Beiträge von Jane Doe

    Ich finde das auch nicht gesund. Jeder Therapeut würde dir sagen, dass das keine echte Bindung ist. Es ist keine Beziehung. Punkt. Das ist wie wenn du in eine Boyband verliebt bist oder in einen Love-Scammer. Oder eine KI. Also was willst du hier von uns hören?

    Es ist ein Trugbild. Warum folgst du dem? Bitte suche dir echte Kontakte, fang' irgendwo an, und sei es in einer Selbsthilfegruppe. Damit ist nicht diese Gruppe gemeint, sondern eine Gruppe, wo du dich live triffst.

    Ich habe jetzt ein paar Dates hinter mir. Es war ein Üben und Erproben. Da hat nicht wirklich was gepasst. Aber das ist auch nicht schlimm. Ich glaube so oder so, dass es viel zu früh ist und ich noch weiter "entgiften" muss.


    Ich merke das jedenfalls. Nach dem ersten Schock nach der Trennung damals bin ich nun unglaublich erschöpft. Aber kein Wunder, nach so viel Schock-Erfahrung.


    Die Heilung geschieht in Wellen. Manchmal geht es mir schon richtig gut. Dann wieder ist da immer noch sehr viel Trauer. Oder ich würde sagen, dass die eigentliche Trauer erst nach dem Schock kommt.


    Naja, auf jeden Fall merke ich, dass die Energie in der Beziehung einfach grundlegend nicht gut war. Als wenn da in jedem Zusammensein dieses Gefühl von "Heiß-Kalt" war. Fast wie so ein pubertäres "Komm her, geh' weg." Das ist dann eben der Kick. Aber man muss sich bewusst machen, dass das auf Dauer kein normales Beziehungsverhalten ist; keine gesunde Bindung. Jedem tiefen, ernsten Gespräch wurde mit komischem Humor ausgewichen. Jedem Zusamensein-Wollen mit ständigem Action oder Freundes-Events. Ich wurde dabei immer kleiner. Und hatte gar keinen Raum.


    Ich frage mich immernoch manchmal: Wie konnte ich so in diese Abhängigkeits-Dynamik geraten? Schrecklich, das hab' ich nie gewollt.

    Hallo,

    ich probiere mich gerade neu im Daten aus. Die krasse Trennung durch die bindungsängstliche Partnerin liegt noch nicht so lange zurück, ca. 3 Monate.

    Es war so schlimm am Anfang, aber ist jetzt viel besser.

    Nun habe ich eine Frau kennengelernt, die echt nett ist und total gut aussieht. Ich bin recht zurückhaltend mit meinen Gefühlen, also spüre nicht so viel.

    Wahrscheinlich auch, weil mein Nervensystem nach der krassen Erfahrung immer noch am Runterkommen oder Umjustieren ist.

    Eine Aussage vom Beziehungscoach Christian Hemschemeyer gibt mir aber auch zu denken: Er meint, die erste Hürde sei es, sich aus toxischen Beziehungen zu befreien. Und dann folgt die zweite Hürde: In gesunden Beziehungen zu bleiben bzw. diese auszuhalten...

    Denn hier zeigt sich dann die gegenläufige passive Bindungsangst: Das Zusammensein wirkt fad und fast langweilig.

    Weil das Nervensystem immernoch an die krasse Aufgeladenheit der vorherigen Beziehungen gewöhnt ist, und dieser Schmerz und die Intensität vermisst wird

    Ich glaube mir geht es da fast ein wenig ähnlich gerade. Es könnte aber eine sinnvolle Aufgabe sein, dass Nervensystem nun auf weniger Stress und mehr Sicherheit zu trainieren. Auch wenn es sich anfangs so ungewohnt und sogar unvertraut anfühlt. Es lohnt sich schon, hier nicht gleich ausbrechen zu wollen.

    Das wäre die gesündere Option.

    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen?

    Ich finde die Kommunikation auch von beiden Seiten her komisch. Und dieses Erklären- und Zurechtrücken-Wollen bringt nichts und ändert rein gar nichts in der Dynamik. Also warum willst du das? Ihr kämpft gerade beide miteinander. Und wenn ihr euch beide hättet wirklich sehen wollen, dann wäre auch die Kommunikation anders. Wenn sich alles schon wieder so schnell hochschaukelt, ist das schlecht. Das ist nichts Anderes wie: Ja wir haben uns wiedergesehen, und dann hat sie sich nicht mehr gemeldet. Wie es scheint, willst du ihr noch erklären, wie falsch sie liegt. Das bringt nichts. Wenn du dich nicht auf Machtspiele einlässt, dann lass' es doch.

    Versuche nicht zu schauen, was sie machen könnte, sondern, was für dich gut ist. Du bist scheinbar schon ganz schön drin in der Dynamik. Das ist immer wieder krass, wie sehr man dann um die andere Person kreist.


    Am besten wäre, wenn du dich da erstmal irgendwie rausnehmen kannst. Wenn du das schaffst. Ich glaube nicht, dass ein Gespräch helfen wird. Aber letztendlich musst du es wissen, kannst es nur ausprobieren.


    Ich finde ihr Verhalten höchst toxisch. Klingt nach einer Mischung aus BA und Narzissmus.

    Was mir auffällt, ist, dass sie Nähe überhaupt nicht halten kann. Das erinnert mich an meine BA. Wenn es ernste Themen hab, die im Raum standen, hat sie das nicht ausgehalten und immer komische Witze gemacht.

    Deine Partnerin tut auch alles, um auszuweichen: Dinge auf dich projizieren, Flüchten. Bestrafen. Das mit der nicht bestandenen Prüfung finde ich richtig daneben und höchst respektlos. Sie behandelt dich mies.

    Nicht gut, das Ganze...

    Hallo,


    es ist sicher kein Allheilmittel. Deswegen muss man auch immer etwas vorsichtig sein. Aber ich habe dem Prozess vertraut. Und es ist so, dass du erstmal Stellvertreter für dich aufstellst. Bei denen entsteht dann meistens was und daraus kannst du Dinge erkennen.

    Später kannst du auch selbst in das Geschehen mit einsteigen. Und dann zeigen sich manchmal Verletzungen, die Andere an dich weitergegeben haben. Die konnte ich in meinem Prozess zurückgeben. Also ich konnte ganz klar sehen, was zu mir gehörte und was nicht. Das fällt mir im Alltag manchmal schwer.


    Ich konnte auch sehen, dass meine BA eigentlich eine Wunde in mir aufgerissen hatte, die immer schon da war. Und im Laufe des Prozesses hatte ich komischerweise auch gar keine Gefühle mehr für sie, weil ihr Job wie getan war.

    (Das war ein paar Tage später wieder anders). Es kann aber auch ein Weilchen dauern, bis alles Integriert ist. Also es arbeitet noch ein Weilchen in einem.


    Es kann dir Möglichkeiten aufzeigen. So siehst du vllt. die Problematik klarer, und was zu dir und deiner Geschichte gehört. Für mich war es gut, ich mache aber auch eine ganz klassische Therapie dazu.

    Hallo,


    ich wollte mal etwas Positives berichten. Und zwar habe ich diese Woche eine Aufstellung mitgemacht; sowas Ähnliches wie einen Familienaufstellung. Bei mir hieß es integrale Ausftellung. Das gibt es auch unter dem Namen systemische Aufstellung. Wichtig ist, dass man das bei einer vertrauensvollen Person macht. (Weil es auch viele Scharlatane gibt.)


    Und meine Erfahrung war durchaus positiv. Es stellte sich heraus, dass mein Herzschmerz gar nicht so viel mit meiner Ex-Partnerin, sondern einer Familienwunde zu tun hatte.

    (Ich hatte nach der Trennung so einen großen Herzschmerz, dass er fast nicht auszuhalten war.)


    Im Laufe der Ausftellung konnte ich dann meine Last bzw. den Schmerz dahin zurückgeben, wo er herkam. In meinem Fall an meine Eltern. Und ich fühlte mich total gelöst und erleichtert danach.


    Fazit: Ich konnte bestimmt 80 % meines "Liebeskummers" lösen. Und ja, natürlich bin ich immer noch traurig wegen des Endes meiner Beziehung mit der BA, aber alles erscheint mir nun besser tragbar. Ich kann also diese Erfahrung durchweg als postiv betrachten und auch empfehlen.

    Hallo ihr,


    ich kann das in Ansätzen nachvollziehen. Merke aber auch, dass in der akuten Phase der Austausch wirklich hilft. Und es geht mir nicht darum, den anderen wiederhaben zu wollen. Ja, und ein wenig hat das Verstehen-Wollen auch Suchtcharakter. Ich würde das hier mal liebevoll als meine kleine Ersatzdroge aus dem Drogenentzugsprogramm bezeichnen.

    Ich sehe es trotzdem als einen Teil der Heilung. Ich bin schon einmal vor Jahren durch Ähnliches gegangen und weiß, dass es irgendwann besser wird.


    Momentan weine ich sehr viel. So als müsste das alles raus, was ich in der Beziehung (aus)gehalten habe. Am Ende habe ich aber gesagt, dass die Form der Kommunikation so für mich nicht tragbar ist. Ich habe ganz deutlich eine Grenze gespürt in unserer Dynamik und bin ausgestiegen. Das war für mich ein Punkt der Heilung. Ein für mich Einstehen.


    Trotzdem habe ich gerade noch das Gefühl, irgendwie den Boden verloren zu haben; bzw. das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen.

    Was ich inzwischen merke ist, dass das viele Weinen eher ein Weinen um mich ist; und zwar darum, wie sehr ich mich in der Beziehung zum Ende hin verloren hatte.


    Ich danke euch für dieses Forum hier. Es hilft mir sehr.

    Liebe Laurentia,


    kein Problem. Es ist doch gut, wenn es jetzt vorbei ist. Und ich kann mir schon vorstellen, dass da ein kleiner traumatischer Schock dahinter steckt; den man auch nicht immer wieder aufwühlen muss. Manchmal ist es gut, nicht zu tief in Dinge reinzugehen...

    Für mich ist es momentan wahrscheinlich noch zu akut.

    Und es geht mir eher um Verstehen; und dann aber auch in aktive Schritte zu kommen. Also nicht immer wieder dieser On-Off-Dynamik zu folgen.


    Liebe Grüße

    Jördis

    Hallo, vielleicht hat jemand von euch Lust auf einen Austausch zum Thema? Meine Partnerin hat mich gerade ganz plötzlich verlassen, vermutlich aus Bindungsangst. Ich hatte hier im Liebeskummer Forum Beitrag gepostet mit dem Thema Ghosting und Trauerfall.


    Es ist alles noch recht frisch bei mir. Vielleicht kann es helfen, die Geschichten zu teilen und zu bezeugen, was passiert ist. Ohne Jammern und Schuldzuweisen, eher einfach, um das Ganze zu verarbeiten und die Schwere des Themas zu erkennen.


    Danke & Viele Grüße aus Berlin

    Jördis

    Danke dir. Ich spüre, dass es sehr stark um innere Anteile geht, die nicht in Verbindung waren. Sie hat mich mit einer harten Schale weggeschoben. Unsere Rollen waren irgendwie krank. Als würde sie etwas von sich wegschieben, einen Teil von sich selbst, den sie nicht sehen wollte. Etwas weiches, sich Kleinfühlendes, Schwaches, Bedürftiges. Viel zu früh musste sie sich immer um Andere kümmern. Und ich hatte das Gefühl, als würde ich diesen schwachen Teil für sie mit tragen. Es ist auch heilsam für mich, weil ich diesen Teil nun nicht mehr tragen muss. Das waren wie zwei Rollen aus der Kindheit, die wir spielten. Sie war die Starke, Funktionale; und ich die schwache Kleine. Das konnte so nicht funktionieren. Wenn diese Rollen unbwusst auf die andere Person übertragen wird, wird das irgendwann zum Selbstläufer. Das nennt sich "projektive Identifikation". Ich bin irgendwie froh, dass ich aus der Rolle aussteigen kann. Das will ich so nicht leben. Ich hoffe, dass sie es auch irgendwie kann. Es tut mir so leid, weil dahinter immer tolle Menschen stecken.

    Hey On_my_own. Ja, der Beitrag ist alt. Danke für die stellvertretende Antwort. ich glaube mich beschäftigt schon sehr, was die andere Seite fühlt. Und ich selbst habe das auch einmal in einer langen Beziehung gemacht, wo ich mich abschneiden musste. Aber das war eben eine sher lange Beziehung.

    So wie du es schreibst, hilft es mir, das besser zu verstehen. Was sich da auch als Not in einem zusammen braut.

    Ich habe noch damit zu kämpfen, wie hart das "Kappen" der Beziehung dann schlussendlich auf mich als Partnerin wirkte. Aber ich verstehe, dass das als Lösaungsstrategie und Kompensation benutzt wird, um endlich diesen Druck loszuwerden. Das tut mir irgendwie total leid.

    @überfordert: Ich wäre auch ziemlich irritiert, wenn ein Mann beim Date über seine Exen reden würde. Dann hätte ich den Eindruck, dass er noch gar nicht frei für etwas Neues ist. Wobei du das sogar ganz offen gesagt hast. Da werden sich die Frauen gedacht haben: "Wieso trifft der sich überhaupt mit mir, wenn er noch an seiner Ex hängt?"


    many: BA = keine/kaum Gefühle, muss nicht unbedingt der Fall sein. Ich kann dir versichern, dass nicht alle Menschen gleichermaßen belastbar sind. Gerade ich mit meinem Handicap, über welches ich im geschützten Forum geschrieben habe, bin ein Paradebeispiel dafür. Ich habe seit einiger Zeit einen Job, der mir viel Spaß macht, aber die meiste Zeit auch sehr anstrengend ist. Bis ich in einigen Monaten ein höheres Gehalt bekomme, bin ich auf einen Nebenjob angewiesen (den ich zum Glück zu Hause am Laptop ausüben kann). Ich bin gerade oft 9-10 Std. täglich im Büro, und im Januar oder Februar erhöht sich meine Fahrzeit von 1 Std. auf 1,5 Std. pro Richtung, weil wir an einen anderen Standort ziehen. Ich wurde zur Hauptverantwortlichen für die Koordination des Umzugs gewählt, d. h. nach dem Urlaub wird es noch stressiger als bisher.
    Ich bin mit Arbeit und Haushalt wirklich sehr gut ausgelastet und habe einfach nicht die Kraft, um ständig anderen Menschen meine Aufmerksamkeit zu schenken, wenn ihnen gerade spontan danach ist. Das hat nichts damit zu tun, ob ein Mensch mir etwas bedeutet. Ich kann einfach nicht immer verfügbar sein, wenn andere es von mir erwarten... und zwar auch dann nicht, wenn ich es will.

    Aber das klingt ja schon, als würdest du dich immer verantwortlich für den Anderen fühlen. In einer gesunden Beziehung musst du dem Anderen keine Aufmerksamkeit schenken; musst du auch nicht verfügbar sein; wenn es stressig ist. Normalerweise kann sich das ausgleichen. Du kannst es einfach nur nicht glauben, dass jemand in dem Moment da ist, ohne dass die Person etwas von dir will. Und du kannst nicht verstehen, dass der Andere einfach da ist, um dir Kraft und Aufmerksamkeit zu schenken. Du fühlst dich so unter Druck gesetzt, allein durch dessen Nähe. Dass du nicht loslassen; und dich nicht einlassen kannst. Dass diese Nähe nicht etwas Belastendes ist; sondern etwas Kraft-Schenkendes.