Beiträge von Laurentia95

    Kann ich nachvollziehen. Will es bald noch Mal mit online Dating versuchen, aber ich habe regelrecht Angst davor. Es ist einfach so anstrengend und enttäuschend da man einfach ständig geghosted wird und man verarscht wird. Und dann hasse ich diesen oberflächlichen Austausch beim Kennenlernen. Andere in meinem Umfeld haben ähnliche negative Erfahrungen machen dürfen.


    Ich habe dass Gefühl, dass man gerade als feinfühliger und sensibler Mensch irgendwie "ungeeignet" für das online Dating ist und auch viele generell damit nicht umgehen können.


    Dann glaube ich bei mir auch manchmal ich bin dazu "verdammt" single zu sein/ zu bleiben. Auch wenn ich weiß, dass ich sehr wohl bindungsfähig und sehr liebenswert bin. Aber was bringt das wenn das Gegenüber nicht Bindungsfähig ist oder nicht adäquat kommunizieren kann oder total unzuverlässig ist??

    Wir sind ein tolles Team und greifen unsere Probleme die das Leben so mitbringt zusammen an. Ich unterstütze ihn (welch Wohltat einen Partner zu haben, der mit mir überhaupt spricht was ihn bewegt und welche Sorgen er mit sich rum trägt und dazu noch meine Meinung zu den Dingen wissen möchte) und er unterstützt mich. Ohne Wenn und Aber.


    Ich fühle mich sehr sicher und geborgen in dieser Beziehung. Keine offene Fragen, keine blöden Gedanken. Nichts das ich mit mir selbst ausmachen und klären müsste. Ihm geht es genauso. Wir lachen zusammen, wir weinen zusammen :)


    Ich wünschte ich hätte so was schon 20 Jahre früher gehabt :)

    Das finde ich alles wirklich sehr schön. Genau so etwas würde ich mir auch wünschen. Irgendwie ist das echt eine Seltenheit, dass man auch wirklich eigene Probleme anspricht und sich aktiv unterstützt und nach der Meinung des Anderen fragt.


    Ich kann sehr gut nachempfinden, dass du dir so etwas eher gewünscht hättest. Ich z.B. wünschte ich hätte überhaupt schon ein Partnerschaft erleben dürfen und da auch schon meine Erfahrungen sammeln können. Aber ich weiß nicht wie es ist einen Partner zu haben oder wie es sich anfühlt körperlich intim zu werden. Das ist auch eine Erfahrungslücke die ich manchmal sehr stark spüre. Aber ich Versuche meine Zeit als Single trotzdem sinnvoll zu nutzen und sehe es als "Selbstfindung" an.

    Du glaubst gar nicht wie sehr es mich freut, dass es in dieser egobezogenen/ leidvollen Welt auch noch Partnerschaften gibt, wo wirklich ernsthaft aufeinander acht geben wird und man liebevoll umsorgt wird.


    Es tut mir natürlich sehr leid zu hören wie schlecht es diene Oma mittlerweile geht und das ist auf jeden Fall echt belastend. Hoffentlich wird die Lage bald etwas "besser" bzw. Erträglicher.


    Dennoch ist es wirklich erfreulich dass du so jemanden an deiner Seite hast. Leider können sich nur wenige so glücklich schätzen.


    Ich wünsche euch weiterhin alles gute. <3

    Danke, für deine ausführliche Schilderung.👍😊


    Ich werde mich mit dem Thema auf jeden Fall noch genauer Auseinandersetzen. Habe eben schon probeweise eine kurze Übung dazu mit der Google KI gemacht.


    Es freut mich, dass es dir schon so gut geholfen hat und auch, dass du eine klassische Therapie machst. 😊


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    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass bei dir danach die Gefühle zu ihr erstmal weg waren. Sicherlich hast du alles danach mit anderen Augen gesehen. Dass doch noch Gefühle zurück kamen, spricht ja auch dafür, dass man denjenigen trotzdem auch so mochte. Das finde ich total verständlich und auch okay.

    Danke dir für das Teilen. 👍 Magst du berichten wie so eine "Systemische Aufstellung" abläuft? Bzw. Was die Hauptbestandteile sind?


    Auch wenn ich nicht von BA betroffen bin, habe ich oft noch einen sehr geringen Selbstwert und Selbstzweifel. Daher würde ich vielleicht auch so etwas machen wollen, um an meine "Urwunden" zu kommen. Einen Teil habe ich schon herausgefunden, durch die Arbeit an meinem inneren Kind. Aber ich glaube da ist tief im Unterbewusstsein noch mehr an das ich noch nicht dran komme.

    Hm. Ich hatte einen Beitrag dazu geschrieben und gelöscht. Aber tatsächlich hat er mir im Nachhinein geholfen. Denn irgendwie hab ich dann festgestellt, dass das, was ich da über mich denke, halt überhaupt nicht stimmt. So ganz und gar nicht. Und dann hab ich irgendwie Fortschritte gemacht.

    Klingt doch gut :) meine negativen Glaubenssätze habe ich auch nicht täglich. An den meisten Tagen mag ich mich sehr wohl, aber es gibt Tage oder Momente da fällt es mir schwer mich zu mögen und da bin ich dann total negativ eingestellt.


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    Finde ich gut, dass du auf der Arbeit Grenzen gesetzt hast und Dinge angesprochen hast. Manchmal hilft da wirklich nur der Ausstieg.


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    Schön dass es mit der Dame auch wieder lockerer geworden ist. Genau so habe ich es auch auf der Arbeit erlebt: Wo ich mit der Zeit gelassener und lockerer war, waren es die anderen dann plötzlich auch. Das was man unterbewusst ausstrahlt, färbt auf andere ab.


    Jetzt seh ich auch, dass ich mich bei der Kennenlernphase "komisch" verhalten hab. Besser gesagt wir beide. Es war irgendwie super angespannt, ohne wirklichen Grund (na gut, mein Grund war wohl: ich wollte es richtig machen).

    Ich könnte mir vorstellen, dass ihr euch beide unterbewusst gegenseitig Verstärkt habt. Eine gewisse Nervosität und Unsicherheit ist zu Beginn beim Dating noch normal und verständlich, aber es sollte dann mit der Zeit lockerer werden und es sollte insgesamt nicht zu intensiv sein. Ansonsten ist man nicht authentisch und frei und die Treffen bereiten dann auch weniger Freude. Aber ich denke die Erkenntnis hast du sicherlich nun auch gewonnen. :)

    Wenn der Vermeider seinen Wunsch nach Abstand und Rückzug kommunizieren könnte, wäre er dann überhaupt ein Vermeider?

    Kein extremer Vermeider, nein. Aber einer der vermeidet den Konflikt direkt auszutragen oder vermeidet Gefühle und Bedürfnisse zu äußern und der gelernt hat sich in Isolation und im Rückzug zu regulieren. Es also nicht schafft direkt auszuhalten und sich zu öffnen.


    Vermeidung und Verlustangst ist ja ein Spektrum. Auch wenn sich viele Verhaltensweisen ähneln ist es ja trotzdem sehr individuell. Manche z.B. sind ja jahrelang in einer Beziehung und vermeiden dann erst wenn es um den Zusammenzug geht.

    Es war nie die Rede davon, dass sich die ängstliche Person aufgeben soll. Eben beide haben Bedürfnisse und die müssen berücksichtigen werden.

    Die einzige Chance auf Besserung ist nicht das „aushalten“ der ängstlichen, sondern der aktive Wille zur Besserung der vermeidenden Person.

    (Und dann entsprechende Maßnahmen in Richtung Therapie)

    Es geht nicht um ein Aushalten bis zur Selbstaufgabe, sondern und ein Aushalten dass man nicht bei dem kleinsten suchen nach Abstand (vom Vermeider) der ängstlichen Partner dann in Panik gerät. Wenn die ängstliche Person es nicht schafft sich bis zu einem gewissen Punkt von der emotionalen Abhängigkeit zu befreien. Dann bringt es auch nichts wenn der Vermeider an sich arbeitet. Beide Seiten haben Lernaufgaben und Dinge die aufzuarbeiten sind. Niemand hier sollte den Eindruck bekommen es läge allein an dem Vemeider.

    Bezogen darauf habe ich z.B. Früher auch gedacht die Begriffe "Trauma" und "Trigger" werden zu inflationär verwendet. Doch letztens in einem Hörbuch ging es genau darum: es können auch vermeintlich banale Situationen zu einem Trauma oder getriggert-werden führen. Da man sich machtlos fühlt oder eben alte Gefühle hochkommen.


    Man denkt bei Trauma ja z.B. oft an Gewalttaten oder ein Unfall. Aber es hängt viel mehr dahinter. So ist es dann für mich auch beim Thema "Trigger".

    Sehe ich etwas anders.


    Für mich ist ein Trigger zwar auch ein Auslöser aber der Auslöser wird trotzdem durch äußere Einflüsse ausgelöst. Ich bezweifle es, dass man ohne äußere Auslöser den Trigger auslösen kann. Du hast es ja selbst gesagt, dass du bei deinen Eltern in dien damaliges Ich verfällt. Da ist also schon ein Auslöser von außen vorhanden. Oder passiert das bei dir auch aus dem Nichts heraus?

    Aber erzeugt Sicherheit nicht auch intime Nähe?

    Ja auf jeden Fall!


    Doch wenn diese emotionale Nähe "dosiert" und mit der Berücksichtigung eigener Grenzen erfolgt, so ist das Spannungsfeld geringer bzw. Es wird dann vermieden, dass es zu intensiv wird, da jeder seine Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten hat, aber auch Raum für den Dialog und das kommunizieren eigener Bedürfnisse da ist.


    Meist entstehen Offs durch wiederholtes Überschreiten eigener Grenzen und der emotionalen Überforderung. Durch einen rechtzeitigen kommunizieren Rückzug (am besten mit geäußern Zeitrahmen) wird es für beide erträglicher. Da die ängstliche Personen Sicherheit erfährt, durch die zuverlässige Kommunikation und der Vermeidende Part, durch die Möglichkeit sich bei emotionaler Überforderung zurückzuziehen.


    Der Knackpunkt hierbei ist, dass die ängstliche Perdon so weit gefestigt ist, dass sie den Rückzug aushalten kann, während der Vermeider unbedingt schaffen sollte irgendwann aus dem Rückzug wieder in die Verbindung zu gehen.


    Beide müssen also massive Ängste und Muster überarbeiten.


    Eine gesunde Beziehung ohne emotionale Intimität gibt es meiner meinung nach nicht.

    Die oben genannten Lösungsstrategien funktionieren natürlich nur, wenn auch beide Seiten bereit sind ihre Verhaltensmuster zu hinterfragen und auch offen für die Bedürfnisse und die Wahrnehmung des Gegenübers ist. Jeder lebt erstmal in seiner/ihrer eigenen Realität und Wahrnehmung. Also ist es wichtig von beiden Seiten zu lernen und auch von beiden Seiten Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen zu erfahren.

    Aber seit letztem Jahr kommen erstaunlichweise nach und nach Freunde und Familienangehörige in ihre Bindungsthematik. Befassen sich damit und suchen zunehmend den Austausch mit mir darüber. Es ist wie ein Erwachen in meinem Resonanzfeld. Bemerkenswert

    Das was du sagst fällt mir auch auf.

    Zumindest trifft das auf meine Umfeld, welche aus meiner Generation oder Jünger kommen (bin 31), zu.


    Viele fangen an sich sich sich selbst auseinander zu setzen und merken, dass etwas nicht stimmt. Einige ändern dann auch was. Doch bei der Umsetzung haben viele noch Hemmungen und Schwierigkeiten und verweilen noch sehr lange in "alte Muster" oder toxische Beziehungen. Aber das braucht natürlich auch seine Zeit und bei jedem geht es wohl auch unterschiedlich schnell.


    Schön aber, dass sie dann mittlerweile auch bei dir dann den Rat suchen. ;)

    Ich glaube direkte, persönliche Kommunikation hätte mir dieses bereichernde Ergebnis in der Form nicht gebracht.

    Das wäre bei mir auch so. Vor allem aber auch weil bei meinem Umfeld einige gleich mit Unverständnis oder irgendwelche pseudo Ratschlägen gekommen waren, da sie von der Thematik keine Ahnung haben.


    Auch kann es nach einer Weile rückwirkend hilfreich sein, noch mal alles zu lesen was man dann zu Beginn an geschrieben hat, um auch erkennen/ reflektieren was man selbst für Gefühle und Gedankengänge hatte. Nur das man das dann nicht zu oft machen sollte und auch nicht, wenn man schon vieles verarbeitet und vergessen hat und eigentlich schon mit der Situation abgeschlossen hat, es aber dann dennoch liest aus Neugierde. Dann finde ich triggert es eher und ist nachteilig.

    Insomnia hat wichtige Punkt genannt und ich stimme auch in allem zu.


    Doch ergänzend dazu würde ich noch differenzieren: Denn bis zu einem gewissen Punkt ist es schon hilfreich und auch sinnvoll sich mit andern auszutauschen, da man hilfreiche Tipps bekommen kann und meist auch Hilfe und Trost bekommt.


    Es hat mir zu Beginn gut getan hier im Forum auf Gleichgesinnte zu treffen. So wusste ich, dass ich mit meinen Problemen und Sorgen nicht alleine bin. Auch hat mir das Verständnis dieser Dynamik und den Ängsten geholfen vieles was der BA gesagt oder getan hat nicht auf mich oder auf meinen Selbstwert zu beziehen.


    So konnte ich mich frei davon machen es ihm Recht zu machen und dann auch nach einer Weile der Trauerverarbeitung, auf mich und meine Muster schauen.


    Ich glaube jeder möchte zu Beginn an alles verstehen und analysieren. Diesen Kontrollverlust muss man ja irgendwie ausgleichen. Sonst kann das auch schnell zu extremen Gefühlsausbrüchen kommen oder zu unkontrollierten Verhalten.


    Ich bin ehrlich: wenn ich letztes Jahr nicht das Forum aufgesucht hatte, wüsste ich nicht wie es mir heute gehen würde.

    Hey Jördis!


    Ich finde es sehr gut, dass du dir hier im Forum einen Austausch wünscht. Und kann das Bedürfnis auch sehr gut nachvollziehen.


    Ich von meiner Seite kann/möchte dir jedoch nicht von meiner Geschichte erzählen, da ich mit den Geschehnissen abgeschlossen habe. Auch möchte ich mich nicht mit den vergangenen unangenehmen Themen befassen, die dann wieder alte Emotionen hervorrufen könnten und mich dann wieder in die Lage von damals versetzen.


    Erst vor ein paar Monaten habe ich für mich noch mal alles Revue passieren lassen und auch noch mal alte Beiträge von mir im Forum und im Chat mit dem BA gelesen. Dachte ich könnte das so besser verarbeiten, aber es hat mich eher wieder in die Lage von damals versetzt und mich getriggert. Hab gemerkt dass ich nicht mehr die Person von damals bin und es war befremdlich sich damit noch Mal auseinander zu setzen. Selbst Aussagen die ich bereits vergessen hatte und damals in dem Moment nicht so schlimm für mich waren waren, waren für mich plötzlich unangenehm. Viele Reaktion aus Sicht meines damaliges "Ichs" kann ich zwar nachvollziehen, aber heute würde ich in vielen Momenten anderes reagieren.


    Vielleicht geht es anderen ähnlich, die dann vielleicht gar nicht erst hier kommentieren. Daher bitte nicht wundern, falls sich nur sehr wenige zu deinem Beitrag melden. Ich kann dir auf jeden Fall empfehlen einige Beiträge vollständig zu lesen. Besonders von denen welche schon Jahre dabei sind und sich massiv weiter entwickelt haben.


    Ich wünsche dir viel Kraft das zu verarbeiten. Es wird sicherlich eine Weile dauern bis du es verarbeitet hast.


    Grüße zurück aus NRW 👋

    Es gibt mir selbst auch ein anderes (besseres) Gefühl ein Zuhause zu haben statt einer Übergangslösung. Davor war alles reversibel.

    Das mit der Übergangslösung kenne ich gut. Ich hab auch eine Weile lang gedacht: "Ach wenn du jetzt Online Dating machst, dann wirst du sicherlich bald ausziehen, wozu dann noch alles schön herrichten?" Bis ich gemerkt habe, dass es sinnlos ist sich über eine potentielle Zukunft Gedanken zu machen die noch nicht eingetroffen und sehr unwahrscheinlich ist. Selbst wenn ich jemanden kennenlernen würde, dann würde ich auf jeden Fall noch eine Weile in meiner Wohnung wohnen bleiben und nicht direkt ausziehen wollen. Dann dachte ich außerdem, auch an all die Leute die alle paar Jahre immer mal wieder umziehen. Dann richtet man sich die Wohnung ja auch immer wieder neu ein und streicht und macht und tut.


    Wir alle haben nur die eine Gegenwart in der wir leben. Die Zukunft und die Vergangenheit ist ein Konstrukt. Also ist es auch gut und wichtig, dass man schaut was man jetzt alles für sich machen kann. :)


    Gestern hat es sich so angefühlt als sei ich wieder ich wie vor 2 Jahren gewesen - hab meine dummen Witze gemacht, war offen, gesprächiger. Hab aber an keiner Stelle eine Bedeutung gesucht, mich nicht ständig entschuldigt oder bedankt. Also irgendwie kommt es aus einem anderen inneren Punkt.

    Das klingt doch sehr gut :) so eine Leichtigkeit ist wirklich toll und macht vieles im Alltag auch "einfacher". Das heißt natürlich nicht dass alles toll und spaßig ist. Aber man hat weniger "Ballast" im Alltag.


    Beim Dating weiß ich auch, was ich will, wenn ich eine gut finde. Mein Ziel ist klar. Auch meine Richtung ist klar, aber ich glaub an meiner Haltung kann ich arbeiten. Eher was sagen oder aussteigen, wenn ich was merke.

    Aber ich merk auch, dass das sehr mit meiner Angst zu tun hat. Ich frag mich nur, was das genau ist - wahrscheinlich ich zu sein und dann doch nicht zu genügen.


    Aber davon lass ich mich nicht mehr lenken! Stirb, Kartoffel

    :kill: "Die Kartoffel wurde erfolgreich Eliminiert!" :P


    Ja die eigene innere Haltung ist tatsächlich sehr wesentlich beim online Dating. Es kann wirklich gut sein, dass da noch ein Zweifel mitschwingt, dass du nicht gut genug seist so wie du bist.


    Kenne das leider auch und führe das mal zum Verständnis näher aus:


    Bei mir ist es etwas paradox: Zum einen denke ich auch oft ich wäre nicht gut genug, wäre dumm, zu tollpatschig, zu sensibel, zu fett, zu hässlich etc. in anderen Momenten denke ich, ich bin eigentlich total liebenswert und fühle mich auch attraktiv und wundere mich dann warum ich noch Single bin während selbst total asoziale Menschen immer wieder neue Leute kennenlernen und vergeben sein können.


    Keine Ahnung aber an richtig üblen Tagen/ Momenten denke ich, ich werde niemals einen guten Partner finden und niemals wirklich geliebt und gehalten werden. Sicherlich habe ich gewisse Ansprüche an meinen potentiellen Partner, aber diese sind nicht zu hoch angesetzt sondern eigentlich das Mindeste was jeder mitbringen sollte.


    Leider ist das Leben manchmal nicht fair und ich weiß auch dass viele eher oberflächliche Beziehungen haben und auch nicht wirklich glücklich oder authentisch leben. Aber es gibt eben nun mal doch diese "gesunden" Beziehungen die so bereichernd sein können.


    Manchmal denke ich es wäre wahrscheinlicher im Lotto zu gewinnen, als den richtigen Partner zu finden...

    Das klingt doch super!👍


    Ich bin auch gerade dabei meine Wohnung etwas umzugestalten. Vor ein paar Jahren hatte ich das was du beschreibst auch. Also ich hab mich auch nicht so wohl gefühlt Zuhause. Aber das lag bei mir weniger daran, dass ich die Wohnung nach den Erwartungen anderer eingerichtet hatte, sondern eher, weil nicht so das Geld da war und ich früher nicht so den Blick hatte für Ästhetik bzw. Meinen Einrichtungsstil noch nicht so gefunden hatte.


    Auch hat sich mein Geschmack ein wenig verändert und ich bin mutiger geworden in der Farbwahl. Hab z.B. meine Küchenwand in einem Terrakotta Ton gestrichen und mir ein grünes Cord-Sofa geholt. Früher wäre ich auf Nummer sicher gegangen und hätte eher so beige und weiß eingerichtet.


    Da man ja sehr viel Zeit Zuhause verbringt und sich auch nach der Arbeit gut erholen können sollte ist es wirklich wichtig, dass man sich auch wohl fühlt. Ich finde man kann dann die Zeit viel mehr genießen und auch wirklich entspannen.