vereinzelt hier und da mitten in der Nacht eine Nachricht wenn sie am Tiefpunkt war oder so, aber die Freundschaft war dann vorbei. Hilfe die ich angeboten habe, z.B. beim Streichen, wurde abgelehnt.


    Ich glaube in meinen Freundschaften war nicht vorgesehen, dass ich auch der starke Part sein kann. Oft haben sich die Menschen auch nur noch um sich gekümmert und mich nicht mehr gesehen, etwas rücksichtslos und das anzusprechen hat nichts gebracht, aber ich bin scheinbar ja auch nicht so gut darin das anzusprechen. Ich denke meine verletzten Gefühle sind dann deutlich hörbar und erzeugen Druck, aber mir bedeuten meine Freunde eben sehr viel. Sie waren für mich quasi meine Ersatzfamilie, weil ich keine habe. Jetzt könnte man sagen dass das ja okay ist, wenn es einem schlecht geht muss man sich um sich kümmern, aber bei einer ging die Phase 5 Jahre und bei einer anderen sind dabei massive Probleme in meinem Leben entstanden, weil wir zusammen gewohnt haben. Und als ich mich abgegrenzt habe wurde das nicht gut aufgenommen, meine Abgrenzung wurde nicht akzeptiert, sondern ich sollte mich quasi wieder verhalten wie gewohnt, dann hätten all diese Freundschaften weiterbestanden, vermute ich zumindest.


    Aber vielleicht sollte ich die Anregung mal aufgreifen und das genauer betrachten. Denn die Parallelen sind ja schon interessant.

  • Im Moment habe ich leider nur Probesitzungen. Ich suche gerade einen Anschlusstherapieplatz. Leider, ich könnte es so gut gebrauchen. Inzwischen stehe ich auch Gruppentherapien aufgeschlossen gegenüber. Früher wollte und mochte ich sowas ja gaaar nicht, aber in der Klinik waren das irgendwann meine Lieblingsstunden.

    Hmm, ich wünsch Dir Glück - das muss man auch bei der Suche haben. Gruppentherapie war für mich immer außer Frage. Aber das Forum hier, ist ja eine Form der Gruppentherapie. Das finde ich sehr spannend. Mir hatte es so imponiert, wie Rasu auf teilweise sehr scharfe Posts reagiert hat - freundlich, abgegrenzt aber dennoch den Gedanken seines Gegenübers annehmend und damit arbeitend. Das ist für mich die hohe Schule der Kommunikation und dahin würde ich gerne kommen. Ich bin ja schon aufgeregt, wenn ich hier meine Geschichte poste und jemand sie liest und kommentiert. Da zucke ich ja schon im Seelenkörperchen zusammen *zuckzuck*. Das ist dann natürlich auch in Beziehungen so. Eine andere als ich hätte aus der Sommergeschichte vielleicht noch etwas machen können... sagt z.B. mein bester Freund, der in Kommunikation ganz anders tickt.


    Wie funktioniert denn so ein Analyseraster?

    Ich hab mir das selbst ausgedacht - angelehnt an das Raster von Levine /Heller für Beziehungen. Wenn Du magst, scann ich es und schick es Dir. Ich bin mit meiner Ausformulierung noch nicht fertig und dann kommt erst die Auswertung. Ich suche dann nach Parallelen, Unterschieden, Besonderheiten in den Worten, die ich verwende. Wie gesagt, das Beschreiben der Gefühle auf körperlicher Ebene fällt mir gerade am schwersten.


    Meistens gingen die Freundschaften zu Ende wie die Beziehungen mit meinen Partnern. (...) Die Freundschaft wurde schleichend immer weniger gelebt, weil sie als Belastung empfunden wurde, nicht als Unterstützung. Wenn ich dann zum Beispiel gesagt habe: "Ich mache mir Sorgen um dich, weil das und das und ich habe das Gefühl es geht dir nicht gut" habe ich oft ärgerliche Reaktionen erlebt. Einer Freundin die sich nicht mehr treffen wollte weil sie eine depressive Phase hatte habe ich gesagt: "Dann melde dich wenn du dich wieder treffen möchtest." und dann habe ich nie wieder von ihr gehört, also nur noch mal so vereinzelt hier und da mitten in der Nacht eine Nachricht wenn sie am Tiefpunkt war oder so, aber die Freundschaft war dann vorbei. Hilfe die ich angeboten habe, z.B. beim Streichen, wurde abgelehnt.

    Krass, das ist echt spannend - eigentlich denkt man ja immer, dass wenn man hilfsbereite Freundinnen/Freunde hat, dies ein Glückstreffer sein sollte im Leben. Hmmm. Das mit dem Ausschleichen kenne ich sehr gut. In der Vergangenheit war das schon öfter so, diese versandeten Freundschaften waren auch nicht schlimm. Vor ein paar Jahren gab es auch eine ähnliche "Reihe" an Abschieden. Das konnte ich allerdings nachvollziehen, da ich da in einer beruflichen Umbruchsphase war und mich voll und ganz der Sache verschrieben hatte. Jegliche "Angriffe" von außen habe ich da konsequent abgeschirmt und das wohl auch ausgestrahlt. Die Gründe, weswegen diese Freundschaften auseinandergeknallt sind waren unterschiedlich, aber auch da gab es plötzliche Eruptionen, meist durch die Gegenseite verbalisiert. Ich stand da, wie ein begossener Pudel und verstand die Welt nicht mehr. Denn ich hatte "scheinbar" nichts gemacht. Und war in allen Situationen eher hilfebedürftig und hatte auf Mitgefühl gehofft...


    Im letzten Jahr war das ein wenig anders, sehe ich jetzt durch das Raster. Da habe ich schon vorher ganz klar etwas "anders" gemacht, was meine Gegenüber irritiert hat und sie daraufhin "in die Luft" gegangen sind. Dieses "anders gemacht" will ich mir nochmal genau anschauen. Du hast es so schön auf den Punkt gebracht

    Ich glaube in meinen Freundschaften war nicht vorgesehen, dass ich auch der starke Part sein kann.

    Das ist ja schon echt traurig für die Freunde... bzw. für das System. Klar, es wackelt, wenn sich jemand verändert sind die anderen erstmal irritiert und Irritation ist schlimm für das Gewohnheitstier Mensch. Aber eigentlich könnte man ja auch sagen, ich freu mich, dass es Dir besser geht und du mich unterstützen willst. Aber es liest sich auch ein wenig so an, als seien die Persönlichkeiten Deiner Freunde nicht stabil und vielleicht brauchten sie eine Bestätigung, dass das Leben auswegslos ist... es liest sich gerade so.


    Spannend ist, sich diese Entwicklung vor dem Hintergrund der Selbstliebe anzuschauen. Vielleicht sind diese Menschen an deiner gewachsenen Selbstliebe, abgeperlt? ich folge einer Youtuberin (Anita Morjaani - Du musst es Dir nicht anschauen ;-) ), die ein Nahtoderlebnis hatte und die jetzt die Erfahrung mit anderen teilt. Sie predigt, ähnlich wie die Beziehungscoaches, das Konzept der Selbstliebe. Sie selbst sei vor ihrem Nahtoderlebnis eine "Helferin" gewesen, habe sich tendenziell aufgeopfert und ALLES für die Gemeinschaft getan. Dies sei sehr schlecht für ihre Seele gewesen. Sie berichtet sehr anschaulich, dass es wichtig ist, sich mit Selbstliebe zu füllen und dann würden die Seelen, die auf einer niedrigeren Frequenz seien, abgleiten an einem. Dies sei auch wichtig für die anderen Seelen, die dann in der Folge vielleicht an sich arbeiten würden. Aber am wichtigsten sei, sich selbst zu lieben. Das hast Du ja genau gemacht...


    Ich versuche, auch auf so eine "Formel" wie Du bei Dir oben, bei mir zu kommen. Was genau habe ich anders gemacht, was hat meine Gegenüber "verwirrt". Klar ist schon, wenn ich diese Personen anschaue, dass es alles sehr dominante, selbst überzeugte Persönlichkeiten waren. Alles Frauen, die ich vorher eher "bedient" habe, vor allem mit Aufmerksamkeit, mit Zeit und Wertschätzung. Die Bindungen waren nur in zwei Fällen sehr eng für mich und daher schmerzhaft zu lösen. Es war sehr krass teilweise und die Gründe haarsträubend. "Ver-rückt" - wie eine Art Test, ob ich es schaffe, mich abzugrenzen

  • Ihr Lieben,

    mir geht es zunehmend besser. Die Erkältung ist so gut wie weg, ich habe es tatsächlich geschafft, dass es nicht auf die Bronchien geschlagen ist und völlig auskuriert bin. Mein Akt der Selbstliebe. In Gedanken spreche ich oft mit meinem (BA)-Fast-Ex. Schaue, was ich hätte anders machen und formulieren können, wie er sich vielleicht gefühlt hat.


    Ich glaube schon, dass ich richtig damit lag, dass er viel an sich gearbeitet hat. Aber ich vermute inzwischen, dass er sich eher "Strategien" zurecht gelegt hat, wie er knallhart in der Dynamik ist. Dass er dann einfach ZEN ist und teflonartig alles an sich abperlen lässt. Diese Sätze waren furchtbar: "Tu Du, was richtig ist für Dich". Im ersten Moment denkt man, ach wie schön, der sorgt sich. Aber eigentlich war es eine Form zu sagen: ich kann mich nämlich nicht um Dich kümmern. Leider war ich selbst so verletzt von der Dynamik, dass ich nicht mehr nachgehakt habe und nachfragen konnte, wie er das meint. Eine solche Situation hatten wir ganz am Anfang.


    Ich hatte ihn mit meinem Gefühl für ihn sehr direkt in einer Art Abschiedsnachricht konfrontiert. Zur vorgeschichte: wir sind beruflich verbunden, kennen uns seit ein paar Jahren und im Sommer wurde der Kontakt stärker. Er hatte angefangen mit mir zu schreiben und den Kontakt von seiner Seite gesucht und gehalten. ich ließ es bewußt locker angehen, war lange Zeit eher zurückhaltend, denn Ich fand ihn schon immer toll, aber hatte Bedenken. Wir sind sehr sehr unterschiedlich im Äußeren (er ist 10 Jahre jünger, 10kg leichter, 10cm kleiner). In der Folge fingen wir an, sehr regelmäßig zu schreiben, er war mit seinen Kindern nach 11 Jahren zum ersten Mal in seinem Heimatland und hatte mich direkt nach der Ankunft kontaktiert. Es war ein sehr intimes Teilen dieser besonderen Reise, ich ging fest davon aus, dass er ebenso wie ich, mehr für mich empfindet. Während seiner Reise fragte ich ihn, ob wir uns auch so, außerberuflich treffen wollten. Er antwortete positiv, in seiner, oder meiner Stadt? Ich war im Himmel... nach seiner Rückkehr kam dann gar nichts mehr. Ich meldete mich, daraufhin kam nur eine kurze Nachricht, er habe viel zu tun. Nett, aber nicht unfreundlich. Daraufhin läutete ich den vermeintlichen "Abschied" ein.


    Also ich schrieb, dass ich merken würde, dass ich mehr in seine Nachrichten interpretiert habe, aber das eben passieren würde. Dennoch wollte ich ihm sagen, dass ich ihn einen tollen Mann fände, für den ich mehr als beruflich oder freundschaftlich empfinde und ihn gerne näher kennengelernt hätte. Er war sehr positiv überrascht und schrieb, ich könne ihn gerne kennenlernen (mir fiel sofort auf, dass er nicht schrieb: "ich will Dich auch kennenlernen"). Wir vereinbarten ein Treffen. Ich fuhr 700 km in seine Stadt, übernachtete bei meinem besten Freund. Ich war so aufgeregt. Mein Freund schloss die Tür hinter mir ab, damit ich nicht zurückkann "Schatzi, da musste jetzt durch, viel Glück". Wir trafen uns, ich war super aufgeregt und mega glücklich über das Treffen, ihn wiederzusehen. Es war Sommer, alles schien perfekt.


    Dann wurde es schrääääg, denn er redete und redete, fragte manchmal nach bei mir zu einzelnen Themen nach. Ich war wieder mutig wie eine Löwin und als mir klar war, das wird hier heute nichts mehr (er hatte eine Verabredung, von der er mir erst während des Treffens erzählte, es war beruflich)... ließ ich mich umarmen - und tatttaaa, es kam zum Kuss, der war sehr schön, es kam zu mehr und er fragte, ob ich nach seinem beruflichen Treffen zu ihm kommen wolle, um bei ihm zu übernachten. Er war selbst sichtlich verwirrt, er hatte den Ausgang des Treffens so nicht erwartet und war sehr darauf bedacht, dass es nicht "ausnutzerisch" rüber kommt. Ich war sehr glücklich und sagte ja. Wir hatten unsere erste Nacht - die wunderschön war, witzig, erotisch, liebevoll, und wie ein Rausch. "Als hätte man die Welt angehalten".


    Am nächsten Tag saßen wir auf der Couch und planten, wann wir uns wieder sehen würden. ich hatte beruflich mehrfach in seiner Stadt zu tun. Ich sagte ihm wann und er sagte mir, an welchen Terminen er könne. Ich dachte, dies seien Verabredungen. Hmmm - und hier kommt der Punkt, über den ich eigentlich schreiben wollte: Als der nächste Termin für ein Treffen näher rückte, schrieb er unvermittelt, wann ich denn im September (unser Treffen war im August) käme, aber ach, da habe er ja keine Zeit... es war klar, er hatte unsere vereinbarten Termine vollkommen vergessen. Ich dachte zwar, dass es nicht bös gemeint war, aber war verletzt. Es zeigte mir, dass er nicht genauso dem nächsten Treffen entgegenfieberte, wie ich. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt wieder täglich geschrieben und alles schien leicht zu sein. Ich war vor den Kopf gestoßen, denn unser Treffen sollte in der nächsten Woche sein. Dies kommunizierte ich ganz klar, auch etwas sauer. Bumms, und das war dann "Too much" für ihn, wir hätten ja schließlich erst eine Nacht gehabt und ich könne nicht solche Ansprüche an ihn stellen... autsch. Und da hab ich angefangen, mich zu verbiegen, auf seine Kommunikation einzusteigen. Nach einer Nacht Schreiben kam raus, dass er es nicht aushält, wenn jemand anders wegen ihm verletzt ist. Das unterbindet er dann eben....


    Also, ähnlich wie die STrukturen, die hier oft thematisiert werden. Dass die BAs nicht verletzen wollen und dann lieber aus Schutz ganz aus der Beziehung raus gehen... ich weiß nicht, ob es so bei ihm der Fall ist, seine Geschichte würde das schon hergeben.


    Aber bleiben wir bei mir. Daraufhin ging eine innere Verbiegerei bei mir los. Ich arbeitete an mir, war vorsichtiger bei Äußerungen, machte mich anspruchsloser, leichter, und versuchte gleichzeitig ihn stärker an mich zu binden, durch erotische Fantasien. Das wirkte auch, es kam zu einem weiteren Treffen und es war wieder zauberhaft. Seine Stimme war ganz anders, weich und er war sichtlich verwirrt. Nie hätte ich gedacht, dass er das beenden wird wollen.


    Er tat es. Als ich nach drei Tagen bei und mit ihm abfuhr war es quasi beendet. Der letzte Satz den er mir schrieb war "Mein Bett riecht noch nach Dir". Ich: "Ich umarme dich zärtlich". Er: "Ich dich auch". Daraufhin nichts. Nach vier Tagen meldete ich mich, eher in einer schmunzeligen Verfassung (es war schon echt viel für uns beide und ich konnte verstehen, dass wir beide erstmal ein Päuschen brauchten) und meinte, wie es ihm ginge, ob wir die Tage telefonieren wollten.


    Der ton war komplett verändert, kühl, distanziert, vor allem oberflächlich. Nein, das ginge nicht, die Kinder (vorher waren die nie ein Problem, egal wie intensiv wir geschrieben haben, selbst bei seiner Reise nicht)... und der viele Stress. Ach so, ja, naja, dann melde Du dich doch, wenn es bei Dir reinpasst. Und: Ey, ich vermiss dich schon ein wenig...


    Und das war es dann wahrscheinlich genau. Der Satz, der zu viel war. Es kam orginal eine Woche gar nichts mehr. Da war ich schon am Kochen und merkte, sein Gefühl für mich ist zu wenig und ich kann das so nicht. Nach über einer Woche meldete er sich dann mit oberflächlichen Nachrichten wie "schönes Wetter heute, was machst du so?" - als wären wir nicht mehr als gute Bekannte. Ich war vor den Kopf geschlagen und kannte nur noch eins: Raus hier. Das will ich nie wieder (in den Jahren zuvor war ich wie gesagt mit einem Narzissten befreundet, der dieses hin-her zur Perfektion konnte). Und mein Gedanke war: er kann nicht äußern, ob er mich will bzw. was er überhaupt will. Er wollte einfach unverbindlich, spielerisch bleiben. Das ertrage ich nicht mehr, das will ich nicht mehr so.


    Ich schrieb ihm sehr herzlich und freundlich, dass für mich eine solche für mein Verständnis oberflächliche Art nach dem was wir hatten, nicht ginge. Ich wäre nichts für offene Konzepte. Daraufhin sein verständnisvoll gemeintes: Es ist gut, wenn Du tust, was dir gut tut.... Er hat noch nichtmal den kleinen Finger gehoben, um etwas zu retten zwischen uns. Seine Gefühle haben nicht gereicht. Telefonieren konnte ich nicht, dafür fühlte ich mich zu schwach, ich hätte nur geheult und auf einmal fühlte ich mich, als müsse ich vor ihm stark sein und diese Gefühle für ihn auf keinen Fall zeigen (also das Gegenteil des mutig-seins am Anfang).


    Die Sache war somit beendet. Wir haben noch ein paar mal hin und her geschrieben, er war dabei immer sehr wenig greifbar, eher oberflächlich. Nie ehrlich. Offen, wie am Anfang, konnte ich mich auch nicht mehr zeigen. Ich hatte meiner Meinung nach viel von mir gezeigt und es hätte mehr von ihm kommen müssen.


    An der Stelle könnte man sagen: ja, Roulette: Gesetzt, verloren und neue Kugel schieben... aber es fühlt sich noch nicht "fertig" an. Bisher jedenfalls. Die letzten Tage haben viel Heilung gebracht. Allein, dass ich hier alles schreiben kann, hilft.

  • Wir haben uns dann zwei Monate später auf einem Seminar wieder gesehen. Er machte ausschließlich oberflächliche "Gutes-wetter-heute" Kommunikation, ich verstummte innerlich und wurde zu Teflon, zum grauen Stein. War aber aus meiner Sicht nicht unfreundlich und schnippisch, eher freundlich, ich gab ihm sogar Aspirin für seine Kopfweh. Aber ich gab ihm keine Liebe mehr... und das fand er dann "traurig" so seine Worte zwei Wochen später per Whatsapp, "dass das alles so kalt enden müsse". Ich habe ihm auch hier keinen Vorwurf gemacht, dass er ja ebenfalls nichts gemacht hatte, dass es "warm" zwischen uns würde...


    Nachdem er nochmal und nochmal "schönen Sonntag" schrieb sagte ich ihm, mich würde es verletzen, denn das zwischen uns sei für mich nicht oberflächlich gewesen und diese Art der Kommunikation wertet es in meinen Augen ab. Er war erschrocken darüber und sagte, er wolle nicht "nerven", ich sollte sagen, ob ich weiter mit ihm Kontakt haben möchte. Ich fragte daraufhin, damit ich ihm antworten könne, welche Gefühle er für mich habe... dann könne ich wissen, ob und wie wir miteinander in Kontakt sein könnten.


    Die Antwort war ambivalent (aus meiner Sicht) und schmerzhaft: "Wegen Gefühlen und so, ich möchte erstmal wieder richtig befreundet sein. Keine komischen Momente mehr". ich schrieb, dass wir unterschiedliche Wünsche hätten, ich mehr für ihn empfände als Freundschaft und wir es daher wohl besser beruflich belassen sollte. Ich würde nicht wollen, dass wir uns gegenseitig verletzen und ich würde es ja gerade großartig finden, wie frei er ist, dass solle er auch bleiben können. Ich wünsche ihm alles Gute



    An Sylvester hat es mich nochmal gerissen, da schrieb ich 5 vor zwölf noch mal, dass er ein toller Mann sei und ich ihm alles Gute wünsche. Er schickte "Dir auch" und ein Foto von sich und den beiden Kindern. Im neuen Jahr kamen bisher zwei berufliche Mails, die nicht hätten sein müssen... das ist der Stand. Puuuuuh. langer Roman. Und das bei so einer kurzen Episode *lach*.


    ich bin froh, direkter als sonst kommuniziert zu haben und traurig, nicht zu ihm durchgedrungen zu sein. Oder einfach, dass das Gefühl bei ihm nicht gereicht hat. Dass ich wieder so schnell gewurzelt habe (dass ich das mache, bringt meine Geschichte mit sich), und jetzt so lange brauche, die Puzzleteile einzusammeln.


    Ich hab ihn noch immer sehr lieb. Das Lesen von Levine /Heller war ein Aha-Moment: "Glauben Sie auch, nur der eine einzige wäre DER Richtige für sie?! Jaaa, das glaube ich. IMMER.


    Aber es gab auch schon kurze Sachen, bei denen ich nicht gelitten habe - naja da waren die Typen auch nicht so klasse (aus jetziger Sicht nicht so bindungsängstlich) und ich hatte vor allem die Möglichkeit, sie in der Folge im Alltag zu erleben und zu sehen, welche Macken sie haben...

  • Mir hat mal jemand gesagt: "Wer keine Wurzeln hat, wurzelt überall." und das hat mir zwar weh getan, hat es aber auf dem Kopf getroffen. Denn ich brauche Wurzeln. Und die versuche ich zu schlagen. Ich verliebe mich eher schnell. Aber es wird besser :)