Beiträge von Judith1

    Ich möchte noch einen anderen Punkt in die Diskussion einbringen:


    Auch ohne BA gibt es Frauen,
    * die gerne Kinder haben und gerne Mutter sind,
    * solche, die Kinder wollten, dann aber merken, wie anstrengend das ist und dass sie es sich anders vorgestellt haben und überfordert sind, und
    * solche, die aus verschiedenen Gründen keine Kinder bekommen können oder keine Kinder haben (wollen).
    Man ist nicht nur dann eine vollwertige Frau, wenn man Kinder hat!


    Oft werden kinderlose Frauen als egoistisch bezeichnet, aber man könnte genauso gut jene als egoistisch bezeichnen, die unbedingt Kinder haben wollen, um "glücklich" zu sein ... nur um zu merken, dass das Kind vielleicht doch nicht so oder das wird, was man sich vorgestellt hat oder sich nicht so um einen kümmert, wie man es gerne wollte usw. Kinder werden oft schon mit Erwartungen in die Welt gesetzt ... und damit belastet!


    Ich finde es - unabhängig von BA - einfach richtig, sich (wenn's nicht eh' von selbst passiert) diese Frage gut durchzudenken, die eigenen Möglichkeiten und Bedürfnisse damit in Verbindung zu setzen und dann sich zu entscheiden. "Der Gusto kommt mit dem Essen" ist in dem Fall ein schlechter Ratgeber, denn einem Kind gegenüber hat man einfach die volle Verantwortung.
    Dass sich BÄ diese Frage stellen finde ich sehr vernünftig.


    Ich kenne Kinder aus Beziehungen, wo ein Partner BÄ hatte - bei diesen Familien war es der Vater. Die Kinder/der junge Erwachsene litt darunter, weil weder die Mutter ihr das Verhalten des Vaters erklären konnte (wußte es ja selbst nicht einzuordnen), noch das Kind in der Lage war, sich einen bzw. den richtigen Reim darauf zu machen!


    Judith

    Eine BA kann sich auf die Beziehung zum Kind auswirken, muß es aber nicht.


    * Sie kann ruhen, da die Bindung zum Kind nicht so bedrohlich ist ... man wird nicht verlassen vom Kind, das Kind wird nicht als so "über-mächtig" wie ein Partner erlebt u.ä.


    * Andererseits erfordert die Beziehung zum Kind Verbindlichkeit und das kann anderen BÄ schon zu viel sein.


    * Wenn die Empathiefähigkeit eines BÄ deutlich reduziert ist führt dies ggfs. dazu, dass beim Kind die emotionalen Bedürfnisse nicht richtig erfaßt werden können, was beim Kind zu Irritationen und ggfs. zu (psychischen) Folgeschäden führen kann, da es sich nicht wirklich "erkannt bzw. gespiegelt" erlebt.

    Es ist also beides möglich ..


    Ich würde mir dzt. nicht allzuviel Sorgen darüber machen, mir aber gelegentlich mein Verhalten auf die Bedürfnisse des Kindes bei Bedarf unter dem Aspekt betrachten, ob sie nicht ev. von der BA gesteuert werden .... wie halt auch in partnerschaftlichen Beziehungen das Verhalten des BA oft von der BA gesteuert wird und nicht von den Gegebenheiten.


    Judith

    Hi Max,

    Willkommen! :flower:


    Vielleicht kannst du ja ein bißchen von dir erzählen und was dich v.a. bewegt oder interessiert an diesem Thema Bindungsangst.
    Allerdings wäre dafür ein neuer Thread besser unter der Rubrik z.B. "Ich habe Bindungsangst".


    Bis bald


    Judith

    Liebe Shotimaa,
    Dass man PartnerIn eines BÄ wird bedeutet nicht, dass man selbst eine wesentliche Störung hat. Man kann einfach reinrutschen in eine Beziehung, die anfangs beglückend erschien, gute Gefühle vermittelte und die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft hervor rief. Selbst wenn von Anfang an einer der beiden anmerkte, dass er/sie BA habe, kann man sich das Ausmaß und die Fluchttendenzen und Möglichkeiten, die ein BÄ (durchaus auch ungewollt) lebt, nicht vorstellen. Immer wieder gibt es ja auch diese innigen Momente. Man liebt und hofft und leidet, ja, man paßt sich auch an, verändert sich, reduzeirt seine Erwartungen ... bis man an den Punkt kommt, wo alles zu viel wird und man hoffentlich die Konsequenzen zieht .. was schwer ist. Man hat so viel investiert, gehofft, gelitten - und nun soll man aufgeben?
    Ja, die Einsicht und die Trennung sind sehr schwer, aber man schafft es und findet früher oder später wieder zurück zu sich, zu seinem eigenen Leben und zu guten Gefühlen ... und vielleicht einem neuen liebevollen Partner.


    Natürlich kann es sein, dass ein BÄ Partner selbst Probleme hat - vielleicht sogar selbst eine BA-Tendenz oder ... oder... Aber das muß nicht sein.


    Judith

    Es gibt natürlich bis heute "Zweckehen" in vielen Kulturen und wohl gelegentlich wie in deinem Beispiel auch bei uns.
    Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied: Es wissen beide Beteiligten, dass es sich um eine Zweckehe handelt und so können sie damit, soferne es für beide den Zweck erfüllt und der Umgang miteinander akzeptabel ist, auch gut damit zurecht kommen.


    Im Unterschied dazu leiden in einer BA-Beziehung sowohl - und normalerweise vorwiegend - der Partner, als auch der BÄ, da emotional sehr unterschiedliche Erwartungen aufeinander treffen!


    Judith

    Bindungsangst wird nicht durch ein Einzelereignis ausgelöst.


    1. Die Form von BA, von der hier normalerweise die Rede ist, entstand bereits im Kleinkindalter durch verschiedene Faktoren wie z.B. wenn die wesentliche Bezugsperson selbst bindungsgestört und unempathisch war und damit die Bedürfnisse des Kleinkindes nicht adäquat erkennen und erfüllen konnte. Damit kann sich z.B. der Selbstwert und das Gefühl der Selbstwirksamkeit nicht oder nur wenig entwickeln, ebenso kann sich die Empathiefähigkeit nicht normal entfalten. Da die Empathie der Bezugsperson jedoch für ein Baby überlebenssichernd wäre, diese aber nicht ausreichend vorhanden ist, entsteht Angst beim Baby/Kleinkind. :frucht:
    Wird diese zu groß, dann kann der Gefühlsbereich sogar total ausgeblendet werden.


    2. Es gibt zwar die Möglichkeit, dass ein Erwachsener eine Beziehungsangst entwickelt durch eine sehr schlimme Partner-Beziehungserfahrung, aber auch diese ist ja kein "Einzelereignis" sondern ging über einige Zeit. Zudem ist auch auf die eigene Stabilität/Persönlichkeitsstruktur zu berücksichtigen. Diese Beziehungsangst ist gut therapierbar ... im Unterschied zu der oben beschriebenen BA, die sich ja nicht nur auf Partnerbeziehungen auswirkt.


    Das ist nun eine kurze und natürlich nicht vollständige Beschreibung von BA, aber ich wollte aufzeigen, dass es sich in keinem Fall um ein Einzelereignis handelt.


    Judith

    Hi Kowai,


    Du hast natürlich Recht - es gibt Gründe, warum ein BÄ heiratet bzw. heiraten möchte, u.a., da er sich verliebt hat ... auch wenn durch die Nähe diese Verliebtheit möglicherweise schnell blockiert wird. Es gibt ja auch BÄ, die dann eine Beziehung/Ehe zu einem Partner, in den sie sich verleibt hatten, insofern über mehr oder weniger lange Zeit aufrecht halten können, indem sie z.B. Workaholics sind/werden oder ein zeitintensives (Einzel-)Hobby haben, was m.E.n. für den Partner am ehesten akzeptabel ist (und für unsere Gesellschaft ebenso!)


    Meine Frage, wozu dann heiraten, bezog sich auf die ursprünglich geäußerte Überlegung/Frage, ob BÄ nicht jemanden heiraten könnte/sollte, den BÄ nicht liebt, der dadurch auch nicht bedrohlich wäre. Dies würde jedenfalls nicht funktionieren: weder für den BÄ, noch für den Partner, schon gar nicht für Kinder!


    Und auf deine Frage: Ja, tu ich. :salut:

    Ja, es würde gehen, wenngleich nicht gut. Und vor allem WOZU sollte es gehen, wenn keine Liebe oder Nähe möglich ist! Weil man ein Kind haben möchtest??? :think:
    Ich kenne einige inzwischen erwachsene Kinder von BÄs und die hatten sehr wohl Probleme, da sie ja nicht wussten, was BA ist und sich durch das BA-Verhalten eines Elternteils verunsichert oder vom BÄ abgelehnt fühlten,
    - da BÄ sich im Laufe der Zeit/der Jahre immer öfter zurückzog (wahrscheinlich v.a. vom Partner, damit aber auch vom Kind)
    - da BÄ sich schwer empathisch/emotional auf das Kind einlassen konnte und
    - da die Beziehung der Eltern - wie zu erwarten - nicht gut lief, es viele Vorwürfe vom Partner des BÄ gab gegenüber dem BÄ und auch über ihn. Der Nicht-BÄ Elternteil wurde vom Kind als sehr unglücklich erlebt, was ja nicht gerade förderlich ist für die Entwicklung des Kindes bzw. seiner Beziehungsvorstellung.


    Ich möchte aber dazu auch sagen, dass sich die BÄ in diesen Familien, mit deren (junge Erwachsene-)Kinder ich Gespräche führte, sich andererseits in ihrem Rahmen sehr bemühten, z.B. mit den Kindern zu lernen, die Ausbildung zu finanzieren, später bei der Übersiedlung zu helfen ... also insofern, als es um klare Hilfestellungen ging bzw. um die der BÄ gebeten wurde. Aber letztendlich konnte dies die anderen Mankos nicht wirklich kompensieren.


    Ein inzwischen erwachsenes Geschwisterpaar konnte praktisch unbeschadet aus so einer Konstellation herauskommen, da der BÄ-Vater schon nach 4 Jahren die Konsequenzen zog und auszog und die Mutter (nach einer Therapie zur Aufarbeitung!) bald einen neuen Partner fand, mit dem sie für die Kinder eine sehr förderliche Familie bildete. Die Mutter schaffte es dadurch auch, zum Vater der Kinder eine entspannte Beziehung aufrecht zu halten und den Kindern zu vermitteln, dass der BÄ-Vater so gut es ging seinen Teil als Vater wahrnahm ... und dass er zu mehr nicht in der Lage war/ist auf Grund seines Problems. Zu dieser Einstellung verhalf ihr die Aufarbeitung in der Therapie bzw. dass sie sich klar geworden war, worin das Problem lag und dass sie durch die neue Partnerschaft dem BÄ entspannt gegenüber stehen konnte.


    Also: Wozu sollte es dienen, jemanden bewusst zu heiraten, den man nicht liebt??

    Hi Rag,


    Dein Update nach 2 Jahren hat mich sehr berührt. Ich kann mich nicht erinnern, hier je von einem BÄ so einen Bericht nach 3 Jahren Beziehung gelesen zu haben, in welchem dieser innere Kampf so deutlich dargestellt wird.

    Einerseits ist es eine "erfreuliche" Geschichte, dass du immer noch in der Beziehung bist und das seit 3 Jahren.


    Andererseits lese ich aus deinem Post aber auch heraus, dass es für dich ein ständiger Kampf ist gegen deine Dämonen, die dir das Leben bzw. die Beziehung schwer machen - und das trotz Therapie und offensichtlich viel Reflexion und Eigenarbeit. Es zeigt auf, wie schwierig es trotz bestem Willen, trotz Therapie und viel Bemühen ist, eine BA(VA) in Griff zu bekommen. Respekt für deine Durchhaltekraft und deinen Willen, dies zu erreichen! :cheers:


    Ob du die BA jemals unter Kontrolle oder besser noch los bekommen kannst weiß keiner, aber ich würde es dir so wünschen, dass irgendwann auch für dich es einfacher wird, eine Beziehung zu führen - ohne diesen ständigen inneren Kampf - und dass du irgendwann Beziehung auch längerfristig einfach genießen wirst können.


    Judith

    Lieber Zicos,


    Willkommen im Forum Zicos. :cheers:
    Ich hoffe, dass du hier Antwort auf deine Fragen finden wirst. Ich will dir gleich auf die von dir gestellte bzgl. Angst antworten:


    Bindungsangst kann sich in verschiedener Art zeigen, es kann durchaus v.a. bei schwerer BA sein, dass man gar keine Angst spürt.
    Unbewusst führt die Angst allerdings zu bestimmten Verhaltensweisen wie z.B. schnell eintretendes Desinteresse bei einer Beziehungsmöglichkeit, Anhimmeln von unerrreichbaren "Traumpartnern", Verhalten gegenüber dem Partner, welches diesen zum Abbruch bringt usw.
    Kurz: real spürbare Angst vor Beziehungen muss nicht spürbar sein für einen BÄ.


    LG
    Judith


    PS: Hatte dies im anderen von dir begonnenen Thread geschrieben und nun hierher kopiert.

    Liebe Reni,


    Beim Durchlesen deines letzten Beitrages tauchte bei mir die Frage auf, warum es dir denn sooo wichtig ist, zu dieser Szene zu gehören bzw. von dieser Gruppe anerkannt zu werden, dass du dich so verbiegst?
    Ich habe auch etwas den Eindruck, dass du dazu tendierst, die Probleme der anderen zu den deinen zu machen .... Ich würde mich direkt dort abgrenzen, wo meine Grenzen überschritten werden z.B. durch diesen Macho-Typen, aber wenn die anderen mit seiner Art zurecht kommen ist es deren Sache.

    Möglicherweise bist du einfach anders als die anderen Gruppenmitglieder oder aber du nimmst dir Sachen zu Herzen, die für die anderen nicht so wichtig sind. Du bist nicht für die Harmonie oder dem fairen Umgang miteinander oder für sonstirgendetwas in der Gruppe verantwortlich. Irgendwie paßt ihr da scheinbar nicht zusammen ... Aber du kannst nur für dich eine Entscheidung treffen (auch dem BÄ gegenüber) und bei dir etwas verändern, nicht bei den anderen.


    LG


    Judith

    Lieber Ratsuchend,


    Ich freue mich einfach, wenn ich deine Zeilen lese, dass es dir jetzt so gut geht in der Beziehung! :cheers: Viel Liebe, Freude und zunehmende Befreiung aus den früheren Einengungen wünscht dir


    Judith

    Liebe Jojo,


    Es ist vielleicht der wichtigste Schritt zu merken, dass sich die eigenen Wünsche und Erwartungen an den BA-Partner verändern in Richtung mehr Realitätsnähe, womit ein Loslassprozeß möglich wird. Du scheinst an diesem Punkt angekommen zu sein und ich wünsche dir, dass du schon bald zurückblicken kannst auf die letzten 5 Jahre mit dem Wissen, dass sie vorbei sind und dass du dies nie mehr erleben möchtest, du dies nie mehr zulassén wirst. :cheers:

    Ich wünsche dir viel Erfolg, viel Freude und Liebe und lass von dir hören und wie es dir geht.


    Judith

    Lieber Rasu,


    Da ich in letzter Zeit sehr viel gearbeitet habe hatte ich keine Zeit, ins Forum zu gehen. Daher weiß ich nicht, was alles so los war bzw. - wie jemand anführte - welche Aussage/Kritik scheinbar zu deinen Überlegungen führte, das Forum zu verlassen. :?
    Mir würde es leid tun, wenn du wirklich austreten würdest. Du scheinst immer noch Ratsuchender zu sein, auch wenn es nicht unbedingt Fragen zum Thema BA sind, deren Antworten du noch nicht eindeutig gefunden hast. Aber du bist auch Ratgeber und das immer mehr und du warst auch in den letzten Monaten recht aktiv im Forum.
    Dass du nun einfach einmal nicht so viel Zeit für dieses Forum aufbringen möchtest/kannst ist ja okay und jederzeit ohne große Ankündigung möglich. Schau rein, wenn du gerade Lust dazu hast bzw. Zeit, schreib, wenn dich etwas beschäftigt und wenn dich ein Thema interessiert.
    Irgendwann wird dir auffallen, dass dich die Themen zunehmend weniger interessieren und/oder dass du immer seltener hier auftauchst ..... andere Interessen und Themen nehmen deine Zeit in Anspruch. Dann wird der richtige Zeitpunkt sein, um endgültig zu gehen - mit oder ohne Ankündigung des Austritts.
    Take it easy, lass dir Zeit und mach, was für dich paßt! :flower:


    LG


    Judith

    Hi Rasu,


    Falls du Autogenes Training im Liegen machst hilft es oft, es im Sitzen zu machen, um nicht einzuschlafen. :schlummer:
    Mache es nicht nur vor dem Einschlafen (falls du es da machst) sondern z.B. am Vormittag, wo du dann auch eine Visualisierung mit positiver Suggestion machen kannst.
    Oder du spannst - wenn du merkst, dass die Entspannung zu tief geht - leicht deine Hand an, als ob du gerade beginnen würdest, eine Faust zu machen.


    Viel Erfolg!


    Judith

    Selbst-Hypnose oder besser gesagt Autosuggestionen sind sehr wirksam, soferne sie "richtig" gemacht werden.
    Diese sind jedoch nicht mit "subliminalen Botschaften" zu verwechseln, die unterschwellig z.B. angeblich im Hintergrund einer CD oder im Schlaf gegeben werden. Diese sind nachweislich nicht wirksam, höchstens ein minimaler Placeboeffekt (man glaubt, dass dies etwas bewirkt) könnte auftreten.
    Im Gegensatz dazu werden Autosuggestionen bewußt eingesetzt und können zum Umprogrammieren negativ wirkender Einstellungen, Glaubenssätzen usw. führen.


    Vorgangsweise wie von Bianca beschrieben.
    Ich würde dies aber noch folgendermaßen erweitern/präzisieren:


    1. Welches Verhalten, welche Einstellung ... will ich verändern?
    2. Zur neuen z.B. Einstellung einen Satz (Suggestion) erstellen, der GANZ WICHTIG positiv formuliert ist und in der Gegenwart!
    3. Eine Situation aus der Vergangenheit in Erinnerung rufen, in der ich so war/mich verhielt ...., wie ich es wieder sein möchte oder, falls es ein neues Verhalten, eine neue Einstellung sein sollte,
    4. eine Situation in der Phantasie kreieren, in der ich so agieren, mich fühle, wie ich es in meiner Zielvorstellung möchte.
    5. Nun entspanne dich .... Autogenes Training ist z.B. sehr gut dazu geeignet, denn da kannst du die Übung nach der Sonnengeflechtsübung einfügen ...
    - stelle dir die Situation so vor, wie sie dich in der gewünschten Weise zeigt,
    - stell dir die Situation in allen Einzelheiten vor und
    - nimm wahr, was du dabei siehst und hörst und dann v.a., wie du dich dabei fühlst.
    - Genieße dies.
    - Zum Abschluß sage dir deinen Satz, deine Suggestion oder auch Affirmation genannt und
    - dann komm wieder heraus aus der Entspannung und nimm dieses Gefühl mit.
    6. Mache diese Übung täglich 1 - 2 x, v.a. vor dem Einschlafen, denn da ist es gleich auch entspannend und kann für guten Schlaf sorgen :strahl:


    WICHTIG:
    - Der Satz soll positiv sein, was aber nicht immer einfach zu formulieren ist, denn eine verneinte negative Aussage ist nicht positiv! Also: "Ich habe keine Angst" ist nicht positiv. Dies wäre stattdessen z.B. "Ich fühle mich stark und sicher."
    - Zudem gibt es oft einen inneren Widerspruch zu dem gewünschten Satz, da dieser z.B. der inneren Überzeugung einfach zu sehr widerspricht. Dann ist es wichtig, eine positive Aussage zu finden, der man auch innerlich zustimmen kann. Wenn ich z.B. dem Satz "Ich bin schön ... " nicht wirklich zustimmen kann dann ist z.B. ein Satz besser wie "Es gibt etliche Menschen, denen ich gefalle" oder "Ich bin eine bemerkenswerte Persönlichkeit" oder so ...


    Letztendlich leben wir Tag für Tag mit Glaubenssätzen, Ängsten, Vorstellungen, die nur leider oft negativ sind ... Also können wir sie auch ändern, auch wenn dies einige Zeit in Anspruch nehmen kann, je nachdem, wie lange ich schon die negative Einstellung habe.


    Diese Methode ist sehr wirksam bei Verhaltens- und Einstellungsveränderungen, wird aber eine schwere Störung nicht heilen können. Da kann sie jedoch unterstützend bei der Aufarbeitung eingesetzt werden.


    Auch ich kann bei Satzformulieren helfen, falls jemand Hilfe braucht.


    Schöne Träume wünscht euch :drunken:


    Judith