Weg vom Drama

  • Ja, das versuche ich ja schon :-)


    Ich bin für meine Begriffe wirklich seeeehr langsam unterwegs. In so einem Schneckentempo...


    Ich weiß auch, dass kein Sex gelaufen wäre, wäre ich geblieben. Er spürt das auch, dass ich es damit nicht eilig habe und ist wirklich Null bedrängend in diese Richtung. Aber ich hatte eben irgendwie Angst (in Form eines unguten Gefühls) als er gefragt hat, ob ich bleiben will. Er hat das fürsorglich gemeint, weil ich eben schon müde gewesen bin und ich noch ne halbe Stunde fahren musste nach Hause. Ich kann leider nicht benennen vor was ich Angst hatte, da ich mich in seiner Nähe sehr wohl fühle. Und auch nicht wie früher der Hund zu Hause der wartet, er war ja dabei. Ich hätte eigentlich keinen Grund gehabt da eine Beklemmung zu kriegen. Das versuche ich gerade raus zu finden, warum ich die hatte...

  • Ich möchte behaupten: die Angst tritt nicht ein, wenn du ihr vorher nicht die Einladung gegeben hast.

    Irgendwo warst du nicht bei dir.

    Ich weiß nicht, ob es das Tempo war, irgendwo eine kleine Grenze, ein Wort, eine Handlung. Irgendwo hast du dir gezeigt, dass du dich nicht genug siehst. Und auch nicht nachjustiert hast.

    ODER deine Angst will dir zeigen: ich will das (noch) nicht.


    Ich würde daher unter keinen Umständen dagegen angehen, sondern sehr sehr genau und im kleinen und feinen darauf hören.

    Auf jedes noch so kleine Bauchgefühl.


    So kannst du erstmal nur lernen auf dich zu vertrauen.

    (Und das wird sicher ne ganze Weile dauern und auch öfter mal nicht gut klappen)

    I can buy myself flowers

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  • Radieschen ich finde deine Ansätze und Tipps sehr gut. Und es kann tatsächlich daran liegen, dass sie nicht auf sich gehört hat.


    Ich würde dennoch ergänzen wollen, dass die Angst nicht immer unbedingt entstehen muss, weil man zuvor eigene Grenzen oder Bedürfnisse missachtet hat. Oft können es aufkommende alte Wunden und Erfahrungen sein, die mit ähnlichen Situationen aus der Vergangenheit geknüpft sind, welche dann in der ähnlichen neuen Situation dieses Angstgefühl auslösen.


    SugarLea hat ja selbst gesagt, dass es für sie ungewohnt war über Nacht bleiben zu dürfen und sie mit der Situation sehr negative Emotionen verknüpft.


    Kleines Beispiel meinerseits: ich leider ja unter sozialer Phobie. Es kann sein, dass ich daher in Teamsitzungen, wenn ich plötzlich angesprochen werde, oder wenn eine Vorstellungsrunde in einem Seminar stattfindet, ganz plötzlich mein Herz anfängt zu rasen und ich innerlich einen Fluchtimpuls spüre und mich schlagartig total unwohl fühle. Das liegt daran, dass ich nicht gerne im Mittelpunkt stehe und Angst habe mich zu blamieren. Das heißt aber z.B. nicht dass ich mich vorher schon so unwohl gefühlt haben muss oder eigene Grenzen überschritten habe. Ich kann mich sogar auch zuvor recht entspannt fühlen, aber sobald ich im Mittelpunkt stehe kommt schlagartig die Angst, wie als würde ich plötzlich von einem Jaguar angegriffen werden.


    Ich hoffe ihr wisst was ich mein.

    "I lived the sweet and I lived the sour

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    But now I'm blooming like a flower

    Welcome to my world! Princess of power"

    Marina - Princess Of Power

  • In meinem Laien-Halbwissen und den „Erfahrungen“ hier mit Lea möchte ich dazu tendieren, dass die Erfahrungen aus der Richtung des „in früheren Beziehungen verschluckt worden zu sein“ stammen könnten.

    Verschluckt mit den eigenen Grenzen, Bedürfnissen, Ängsten usw.

    Wenn die Probleme in der frühen Jugend entstanden, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwo aus der Richtung kommt, groß.

    Die alte Wunde könnte demnach also sein: Die Bedingungen dafür, geliebt zu werden, sind gigantisch. Kaum zu erfüllen, ohne sich selbst aufzugeben.


    Wenn jetzt in einer neuen Beziehung irgendwo in diese Richtung eingeschlagen wird, reagiert der Körper sofort.

    Oftmals erst ganz ganz leise. Ein Mini kleines Gefühl. Ein Zucken. Ein Gedanke.


    Vielleicht möchte Lea einfach noch etwas Zeit vergehen lassen, ehe es zur Übernachtung kommt. Oder zur sexuellen Intimität.

    Absolut (!!) und total gesund und legitim. Und das Gefühl der „Flucht“ erinnert daran.

    Finde ich ok.

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  • Das kann wirklich der Fall sein, dass ihre Reaktion aus vergangenen Wunden entstanden ist.


    Ich würde ich auch raten es langsam angehen zu lassen was Intimität und Sex betrifft. Aber genau das tut sie ja bereits.


    Sie hat die richtige Entscheidung getroffen, auf ihr Bauchgefühl gehört und das Angebot der Übernachtung abgelehnt.

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  • Vermutlich ist an allem was dran würde ich mal behaupten.


    Am ehesten hab ich glaube ich Angst in einer "fremden" Umgebung in der Nacht zu sein. Das ist mitunter auch der Grund, warum ich einen Camper habe und keine Hotels haben will. Wenn man dann jahrelang Partner hat, bei denen zu Hause man nicht willkommen ist, verstärkt sich vermutlich diese Angst in diesen Situationen dann erst Mal.


    Dazu halt das Thema mit meinem Hund. Er darf sich bei ihm im Haus ja frei bewegen und alles. Was er aber nicht darf ist aufs Sofa und ins Bett. Das akzeptiere ich, denn das mag einfach nicht jeder. Aber mein Hund ist das Null gewohnt und ich hatte plötzlich die Bilder im Kopf von damals, als ich mit meinem Ex das Wochenende weggefahren bin und es zum großen Drama kam mitten in der Nacht, weil mein Hund in seiner Box nur am weinen und jammern gewesen ist. Ich bin was das angeht in meiner Wohnung einfach super entspannt. Meine Wohnung, meine Regeln. Wenn da mein Hund aufs Sofa oder aufs Bett springt, dann ist das für mich voll okay.


    In meiner Wohnung habe ich so gar kein Problem wie ich gestern gemerkt habe. Er kam spontan noch zu Besuch, bevor er jetzt eine Woche weg ist. Wollte eigentlich nur auf einen Kaffee kommen mitsamt Kuchen. Irgendwann haben wir uns geküsst - das erste Mal richtig und das ist dann vollkommen ausgeartet. War aber total okay für mich und da hatte ich weder Angst noch Beklemmungen. Hätte auch kein Problem gehabt wenn er geblieben wäre, ging aber aus organisatorischen Gründen nicht gestern.

  • Na aber das sind doch alles Punkte, die du mit etwas vertrauen und Zeit ansprechen lernen kannst?? :)

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  • Ja, das werde ich auch sicher machen. Das gute ist ja, dass ich mit ihm wirklich über alles reden kann.


    Ich hab sogar klar raus gefragt, wie wir das künftig mit der Verhütung halten wollen. Ich war da früher bei dem Thema immer super gehemmt und hatte regelrecht Angst vor solchen Gesprächen. Irgendwie hab ich mich dabei immer geschämt, weil ich nicht wie so ziemlich alle Frauen einfach ne Pille einwerfen kann, weil ich hormonelle Dinge einfach nicht vertrage und viele Männer halt einfach auch keine Gummis mögen. Wir haben das Sonntag besprochen und direkt geklärt. War Null ein Problem für ihn, meine Gesundheit geht vor und in wenigen Minuten aus der Welt geschafft. Gleich direkt ein besseres Gefühl bei der "Sache". War sogar im persönlichen Gespräch und nicht über WhatsApp ;-)


    Diese Ruhe ist einfach herrlich. Es gibt nicht diesen Hormonrausch aus Verlustangst und keine Ahnung was. Dieses brennende Vermissen und der ständige Mindfuck, den ich die letzten Jahre kannte. Es ist manchmal fast schon zu ruhig :D


    Ich muss nicht rund um die Uhr Kontakt mit ihm haben um zu merken, dass er an mich denkt und ich ihm wichtig bin. Meistens gibt es ein "Guten Morgen" und dann am Abend wieder ein paar Nachrichten, wie der Tag so war und "Gute Nacht", oder wir telefonieren alle paar Tage zusätzlich am Abend. Dazwischen kann ich ganz normal meinen Alltag leben ohne Angst zu haben, dass er sich nicht mehr meldet oder sonst wie abwendet. Wochenende sehen wir uns ohnehin. Wenn ich an ihn denke hab ich ein warmes Gefühl in mir, kein Drama.


    Das ganze hat eine deutlich andere Qualität als das, was ich vorher kannte. Das fällt auch den Leuten in meinem Umfeld auf. Ich bin ruhig, alles läuft normal weiter, ich bin konzentriert weil mein Hirn nicht ständig mit den Folgen einer toxischen Beziehung kämpft. Nicht wie ein Schiff im Sturm, sondern wie der ruhige Hafen.


    Das ist so schön, wenn man nicht permanent aus Angst die Wände hochgeht und wenn es was zu klären gibt, schlicht und ergreifend drüber reden kann und darin werde ich scheinbar immer besser und sicherer :drunken:

  • boahr, das Thema ist bei mir auch ein ganz rotes Tuch!


    Also ich nehme auch keine Pille und möchte meinem Körper diesen Hormonmist niemals wieder antun.


    Ein Mann, der das Kondom verweigert würde bei mir hochkant rausfliegen.


    Hat bisher noch keiner! bei mir. Zwei hatten weniger gefühlt mit Kondom und etwas Schwierigkeiten mit dem hart werden, aber auch die haben absolut nicht versucht mich zu überreden oder so.


    Und ich würde es nicht feiern, wenn jemand da offen im Gespräch ist oder problemlos mit umgeht, dass es mit Gummi geht.

    Ich ERWARTE das schlichtweg!

  • Unter uns Girls und gerne hier in der Öffentlichkeit:


    Männern die bei Verhütung irgendwo zicken, Gummis ablehnen oder sonstige Macken haben, wünsche ich romantische Abende bei Bonnie Blue und Vaseline.


    Aber da vertrocknet bei mir einfach alles.

    Die wären Instant durch :D

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  • Das ganze hat eine deutlich andere Qualität als das, was ich vorher kannte. Das fällt auch den Leuten in meinem Umfeld auf. Ich bin ruhig, alles läuft normal weiter, ich bin konzentriert weil mein Hirn nicht ständig mit den Folgen einer toxischen Beziehung kämpft. Nicht wie ein Schiff im Sturm, sondern wie der ruhige Hafen.

    Ich freue mich, dass du aktuell kein Drama hast, sondern deine Energie für dich verwenden kannst. Aber ich denke dennoch, die Arbeit mit dir selbst fängt jetzt richtig an, in einer neuen Kennenlernphase.


    Kann sein, dass diesmal alles anders ist. Aber das weißt du einfach noch nicht. Der Anfang fühlt sich für dich oft anders und sehr gut an, denn das ist die Phase in der deine Bedürfnisse noch erfüllt werden. Stabil musst du sein, wenn es kippen sollte und dann musst du versuchen zu dir zu stehen. Und das machst du ja auch Schritt für Schritt, es ist eben eine Entwicklung zu sich selbst. Auch bei mir noch jeden Tag.


    Aber mach dir das bewusst, dass dies die gute Anfangszeit ist und dass du erst nach einem Jahr oder so sichere Erkenntnisse hast, auf die du etwas besser bauen kannst.


    Schau mal, das sind alles Texte von dir aus der Anfangzeit früherer Datingphasen:



    Egal wie es sich jetzt anfühlt, du kannst es einfach bewusst beobachten, vor allem dich selbst. An dir selbst wirst du am besten ablesen können, ob es sich lohnt das Date weiter zu führen oder zu beenden.

  • Ich gehe noch eins weiter.


    1. Jahr:

    (Kennen-)lernen


    2. Jahr:

    Zusammenfinden


    3. Jahr:

    Früchte ernten


    Ich finde alles in Jahr 1 (ab Tag des ersten Kontaktes) dient nur dazu sich ein erstes Bild malen zu können. Alle ersten Male erleben. Die ersten gemeinsamen Events, erste gemeinsame Feiertage, Geburtstage, Weihnachten, Alltag, vielleicht Krisen, vielleicht erste Urlaube.

    Mehr nicht.


    Und das ist doch toll!!! 1 Jahr einfach zum schnuppern!

    Urteil nur, wenn es wirklich nachjustieren Bedarf. Oder den Not-Aus. Und sonst nur gucken und beobachten und lernen :)

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  • Und ich würde es nicht feiern, wenn jemand da offen im Gespräch ist oder problemlos mit umgeht, dass es mit Gummi geht.

    Ich ERWARTE das schlichtweg!

    Ich feiere ja auch, dass ICH es offen ansprechen konnte und zwar bevor ich in diese unangenehme Situation komme es mittendrin tun zu müssen :-)

    Ich finde Kondome selbst mega Scheiße und hasse diese Teile. Aber nachdem bei mir sehr wahrscheinlich die Wechseljahre begonnen haben und mein Zyklus alles aber nicht mehr regelmäßig ist, kann ich mein seit vielen Jahren gewohntes NFP leider knicken.

  • Da hast du auch vollkommen Recht :-D

  • @Ano, das ist mir bewusst :-)


    Ich bin hier gerade auch wirklich mehr auf mich selbst fixiert, als auf ihn. Das muss ich gestehen tut mir sehr gut. Ich schau was ich will, was ich brauche, was ich fühle.


    Bei mir waren es bisher immer so magische drei Monate (wenn überhaupt), bis die ersten Red Flags so richtig auf dem Plan standen und ab da es immer schwierig, krampfig und sehr ungut für mich weiterging. An so ein Jahr denke ich noch nicht mal, einfach weil mich die Erfahrung die letzten 10 Jahre gelehrt hat, dass es einfach kein Jahr ging. Ich will gerade eher im Jetzt sein und schauen wie es sich entwickelt. Das Anfangszeiten immer irgendwie toll sind weiß ich. Nur bin ich es dieses Mal die anders ist, sich anders fühlt, völlig gelassen bleibt in den Dingen - das war vorher nie der Fall. Da hab ich schon vom ersten Treffen an lichterloh gebrannt mit allem was dazu gehört und hatte gefühlt rund um die Uhr Angst den Typen wieder zu verlieren. Ich momentan zumindest zuversichtlich, dass ich anders und im besten Fall besser damit umgehen kann, sollten erste Probleme auftauchen.


    Was ich künftig ganz sicher auch anders halten werde ist, dass ich einen Shit drauf gebe, was mir der Kerl so erzählt. Die Taten zählen! Und die will ich sehen! Wenn ich meinen Ex so anschaue, hunderte mega schöne Sprachnachrichten hatte ich von dem. Unzählige leere Versprechen. Alles nur sinnfreies Gelaber ohne wirklichen Wert. Mein Bauchgefühl 1000 Male überhört und ignoriert. Auf solche Dinge werde ich definitiv besser achten.

  • Das war im Juni 2024.

    und das ist nur eines von vielen Beispielen.


    Lea, ich will dir das hier überhaupt nicht madig machen, vielleicht ist es dieses Mal ein toller Mann. Das kann von uns aktuell noch keiner beurteilen und masst sich (hoffentlich) auch keiner hier an.


    Ano und ich wollen dich nur darauf hinweisen, dass vieles wieder sehr ähnlich klingt, wie schon so oft.

    Und das ist ein wirklich wirklich (ich schwöre bei allem was mir heilig ist!) ein liebevoller Schubser, dass du wirklich aufpasst und hinschaust, ob nicht doch wieder deine Muster greifen.

    Ich glaube, ich bin nicht die einzige, die genau das gerade befürchtet.

  • Ich hab ja nun schon einige Male geschrieben, dass ich aufpasse und mehr bei mir bin als bei ihm. Mehr kann ich nicht tun :-)


    Ein für mich wichtiges Detail in dieser Sache ist, dass ich ihn jahrelang gekannt habe, bevor wir zusammen kamen damals. Und ich in der Zeit nicht einmal erlebt habe, dass er respektlos oder verletzend gewesen wäre. Weder zu mir, noch zu anderen, die mit ihm damals (und auch heute noch) in Kontakt gewesen sind. Und er auch nicht, anders als mein Ex jetzt ein mega Lovebombing betrieben hat, es ihm nicht schnell genug gehen konnte mich in eine Beziehung zu zerren, um dann nach vier Wochen schon das erste Mal wieder aussteigen zu wollen, weil er eines seiner zahlreich folgenden Dramen abspulen musste. Und auch der Ex vor dem, ist nach sechs Wochen das erste Mal ausgestiegen weil er der Meinung war, seine Gefühle würden nicht reichen und kam ne Woche später wieder. Der nächste, der sich so verhält, kann direkt beim ersten Mal bleiben wo der Pfeffer wächst...


    Das ist mittlerweile auch meine erste und heftigste Red Flag bei Kerlen, die ich kennenlerne. Wenn es SO extrem losgeht, dann ist da zu 100 % was faul. Sonst müsste man es nicht so derart eilig haben, die Sache zu fixen. Mit meinem EX Mann war ich nach drei Monaten schon verlobt. Auch bei ihm gab es das Lovebombing, was ich für die große Liebe gehalten habe...


    Hier und jetzt läuft das alles ruhig, langsam aber dafür konstant und verlässlich. Ohne Dramen jeglicher Art. Und eben ohne diese übertriebenen "Du bist ja so toll, auf dich hab ich mein Leben lang gewartet" Floskeln und 7/7 aufeinander hocken müssen.


    Und für mich ist es gerade ein prima Übungsfeld : ich will was sagen? Ich sag es. Ich will lachen? Ich lache. Ich will heulen, ich heule. Ich habe Bock auf Kontakt, ich melde mich. Ich hab ein Bedürfnis, also melde ich es an. Alles Dinge, für die ich vorher keinen Mut hatte....

  • Also, es wäre ja fast schon auffällig, wenn dir im Rahmen der Kennenlernphase nichts auffällt. :)


    Und das meine ich nicht böse. Auch nicht einmal kritisch. Selbst wenn der Kontakt zu dem Mann für dich unaufregend ist… du bist ja noch du. Und deine Muster wohnen in dir. Die verschwinden auch nicht mal eben. Bedeutet, du wirst dir auf dieser Reise selbst begegnen.

    (Und das ist ja nur gut für dich und deinen Weg)


    Aus dem Nähkästchen: auch nach über einem Jahr ist mein Nervensystem mehrfach die Woche einfach überlastet. Eigentlich jeden Abend, wenn mein Partner bei mir ist. Die ganze Party kostet mich alles an Energie, die ich hab.

    Und es gibt Wochen, oder Monate, da hab ich nicht mal Bock drauf das nachzufühlen. Weil das auch Energie fordert.

    Und das alles finde ich voll ok! Ich meine, warum auch nicht?


    Bleib einfach bei dir :)

    Es ist (meine Meinung) keine Frage des „ob“, sondern nur des „wann“. Dann gucken die schlechten Erfahrungen und Traumata und Muster unter dem Teppich hervor.

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  • Ja und selbst wenn!

    Und dann?


    Macht doch nichts. Du kannst halt auch nicht zaubern

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