Heute sagt sie, sie habe sechs Jahre ihrer Zeit verschwendet und hätte viel früher gehen müssen. Im Nachhinein stellte sich auch noch heraus, dass er sie betrogen hat und sie ein ganz mieses Baugefühl hatte, was sie verdrängt hat.
Und insoweit möchte ich mich Synne anschließen, dass man ja - wie Du Laurentia sagst, vielleicht mal Dampf ablässt - aber das dann der eigenen Freundin gegenüber wieder relativieren und gemeinsam reflektieren kann. Es muss doch Raum für beides sein und dass man ehrlich darüber sprechen kann. Und dabei darf man es einmal so und einmal so sehen, aber abzutauchen und mich nicht mehr heranzulassen, bedeutet ja nicht, dass man sich jetz auf die positiven Dinge konzentiert, sondern dass man die Beziehung in ihrer Gänze mit ihren Facetten gar nicht beleuchten will. Auch eine Form von Vermeidung.Das fände ich auch gut. Und wir wissen wohl alle, wie schwierig das ist - eben, weil es oft blinde Flecke sind.
Das stimmt! Auf jeden Fall sollte da Raum für Diskussionen und Kritik sein. Wenn sie das aber komplett vermieden hat. Dann ist es selbstverständlich auch eine ganz andere Nummer. Das in deinem Beispiel ist dann schon gefährlich, da sie dann auch nicht nur die Freundschaft gefährdet hat, sondern auch ihr eigenes Wohlergehen.
Ich meinte damit auch nur, dass es in meinem Fall (als Beispiel erwähnt) ganz anders aus sieht. Diese starke Vermeidenung der Anerkennung der Probleme kenne ich schlichtweg aus meinem Alltag nicht.
Es ist auch nicht immer schwarz weiß. Daher ist es auch oft schwer als Außenstehende da zu urteilen. Besonders dann wenn das Urteil der erzählenden Person, aufgrund von Vermeidung getrübt ist.