Beiträge von Laurentia95

    Danke, für deine ausführliche Schilderung.👍😊


    Ich werde mich mit dem Thema auf jeden Fall noch genauer Auseinandersetzen. Habe eben schon probeweise eine kurze Übung dazu mit der Google KI gemacht.


    Es freut mich, dass es dir schon so gut geholfen hat und auch, dass du eine klassische Therapie machst. 😊


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    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass bei dir danach die Gefühle zu ihr erstmal weg waren. Sicherlich hast du alles danach mit anderen Augen gesehen. Dass doch noch Gefühle zurück kamen, spricht ja auch dafür, dass man denjenigen trotzdem auch so mochte. Das finde ich total verständlich und auch okay.

    Danke dir für das Teilen. 👍 Magst du berichten wie so eine "Systemische Aufstellung" abläuft? Bzw. Was die Hauptbestandteile sind?


    Auch wenn ich nicht von BA betroffen bin, habe ich oft noch einen sehr geringen Selbstwert und Selbstzweifel. Daher würde ich vielleicht auch so etwas machen wollen, um an meine "Urwunden" zu kommen. Einen Teil habe ich schon herausgefunden, durch die Arbeit an meinem inneren Kind. Aber ich glaube da ist tief im Unterbewusstsein noch mehr an das ich noch nicht dran komme.

    Wenn der Vermeider seinen Wunsch nach Abstand und Rückzug kommunizieren könnte, wäre er dann überhaupt ein Vermeider?

    Kein extremer Vermeider, nein. Aber einer der vermeidet den Konflikt direkt auszutragen oder vermeidet Gefühle und Bedürfnisse zu äußern und der gelernt hat sich in Isolation und im Rückzug zu regulieren. Es also nicht schafft direkt auszuhalten und sich zu öffnen.


    Vermeidung und Verlustangst ist ja ein Spektrum. Auch wenn sich viele Verhaltensweisen ähneln ist es ja trotzdem sehr individuell. Manche z.B. sind ja jahrelang in einer Beziehung und vermeiden dann erst wenn es um den Zusammenzug geht.

    Es war nie die Rede davon, dass sich die ängstliche Person aufgeben soll. Eben beide haben Bedürfnisse und die müssen berücksichtigen werden.

    Die einzige Chance auf Besserung ist nicht das „aushalten“ der ängstlichen, sondern der aktive Wille zur Besserung der vermeidenden Person.

    (Und dann entsprechende Maßnahmen in Richtung Therapie)

    Es geht nicht um ein Aushalten bis zur Selbstaufgabe, sondern und ein Aushalten dass man nicht bei dem kleinsten suchen nach Abstand (vom Vermeider) der ängstlichen Partner dann in Panik gerät. Wenn die ängstliche Person es nicht schafft sich bis zu einem gewissen Punkt von der emotionalen Abhängigkeit zu befreien. Dann bringt es auch nichts wenn der Vermeider an sich arbeitet. Beide Seiten haben Lernaufgaben und Dinge die aufzuarbeiten sind. Niemand hier sollte den Eindruck bekommen es läge allein an dem Vemeider.

    Bezogen darauf habe ich z.B. Früher auch gedacht die Begriffe "Trauma" und "Trigger" werden zu inflationär verwendet. Doch letztens in einem Hörbuch ging es genau darum: es können auch vermeintlich banale Situationen zu einem Trauma oder getriggert-werden führen. Da man sich machtlos fühlt oder eben alte Gefühle hochkommen.


    Man denkt bei Trauma ja z.B. oft an Gewalttaten oder ein Unfall. Aber es hängt viel mehr dahinter. So ist es dann für mich auch beim Thema "Trigger".

    Sehe ich etwas anders.


    Für mich ist ein Trigger zwar auch ein Auslöser aber der Auslöser wird trotzdem durch äußere Einflüsse ausgelöst. Ich bezweifle es, dass man ohne äußere Auslöser den Trigger auslösen kann. Du hast es ja selbst gesagt, dass du bei deinen Eltern in dien damaliges Ich verfällt. Da ist also schon ein Auslöser von außen vorhanden. Oder passiert das bei dir auch aus dem Nichts heraus?

    Aber erzeugt Sicherheit nicht auch intime Nähe?

    Ja auf jeden Fall!


    Doch wenn diese emotionale Nähe "dosiert" und mit der Berücksichtigung eigener Grenzen erfolgt, so ist das Spannungsfeld geringer bzw. Es wird dann vermieden, dass es zu intensiv wird, da jeder seine Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten hat, aber auch Raum für den Dialog und das kommunizieren eigener Bedürfnisse da ist.


    Meist entstehen Offs durch wiederholtes Überschreiten eigener Grenzen und der emotionalen Überforderung. Durch einen rechtzeitigen kommunizieren Rückzug (am besten mit geäußern Zeitrahmen) wird es für beide erträglicher. Da die ängstliche Personen Sicherheit erfährt, durch die zuverlässige Kommunikation und der Vermeidende Part, durch die Möglichkeit sich bei emotionaler Überforderung zurückzuziehen.


    Der Knackpunkt hierbei ist, dass die ängstliche Perdon so weit gefestigt ist, dass sie den Rückzug aushalten kann, während der Vermeider unbedingt schaffen sollte irgendwann aus dem Rückzug wieder in die Verbindung zu gehen.


    Beide müssen also massive Ängste und Muster überarbeiten.


    Eine gesunde Beziehung ohne emotionale Intimität gibt es meiner meinung nach nicht.

    Die oben genannten Lösungsstrategien funktionieren natürlich nur, wenn auch beide Seiten bereit sind ihre Verhaltensmuster zu hinterfragen und auch offen für die Bedürfnisse und die Wahrnehmung des Gegenübers ist. Jeder lebt erstmal in seiner/ihrer eigenen Realität und Wahrnehmung. Also ist es wichtig von beiden Seiten zu lernen und auch von beiden Seiten Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen zu erfahren.

    Aber seit letztem Jahr kommen erstaunlichweise nach und nach Freunde und Familienangehörige in ihre Bindungsthematik. Befassen sich damit und suchen zunehmend den Austausch mit mir darüber. Es ist wie ein Erwachen in meinem Resonanzfeld. Bemerkenswert

    Das was du sagst fällt mir auch auf.

    Zumindest trifft das auf meine Umfeld, welche aus meiner Generation oder Jünger kommen (bin 31), zu.


    Viele fangen an sich sich sich selbst auseinander zu setzen und merken, dass etwas nicht stimmt. Einige ändern dann auch was. Doch bei der Umsetzung haben viele noch Hemmungen und Schwierigkeiten und verweilen noch sehr lange in "alte Muster" oder toxische Beziehungen. Aber das braucht natürlich auch seine Zeit und bei jedem geht es wohl auch unterschiedlich schnell.


    Schön aber, dass sie dann mittlerweile auch bei dir dann den Rat suchen. ;)

    Ich glaube direkte, persönliche Kommunikation hätte mir dieses bereichernde Ergebnis in der Form nicht gebracht.

    Das wäre bei mir auch so. Vor allem aber auch weil bei meinem Umfeld einige gleich mit Unverständnis oder irgendwelche pseudo Ratschlägen gekommen waren, da sie von der Thematik keine Ahnung haben.


    Auch kann es nach einer Weile rückwirkend hilfreich sein, noch mal alles zu lesen was man dann zu Beginn an geschrieben hat, um auch erkennen/ reflektieren was man selbst für Gefühle und Gedankengänge hatte. Nur das man das dann nicht zu oft machen sollte und auch nicht, wenn man schon vieles verarbeitet und vergessen hat und eigentlich schon mit der Situation abgeschlossen hat, es aber dann dennoch liest aus Neugierde. Dann finde ich triggert es eher und ist nachteilig.

    Insomnia hat wichtige Punkt genannt und ich stimme auch in allem zu.


    Doch ergänzend dazu würde ich noch differenzieren: Denn bis zu einem gewissen Punkt ist es schon hilfreich und auch sinnvoll sich mit andern auszutauschen, da man hilfreiche Tipps bekommen kann und meist auch Hilfe und Trost bekommt.


    Es hat mir zu Beginn gut getan hier im Forum auf Gleichgesinnte zu treffen. So wusste ich, dass ich mit meinen Problemen und Sorgen nicht alleine bin. Auch hat mir das Verständnis dieser Dynamik und den Ängsten geholfen vieles was der BA gesagt oder getan hat nicht auf mich oder auf meinen Selbstwert zu beziehen.


    So konnte ich mich frei davon machen es ihm Recht zu machen und dann auch nach einer Weile der Trauerverarbeitung, auf mich und meine Muster schauen.


    Ich glaube jeder möchte zu Beginn an alles verstehen und analysieren. Diesen Kontrollverlust muss man ja irgendwie ausgleichen. Sonst kann das auch schnell zu extremen Gefühlsausbrüchen kommen oder zu unkontrollierten Verhalten.


    Ich bin ehrlich: wenn ich letztes Jahr nicht das Forum aufgesucht hatte, wüsste ich nicht wie es mir heute gehen würde.

    Hey Jördis!


    Ich finde es sehr gut, dass du dir hier im Forum einen Austausch wünscht. Und kann das Bedürfnis auch sehr gut nachvollziehen.


    Ich von meiner Seite kann/möchte dir jedoch nicht von meiner Geschichte erzählen, da ich mit den Geschehnissen abgeschlossen habe. Auch möchte ich mich nicht mit den vergangenen unangenehmen Themen befassen, die dann wieder alte Emotionen hervorrufen könnten und mich dann wieder in die Lage von damals versetzen.


    Erst vor ein paar Monaten habe ich für mich noch mal alles Revue passieren lassen und auch noch mal alte Beiträge von mir im Forum und im Chat mit dem BA gelesen. Dachte ich könnte das so besser verarbeiten, aber es hat mich eher wieder in die Lage von damals versetzt und mich getriggert. Hab gemerkt dass ich nicht mehr die Person von damals bin und es war befremdlich sich damit noch Mal auseinander zu setzen. Selbst Aussagen die ich bereits vergessen hatte und damals in dem Moment nicht so schlimm für mich waren waren, waren für mich plötzlich unangenehm. Viele Reaktion aus Sicht meines damaliges "Ichs" kann ich zwar nachvollziehen, aber heute würde ich in vielen Momenten anderes reagieren.


    Vielleicht geht es anderen ähnlich, die dann vielleicht gar nicht erst hier kommentieren. Daher bitte nicht wundern, falls sich nur sehr wenige zu deinem Beitrag melden. Ich kann dir auf jeden Fall empfehlen einige Beiträge vollständig zu lesen. Besonders von denen welche schon Jahre dabei sind und sich massiv weiter entwickelt haben.


    Ich wünsche dir viel Kraft das zu verarbeiten. Es wird sicherlich eine Weile dauern bis du es verarbeitet hast.


    Grüße zurück aus NRW 👋

    Beschreibung von Buch 2:


    "Selbsterkenntnis als Booster für deine Manifestationskraft

    Wenn du glaubst, Manifestieren ist ein Wunsch, den man ans Universum schickt, lass dich von Cloudy Zakrocki in ihre Welt mitnehmen. Denn sie zeigt dir: Manifestieren ist kein „Wünsch-dir-was“, sondern eine tief verinnerlichte Lebensweise, die auf


    • Selbsterkenntnis,

    • Selbstvertrauen und

    • einem starken Mindset


    basiert. Es bedeutet, genau zu wissen, wer du bist, was du willst und selbst etwas dafür zu tun, dass du die Person wirst, die bekommt, was sie will. Manifestieren beinhaltet außerdem, bewiesene Systematiken aus Psychologie, Neurowissenschaft und Gehirnforschung im Alltag anzuwenden.

    Oder kurz: Manifestieren heißt, sein Leben selbstbestimmt zu leben. Die Autorin ist der lebende Beweis für diese These, denn sie hat ihr kosmopolitisches Leben zwischen London und Berlin als Unternehmerin, Coach und Journalistin ebenso wie dieses Buch bewusst manifestiert."

    Hier mal ein neuer Beitrag zu zwei, für mich relevanten und Hilfreichen Buchempfehlungen:


    1. "Du bist das Problem, das ich mir wünsche: Konflikte humorvoll lösen" von Iris Gavric (Autor), Matthias Renger (Autor). (Auch als Hörbuch bei Spotify verfügbar)


    Ein sehr hilfreiches Buch um kleinere Konflikte auf humorvolle Weise zu lösen. Es gibt etliche Vorschläge und jeder kann sich aussuchen welchen Trick er oder sie anwenden möchte. So können kleinere Probleme schneller aus der Welt geschaffen werden, ohne dass diese in etwas größeren Ausarten müssen. Auch lernt man so mit der Zeit, dass ein Konflikt nichts schlimmes sein muss und sogar ggf. Spaß machen kann. Zumindest steht fest: Konflikte sind unvermeintlich und wichtig für inneren Wachstum, aber auch für das "Arbeiten" in Beziehungen.


    Offizielle Beschreibung: "Probleme bestimmen unser Leben – in Beziehungen, im Job, in der Familie. Was wäre, wenn wir an unseren kleinen und großen Streitigkeiten nicht immer nur leiden müssten, sondern daran wachsen könnten? Und das auch noch mit Spaß!

    In ihrem Bestseller
    Shitmoves haben Iris Gavric und Matthias Renger rhetorische Tricks entlarvt und passende Reaktionen angeboten. Immer unter dem Leitsatz, das Gegenüber für sich zu gewinnen, statt nur den Konflikt. Ihr neues Buch führt genau diesen Anspruch fort und zeigt, wie wir wiederkehrende Probleme von Grund auf neu denken können. Kreative Streithacks, die Konflikte mit neuen Perspektiven und Leichtigkeit entschärfen, helfen dabei, aus dem Gegeneinander ein Miteinander zu machen. Statt uns immer wieder in den gleichen Diskussionen zu verlieren, können wir lebensverändernde Erkenntnisse gewinnen, destruktive Spielregeln brechen und festgefahrene Muster auflösen.

    Dieses Buch gibt erprobte
    Werkzeuge an die Hand, um Probleme nicht mehr nur auszuhalten – sondern sie aktiv mitzugestalten."


    2. "You Manifest You" - Cloudy Zakrocki (Autor). - Wie du selbstbestimmt und authentisch dein bestes Leben manifestierst . Mithilfe von Selbsterkenntnis, Neurowissenschaft und deinem positiven Mindset wirksam manifestieren (Auch als Hörbuch bei Spotify verfügbar)(Auch als Hörbuch bei Spotify verfügbar)


    Dieses Buch beschreibt, wissenschaftlich Fundiert, dass es nicht diese eine Realität gibt, sondern jeder in seiner eigenen Realität lebt. Auch zeigt es, dass man sein Leben in eine gewisse Richtung lenken kann und dass wir unsere Leben aktiv mitgestalten und verändern können - Sehr empfehlenswert. Im Folgenden ein paar Zitate:


    "Die Quantenphysik zeigt, dass die kleinsten Teilchen unseres Universums nicht festgelegt sind, sondern als Möglichkeiten existieren. Und dass erst durch Messung und oder Beobachtung ein Konkreter Zustand entsteht. Und die Neurowissenschaft zeigt dir, dass es dein Fokus ist, der aus all den Milliarden Informationen die das Gehirn erreichen über das RAS bestimmte auswählt und damit dein inneres Bild der Welt entsteht.


    Dein Fokus also beeinflusst also was du Wahrnimmst. Wie du Situationen Interpretierst und welche Realität du erlebst. Dein Fokus ist die Brücke zwischen dem Außen und dem Innen. [...] Die Realität wächst dort, wo der Fokus hingeht. [...] Unser Fokus beeinflusst innen wie außen die Realität in der wir leben."


    "Wenn dein Fokus mitentscheidet welche Realität du erlebst dann kannst du diese Realität auch bewusst mitzugestalten. Du kannst jederzeit deinen Fokus anders ausrichten und wirst dadurch automatisch andere Erfahrungen machen."






    Co-Regulation


    "Co-Regulation ist in Beziehungen eigentlich etwas Gesundes, wenn beide es tun.
    Zwei Nervensysteme, die sich gegenseitig halten, beruhigen, stabilisieren.
    So entsteht Nähe. So entsteht Vertrauen.

    Aber nicht, wenn du es mit einem Vermeider tust.
    Denn dann passiert etwas völlig anderes:


    Du regulierst ausschließlich ihn.
    Du stabilisierst seine Überforderung.
    Du fängst seinen Rückzug ab.
    Du glättest sein Schweigen.
    Du trägst seine Launen und seine ganze emotionale Last, damit er nicht kollabiert.


    Und ja, es gibt tausend Ratgeber auf Instagram, die dir erklären wollen, wie du mit einem Vermeider zusammen sein kannst.
    Aber das kann nicht der Weg sein.
    Nicht, wenn DU alles regulierst.
    Nicht, wenn DU jede seiner Wellen aushältst.
    Nicht, wenn DU dich dabei Stück für Stück verlierst.


    Er bewegt sich keinen Millimeter.
    Du stabilisierst nicht eure Beziehung,
    du stabilisierst die Dynamik.


    Und irgendwann regulierst du nicht mehr nur seine Angst.
    Du regulierst sein ganzes Schutzsystem.
    Du wirst zur sicheren Basis für jemanden, der dir selbst keine Sicherheit gibt.


    Und je mehr du es tust, desto weniger tut er es.
    Bis du an dem Punkt bist, an dem so viele meiner Klient*innen landen:


    Du darfst nicht mehr verletzlich sein.
    Du darfst nicht mehr schwach sein.


    Und der Preis dafür?


    Du zahlst mit deinem inneren Frieden.
    Mit deiner Stabilität.
    Mit deinen Ressourcen.
    Du zahlst, egal ob du sicher gebunden bist oder ängstlich.
    Und wenn du ängstlich bist, zahlst du sogar doppelt,
    weil dein ganzes Nervensystem in die Trauma-Aktivierung rutscht.

    Das ist der Preis und er ist hoch."


    - Angela Carratu




    Quelle: Instagram / angelacarratu.verlustangst

    Wichtiges Video zum Thema: Mentale Gesunheit!

    Hier geht es um mentale Gesundheit und das jahrelange Verdrängen eigener Gefühle, um die Flucht in Arbeit uvm.

    Viele mit BA oder VA versuchen (nicht bewusst!) sich möglichst wenig mit ihrer Vergangenheit oder ihren eigenen Problemen und Mustern auseinanderzusezten. Lenken sich ab oder sind eher nur für andere da, anstelle für sich selbst. Sehen ihre eigenen Bedürnfisse nicht oder Verdrängen diese. Bis nichts mehr geht.


    Auch wenn das folgende Video nicht explizit von diesen Ängsten handelt, so werden doch einige Dinge deutlich. Es gibt sehr viele Parallen der genannten Symptome und Verhaltensweisen. (So beschreibt er z.B. dass er früher immer dachte er müsse für Liebe und Anerkennung was leisten und bräuchte dieses positive Feedback von Außen.) Es ist für viele bereits klar, dass BA/VA keine Diagnose darstellt und oftmals mit vielen anderen mentalen Problemen wie Depression, Fatigue uvm. einher geht. Daher finde ich dieses Video sehr hilfreich und aufschlussreich.


    VIelleicht hilft es dem ein oder anderen sich gesehen zu fühlen oder sorgt für Verständnis für Angehörige.


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    On_my_own Danke für deine lieben Worte und Tipps <3:thumbup:

    Was du als HSP bezeichnest, sind bei mir die stets nach außen gerichteten Antennen, die sich vermutlich als Reaktion auf die "Gefahrenlage" zuhause und in der Schule herausgebildet haben. Diese ständige Alarmbereitschaft ist natürlich sehr anstrengend und kräftezehrend. Mal abgesehen davon, dass ich mich selbst kaum gespürt habe. Irgendwann habe ich damit begonnen, einen Schutzwall hochzufahren. Auf diese Weise konnte ich mein chronisches Unbehagen in der Gegenwart anderer Menschen drosseln, kämpf(t)e von nun an aber mit den Folgen meiner Isolation - Vereinsamung und depressiven Episoden.

    Den "Schutzwall" habe ich in an machen Tagen auch sehr stark. Wenn es mir sehr schlecht geht, dann bin ich auch viel sensibler und anfälliger für negative Stimmung oder abwertendes Verhalten. Dann neige ich dazu mich von den jeweiligen Situationen oder Personen zu distanzieren. Früher dachte ich oft, dass mit mir was falsch wäre und habe mich sehr über meine Sensibilität und Introversion geärgert. Jetzt merke ich einfach, dass ich mit gewissen Menschen oder Bullshit verhalten nicht klar kommen muss und ich okay so bin, wie ich eben bin.


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    Kleine Geschichte dazu:

    Als ich noch klein, war wurde z.B. von meinen Eltern oft erwartet, immer auf deren Besuch oder Bekannte zuzugehen und "Hallo" sagen zu müssen. Es wurde mit Ablehnung und Kritik reagiert, wenn ich nicht zu deren Besuch gehen wollte, weil ich mich nicht traute oder einfach nicht wollte. Es wurde gesagt man wäre unhöflich und es wäre peinlich wenn die Kinder sich nicht zeigen würden und zum Besuch nicht "Hallo" sagen.


    Heute ist das bei vielen Eltern viel lockerer. Kleinkinder dürfen weiter spielen wenn die Eltern besuch bekommen und werden nicht genötigt "Hallo" sagen zu müssen. Höchstens der Besuch selbst geht dann, je nach Situation, auf die Kinder zu, oder man wartet bis die Kinder von selbst kommen mögen. Der Besuch kommt ja (in der Regel) auch eigentlich nicht für die Kinder, sondern für die Eltern.


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    Mittlerweile komme ich im Alltag gut damit zu recht und dosiere meine Termine und Treffen so, dass es mich nicht auslaugt. Dennoch ist mir aufgefallen, dass sehr viele mit ruhigeren Menschen nicht gut klar kommen. Viele Denken man wäre unnahbar, arrogant oder gar unhöflich. Die Gesellschaft ist auf "Extroversion" ausgelegt. Schon in der Schule bekommen die Schüler die Auffallen und Lärm machen meist bessere Noten, während Schüler die eher ruhiger sind und aufmerksam zuhören dafür kritisiert werden, dass sie zu "Still" sind. Auch in der Arbeitswelt halten viele vorlaute und extrovertierte Mitarbeiter eher für Kompetent als Stille Mitarbeiter. Dabei kann jemand ruhiges und besonnenes genauso kompetent sein.


    Natürlich sollte man aufpassen sich nicht allzu sehr zu isolieren. Aber wenn man ein paar Freunde hat und sich auch gerne und viel mit sich selbst beschäftigt ist da nichts schlimmes dran. Mich erfüllen meine Hobbies schon so sehr, sodass alleine eigentlich so gut wie nie Langeweile aufkommt. Als introvertierte braucht man schlichtweg viel Zeit für sich, sonst ist die soziale Batterie immer Leer und man ist überlastet.


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    Als Fazit möchte ich dir mitgeben, dass es gelingen kann, eine passende Stelle für unsereins zu finden. Das ist unter Umständen mit Kosten und Mühen verbunden, die sich in meinem Fall aber voll ausgezahlt haben. Arbeite dich nicht an deinem Umfeld ab, das kannst du (allein) sowieso nicht ändern, sondern schau, was du bzw. deine Psyche braucht und gehe dann deinen eigenen Weg.

    Das stimmt auch. Mir war schon länger insgeheim bewusst geworden, dass ich in diesem Job nicht alt werde. Ich hoffe, dass sich durch mein Studium andere Türen und Möglichkeiten ergeben werden und ich noch andere Wege einschlagen kann. Es gibt ein paar Berufe, welche ich mir noch sehr gut vorstellen kann. Daher werde ich meine Augen und Ohren offen halten und bei Gelegenheit dann den Beruf wechseln.


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    Schon jetzt mit 30 Jahren merke ich zunehmende körperliche Beschwerden, hab einen Bandscheibenvorfall und momentan sehr häufig am linken Handgelenk (bin Linkshänderin) schmerzen. Dachte erst es wäre eine Sehnenscheidenentzündung aber ich befürchte es könnte ein Karpaltunnelsyndrom sein. Schon zwei Kollegen bei mir auf der Arbeit haben das und wurden deswegen schon operiert. Andere hatten schon eine Hüft-OP hinter sich.


    Ich mache meinen Körper aber auch meine Seele auf Dauer kaputt. Es ist nur so bitter schade, da ich die Arbeit an sich und auch die Bewohner mit Handicap sehr schätze und mag. Aber die Arbeitsumstände und die fehlende soziale Kompetenz vieler Mitarbeiter, macht es oft viel zu schwer da wirklich Gesund zu bleiben.


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    Thema Therapie:


    ich würde auch viel lieber eine Therapie vor Ort machen. Aber mein Fall ist nicht sehr dringlich, daher habe ich keine Chance vor Ort zeitnah was zu bekommen. Viele in meiner Gegend haben nicht mal mehr Wartelisten und ich wollte sogar meine Therapie privat bezahlen - Aber keine Chance. Hier im Umkreis von 30-40 Km ist nichts zu machen.


    Momentan habe ich das Thema Therapie daher auch aufgegeben.


    Mir ist aber auch folgendes Aufgefallen: Wenn ich mich in meinem Umfeld wohl fühle und Tätigkeiten nachgehe die mir gefallen und liegen, dann fühle ich mich Sicher und Selbstbewusst und bin sogar manchmal etwas extrovertiert. Bin ich z.B. mit den Bewohnern auf der Arbeit alleine dann kann ich Späße machen und rumalbern. Bei manchen wenigen Mitarbeitern klappt das auch.


    Wenn das Umfeld aber nicht passt, dann ziehe ich mich zurück und werde seelisch und körperlich krank. Daher muss ich auf lange Sicht auf jeden Fall meinen Beruf wechseln. Denn oftmals überwiegt das negative. Ich muss mir schlichtweg eingestehen, dass ich als introvertierte gewisse Berufe nicht ausüben kann.


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    Es freut mich, dass du aber einen Beruf gefunden hast, der dir liegt und auch dass du den Schritt gewagt hast zu Studieren und dich umzuschulen. ;) Eigentlich auch schade, dass man sich oft aus Angst zu scheitern oder aus Angst vor dem Unbekannten lieber in einem Beruf verharrt der einem schadet.