Beiträge von Sukramine

    Also, ich finde es auch eine gute Idee. In Zeiten von Corona und da wir ja eh alle ewig weit auseinander wohnen. Wäre ein wenig mehr persönlicher Kontakt als im Forum.

    Naja, ich denke, dass sich ja Liebe erst mit der Zeit entwickelt...

    Und wenn du das gewisse "etwas" am Suchen warst, dann war es wohl eine allgemeine Unzufriedenheit mit deinem Leben, was der Partner dann ausgleichen sollte? Also durch den Partner sollten quasi emotionale Hochgefühle entstehen und das quasi am laufenden Band?
    Das geht natürlich nicht, weil die Verliebtheit immer nachlässt- außer in toxischen Beziehungen, da ist man quasi durch die Unsicherheit und die Auf und Abs und On und Offs ständig auf Adrenalin.
    Nur, tut das auf Dauer einem, und auch dem Körper absolut nicht gut...und macht halt auch nicht glücklich.

    Und ich denke, je zufriedener man mit sich selbst ist und je mehr man in sich ruht, desto besser wird auch die Beziehung.

    Welchen Hintergrund hat denn deine Frage? Denkst du darüber nach mit dem neuen-alten Bekannten eine Beziehung zu beginnen? Oder sind das einfach nur allgemeine Gedanken?

    Ich frage mich dabei, ob es wirklich wichtig ist, verliebt zu sein. Also, ich meine, es geht doch aus meiner Sicht eher darum, dass man gemeinsame Werte, Ziele hat, die es vorstellbar machen, dass man sein Leben teilt. Ich finde das schon schwer genug zu finden - und dann muss der andere ja auch noch ungebunden und nicht total bindungsgestört sein.
    Fände ich schon einen Glückstreffer.

    Wer braucht da noch Verliebtheit?


    Ich glaube soweiso, dass ein Großteil der Verliebtheit vermutlich durch Verlustängste hervorgerufen wird..

    Ja, ich denke, dass ist wohl eine nicht seltene Kombi (wenn man nicht selbst zum Narzissten mutiert): mehr auf andere schauen als auf sich selbst verbunden mit einem schlechten Gewissen, wenn man mal egoistisch ist (weil so wie das narzisstische Elternteil will man auf keinen Fall werden), kombiniert mit ein paar narzisstischen Flöhen, die dann helfen sollen sich doch irgenwie abzugrenzen.
    Weil man halt gesundes Abgrenzen nicht gelernt hat.


    Und ich glaube inzwischen, dass es auch da sehr um innere Abgrenzung geht, nicht nur um äußere. Weil, es wird immer Leute geben, die ganz fröhlich über die Grenzen, die man nach außen setzt, hinwegtrampeln. Und dazu muss man eine Art innere Distanz entwickeln.

    Grey Rock ist halt eine Methode mit Narzissen umzugehen, wenn man ihnen nicht aus dem Weg gehen kann. Keine Gefühle zeigen, absolut auf der Sachebene, nur das nötigste. Langweilig werden, unsichtbar. Eigentlich voll das Gegenteil, was man normalerweise über Kommunikation so lernt.

    Hat aber eben auch Gefahren, da man dabei ja auch nicht authentisch ist und sozusagen damit auch ein Stückweit den Kontakt zu sich selbst verliert.

    https://midlife-boom.de/grauer-stein/

    https://lebensmitte-endlich-st…06/29/grey-stone-methode/

    Ja, von den Flöhen habe ich auch schon gehört bzw. gelesen.

    Ich denke, sie treten auch auf, wenn man sich als Erwachsener längere Zeit in einem narzisstischen Umfeld aufhält.


    Zum Beispiel hat mich ja die eine Kollegin ernsthaft (!!) gefragt, ob ich es nciht normal finden würde, wenn man sich bei jemaden anderen über einen Kollegen auskotzt. Also, mit anderen Worten, ob Triangulationen nicht einfach normal sind?!?

    Und naja, ich kann schon mit "normaler" Kritik gut umgehen. Probleme habe ich halt mit diesen ganzen narzisstischen Scheiß, den Abwertungen, Gaslighting, Manipulationen, Triangulationen (ich reagiere recht empfindlich auf hinter meinem Rücken reden), Double Binds und eben ignorieren und Ghosting.


    Und da habe ich halt keine gute Umgehensweise damit und wenn ich dem längere Zeit ausgesetzt bin, bin ich völlig von der Rolle. Entweder ich bin dann völlig hilflos und sage nichts (was mich dann zu einem guten "Opfer") macht oder aber ich "schlage" zurück. Letzteres fünktioniert zwar (also die lassen dann von einem ab, aber eben nur, wenn man es genauso freundlich - manipulativ macht wie sie), fühlt sich aber nicht gut an.

    Naja, ich glaube, das ist halt auch wirklich schwierig, nicht umsonst werden ja solche Methoden wie "grey rock" vorgeschlagen, weil eben alle anderen offenen Kommunikationsmethode nicht fruchten.


    Wobei es wohl auch den umgekehrten Fall gibt, dass Menschen, weil sie so große Angst haben, genauso zu werden, wie das narzisstische Elternteil, halt ins totale Gegenteil fallen und eben gar nciht in der Lage sind, was für sich selbst zu tun und auch mal egoistisch zu handeln....und eben auch überkritisch sich selbst gegenüber sind.

    http://www.narzissmus.org/


    Die Seite ist schon älter, aber ganz toll. Ich habe da alles wiedergefunden und es so gut auf dem Punkt und für mich passend nirgendwo mehr gefunden.

    Ja, genau das ist meine Ex-Chefin! Keine, die laut rumbrüllt und ganz offen überheblich ist (wie die Trumps dieser Welt), sondern die macht das viel subtiler, intelligenter und geschickter.


    Sowas als Kind ausgesetzt zu sein, muss echt die Hölle sein.

    Man, ich frage mich, wann endlich psychische Gewalt strafbar wird....


    Die Chefin hat übrigens auch eine Tochter. Ich habe schon so oft gedacht, was wohl mal aus der wird...

    Hier auch mal was auf Deutsch: ein, wie ich finde tolles Glossar narzisstischen Missbrauchs. Alle Begriffe kurz und bündig erklärt. Kann man ja bei manchem Beziehungen regelrecht reihenweise Haken dahinter machen...


    Baiting – Bait and Switch/ Bait and Ghost/


    Benching


    Breadcrumbing


    Doublebind


    Guilt Tripping/Blame Shifting


    Grooming


    Intermittent Reinforcement


    Sateliting


    Stashing


    Stonewalling


    Stashing


    Traumabond


    Victimblaming
    https://schutzgarten.wordpress.com/tag/schuldumkehr/


    Auch interessant:


    "Nun liegt zwischen Bindungsängsten/Vermeidungsstrategien und Persönlichkeitsstörung ein schmales Blatt der Wahrheit, doch ein scharfes und klar trennendes. Es ist der Wille und die Grundvoraussetzung zur Veränderung und echten Bindung."


    Trifft es für mich auch auf den Punkt.


    Ted-talk mit Dr. Ramani.


    Bringt es für mich wieder total auf den Punkt.





    Auch interessant: "Ich habe als Therapeutin schon mit einigen Narzissen gearbeitet. Meist hat sich nicht viel geändert. Und ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ich eine schlechte Therapeutin bin..."

    Und auch: "Wir geben den Leuten, die uns schlecht behandelnt, 90 Prozent unserer Energie. Und für die, die gut zu uns sind, bleibt dann nur noch der Rest. Dieses Verhältnis sollte sich umkehren".

    Wie wahr!

    Wieder mal ein Supervideo von Dr. Ramani. Darin beschreibt sie z.B. wiedermal, wie sehr Paartherapien bei stark narzisstischen Menschen den anderen Partner schaden können. Und wie viele sich Therapeuten sich vom Charme des Narzissten einwickeln lassen.
    Das gleiche gilt für Arbeitssituation, da wird der Narzisst in vielen, wenn nicht den meisten Fällen, eher vom Unternehmen gestützt. Weil eer so charmant udn gewieft ist und sich nach außen so toll darstellen kann. Habe ich genauso alles erlebt.
    Übrigens selbst unsere Supervisorin war am Ende nicht viel mehr als ein flying monkey der Chefin.

    Und auch hier räumt sie mit der MÄr auf, dass alle Menschen sich ändern können und wenn man nur gut kommunziert, dann klappt das schon. (darauf bauen ja so gut wie alle Therapien, Mediationen etc. auf). Tja.....

    Und am tollsten fand ich den Schluss. Dass man andere Menschen (von Kindern natürlcih abgesehen) keinesfalls vor den Narzissten schützen soll. Sondern, man soll sie, besonders, wenn es sich um die enabler handelt, voll in ihr eigenes Unglück reinlaufen lassen. Weil sie erst dann wirklich verstehen, was narzisstische Gewalt ist.

    Eines der besten Videos von ihr. Bringt alles so auf den Punkt.

    https://www.drgeorgesimon.com/…ally-taunt/#comment-38552

    Mal eine kleine Geschichte, von Dr. Simon, die mir inzwischen aus dem Herzen spricht.


    A True and Telling Story

    Early in my career I witnessed an event I’ll never forget. I was observing a group session in an adolescent treatment facility. A young man was flicking his finger at the earlobe of someone seated in front of him. The person toyed with often turned to express his displeasure. He sent many nonverbal messages for the taunter to stop. But the young man just kept on.

    I brought this event to the attention of the treatment team. I felt it bespoke a pattern of conduct. And I felt it said a lot about the young man’s character. I remember well all the conjectures my colleagues made. “He struggles with unresolved anger issues,” said one. “His underlying depression is making him act-out,” another offered. But the young man had a much simpler explanation when we dared to ask him. “It’s fun,” he said, and with a big smile. He felt he had a perfect right to amuse himself at another’s expense. That day, I learned a great lesson about the nature of predatory aggression.





    Ich denke, das genau machen wir hier auch oft - und das macht auch die moderne Psychologie oft: wir interpretieren in schlechtes Verhalten irgendwas rein, ja, er ist halt depressiv, wütend (weil er als Kind blabla), er meint das nicht so, er hat doch nur große Ängste...

    Anstatt einfach dem zu glauben, was der andere sagt.

    Am Bespiel meiner Chefin:

    "Wenn jeder für sich selbst sorgt, ist für alle gesorgt".

    Und naja, ganz bestimmt nicht, weil sie so große Ängste hatte. Das war schlichtweg bequem, sich nicht mit Teamproblemen auseinandersetzen zu müssen. Und wenn man damit durchkommt....warum nicht?



    Research has confirmed what experience taught me about predatory aggressors. And in In Sheep’s Clothing and Character Disturbance I explain their true motives. There are those among us who simply don’t care enough about others. Consequently, they’re forever gratifying themselves at someone else’s expense.





    Nein, natürlich gibt es da graduelle Unterschiede und nicht jeder ist Jack the Ripper.

    Aber ich denke, dass intelligente Narzissten mit einem hohen gerissenen Manipulationslevel ne Menge Leute in den psychischen und physichen Ruin führen können und das völlig legal (schließlich ist ja bei uns bislang psychische Gewalt nicht strafbar.)

    Mal ne kleine Auflistung von meiner Arbeit:


    - zwei Kollegen über ein Jahr krank geschrieben mit Reha, Psychotherapie usw. auch mit körperliche Schaden wie Rückenbeschwerden und Bandscheibenvorfälle
    - eine Kollegin starke Knieproblem mit OP
    - eine Kollegin hatte ne zeitlang so starke Unterleibsschmerzen, dass sie kaum noch stehen konnte (-> keine physische Ursache)

    - etliche Kollegen in Psychotherapie

    - eine Kollegin wochenlange Krankschreibung, auch 4-wöchige Reha

    - mehrere Nervenzusammebrüche auf Arbeit

    - etliche Kollegen mit Rückenproblem und sonstigen undefinierten Schmerzen

    - eine Kollegin bekam auf dem Weg zur Arbeit starkes Herzrasen, sprach dann einen Poliszisten an, der in der Nähe war, welcher den Krankenwagen rief und sie wurde dann ins Krankenhaus eingeliefert.

    -.....


    Und nein, das lag nicht dran, dass bei uns auf Arbeit alle alt und gebrechlich waren.


    Gibt bestimmt noch mehr, aber ich habe ja da eine absolute Kontaktsperre, auch zu alten Kollegen, die da ncoh arbeiten, um mich zu schützen.

    So, und was ist das jetzt? Narzisstisch, sadistisch oder einfach "zufällige"systemisch Kollateralschäden?

    Kann man drüber streiten..

    Übrigens hier ein interessantes und wahrscheinlich auch lustiges Video (wobei es mich ehrlich gesagt inzwischen mehr triggert als dass ich es lustig finde), darüber was es mit jemanden macht, wenn einem die eigenen Realität und Wahrnehmung abgesprochen wird auch als Gaslighting bezeichnet.

    Nach nur 7 Minuten ist ein vorher vermutlich gesunder und psychisch stabiler junger Mann soweit, dass er nur noch ins Krankenhaus will.



    Und jetzt darf man sich mal überlegen, was da mit Leuten macht, die dem monate-, wenn nicht sogar jahrelang ausgeliefert sind.

    Ja, und vor allem müssen Therapeuten Narzissten zuerstmal als solche erkennen. Das ist schon schwer genug.

    Ich wette, da wird oft falsch diagnostiziert. Leute, die z.B. narzissitischem Missbrauch ausgesetzt waren und darauf folgend wirklich psychische Auffälligkeiten, wie Schuld und Schamgefühle, Wut und Aggressionen zeigen und gleichzeitig große Selbstzweifel haben und ihre eigenen Handlungen und sich selbst sehr kritisch sehen und dass dann auch in der Therapie erzählen, werden, so nehme ich inzwischen stark an, bestimmt das eine oder andere Mal als narzisstisch diagnositiziert. Wobei sie ja eigentlich, wenn man da schon ne Diagnose machen will, wohl eher dem Gegenteil näher sind, nähmlich dem C-Cluster.

    Während sich ja Narzissten durchaus (auch in der Therapie) gut darzustellen wissen (zumindest, wenn sie intelligent sind) und sich da bestimmt oft als Opfer darstellen. "Ah, ich mache ja alles für die anderen, aber die sind ja so undankbar, ich werden nur ausgenutzt...."
    Worauf dann Therapeuten mit denen daran arbeiten, wie sie sich besser durchsetzen können und so was.:applause:lol.

    Bestes Beispiel meine Ex-Chefin. Die hat, man mag es ja kaum glauben, auf ihrem Whatapp bild doch folgendes stehen.......




    Eigentlich könnte man jetzt daraus ein Quizz machen, da kommt nämlich bestimmt niemand drauf.


    Aber ich verrats mal:

    Respekt. Liebe. Solidarität und Empathie.

    :shock::shock::shock::shock::shock::shock::shock::shock::shock:

    Ja, dieses Bild von sich möchte sie nach außen hin erwecken.

    Das ist schon alles so unfassbar verquer.


    Und während ich das so schreibe, denke ich, wenn ich das nicht selbst erlebt hätte, würde ich es auch nicht glauben, was ich hier schreibe.. Und naja, wenn man dann an einen Therapeuten gerät, der keine Ahnung von narzisstischem Missbrauch hat......der hält einen dann womöglich noch selbst für schräg/verrückt/, denkt, dass man übertreibt, sich was einbildet, was weiß ich... Deswegen bin ich auch so dankbar für das Internet, für die Videos von Dr. Ramani, Ross Rosenberg, Dr. Simon.


    Ja, und deswegen kann man solche Leute auch nie an Worten erkennen, damit können sie umgehen,die nutzen sie geschickt zur Manipulation. Nur an den Taten. Und naja, was passiert denn in Therapie? Da werden Worte gewechselt. Der Therapeut hat, so glaube ich, oft (solange er nciht mit Angehörigen zu tun hat oder es wirklich entdeckte! Gesetzeswidrigkeiten gibt, so dass die Leute dann im Vollzug enden) keine Ahnung, was da wirkllich passiert.

    Ja, das kann ich mir vorstellen. Ich habe neulich mal gelesen, dass manchmal Therapeuten, die Erfahrung im Strafvollzug haben, empfehlenswert sein. Einfach, weil die erfahren haben, dass man eben nicht alle Probleme und Charakterschwächen mit guter KOmmunikation geregelt bekommt.




    Ein Argument, was Dr. Simon immer wieder bringt bezüglich der heutigen Psychologie und dass da eben was schief läuft:
    Die Grundlagen der Psychotherapie wurden ja von Freud im victorianischen Zeitalter gelegt. Diese Epoche war geprägt von stark verklemmter Sexualmoral und vielerlei Arten von Schuld und Schamgefühlen.

    Das hat sich ja heute geändert. Es wird gedatet, gef......geghosted......und das oft bar jeglicher Schuld- und Schamgefühle sowie moralischen Werte.

    Und Dr. Simon sagt ja auch, dass er dein Eindruck hat, dass charakterlich defizitäre Leute eher zu wenig Angst haben als zu viel.

    Und daher ist vielleicht eine Psychologie, die immer noch zu sehr auf der Grundlage einer viktiorianischen Gesellschaft beruht, eben auch machmal nicht passend bzw. unzureichend...