Beiträge von Shameless

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    Warum no contact? Darum!

    da du dich ja viel mit dem Thema Astrologie befasst hast du doch bestimmt auch von dem "Lions-Gate" (Löwentor am 9.08) mitbekommen oder?

    Ja, das habe ich. Das ist ja ein immer wiederkehrendes Ereignis.

    Was beschäftigt dich da genau?


    Ich persönlich fand es spannender, dass die Sonne im Löwen am 09. August eine Opposition zum Mond im Wassermann gebildet hat.

    Zwei gegensätzliche Energien die aufeinandertreffen, dann auch noch fixe Zeichen. Interpretiere ich so, dass man beginnen kann, nicht mehr in ja oder nein abzuwägen, sondern sich auf die Kompromisse und die Graustufen aus beiden Komponenten einzulassen.

    wie sich das anfühlen würde, wenn hier die angeregt BA darüber reden würden, wie anstrengend VA sind, wenn sie klammern und man sich bedrängt fühlt, unterstellt, dass sies doch einfach ändern könnten aber nicht wollen... ganz egal eigentlich.

    Und das sehe ich zum Beispiel nicht so.

    Ich finde es absolut gerechtfertigt, wenn BAs genau das sagen. Denn ich sehe es ja auch selber so und schlage manchmal die Hände über dem Kopf zusammen, wenn ich hier von manch einem Verhalten lese.

    Alles, was Richtung würdelos oder grenzüberschreitend geht, finde ich ganz gruselig und würde ich auch jedem VAler, der so etwas macht, direkt sagen.


    Ich finde dass beides angesprochen werden darf und sogar sollte.

    Es sind hier einfach zwei verschiedene Meinungen unterwegs und das finde ich absolut okay.

    Ich finde das beides nebeneinander so stehen bleiben darf, ohne dass eine Seite der anderen ihren Standpunkt als gegeben ausfdrückt. Das macht Unterhaltungen mit differenzierten Meinungen doch erst spannend.


    Jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht und dementsprechend sieht man eine Thematik.


    Es war niemand verletzend oder beleidigend unterwegs und ich hoffe, dass wir auch in Zukunft wieder sachlich-angeregt diskutieren können.

    Ich finde nicht, dass hier jemand etwas falsch gemacht hat oder verletzend wurde.

    Ich war 8 Jahre lang Stammuserin in einem (Hallo Topic) Sternzeichenforum, da standen hitzige Diskussionen auf der Tagesordnung.

    Finde ich alles total ok,es geht ja darum, nicht ständig einer Meinung zu sein, sondern auch die anderen Blickwinkel zu verstehen und sich auszutauschen.

    Das gehört mitunter zu den Dingen, die in der subjektiv empfundenen Notfallsituation eben nicht mehr bewusst steuerbar sind. Auch wenn man weiß, dass solch Verhalten verletzt, man handelt in diesen Situationen ja eben NICHT mehr wirklich bewusst oder gar rational, sondern spult ein Muster ab. Und die Lösung, zu sagen, BA sollten dann irgendwann aufhören, es zu probieren, wäre mir da echt zu einseitig. : -) Jedenfalls: Ne, das kann man so einfach mal eben nicht ändern jederzeit. Und das Wegschauen so mancher BA ist keine bewusste Entscheidung.

    Ich kann nicht für jeden BAler sprechen.

    Aber ich weiß was ich mit meinem erlebt habe und ich weiß wie ich mich als BAler verhalten habe. Und beides war feige und verantwortungslos.

    Ich finde es zu einfach gedacht zu sagen, dass sie nicht erkennen, wenn sie sich falsch verhalten haben und die Muster daran Schuld haben. Die Muster führen dazu, dass jemand die Nähe, den Druck und die Bedürfnisse eines anderen Menschen nicht aushalten können. Das finde ich wie gesagt absolut legitim.

    Aber ich finde es nicht legitim, Menschen zu verletzen. Das finde ich bei mir nicht legitim, als ich es in der Vergangenheit tat und ich finde es auch bei keinem anderen legitim.

    Und: ich wusste sehr wohl, dass mein Verhalten scheiße war. Richtig scheiße. Aber ich habe die Gedanken daran aus Feigheit weggeschoben. Ich wusste selbst in dem Moment, als ich es beendete, dass ich ihn verletze. Weil ich gezielt zu hart war, dass es ihn treffen musste, damit er auf Abstand geht. Und es war mir schlichtweg egal. Nicht, dass ich ihn gehasst hätte. Aber es ist wie bei einem Dose Cola, die man nach einem Picknick im Wald in den Busch wirft. Man weiß dass es scheiße ist, denkst sich aber "Wen juckt's? Betrifft mich doch gar nicht persönlich, ich radel weiter".


    Schaut euch doch mal an, wie wenige sich wirklich Hilfe holen. Das liegt doch nur daran, dass sie eben nicht deutlich genug leiden. Sonst würden sie sich doch Hilfe holen. Die Priorität ist nicht so stark gegeben.

    Ich glaube schon, dass es ein Muster ist, welches zu BA gehört. Aber dennoch ist trotzdem jeder fähig zu entscheiden, ob er dem nachgibt oder nicht.


    Im englischen gibt es den Begriff Bindungsangst nicht. Dort wird das, was wir als BAler bezeichnen, mit "Vermeider" (Avoidant) beschrieben. Und das trifft es meiner Meinung nach deutlich besser. Denn die Angst vor Bindung ist nur das Resultat. Das Muster, wie diese Angst/der Druck ausgelebt wird, ist Vermeidung. Vermeidung von Emotionen, von Innenschau, von Reflexion, von Empathie, von Verantwortung, von Scham, von Reue...

    Nur durch Vermeidung/Verdrängung ist es überhaupt möglich, von Beziehung zu Beziehung zu springen.

    Und so wird ein Schuh draus...


    Das ganze hat etwas mit emotionaler Reife zu tun.

    Menschen, die verdrängen und vermeiden, sind emotional nicht sehr reif. Denn dann würden sie sich und ihr Gegenüber reflektieren und Empathie für ihr Gegenüber aufbringen und. Sie sind feige und konfiktscheu. Ein Resultat, was dazu führt dass man lieber wegschaut, was man anderen Menschen mit seinem Verhalten antut.


    Mein BAler hat einen tollen Charakter. Zudem ist er sehr intelligent. Er hat eine Klasse übersprungen, mehrere Master-Abschlüsse, einen tollen Job, ist zielstrebig und hat gute Umgangsformen. Ein "gestandener Mann", sollte man meinen.

    Aber emotional ist er auf dem Stand eines Kindes. Was absolut Sinn ergibt. Denn dort sitzt das verletzte, innere Kind, das immer noch mit seinen erlernten Muster um sich schlägt, weil es nie gut genug war.


    Trotzdem steht er jeden Tag auf und kann entscheiden, ob er verletzt oder nicht verletzt. Er kann nichts für den inneren Druck. Aber er weiß, was Menschen verletzt. Auch wenn er es nicht fühlt, weil er Empathie abgespalten hat, um gehen zu können, ohne zu fühlen. Trotzdem weiß er, was verletzt und was nicht.

    Er hat sich aber (wie viele BAler) fürs wegschauen entschieden, anstatt fürs Verantwortung für die Situation zu übernehmen. Und das nehme ich ihm übel. Das nehme ich jedem BAler übel. Denn das können sie ändern, jederzeit.

    Ich glaube wir sprechen hier von verschiedenen Dingen.

    Mir (und ich denke auch LilaLyla ) geht es nicht um die Schuldfrage von Mustern. Wir alle haben Muster, der eine mehr, der andere weniger.

    Dafür verurteile ich niemanden und mache niemandem einen Vorwurf. Auch nicht dafür, dass es trotz der Muster nicht in einer Beziehung funktioniert.


    Mir geht es um die Verantwortung, die jeder Mensch für sein Handeln im Außen übernehmen sollte. Das übersteigt romantische Beziehung und streckt sich auf so ziemlich jeden gesellschaftlichen Bereich aus.

    Und genau da machen es sich viele BAler zu einfach. Solange sie keine psychopathische Störung haben oder pathologisch narzisstisch geprägt sind, wissen sie, dass sie verletzen, wenn sie nicht kommunizieren. Es ist ihnen aber egal. Es geht nicht ums scheitern, sondern darum, seinen Stiefel durchzudrücken und den anderen bewusst ins Messer laufen zu lassen.

    Scheitern wäre voll ok. Das sehe ich wie LilaLyla. Es geht um den Umgang mit dem anderen. Und das MUSS niemand so machen. Das liegt außerhalb der Muster. Das liegt daran, dass man den leichtesten Weg wählt und sich über den anderen Menschen stellt. Und genau da wird es missbräuchlich.


    Daher steht das auch in keinem Verhältnis zu den BAs hier. Da habe ich bei den größten Themen immer gelesen, dass sie kommunizieren, es aber dann eben doch manchmal leider nicht klappt, weil sie nicht anders können. Und das ist total ok. Es tut weh, keine Frage. Aber sie haben Respekt gegeben und Verantwortung übernommen. Das ist der Unterschied zu unser aller Exemplare da draußen.

    Synne


    Ja natürlich machen das die meisten BAs nicht bewusst.

    Aber das ist für mich keine Entschuldigung. Bei den ersten beiden Beziehungen bemerken sie ihre Muster vermutlich noch nicht. Aber irgendwann, so nach der 16. Kennenlernphase, sollte man vielleicht mal auf den Trichter kommen, dass da was nicht stimmt. Das tun aber viele nicht. Sie suchen die Schuld bei ihrem Gegenüber.

    Und genau da hört für mich das Verständnis auf.

    Denn sie vermeiden es bewusst.

    Und ja, sie leiden. Aber kein Vergleich zu VAs. Denn wäre der Leidensdruck hoch genug, würden sie hinschauen. Viele von ihnen gehen aber den bequemen Weg und schieben die unangenehmen Gefühle und die unangenehme Person lieber rücksichtslos zur Seite und springen frisch beflügelt in was neues. Bis das auch nicht mehr trägt.


    Und bei allem Verständnis, da hört es auf und da fehlt auch der Blickwinkel "Oh der arme, arme BAler". Das ist pure Egozentrik und die Wahl des bequemsten Wegs, ohne Rücksicht auf Verluste.


    Was anderes sind BAler, wie man sie hier meist antrifft. Reflektierte Menschen, die trotz des Schmerzes hinsehen und etwas verändern wollen, auch wenn es viel Arbeit und Schmerz bedeutet.

    Da habe ich größten Respekt. Aber nicht bei den etlichen, die seit Jahren oder Jahrzehnten da draußen rum laufen und alles verbrennen, was ihnen eine Zeit lang gedient hat.


    Denn alleine eine Sache verachte ich mittlerweile: immer wieder andere Menschen zu verletzen, weil man es sich einfach macht. Obwohl man sich kennt. Seine Abläufe in Beziehungen kennt. So blind ist niemand. Das sieht man, das fällt auf. Und trotzdem tun sie es. Und ich bin davon überzeugt, dass viele von ihnen nicht so naiv sind und auch nach 13 gescheiterten Beziehungen noch glauben, dass es aber dieses Mal die richtige Person ist. Sie gehen mit dem leisen Wissen im Hinzergrund dort hinein, dass es nach einer gewissen Zeit wieder endet, weil sie gehen. Aber darauf lassen sie es immer wieder ankommen, suggerieren sogar am Anfang gegenteiliges. Damit es ihnen ein bisschen besser geht.

    Und das ist für mich wahre Schwäche und wahrer Egoismus. Denn es geht anders. Sie vermeiden es nur, solange es ihnen nicht zu sehr weh tut.

    Das sehe ich auch so. Natürlich kann jeder verletzten sein und manchmal sind auch VÄ total fordernd oder beleidigend bzw. missachten die Bedürfnisse des BÄ und bedrängen ihm. Aber sowas habe ich nie gemacht. Im Gegenteil: Hab ihm alle Feinheiten eingeräumt und ihm sein Ding machen lassen. Hab höchstens mal gesagt, dass ich sein Verhalten verletzten finde oder mich verarscht und ausgenutzt fühle.


    Finde das sogar ein Stück weit gesund, denn auch hier ist es so, wenn man zu sehr fordert, dann ist es kein echtes Interesse bzw. dann liegt einem nichts an der Person und man möchte nur "Anerkennung" bzw. "Kontrolle". Aber wer Rücksicht nimmt ist in erster Linie Wohlwollend. Auch wenn man sich selbst dadurch verliert.

    Das sehe ich absolut genauso und ich habe es auch so gehandhabt wie du.

    Es lag aber auch daran, dass ich gar nicht betteln oder klammern hätte können. Weil er mir dafür zu wenig gegeben hat. Und ich habe da zum Glück eine persönliche Grenze. Ich biedere mich nicht an, weil ich mich dann schwach und würdelos fühlen würde.

    Selbst wenn er darauf spekuliert hat, konnte ich nicht. Und ich denke schon dass das erwartet hat. Auch al Ende. Weil er es von seiner Ex wohl so kannte. Die Beziehung war extrem toxisch und sie pendelte von klammern und abwerten hin und her. Er beschrieb sie zwar als besonders autonom, so empfand ich sie aus seinen Schilderungen her allerdings nie. Jemand der immer wieder ankriecht, nachdem er zuvor massiv beleidigt und abgewertet hat, ist für mich weder stark noch autonom. Vermutlich hat er mich dann sogar als desinteressiert wahrgenommen.

    Liebe muss bei ihm vielleicht "laut" sein. Drama. Große Liebesbekundungen, auch im Rückzug. Was weiß ich. Aber so bin ich eben nicht.

    Manchmal glaube ich, dass ich selber aus Selbstschutz ins Minus kippe, wenn ich mich unsicher fühle. Als Schutzstrategie. Immer dann wenn ich mich abgelehnt fühle oder zumindest nicht sicher genug, um mich öffnen zu können.

    Seinem Erzählungen nach war seine letzte Ex auch irgendwie Bindungsängstlich oder Narzisstisch. Denn sie hat ihm ständig blockiert und wieder entblockiert und ihm auch schwere Dinge vorgeworfen etc. Denke dass diese Dynamiken ihm noch mehr verunsichert hatten und seine Ängste manifestiert haben. Daher auch schon verständlich wenn er niemanden mehr an sich ran lässt.

    Spannend, genauso war die Ex meines BAlers auch. Ich denke auch, dass solche Partnerinnen sie noch mehr verunsichern und dauerhaft traumatisieren.

    Aber auf der anderen Seite stehen sie auch total auf dieses Drama und sie verwechseln es vor allem mit Liebe. Dieses Push-Pull ist wie eine Droge, weil permanent Dopamin ausgeschüttet wird, ehe dann wieder der nächste Bruch kommt.

    Sie erkennen gar nicht, dass sie diese Spielchen noch tiefer in ihre Muster treiben und dass sie alles andere als Liebe sind.

    Auf Distanz gehalten hat er mich, das definitiv. Aber eben unter der Prämisse, dass es ihm super scheiße geht und er irgendwie aus diesem Loch komme muss.

    Da seine Ex zu dem Zeitpunkt einen neuen Partner hatte und er sein Kind nicht mehr sehen durfte bzw sie plötzlich jedes Treffen kurzfristig abgesagt hat, erschien es mir plausibel. Und: die Vaterrolle hatte ihn sowieso in eine Krise getrieben, da er sich ständig mit dem Versagen seines eigenen Vaters konfrontiert sah, der sich nie um ihn gekümmert hat.

    Er beschrieb es so, dass er nur noch Kälte spürt, sonst nichts. Was für mich einen depressiven Touch hatte.

    Also sagte ich ihm, dass ich ihn nicht hängen lasse und diese Phase mit ihm durchgehe.

    Die "Phase" endete dann damit, dass er mir eine andere Frau präsentierte...

    Aber er hat mich nie abgewertet. Nie. Jedenfalls nicht vor mir. Im Gegenteil. Er hat mich manchmal für etwas gelobt und ich konnte an seinen Reaktionen erkennen, dass ihm etwas beeindruckt hat. Sei es nun, wenn ich eine Meinung in einem unserer Gespräche vertreten habe oder aber wenn ich im Job was erreicht hab.

    Er war immer respektvoll. Nur deswegen bin ich geblieben und deswegen bin ich auch so aus allen Wolken gefallen, als er mir die andere präsentierte. Ich dachte wirklich, ich wäre bei der versteckten Kamera oder so. Ich hatte nie damit gerechnet, dass er so mit mir am Ende verfährt. Nie.

    Noch 2 Wochen vorher hatte er mir das Immobiliengutachten erstellt. Da hat er locker 4 Stunden investiert und mir dazu noch mit Tipps zur Seite gestanden.


    Ich glaube manchmal sogar dass er gegangen ist, weil ich nicht klammernd genug war. Also so wie er es erwartet und gebraucht hätte. Aber das hätte für mich nicht mit dem gepasst, was er gegeben hat. Loyal bin ich, ja. Aber nicht anbiedernd. Und wenn er das wollte, dann war ich da die Falsche. Das mache ich nicht, wenn ich mich nicht sicher fühle.


    Aber ja, ich hatte früher auch andere Geschichten, in denen ich "gekämpft" und viel ertragen habe. Das kenne ich schon auch. Aber in meiner Ehe mit dem (um ein bisschen bei der Topic zu bleiben 😅) Skorpion habe ich schon viel an mir gearbeitet.

    Aber noch lange nicht genug, sonst wäre ich nicht so auf dieses Love Bombing am Anfang abgefahren.

    Mein bester Kumpel meinte damals schon "Hui, der geht aber ab, das ist ein bisschen too much, oder?"

    Aber meine Töpfe waren leer, so wie Hemschi sagen würde. Und ich bin leider total auf die Aufmerksamkeit abgefahren.

    Synne


    Da hast du definitiv recht, es gibt immer einen der macht und einen der MITmacht.

    So wird ein Schuh draus. Da möchte ich auch gar nichts schönreden oder relativieren.


    Aber: zumindest in meinem Fall war es so, dass der BA mich hingehalten hat. Er hat mich nie geghostet oder abgewertet. Stattdessen hat er gesagt, dass er gerade in einer der dunkelsten Phasen seines Lebens wäre, es nicht an mir liegt und er hofft dass diese Phase bald wieder endet.

    Klar könnte man jetzt sagen, dass ich da rigoroser hätte sein müssen und gehen sollen.

    Aber so bin ich nun mal nicht. Und ich glaube, so wäre ich nie, weil es meiner Natur entspricht, Menschen die mir etwas bedeuten, nicht hängen zu lassen.

    Hätte er mich tagelang geghostet oder blöd reagiert, wäre ich weg gewesen. Aber das hat er nie getan. Er hat mich häufig angerufen und mir immer von sich aus geschrieben. Herzlich, mich nach meinem Tag gefragt, ein Immobiliengutachten für mich kostenlos erstellt... Da war kein klammern von meiner Seite aus.


    Ich würde mich als durchaus ängstlich geprägten Bindungsstil einschätzen. Aber mittlerweile nicht mehr so extrem. Ich würde sogar behaupten, dass ich zum Teil auch sichere Tendenzen aufweise. Ich habe hier schon von ganz anderen Verhaltensweisen gelesen, wo sich selbst mir die Zehennägel aufrollen, weil das Verhalten so klammernd und ängstlich war. So bin aber zumindest ich nicht.

    Daher gehe ich mit der Theorie konform, dass ein Hardcore-BAler bei jedem geht. Auch bei einem sicheren Partner. Manchmal sogar, nachdem er diesen in einen ängstlichen Bindungsstil getrieben hat.


    Das soll kein Bashing sein. Ich schrieb an anderer Stelle schon, dass ich in der Vergangenheit ebenfalls schon mal auf der BA Seite war und sehr verletzt habe.

    Aber es gibt diese Typen, die sind so hart im Minus, dass sie nur da unterwegs sind, weil es kaum möglich ist, noch jemanden zu finden der bindungsängstlicher ist.


    Und: VAs sind empathisch. Oft zu sehr. Sie verletzen nicht. Das ist für mich der entscheidende Punkt, der für mich das Verhalten der BA-Seite auch grausamer macht. Denn BAs gehen zum Teil über Leichen. Sie übernehmen oft (in unreflektierter Form) keine Verantwortung für ihr Verhalten. Das verletzt Menschen. VAs verletzen nicht.

    Und das ist wie gesagt der Unterschied.

    Kann dem voll und ganz zustimmen. Finde sowas auch ekelig und auch menschenverachtend. Denn wenn man garnicht über der/die EX hinweg ist und sich wieder was neues sucht ist man doch nur eine Ablenkung bzw. ein halbgarer Versuch. Man bekommt keine richtige Chance und wird schlimmstenfalls sogar noch mit der/dem Ex verglichen...dabei hat jeder Stärken und Schwächen. Leider habe ich mich letztendlich auch nie wirklich vom BÄ gesehen gefühlt. Wie auch? Er war ja ständig mit sich selbst und seinen Problemen und Ex Partnern beschäftigt...finde es ein No-Go sich direkt wieder auf die Suche zu begeben. Meiner Meinung nach sollten mindestens Monate dazwischen liegen, bis man überhaupt erst in Erwägung zieht wieder zu daten. Nur dann kann man frisch starten und mit der alten Beziehung abschließen.

    Ja, genau. Zusätzlich zu dem Fakt, dass sie sich permanent selber was vormachen (was aber ihr Problem ist), finde ich noch viel schlimmer, dass sie andere da mit reinziehen.

    Die meisten BA sind tatsächlich sogar recht offen und ehrlich mit ihren Themen.


    Ich habe mein BA dafür gehasst, was er mir angetan hat.

    Aber die Zeichen waren da.

    Er hat am Anfang zwar etwas andres erzählt aber später hat er sogar mir gesagt (mit andren Worten und so hätte er es nie formuliert aber unterm Strich war es das), dass er immer nach 3 Monaten abhaut.

    Das er Angst vor Nähe hat und lieber autonom ist.

    Da sagst du was interessantes, denn das ist auch meine Erfahrung. IRGENDWANN sind sie ehrlich. Aber meist leider nicht am Anfang.

    Mein BAler hat am Anfang dermaßen Gas gegeben... da war ich es, die ihm erzählt hat dass ich unsicher bin, wegen schlechten Erfahrungen und nicht verletzt werden möchte und ihn ebenso wenig verletzen möchte.

    Das hat ihn gefühlt noch mehr angespornt. Ich brauche ewig, bis ich vertraue. Er hat den Traumann gemacht, Monate lang. Bis ich vertraut habe. Und dann kam der Switch. Und mit ihm kamen auch die Aha-Momente. Immer wieder widersprüchliche Aussagen über Ex-Beziehungen und wie viele Kennenlernphasen da eigentlich schon vor mir stattgefunden haben. Das war gruselig. Wirklich so, als wäre der Mensch beliebig, Hauptsache daten und jemanden haben. Das ist mir völlig fremd. Ich kann an einer Hand abzählen, in wen ich bislang in meinem Leben wirklich verliebt war.

    Und wenn ich verliebt bin, interessiert mich nichts und niemand um mich herum. Auch lange danach noch nicht. Ich finde diese Beliebigkeit ganz furchtbar. Empfinde es sogar als echten Abturn und hätte mich sicher auch nicht auf ihn eingelassen, wenn ich das vorher gewusst hätte.


    Zusammengefasst kann man sagen: ich finde viele von ihnen schon recht unehrlich. Vielleicht nicht bewusst, weil sie wirklich so verblendet sind und die Problematik stets im Außen suchen.

    Dennoch frage ich mich, wie man so wenig auf sich selbst schauen kann, dass einem die Muster nicht auffallen. Klar ist das unangenehm und wissen macht ja auch noch keine Veränderung. Aber bei meinem BAler habe ich rückblickend das Gefühl, dass er es wirklich nicht sieht. Dass er es immer auf sein Gegenüber projiziert.

    Das finde ich auch superspannend. Also ich sollte demnach einen Hang zur Kontrolle und Unsicherheit haben aus Angst vor Kontrollverlust und Verletzung.

    Und das trifft absolut zu. Und ich habe es gerade mit einem Skorpion zu tun(der mich immer wieder ins Plus "drückt"), bei dem ich das, zumindest was das Verhalten betrifft, auch so in der Richtung wahrnehme. Das ist irre. Wie soll das bitte gehen, dass es ausschlaggebend ist, wann und wo man geboren ist udn nicht, was man erlebt hat, wie man geprägt wurde? Das ist ne ganz ernst gemeinte Frage. : -) Ich denke dann bei sowas immer eher, dass es Zufall ist, wenn da mal was passt.

    Ich habe das früher auch als Hokuspokus abgetan. Klar, man kannte sein Sternzeichen, das wars aber auch.

    2011 traf ich dann auf einen Skorpion. Die intensivste Erfahrung meines Lebens, bis dahin. Es ging drunter und drüber. Heute weiß ich, dass da (auch) Bindungswunden aufeinander getroffen sind.

    Aber damals war mir das Thema völlig fremd und ich recherchierte in alle Richtungen, bis ich bei der Astrologie landete. Ich begann mich intensiv mit dem Thema zu befassen und stellte mit erstaunen fest, dass nicht nur auf ihn vieles zutraf, sondern auch auf mich und nahe Menschen aus meinem Umfeld.


    Meine Eltern sind zum Beispiel Luftzeichen (Waage und Wassermann). Und im Gegensatz zu mir sind sie genau das, was man ihnen nachsagt: wechselhaft und leicht. Wirbelwinde. Ich hab mich immer wie adoptiert gefühlt, weil ich komplett aus der Art gefallen bin.

    Vor allem, wenn man ganze Horoskope analysiert und berechnet.

    Ich finde zum Beispiel auch das Mondzeichen und Venus und Mars total wichtig, wenn es um Beziehungsfragen geht. Diese 3 Planeten stehen dafür wie wir Geborgenheit brauchen, was Liebe für uns bedeutet und wie wir sexuell aufgestellt sind.


    Irgendwann bin ich auf Liz Greene gestoßen und war total fasziniert von ihrer Art, Psychologie mit Astrologie zu verknüpfen.

    Ich erkannte für mich, dass das eine das andere nicht ausschließt oder weg argumentiert. Sondern das beides Hand in Hand geht.


    Zu deiner eigentlichen Frage, wie es sein kann dass Sterne unser Wesen beeinflussen können: schau dir den Mond an. Etliche Menschen sind Mondfühlig. Schlafen bei Vollmond schlechter oder haben zu anderen Mondständen Wassereinlagerungen oder ähnliches. Kulturen vor unserer Zeit waren stets geprägt von Mond und Sternbildern.


    Die Sternen sagen dir nicht, wer du bist. Denn das entscheidest du selbst, aufgrund von Erfahrungen und Prägungen.

    Aber sie erzählen dir, wie dein Kern auf Situationen reagiert, wie dein Antrieb ist, wie deine Veranlagung zu denken, zu fühlen und zu handeln ist.

    Grundsätzlich finde ich es sogar gesund, dass man nicht ewig enttäuscht und resigniert bleibt, sondern wieder neue Hoffnung schöpft....nur wenn man dann unreflektiert und mit unverarbeiteten Wunden wieder auf die Suche geht, dann ist es zum scheitern verurteilt. Das ist leider das, was ich bei dem BÄ befürchte.

    Das stimmt.

    Aber bei BAlern finde ich die Spannen immer deutlich zu kurz. Vermutlich weil sie nicht reflektieren und verarbeiten und lieber verdrängen, in dem sie in neue Geschichten springen.

    Ich persönlich finde so was immer total befremdlich. Vermutlich weil ich selber überhaupt gar nicht so "schnelllebig" bin und eher zu lange an gescheiterten Geschichten hänge. Was sicher auch nicht gut ist.

    Aber dieses hoppsen von einer in die nächste Geschichte, finde ich beinahe respektlos. Das hat was davon, als wenn es nicht um das spezielle und besondere eines Menschen geht, sondern Hauptsache dass man wieder verknallt ist.

    Das hätte mir am Anfang auch bei meinem BAler auffallen müssen. Er sagte, dass er immer nur ein oder zwei Wochen trauert, er aber ja weiß, dass danach irgendwann wieder eine andere Frau kommt.

    Grob stimmt das natürlich, aber diese kalkulierte Austauschbarkeit dahinter, ist schon irgendwie eklig.

    Ich BA bin Jungfrau, ebenso im Aszendenten (was ich voll krass fände, wenn ich daran "glauben" würde) : -) Mein BA ist Stier, keine Ahnung was noch : -)

    Ich bin schon dabei es voll krass zu finden, denn die Klischee-Bindungsvermeider der Astrologie tummeln sich in diesem Strang :mrgreen:

    Ob nun die aktive oder die passive Seite.

    Ich hoffe auf weiteres Feedback, für meine kleine, persönliche Studie 😅