Psychotherapeut(in) Schwerpunkt BA/VA

  • Hallo,


    leider sind die Wartelisten bei den von den Krankenkassen zugelassenen Psychotherapeuten lang.


    Nun frage ich mich, inwieweit ein(e) Psychotherapeut(in) mit Spezialisierung Bindungsangst/Verlustangst zielführender sein könnte.

    Dabei handelt es sich meist um relativ teure, privat abgerechnete Behandlungen.


    Kann jemand aus Erfahrung berichten?

    Lohnt sich so etwas?


    Danke schon mal.

  • Ich schreibe es einfach nochmal:


    Es gibt diese Begriffe nicht als Diagnose in der Schulpsychologie.

    Bindungsangst ist nicht die Ursache, sondern das Symptom.

    Wie soll sich jemand fachlich darauf spezialisieren?


    Natürlich gibt es Therapien, und ganz bestimmt auch TherapeutInnen, die sich auf Beziehungen spezialisieren…auch Paartherapien und Therapien für Angststörungen verschiedenster Art, oder eben Traumaverarbeitung usw.

    (Je nachdem was die mangelnde Bindungsfähigkeit eben auslöst. Das müsste zunächst diagnostiziert werden)



    Ich wäre ganz ganz vorsichtig bei „Fachleuten“, die auf diesen Begriff setzen.

    Sex won´t make someone commit.

    Physical attention won´t make someone commit.

    Being perfect won´t make someone commit.

    The ONLY thing that will make someone commit is someone that´s ready for commitment.

    Never forget that.

  • Radieschen

    Sehe das genauso kritisch wie Du.

    Deshalb interessiert mich, ob irgendwer das je ausprobiert hat, da es im Netz häufig angepriesen wird. Und ich meine hier nichts, was in Richtung Paartherapie geht. Sondern tatsächlich nur Behandlungen, die auf die eigene Problematik gerichtet waren.

  • Wenn sich eine Sache auf dieser Welt gut verkaufen lässt, dann wohl die Hoffnung, hm?

    Sex won´t make someone commit.

    Physical attention won´t make someone commit.

    Being perfect won´t make someone commit.

    The ONLY thing that will make someone commit is someone that´s ready for commitment.

    Never forget that.

  • Hey, ich meld mich mal zu dem Thema. Meine Geschichte ist jetzt etwa 1 Jahr her. Bei der Aufarbeitung und Bearbeitung der darunter liegenden Themen hilft mir meine aktuelle Therapeutin sehr. Sie arbeitet mit körpertherapeutischen Verfahren, Schwerpunkt NARM/SE nach Peter Levine und Laurence Heller. Darüber hinaus machen wir auch Ego-State/ Teile-Arbeit. Die Kombination ist super, mir geht’s seither viel besser. Ich habe seit meiner Jugend immer wieder Therapien gemacht (verhaltenstherapeutisch und tiefenpsychologisch orientiert, von der Krankenkasse bezahlt) aber erst jetzt trägt die Arbeit an mir wirklich Früchte und ich fühle mich befreiter und leichter. Die ungesunde Beziehung zu meinem Ex war ein Eye-Opener was das angeht. Ich möchte Euch gerne mit machen, Therapie kann wirklich viel bringen.

  • Ich würde für alle Belangen eine ganz normale Psychotherapie in Betracht ziehen. Die kann dich beispielsweise auch bei anderen Dinge an die Hand nehmen oder dich begleiten.


    Ich habe mich für eine private entschieden, einfach weil ich die Termine selber einplanen kann und ein wenig mehr Anonymität verspüre.

    Leider kosten die Stunden immer relativ viel - aber man investierte in den eigenen Körper und die Verbesserung der Problemchen..

    Also sollte man meines Erachtens nach versuchen die Prioritäten richtig zusetzen und auf andere Dinge verzichten oder evtl. einen kleinen Nebenjob in Betracht ziehen.


    LG

    DR

  • Sie arbeitet mit körpertherapeutischen Verfahren, Schwerpunkt NARM/SE nach Peter Levine und Laurence Heller. Darüber hinaus machen wir auch Ego-State/ Teile-Arbeit. Die Kombination ist super, mir geht’s seither viel besser.

    Voll gut klingt das. Heller/Levine haben auch mein Lieblingsbuch zum Thema Bindung geschrieben, das ich immer und immer wieder lese, weil es mir so hilft. Ich wünschte die hätten noch mehr in der Richtung geschrieben. Das klingt wahnsinnig spannend. Ich mache aktuell gerade leider erst mal meine letzten 19 Stunden. Schade eigentlich.