Alles anzeigenBeide sind unsichere Bindungsstile
*gleiche Wurzel, unterschiedliche Strategie.
Beide wollen Nähe
*Ängstliche offen, Vermeidende verdeckt.
Beide haben Angst vor Verletzung
*Angst vor Verlassenwerden vs. Angst vor Vereinnahmung.
Beide reagieren stressbedingt, nicht bewusst
→ Nervensystem übernimmt
Aktivierung vs. Rückzug
Beide sind hoch sensibel für Beziehungssignale
* Tonfall, Distanz, Stimmungen.
Beide haben Schwierigkeiten mit Emotionsregulation
→ der eine sucht Nähe, der andere Abstand – beide zur Beruhigung.
Beide tragen Scham
→ „Ich bin zu viel“ vs. „Ich bin zu kalt“.
> Unterschiedliches Verhalten, gleiche Unsicherheit – beide suchen Sicherheit.
Was beide erkennen und leben müssen das verbinden funktioniert:
Das Spektrum für die Ausprägungen des jeweiligen Bindungstypen ist groß.
Je reflektierter beide sind, desto größer die Chance für echte Verbindung
Der Vermeider sollte
-Rückzug ankündigen, nicht verschwinden
-Nähe zulassen in kleinen Dosen
-Zurückkommen & Kontakt wieder aufnehmen
-Gefühle benennen, statt sie zu schlucken
-Erwartungshaltung hinterfragen
-lernen in Konflikte zu gehen, sie auszuhalten und oder wieder aufzunehmen,nicht auszusitzen
-nicht alles persönlich nehmen
-lernen Grenzen frühzeitig gesund zu kommunizieren
Der Ängstliche sollte
-Nähe nicht erzwingen, sondern äußern
-Angst benennen, nicht klammern
-Selbstregulation lernen
-Grenzen respektieren, ohne sie persönlich zu nehmen.
-Erwartungshaltung hinterfragen
-nicht alles sofort klären wollen, sondern Raum akzeptieren, eigene Unsicherheit aushalten und hinterfragen
-nicht alles persönlich nehmen
-Impulsregulierung
-lernen Grenzen frühzeitig gesund zu kommunizieren
Beide
Trigger früh ansprechen
Sicherheit wichtiger als Recht haben
Verantwortung für das eigene Muster
Verlässlichkeit > Intensität
Leitsatz:
> Nähe ohne Druck. Abstand ohne Verlust.
Man heilt in Beziehungen. Kein Mensch ist ohne Wunden.
Die oben genannten Lösungsstrategien funktionieren natürlich nur, wenn auch beide Seiten bereit sind ihre Verhaltensmuster zu hinterfragen und auch offen für die Bedürfnisse und die Wahrnehmung des Gegenübers ist. Jeder lebt erstmal in seiner/ihrer eigenen Realität und Wahrnehmung. Also ist es wichtig von beiden Seiten zu lernen und auch von beiden Seiten Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen zu erfahren.