Mit Wissen probieren oder lieber lassen?

  • Ich habe dass Gefühl, dass man gerade als feinfühliger und sensibler Mensch irgendwie "ungeeignet" für das online Dating ist und auch viele generell damit nicht umgehen können

    Ich glaube das ist nicht nur ein Gefühl. Sondern ein Fakt. Onlinedating hat doch sehr stark was von Katalogprinzip. Menschen werden nach oberflächlichen Faktoren ausgewählt. Wie eine Ware. Verständlich, dass sich feinfühlige Menschen nur dabei verletzen können. Warum sich also diesen widrigen Zuständen aussetzen?! Noch dazu bieten solche Plattformen das perfekte Verdeck für sämtliche Ängste und Unfähigkeiten. Man kann Kontakte knüpfen ohne erkannt zu werden. Meiner Meinung nach tummelt sich dort erst Recht alles, was im normalen Leben starke Probleme hat mit dem Kennenlernen und generell Dating. Auch wenn es sicherlich einen kleinen Prozentteil an Menschen mit gesundem Verhalten geben wird. Aber das Potential an ungebetene Menschen zu geraten, ist riesig.

  • Niemand ist verdammt Single zu bleiben, wenn er es nicht möchte.

    Sobald man selbst bindungsfähiger wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, Menschen anzuziehen, die es ebenfalls sind. Aber es ist nicht alles auf einmal plötzlich da. Es ist ein Prozess. Aus meiner Erfahrung der letzten 4 Jahre kann ich rückblickend feststellen, dass ich am Anfang meiner Reise - als ich selbst noch sehr beschädigt und verwundet war (und mir das aber garnicht in dem Ausmaß bewusst war), den Abgrund menschlicher Bindungsdynamiken kennengelernt habe. Komplett im Minusbereich - ängstlich vermeidend mit in der Regel mehreren psychischen Begleiterkrankungen. Je mehr Zeit verging, in der ich an meinen Themen arbeitete, Muster auflöste und meine Trigger verstand, stieg die "Qualität" der Männer, die ich anzog (das Wort Qualität ist an der Stelle ein bisschen blöd - aber so versteht man es). Und zwar immer noch Stückchen für Stückchen. Sie wurden immer "brauchbarer" im Hinblick auf meine Wünsche und Bedürfnisse. Oder besser gesagt immer passender. Und in der Rückschau hatte ich immer das richtige Bauchgefühl gehabt. Ich hatte immer gespürt, wenn vermeidende Tendenzen im Spiel waren. Aber ich war trotzdem ein Stück weit mit gegangen. Und für die Zeit war das auch richtig. Denn jeder dieser Bekanntschaften hat mich weiter und tiefer an einzelne Themen gebracht, die ich mir dann nochmal genauer anschauen durfte. Ich habe in diesen "Beziehungen" gelernt meine Trigger aus der wilden Landschaft meiner unbändigen Gefühlswelt herauszufiltern. Und ich habe gelernt zu unterscheiden zwischen echten Gefühlen von Zuneigung und "Liebe" und dem Gefühl, welches nur meine Muster bedient hat. Und deshalb war jeder dieser "Schrottbegegnung" am Ende wertvoll. Jeder dieser Typen hat mich mit der Etappen-Aufarbeitung ins nächste Level gebracht. Ich glaube das Hindurchgehen und meistern dieser Situationen hat nicht nur meine Fähigkeiten zum Loslassen deutlich trainiert. Denn das ist immer gesünder und bedürfnisorientierter gegenüber mir selbst geworden. Es hat meine Bindungs- und Beziehungsfähigkeit deutlich reifen lassen. Aber man muss vorsichtig und voll bei der Sache bleiben. Gerade am Anfang, wenn man es noch mit stark destruktiven Menschen zu tun hat, die einen wirklich sehr krank machen können. Aber nach hinten raus, wenn man selbst ein Stück weiter ist, sind sie auf einem Level, dass einem wie ein günstiges Lernfeld für die eigene Bindungsfähigkeit zur Verfügung steht. Es öffnet Chancen.

    Traut euch raus. Seid offen aber auf der Hut. Und habt Vertrauen in euch. Und nicht so eine große Angst vor negativen Gefühlen. Man überlebt sie.

  • Niemand ist verdammt Single zu bleiben, wenn er es nicht möchte.

    Sobald man selbst bindungsfähiger wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, Menschen anzuziehen, die es ebenfalls sind. Aber es ist nicht alles auf einmal plötzlich da. Es ist ein Prozess. Aus meiner Erfahrung der letzten 4 Jahre kann ich rückblickend feststellen, dass ich am Anfang meiner Reise - als ich selbst noch sehr beschädigt und verwundet war (und mir das aber garnicht in dem Ausmaß bewusst war), den Abgrund menschlicher Bindungsdynamiken kennengelernt habe. Komplett im Minusbereich - ängstlich vermeidend mit in der Regel mehreren psychischen Begleiterkrankungen. Je mehr Zeit verging, in der ich an meinen Themen arbeitete, Muster auflöste und meine Trigger verstand, stieg die "Qualität" der Männer, die ich anzog (das Wort Qualität ist an der Stelle ein bisschen blöd - aber so versteht man es). Und zwar immer noch Stückchen für Stückchen. Sie wurden immer "brauchbarer" im Hinblick auf meine Wünsche und Bedürfnisse. Oder besser gesagt immer passender. Und in der Rückschau hatte ich immer das richtige Bauchgefühl gehabt. Ich hatte immer gespürt, wenn vermeidende Tendenzen im Spiel waren. Aber ich war trotzdem ein Stück weit mit gegangen. Und für die Zeit war das auch richtig. Denn jeder dieser Bekanntschaften hat mich weiter und tiefer an einzelne Themen gebracht, die ich mir dann nochmal genauer anschauen durfte. Ich habe in diesen "Beziehungen" gelernt meine Trigger aus der wilden Landschaft meiner unbändigen Gefühlswelt herauszufiltern. Und ich habe gelernt zu unterscheiden zwischen echten Gefühlen von Zuneigung und "Liebe" und dem Gefühl, welches nur meine Muster bedient hat. Und deshalb war jeder dieser "Schrottbegegnung" am Ende wertvoll. Jeder dieser Typen hat mich mit der Etappen-Aufarbeitung ins nächste Level gebracht. Ich glaube das Hindurchgehen und meistern dieser Situationen hat nicht nur meine Fähigkeiten zum Loslassen deutlich trainiert. Denn das ist immer gesünder und bedürfnisorientierter gegenüber mir selbst geworden. Es hat meine Bindungs- und Beziehungsfähigkeit deutlich reifen lassen. Aber man muss vorsichtig und voll bei der Sache bleiben. Gerade am Anfang, wenn man es noch mit stark destruktiven Menschen zu tun hat, die einen wirklich sehr krank machen können. Aber nach hinten raus, wenn man selbst ein Stück weiter ist, sind sie auf einem Level, dass einem wie ein günstiges Lernfeld für die eigene Bindungsfähigkeit zur Verfügung steht. Es öffnet Chancen.

    Traut euch raus. Seid offen aber auf der Hut. Und habt Vertrauen in euch. Und nicht so eine große Angst vor negativen Gefühlen. Man überlebt sie.

    Ich bewunder es hart, dass du da so klar bist. Auch dass es so klar gelaufen ist.

    Ich weiß um alle Fakten.

    Und ja, man zieht gesündere an.

    In meiner Vita ist es aber nicht so schön klar und sichtbar, wie bei dir.

    Aber sehr cool

  • Niemand ist verdammt Single zu bleiben, wenn er es nicht möchte.

    Sobald man selbst bindungsfähiger wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, Menschen anzuziehen, die es ebenfalls sind. Aber es ist nicht alles auf einmal plötzlich da. Es ist ein Prozess. Aus meiner Erfahrung der letzten 4 Jahre kann ich rückblickend feststellen, dass ich am Anfang meiner Reise - als ich selbst noch sehr beschädigt und verwundet war (und mir das aber garnicht in dem Ausmaß bewusst war), den Abgrund menschlicher Bindungsdynamiken kennengelernt habe. Komplett im Minusbereich - ängstlich vermeidend mit in der Regel mehreren psychischen Begleiterkrankungen. Je mehr Zeit verging, in der ich an meinen Themen arbeitete, Muster auflöste und meine Trigger verstand, stieg die "Qualität" der Männer, die ich anzog (das Wort Qualität ist an der Stelle ein bisschen blöd - aber so versteht man es). Und zwar immer noch Stückchen für Stückchen. Sie wurden immer "brauchbarer" im Hinblick auf meine Wünsche und Bedürfnisse. Oder besser gesagt immer passender. Und in der Rückschau hatte ich immer das richtige Bauchgefühl gehabt. Ich hatte immer gespürt, wenn vermeidende Tendenzen im Spiel waren. Aber ich war trotzdem ein Stück weit mit gegangen. Und für die Zeit war das auch richtig. Denn jeder dieser Bekanntschaften hat mich weiter und tiefer an einzelne Themen gebracht, die ich mir dann nochmal genauer anschauen durfte. Ich habe in diesen "Beziehungen" gelernt meine Trigger aus der wilden Landschaft meiner unbändigen Gefühlswelt herauszufiltern. Und ich habe gelernt zu unterscheiden zwischen echten Gefühlen von Zuneigung und "Liebe" und dem Gefühl, welches nur meine Muster bedient hat. Und deshalb war jeder dieser "Schrottbegegnung" am Ende wertvoll. Jeder dieser Typen hat mich mit der Etappen-Aufarbeitung ins nächste Level gebracht. Ich glaube das Hindurchgehen und meistern dieser Situationen hat nicht nur meine Fähigkeiten zum Loslassen deutlich trainiert. Denn das ist immer gesünder und bedürfnisorientierter gegenüber mir selbst geworden. Es hat meine Bindungs- und Beziehungsfähigkeit deutlich reifen lassen. Aber man muss vorsichtig und voll bei der Sache bleiben. Gerade am Anfang, wenn man es noch mit stark destruktiven Menschen zu tun hat, die einen wirklich sehr krank machen können. Aber nach hinten raus, wenn man selbst ein Stück weiter ist, sind sie auf einem Level, dass einem wie ein günstiges Lernfeld für die eigene Bindungsfähigkeit zur Verfügung steht. Es öffnet Chancen.

    Traut euch raus. Seid offen aber auf der Hut. Und habt Vertrauen in euch. Und nicht so eine große Angst vor negativen Gefühlen. Man überlebt sie.


    Genau so hat meine Therapeutin es mir damals „prophezeit“. Und nur so macht es Sinn in meinen Augen.


    Es werden vermutlich Zwischenstufen kommen.

    Beziehungen, die noch nicht 100% rund laufen. Kennenlernen, nach denen man sich später schüttelt.

    Aber genau das kann total hilfreich und notwendig sein. Man kann dabei doch lernen, aktiv nein zu sagen, sich in einer Beziehung oder auch Situation zu entwickeln. Zu wachsen. Und dann ins nächste Lvl zu hüpfen.

    Großartig!


    Ich bin der festen Überzeugung, dass das der schönste Weg ist. :)

    I can buy myself flowers

    Write my name in the sand

    Talk to myself for hours

    Say things you don't understand

    I can take myself dancing

    And I can hold my own hand

    Yeah, I can love me better than you can

  • Ich bewunder es hart, dass du da so klar bist. Auch dass es so klar gelaufen ist.

    Ich weiß um alle Fakten.

    Und ja, man zieht gesündere an.

    In meiner Vita ist es aber nicht so schön klar und sichtbar, wie bei dir.

    Aber sehr cool

    So klar kann ich es auch erst jetzt als Rückblick sehen. Und während ich mich in diesen "Beziehungen" befand, war es auch oft nicht einfach in der Akutsituation klar zu erkennen, was von statten ging. Zwar habe ich ab einem Entwicklungsstadium in Beziehungen gelernt. Und ich glaube sogar, dass es ab einem bestimmten Punkt sogar nur noch in Beziehungen geht. Aber es war immer mit Arbeit verbunden. Mir ist leider nie etwas einfach so zugeflogen. Das Aushalten negativer Gefühle hat mir ermöglicht, immer erst nochmal einen Schritt zurück gehen und beobachten zu können. Und nicht mehr aus einem Impuls oder Angst heraus zu reagieren. Das hat mir ungemein geholfen. So konnte ich nochmal sehr viel über mich lernen. Ein Trigger zB hält rund 2-3 Tage in meinem Körper, bis er wieder abklingt. Die Zeit nehme ich mir meistens, bevor ich weiter entscheide. Und tatsächlich konnte ich innerhalb dieses Zeitfensters auch erspüren, wo genau das Gefühl her kam. Und dieses dann von der beteiligten Person abkoppeln. Und oh Wunder oh Wunder - wenn es nicht mehr so nötig war, unbedingt sofort zu reagieren, klärten sich viele Situationen von selbst auf. Das hat auch zu mehr Vertrauen auf meiner Seite geführt. Und damit auch mehr Ruhe rein gebracht.

  • Das zu lesen freut mich gerade sehr.

    Und motiviert mich, im Vertrauen auf diesem Kurs zu bleiben.

  • Das kannst du auch absolut!


    Das aller aller schönste: du kannst nicht zurück fallen. Das geht nicht, weil du schon zu reflektiert bist, zu viel an dir gearbeitet hast.

    Selbst wenn dir manche Zeiten wie Rückschritte vorkommen, sind das in Wirklichkeit überhaupt keine.

    Irgendwann kommt der Punkt, an dem du das erkennst. Und dann kommst du aus dem Staunen nicht mehr heraus :)


    Deswegen: nur Mut!

    Du brauchst dich vor gar nichts zu fürchten.

    Es kommen vielleicht Zwischenstufen. Und die wirst du in vollen Zügen annehmen, Leben und an ihnen wachsen.

    Das wird gut!!!

    I can buy myself flowers

    Write my name in the sand

    Talk to myself for hours

    Say things you don't understand

    I can take myself dancing

    And I can hold my own hand

    Yeah, I can love me better than you can