Beiträge von staphysagria

    Gibt es denn die ersten fünf Sitzungen nicht mehr als "probatorische" Sitzungen? Die waren früher dazu da, um sich beidseitig besser kennen zu lernen und sich über die Therapieform und den Therapeuten informieren zu können. Schematherapie ist mE gut. Hat mir als einzige Therapieform geholfen, nachdem ich von analytisc zu tiefenpsychologisch und dann zu Gesprächstherapie gepilgert bin.

    Das System dieser Foren führt bei jeder Veränderung einen internen Speicherprozesse durch. Diese kann der Betreiber der Seite (bei WordPress zB diejenigen, die das Format, Texte, Rubriken etc. der Seite gewählt haben und dieses verändern können) jederzeit wiederherstellen. Es liegen dann im Bearbeitungsbereich der Seite chronologisch aufgelistete Änderungen vor, die einzeln aufgerufen werden können.


    Deshalb sind auch gelöschte Seiten nicht wirklich gelöscht. Mein Kollege sagt immer "Das Internet vergisst NIE!"


    Wenn es Bianca einmal zurück ins Forum geschafft hat, schafft sie es bestimmt auch ein zweites Mal auf der Bearbeitungsebene. :wink:

    Zitat von SugarLea

    Selbst auf Facebook gibt es Gruppen, die klar in ihren Regeln stehen haben, dass es nicht gewünscht ist das Post gelöscht werden. Dieser Wunsch wird mit Beitritt der Gruppe entsprochen und akzeptiert.


    Wenn es so formuliert ist und für jeden Neu-Ankömmling auf den ersten Blick als "Vertragsbedingung" erkennbar ist, sollte das doch im Sinne der neuen Datenschutzverordnung zunächst einmal ausreichen. Das Widerspruchsrecht bleibt aber bestehen. Denn sonst würde das, was der Gesetzgeber sich gedacht hatte, ausgehebelt werden können. Es geht nicht darum zu rechtfertigen, warum Mitglieder des geschützten Bereiches die Beiträge oder andere Daten gelöscht haben können. Es geht darum, dass jedem das selbe Recht zusteht. Egal in welchem Bereich er sich befindet. Für einige sind in den öffentlichen Bereichen ihre Miteilungen sicher auch sehr intim. Auch hier gibt es mE keine Wertigkeit, sondern nur gleiches Recht für alle. Ich bin gerade beruflich mit den Umsetzungen und Folgen der DSVGO vollauf beschäftigt und kann sagen, dass unser Unternehmen das Ganze eher zu leichtschultrig gesehen hat.


    Ist Bianca denn die Betreiberin dieser Seiten? Oder ist sie lediglich der Admin dieses Forums? Für mich sah es damals, als ich auf das Forum stieß so aus, als gehöre es zu einer großen "Psychologie Seite". Sind das nicht die Betreiber der ganzen Seiten und damit für die Umsetzung der Datenschutzrichtlinie zuständig? Wäre doch schade, wenn das Forum irgendwann eingestellt werden müsste, nur weil sich niemand findet, der die DSVGO umsetzt.

    Liebe SugarLea,


    ohne zu wissen, wann die von dir genannten Wünsche nach Löschung von Beiträgen u.ä. an dich heran getragen worden sind, möchte ich gerne zu bedenken geben, dass seit dem 25. Mai 2018 die DSVGO umgesetzt werden muss. Das bedeutet, dass dieses Forum


    1. verschlüsselt sein muss (zu erkennen an dem Schloss im Internet-Adress Feld)
    2. bereits vor dem LogIn erkennbar sein muss, dass dieses Seite Daten speichert und welche
    3. es einen Menüpunkt "Datenschutz" und "AGB" geben muss
    4. die Forumsmitglieder über ihr Widerrufsrecht informiert werden (danach kann jeder der Anwesenden zu jedem Zeitpunkt der Speicherung seiner Daten und Beiträge widersprechen und die Löschung beantragen)
    5. ...


    Es werden immer mehr Homepages abgemahnt und mitunter mit Schadenersatzforderungen belegt.


    Darüber hinaus finde ich es menschlich und verständlich, dass Mitglieder hier um Löschung des Geschriebenen bitten. Zunächst einmal sollte ja jeder gut für sich sorgen und sich keinen Kopf darüber machen, ob es "respektlos gegenüber anderen", wie du es nennst, ist. Dass die Beiträge im Stammgastforum, welches ja ohnehin dem Zugriff Dritter verwehrt ist, gelöscht werden, macht für mich dann hingegen gar keinen Sinn. Die hier öffentlich präsentierten und für jeden einsehbaren Beiträge löschen zu wollen, kann ich aber nachvollziehen. Das muss und sollte doch jeder für sich entscheiden, gelle. Zudem wiederholen sich die Beiträge hier ja ohne Ende, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass immer noch ausreichend viele Beiträge übrig bleiben, um wertvoll oder hilfreich genug für andere zu sein.

    Zitat von Reflektierte

    Die Frau, mit der ich schreibe, ist ein Profi im "andere mit erotischem Geplänkel um den Finger wickeln"...
    Mit ihr über Sex, Erotik schreiben funktionierte immer gut. Dabei nennt sie mich auch mehrmals "Schätzchen" und "Liebes" u.s.w....Das gibt Einem aber auch das Gefühl, sie interessiere mich für mich als Person überhaupt nicht, sondern nur für mich als "Sexualobjekt" (wenn auch nur durchs Schreiben). Da kommt man sich vor wie eine Prostituierte...



    Wenn ihr Verhalten dieses Gefühl in dir auslöst, warum ist diese Frau dann so interessant für dich? Mich würde das eher abschrecken, denn ich würde davon ausgehen, dass sie es mit jedem so macht. Es entsteht ja offenbar auch in dir das Gefühl, dass es nicht um dich (persönlich) geht.
    Ich weiß, ich wiederhole mich, aber zu BA gehört eben mitunter auch eine Variante, die den anderen über eine längere Zeit davon zu überzeugen versucht, dass genau DU der/die Richtige bist. BA Betroffene treffen immer - in ganz unterschiedlichen Konstellationen - aufeinander. Wir Menschen suchen uns Partner, Freunde, Bekannte..., die zu unserem (derzeitigen) Entwicklungsstand passen. Häufig (fast ausschließlich ) triggert diese Personen dann genau das Thema in uns (Selbstwert, gemocht und gewollt werden, Liebesentzug, Angenommen sein wie wir sind), das noch nicht "heile" ist.

    Verlustängstler haben oft das Bedürfnis die Kontrolle über den Partner und auch über seine Gefühle zu behalten. Ich habe danach gefragt, weil du in deinem ersten Post zu deinem Thread danach fragst, was du tun kannst, damit "er" sich nicht in der Kennlernphase von dir zurückzieht.


    Verlustangst ist auch eine Form von Bindungsangst. Bindungsangst hat viele Gesichter und Namen. Das, was du tun kannst (das ist ja deine Ausgangsfrage) ist, dass du vielleicht mal schaust, warum du dieses Thema hast und entsprechend die passenden beziehungsvermeidenden Partner/Männer anziehst. Denn ich glaube nicht, dass es gesund für alle Beteiligten ist, sich so zu verhalten, dass ein anderer sich nicht zurückzieht. Das ist übrigens dann auch wieder ein bindungsängstliches (verhaltensängstliches, co-abhängiges o.ä.) Verhaltensmuster, um gefallen und gemacht und gewollt zu werden.

    Ich kann mit dem Begriff "passiv" überhaupt nichts anfangen. Egal, von welcher Seite du dich und dein Verhalten betrachtest: du triffst Entscheidungen und handelst danach. Demnach bist du auch ein aktiver Teil der BA Geschichte!


    BA Betroffene suchen ( und finden) sich keine "psychisch gesunden" Partner. Es kommt nun also bei dir darauf an, welche Form von BA du hast, wenn ich deine Frage richtig verstehe. Da gibt es ja so einiges:


    - Co Abhängigkeit in Beziehungen (du hältst ein krankes System aufrecht, von dem mind. einer in der Beziehung meint abhängig zu sein)
    - Narzissmus
    - Borderline
    - Verlust-/ Verlassensangst


    usw.


    Um heraus zu finden, welche Form der BA bei dir vorliegt, empfehle ich kein Internet Forum, da wir hier ja keine Therapeuten, sondern Laien sind (außer SugarLea). Zudem betroffen und mithin subjektiv meinungsgeprägt unterwegs. Ein guter Therapeut kann dir da aber gewiss bei der Abklärung helfen. Sich durch zahlreiche Literatur über CoA, VA, Narzissmus etc. zu lesen, ist sicher auch hilfreich bei der Abklärung. Für die Lösung deines Problems wird es mE jedoch nicht ausreichen.


    LG! :flower:

    Liebe Freya,


    beim Lesen deines Threads kamen Fragen in mir auf, die ich dir gerne stellen möchte:


    hast du eine Idee, woher deine Verlustangst kommt?
    Neigst du zum Klammern in Beziehungen? Ist Kontrolle, auch über (deine) Gefühle wichtig für dich?


    LG!
    :flower:

    Vielen Dank für eure Gedanken dazu! Das finde ich überaus spannend und bin völlig d´accord mit der Aussage, dass "je mehr Traumata geheilt werden", umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass der nächste Partner auf einer anderen (energetischen) Ebene gefunden wird. Also entweder mit anderen Störungen (die dann an der Reihe wären) oder gar gesund/gesünder.

    Zitat

    Das "co" signalisiert ja, dass etwas mit einer anderen Abhängigkeit einhergeht.


    Co Abhängigkeit verstehe ich eher als etwas, womit ich ein ungesundes System unterstütze oder mich daran verausgabe, dieses ungesunde System (im Falle des Helfersyndroms) "im Sinne des Helfers" wieder gesund zu bekommen. Das Beispiel mit dem Narzissmus ist ganz wunderbar, Griselda. Ein Narzisst hat wahrscheinlich überhaupt keine Bedarf daran, sein System zu verändern oder in Frage zu stellen. Aber mit Sicherheit weist er mindestens eine Abhängigkeit auf (z.B. Workoholic). Der co-abhängige (Helfersyndrom IST Co-Abhängigkeit, auch wenn du es unter weitere Begriffe zu packen vermagst) wird sich abschuften, um vom Kranken wahrgenomme, wertgeschätzt, gewollte zu werden etc.


    Aber meine Frage zielt auf etwas ganz anderes ab: Es ist mir an dieser Stelle zunächst einmal egal, wie abhängig oder krank der andere ist. Ich gehe mal davon aus, dass ein Co-Abhängiger immer an jemanden als Partner gerät, der krank im Sinne von "ungesundes System" ist.


    Wenn ein Co-Abhängiger keinen Partner an seiner Seite hat, bleibt er ja trotzdem co-abhängig. Wovon eigentlich? Von seinem eigenen System? Die typischen Co-Abhängigkeitsverhaltensmuster wird er doch sicherlich auch im Alltag aufweisen. Im Umgang mit Nachbarn, Kollegen, Familie, Freunde... Jeder von denen ist anders drauf. Die meisten davon hoffentlich gesund (im psychologischen Sinne). Der Co-Abhängige ist jedoch, wie er ist: co abhängig. Was macht er denn damit, wenn er gerade keinen Partner hat? Meine Frage zielt also eher darauf ab, ob ein Co-Abhängiger nicht auch "nur" von sich selbst; von seinem eigenen System abhängig sein kann?


    Um diese Frage beantworten zu können, braucht es jedoch das Verständnis dafür, dass Co-Abhängigkeit eben nicht ausschließlich so funktioniert, dass sie "anspringt", wenn ein zweiter Abhängiger dabei ist. Das sind die klassischen Abhängigkeitsbegriffe, wie z.B. bei stofflichen Abhängigkeiten wie Medis, Alkohol etc. Die Co-Abhängigkeit in Beziehungen bezieht sich in meiner Frage auf die Verhaltensmuster eines Co-Abhängigen, die er in der Kindheit erlernt hat (werden von den Eltern an die Kinder weitergegeben). Natürlich springen auch diese an, sobald ein anderer in der Nähe ist. Aber muss dieser "andere" tatsächlich auch krank sein? Oder kann ein Co-Abhängiger - in Abhängigkeit an das Familiensystem, aus dem er kommt - abhängig von seinem eigenen System sein? Das Co-Abhängige daran ist dann, dass er das wiederum co-abhängige System der Familie unterstützt.


    Der Hintergrund meiner Frage ist, dass ich wissen möchte, wie hoch die Chance ist, dass Co-Abhängige dauerhaft ihr Verhaltensmuster ändern? Ich kann ich ja nur etwas ändern, wenn ich es als Verhaltensmuster wahrnehme. Das setzt voraus, dass sich ein Betroffener nicht an der Störung des anderen (zweiten) Abhängigen aufhält, sondern auf seine eigenen Verhaltensmuster schaut. Bin ich aber in Gedanken immer bei der Störung des anderen (den es in vielen Fällen zunächst einmal nicht als Partner gibt) , laufe ich doch Gefahr, dass ich meine eigene Störung gar nicht wahrnehme.


    Ist bestimmt auch eine philosophische Auseinandersetzung mit diesem Thema. Ich finde es super spannend und beschäftige mich seit Jahren damit. Die Menschen aus der BA Gruppe in Hannover und Hamburg sind zu einem großen Teil CoDa in Beziehungen und gehen entsprechend auch oft zu beiden SHG Treffen. In der BA Gruppe höre ich dann häufig, dass die Gruppen (CoDa in Bez. und BA) eigentlich zusammengelegt werden können, weil die Thematik für die CoDa Betroffenen dieselbe ist.

    Zitat von colibry

    Hab letzten was über CoDa in Familien gelesen. Das war genau der Fall bei mir. Wir haben alle das Alkoholproblem und die Gewaltexzesse besonders einer Person dulden müssen.


    Die stoffliche CoDa ist bestimmt auch die bekannteste. CoDa in Familien geht aber bereits dort los, wo eine Familie dysfunktional ist. Da braucht es zum einen bereits co abhängigke Eltern, die einem dieses Verhaltensmuster beibringen, dass es mega wichtig ist, was die Nachbarn, Kollegen, Lehrer, Familie .... von dir/uns denkt. In diesen Familien werden die Kinder zu Manipulationszwecken (CoDa Verhalten) klein gehalten und emotional unter großen Druck gesetzt. Es fallen regelmäßig Sätze wie: "Nimm dir doch mal ein Beispiel an deiner Schwester! Die macht das IMMER so wunderbar!" , "Kannst du nicht einmal so sein, wie Carli von nebenan?" , "Schäm dich!" , "Mit dir kann man doch nirgend hingehen!" , "Weil du gerade so laut Musik gehört hast, hat die Mama jetzt Kopfschmerzen (... ist der Papa jetzt soooo wütend... kann der Opa nicht schlafen und hat jetzt Sodbrennen...). Weil du "dies oder das" gemacht hast, geht es mir/uns/denen jetzt schlecht.


    CoDa Kinder (die heutigen erwachsenen Kinder aus dysfunktionalen Strukturen fallen mitunter auch darunter = EKS) wurden fast immer für die Gefühle der anderen verantwortlich gemacht. Und jetzt mal ehrlich!? Wenn ICH ständig dafür verantworlich sein soll, wie es meinem/meinen/meiner Liebsten geht, dann bin ich doch am Ende völlig überfordert, oder? Entsprechend würde ich mich in keine Beziehung begeben oder alsbald wieder abhauen. CoDa sind also einerseits - wie in meinem o.g. Beispiel - z.B. Menschen mit Helfersyndrom, suchen sich aber andererseits Partner, die ihrerseits gar keine gesunde Beziehung führen können (dafür habe ich im o.g. Beispiel den B allerdings nicht krank genug beschrieben ;) ). Vielleicht sogar einen RICHTIGEN Bindungsängstler, der mehrfach frühtraumatisiert ist und niemals einen Zugang zu seinen Gefühlen haben wird. Oder nur mit jahrelanger therapeutischer Begleitung.

    Zitat von Griselda

    Ich persönlich kenne Co-Abhängigkeit nur als Verhalten von Menschen, die es im nahen Umfeld mit Süchtigen zu tun haben und diese Sucht durch ihr Verhalten unbewusst unterstützen.


    Es gibt zwei Formen (zumindest mir bekannte Formen): die eine ist die STOFFLICHE CoDa und die andere die NICHTSTOFFLICHE CoDa. Die nichtstoffliche CoDa ist zum Beispiel, wenn du jemanden kennst, der ein Helfersyndrom hat. Das ist bestimmt ein Begriff, den schon fast jeder einmal gehört hat. Und an diesem Helfersyndrom kann ich gut die Abhängigkeit "Co-Abhängigkeit in Beziehungen" darstellen:


    Da gibt es die weibliche Person mit dem Helfersyndrom (A). A sucht sich regelmäßig "den falschen Mann" (B). Meistens sind das Männer, die ihrerseits irgendwie merkwürdig drauf sind. In unserem Beispiel hat B einen ausgesprochen großen Drang danach der A immer wieder zu entgleiten. Er will nicht mit ihr zusammen ziehen, ist ständig mit seinen Freunden unterwegs und ist alle 14 Tage hypochondrisch am Sterben (Erkältungen, Magen-Darm etc.).
    A sieht in B zunächst den Mann ihres Lebens. Sie kümmert sich liebevoll um ihn und opfert sich für ihn auf. Gerne sogar und am liebsten, wenn B krank auf dem Sofa abhängt. Dann kann er ihr nicht entkommen und sie ist in ihrem Helfer-Element. B wird das erst dann zuviel, als A mit Belehrungen daher kommt, wie B sich am besten ernähren soll und mehr Sport treiben, um nicht so oft krank zu werden. Und B stinkt es irgendwann so richtig, dass A ständig von ihm gelobt und gewertschätzt werden möchte (ein einfaches DANKE genügt auf Dauer nicht) und er das Gefühl bekommt, dass A ihn eigentlich nur dann so richtig lieb hat, wenn er sich im Sinne der A verhält. B bekommt das Gefühl, das er "funktionieren" muss, um von A angenommen zu werden. Gefühle und Zuneigung von Seiten der A werden tatsächlich unter Bedingungen gestellt, was A jedoch nicht so wahrnimmt, wie ihr Parter B.


    Das, wovon ein Co-Abhängiger lebt, ist die Wertschätzung und Bestätigung anderer. Sie befinden sich in Gedanken immer mehr "beim anderen", als bei sich selbst. Ihr Auftreten in der Öffentlichkeit ist ebenso manipuliert, wie im Privatbereich (gutes Beispiel, das ich gerade in einem anderen Forum gelesen habe: "Schrei doch nicht so laut! Was sollen denn die Nachbarn denken?!"). Ihre Gedanken kreisen stets um das, was der andere fühlt, tut und macht. Sie bemühen sich um absolute Kontrolle im Leben des anderen: Kontrolle über das, was er denkt, wie er reagiert, wie er fühlt.
    Sie sind abhängig davon, dass der andere auch wirklich so reagiert, wie sie es sich zunächst überlegt haben (erinnert ein wenig an einen Strategen, wie ich finde) und wenn dies nicht der Fall ist, stürzen sie ins Bodenlose. Kontrollverlust ist für sie unerträglich. So gerne sie Kontrolle über den anderen (inkl. seiner Reaktionen und Gefühle) haben, so wenig haben sie einen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen und innersten Bedürfnissen.

    Mich interessiert, wer von euch meint co abhängig zu sein und wie ihr mit dieser Co-Abhängigkeit in einer Beziehung umgeht? Wie beeinflusst/zeigt sie sich und was macht ihr dann daraus?


    Mich interessiert darüber hinaus sehr, wer von euch nach dem Lesen von Jein! oder anderen Stahl Büchern für sich erkennen konnte, das Co-Abhängigkeit das Kernthema seiner BA ist und sich entsprechend weiterführende Coda (amerikanische Abkürzung für Co-Abhängigkeit und nicht ganz soooo lang :wink: ) Literatur, Seminare oder therapeutische Unterstützung geholt hat?


    Ich bin total gespannt und durfte im Thread von Unicorn schon zwei oder drei Meinungen darüber lesen. Ich würde mich wirklich freuen, wenn auch einmal andere Forumsmitglieder etwas zu ihren Erfahrungen mit BA, VA und Coda beitragen. Denn von euren/unseren Beiträgen lebt so ein Forum!! Ich verstehe, dass es oft leichter ist, nur zu lesen, aber deine/eure Gedanken, Gefühle und Ansichten fehlen mir hier immer mal wieder!


    Wenn es dir/euch hilft etwas zu schreiben, dann können wir ja auch vorab vereinbaren, dass ihr KEINEN KOMMENTAR zu eurem Post haben möchtet. Dann könntet ihr zB an den Anfang eures Statements NC (no comment) setzen. So kommt ihr nicht in die Situation antworten zu müssen. Und die Leser wissen, dass sie eurer Schreiben nicht kommentieren. Denn ein typisches "Coda Symptom in Beziehungen" (hat nichts mit Coda von Alkoholiker, Medikamentenabhängigen o.ä. zu tun!) ist, dass die Betroffenen schnell innerlich einen großen Druck verspüren, sich rechtfertigen oder erklären zu müssen. Um das zu vermeiden, ist natürlich eine Lösung, gar nicht erst zu schreiben. Eine weitere Möglichkeit ist, dieses "NC" Kürzel vor euer Geschriebenes zu setzen. :flower:


    Diese Vorgehensweise habe ich in den BA und Coda SHG'en kennengelernt. Jeder spricht von sich und seinen eigenen Erfahrungen. Das hilft auch den Teilnehmern, die eher unsicher oder abhängig von der Reaktion anderer (ebenfalls ein Coda Symptom) sind.


    Was meint ihr? Geht das so für euch?


    :flower: