Beiträge von Radieschen

    AMEN!!!!!


    Ich könnte gar nicht mehr zustimmen.

    Darum geht es für mich.

    Die simple Frage:

    „Passt es für mich?“


    Fühle ich mich in der Beziehung gut und wohl?

    Wie werden Konflikte gelöst?

    Ist mein Nervensystem entspannt?

    80/20 Regel


    Und Ende.

    Das schöne an Kennenlernphasen ist ja (und da schließe ich mich und meine Beziehung auch nach fast 2 Jahren mit ein), dass man unendlich über einander herausfinden kann.

    Über den Partner, sich selbst, und innerhalb der Beziehung zusammen.

    Ich würde es sogar lebenslanges lernen nennen.

    Wenn das Selbstreflektieren ein Leben lang dauert, kann es ja nur Minimum genauso lange dauern, eine andere Person kennenzulernen :) soweit meine Logik.


    Freue mich darauf, wenn du das weitere Kennenlernen hier mit uns teilst.

    Hi Lea,


    Wo würdest du denn eure Wachstumspotenziale sehen? Also Dinge, an denen ihr mit der Zeit zusammen wachsen, lernen und euch verbessern könnt? :) Als Paar und auch einzeln?

    Wo siehst du eure Reibungspunkte?

    So mit die letzten Ratschläge von meiner Therapeutin waren mitunter, dass Beziehungs-Zwischenschritte nicht nur sehr wahrscheinlich, sondern auch sehr sinnvoll sein würden.


    Heute würde ich das sogar noch einmal anders sehen.

    Zwischenschritt zu was?

    Nehmen wir mal an, ein Mensch entwickelt sich über sein gesamtes Leben…ist es dann nicht schlichtweg logisch, dass Beziehungen da quasi mit durch müssen?


    Wenn du an dem aktuellen Punkt deiner Entwicklung (aus welchen Gründen auch immer) eher die Männer auf den Radar bekommst, die noch nicht 100% verfügbar sind - so be it!

    Das heißt doch nicht, dass das mit denen nicht auch eine Mega gute Zeit werden könnte?

    Und vor allem… eine Mega lehrreiche Zeit?

    Vielleicht wird es dir irgendwann so müde dabei, dass du von dort aus weiter ziehst.

    Ich finde das weder schlimm, noch irgendwo hinderlich für deine Entwicklung!

    Oh wenn ich an meinen Loverboy denke, der ja volle pulle vergeben war… was war das für eine schöne Zeit!! Oh was habe ich alles daraus gelernt. Und was habe ich den gern gehabt.

    Er war wirklich so ein toller Zwischenschritt, auch wenn das mit und natürlich absolut ein Verfallsdatum haben musste.


    ODER du scrolls eben weiter. Das eine Match unter 1.000 Kerlen. Auch fein!


    Was Solls schon!

    Und wenn es Jahre dauert, bis du mal wieder auf ein Date Bock hast. Oder bis dir einer „gut genug“ ist. Du machst das schon :)

    Egal wie es kommt, das passt! Und es wird dich auch nicht aufhalten oder gar zurückwerfen.

    Wenn du nur offen genug dafür bleibst, daraus zu lernen. Und bloß nicht zu erwarten, dass da irgend ein Mann nun die „liebe deines Lebens“ sein soll. So schätze ich dich auch nicht ein.

    Ich glaube wirklich, du gehst da ganz ganz gut ran an die Sache.

    Das kannst du auch absolut!


    Das aller aller schönste: du kannst nicht zurück fallen. Das geht nicht, weil du schon zu reflektiert bist, zu viel an dir gearbeitet hast.

    Selbst wenn dir manche Zeiten wie Rückschritte vorkommen, sind das in Wirklichkeit überhaupt keine.

    Irgendwann kommt der Punkt, an dem du das erkennst. Und dann kommst du aus dem Staunen nicht mehr heraus :)


    Deswegen: nur Mut!

    Du brauchst dich vor gar nichts zu fürchten.

    Es kommen vielleicht Zwischenstufen. Und die wirst du in vollen Zügen annehmen, Leben und an ihnen wachsen.

    Das wird gut!!!

    Niemand ist verdammt Single zu bleiben, wenn er es nicht möchte.

    Sobald man selbst bindungsfähiger wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, Menschen anzuziehen, die es ebenfalls sind. Aber es ist nicht alles auf einmal plötzlich da. Es ist ein Prozess. Aus meiner Erfahrung der letzten 4 Jahre kann ich rückblickend feststellen, dass ich am Anfang meiner Reise - als ich selbst noch sehr beschädigt und verwundet war (und mir das aber garnicht in dem Ausmaß bewusst war), den Abgrund menschlicher Bindungsdynamiken kennengelernt habe. Komplett im Minusbereich - ängstlich vermeidend mit in der Regel mehreren psychischen Begleiterkrankungen. Je mehr Zeit verging, in der ich an meinen Themen arbeitete, Muster auflöste und meine Trigger verstand, stieg die "Qualität" der Männer, die ich anzog (das Wort Qualität ist an der Stelle ein bisschen blöd - aber so versteht man es). Und zwar immer noch Stückchen für Stückchen. Sie wurden immer "brauchbarer" im Hinblick auf meine Wünsche und Bedürfnisse. Oder besser gesagt immer passender. Und in der Rückschau hatte ich immer das richtige Bauchgefühl gehabt. Ich hatte immer gespürt, wenn vermeidende Tendenzen im Spiel waren. Aber ich war trotzdem ein Stück weit mit gegangen. Und für die Zeit war das auch richtig. Denn jeder dieser Bekanntschaften hat mich weiter und tiefer an einzelne Themen gebracht, die ich mir dann nochmal genauer anschauen durfte. Ich habe in diesen "Beziehungen" gelernt meine Trigger aus der wilden Landschaft meiner unbändigen Gefühlswelt herauszufiltern. Und ich habe gelernt zu unterscheiden zwischen echten Gefühlen von Zuneigung und "Liebe" und dem Gefühl, welches nur meine Muster bedient hat. Und deshalb war jeder dieser "Schrottbegegnung" am Ende wertvoll. Jeder dieser Typen hat mich mit der Etappen-Aufarbeitung ins nächste Level gebracht. Ich glaube das Hindurchgehen und meistern dieser Situationen hat nicht nur meine Fähigkeiten zum Loslassen deutlich trainiert. Denn das ist immer gesünder und bedürfnisorientierter gegenüber mir selbst geworden. Es hat meine Bindungs- und Beziehungsfähigkeit deutlich reifen lassen. Aber man muss vorsichtig und voll bei der Sache bleiben. Gerade am Anfang, wenn man es noch mit stark destruktiven Menschen zu tun hat, die einen wirklich sehr krank machen können. Aber nach hinten raus, wenn man selbst ein Stück weiter ist, sind sie auf einem Level, dass einem wie ein günstiges Lernfeld für die eigene Bindungsfähigkeit zur Verfügung steht. Es öffnet Chancen.

    Traut euch raus. Seid offen aber auf der Hut. Und habt Vertrauen in euch. Und nicht so eine große Angst vor negativen Gefühlen. Man überlebt sie.


    Genau so hat meine Therapeutin es mir damals „prophezeit“. Und nur so macht es Sinn in meinen Augen.


    Es werden vermutlich Zwischenstufen kommen.

    Beziehungen, die noch nicht 100% rund laufen. Kennenlernen, nach denen man sich später schüttelt.

    Aber genau das kann total hilfreich und notwendig sein. Man kann dabei doch lernen, aktiv nein zu sagen, sich in einer Beziehung oder auch Situation zu entwickeln. Zu wachsen. Und dann ins nächste Lvl zu hüpfen.

    Großartig!


    Ich bin der festen Überzeugung, dass das der schönste Weg ist. :)

    Naja du hast schon gesagt, dass die ängstliche Person den Rückzug aushalten können sollte.

    Aber wozu?

    Das muss sie nicht.

    Entweder die Dynamik trifft zumindest zu 80% die eigenen Bedürfnisse, oder der Partner ist schlichtweg falsch gewählt.

    Niemand sollte in irgend einer Beziehung irgendwas aushalten müssen.

    80/20.

    Wenn 80% passen, kann man 20% Kompromissmasse verhandeln.


    Den wenigsten UserInnen hier passen die Rückzüge. Ganz im Gegenteil.

    Sie lösen selbst bei nur geringem Rückzug, Ablehnung, Untreue, Kälte…. Massive Verunsicherung und Angst aus.

    Natürlich wird das durch Einflüsse ausgelöst.

    Aber das kann alles sein.

    Eine Situation, ein Geruch, ein Ort, ein Ton,…..

    Aber das was dann folgt, ist der Trigger.

    Und der „triggert“ die Reaktion. Wie oben beschrieben.



    Und eines kann ich in diesem Forum dick und fett unterstreichen:

    Die ängstliche Person wird nicht in der Lage sein, die Offs langfristig auszuhalten.

    Das ist nichts, woran man sich gewöhnen kann. Weil sie nicht dazu dienen, Ruhe überhaupt zuzulassen.

    In allen fällen die ich hier kenne wird die Dynamik schlimmer. Schneller, kälter, abwertender, ängstlicher.

    Ich kenne aber wirklich auch nicht ein einziges Beispiel wo die Spirale nicht massiv nach unten gehen würde. Bis zur totalen Selbstaufgabe der ängstlichen Person.


    Die einzige Chance auf Besserung ist nicht das „aushalten“ der ängstlichen, sondern der aktive Wille zur Besserung der vermeidenden Person.

    (Und dann entsprechende Maßnahmen in Richtung Therapie)

    Mmmmh,

    Zum Trigger…. Ich weiß dass das Wort heute sehr häufig verwendet wird und in seinem Gebrauch manchmal sogar von der eigentlichen Bedeutung abweicht.

    Ein Trigger ist aber eigentlich ein Auslöser!

    Wie der Trigger an der Pistole.

    Ein Auslöser für eine ganz intensive, manchmal impulsive emotionale Reaktion.

    Meist hängt er mit früheren Situationen zusammen. (Was weiß ich, belastende, prägende… traumatische…) Der Trigger aktiviert dann unbewusst die damit verbundenen Gefühle (z. B. Angst, Wut, Traurigkeit), als würde die alte Situation wieder stattfinden.


    Ich kenne das sehr gut von Gesprächen zB mit meinen Eltern.

    Manchmal rede ich gar nicht, wie ich es sonst tue. Ich bin dann irgendwo in der Rolle des Kindes. Obwohl ich heute über 30 bin.

    Meine Eltern neigen dazu, sehr übergriffig zu sein. Wenn das zu extrem ist, platzt das Kind aus mir heraus.


    Das komplizierte ist jetzt, dass Erwachsene (zB vermeidende) Menschen in Beziehungen also mit Gefühlen/Mustern reagieren, die irgendwann mal in der Vergangenheit damit verknüpft wurden.

    Ich möchte richtigen, regelmäßigen Sex. Nicht mit unbekannten. Das wären ja ONS und ohne ein gewisses Maß an Vertrauen ist bei mir keine Freiheit im Kopf für Körperlichkeit möglich.

    Jeder Bekannte startete als Unbekannter.

    Und man kann ja auch herrlich vertrauten Sex mit jemandem aufbauen, mit dem man dann aber nicht noch ins Kino geht, oder essen oder oder oder (also wirklich nur einen ToyBoy, keine F+)

    Du meinst ich soll einen vorhandenen Freund fragen, ob er gelegentlich mit mir auf Tuchfühlung gehen wollen können würde?

    Ich muss sagen, dass ich in regelmäßigen Begegnungen dieser Art ein großes Risiko bei sehe, die emotionale Bindung zu unterbinden dauerhaft.

    Ne ich dachte, keine F+?

    Also wenn das Bedürfnis wirklich Sex ist, dann würde ich auch genau danach suchen. Nichts mit Freundschaften vermischen.

    Es gibt Dutzende Seiten, Apps, Foren… was weiß ich, wo man rein sexuelle Kontakte suchen kann. Oder du bist da eher der F2F Jäger in Bars/Clubs….



    Oder, Synnes Weg, selbst ran! :)

    Ersetzt keinen Körperkontakt, aber den könnte man ja wirklich bei Freunden und Familie finden.

    Und dann irgendwo das Gleichgewicht einpendeln?

    Wenn Männer nicht mehr so können, dann gibts Hilfsmittel jeglicher Art ;)

    F+ finde ich ich schwierig. Aber man könnte das + weg lassen. Dann ist die Konstellation klarer.

    Also, wenn es dir vorrangig grade darum geht.

    Ich bin mir nicht sicher, wie sehr unser Hirn und austricksen kann.

    Wenn mir das Dopamin fehlt, mache ich aus einer Mücke einen Elefanten, weißte ?

    Oder ich stalke die Kerle, die auf jeden Fall toxisch für mich waren/wären/sind.

    Oooooder ich denke zurück an solche Kerle. Oder ich versuche sogar irgendwie Kontakt aufzunehmen.


    Der Klassiker, das Handy. Ohne dem ginge nichts davon

    Ja also… wissenschaftlich gesehen liegt die Spanne für neue Gewohnheiten so ganz grob bei 18 - 254 Tagen.

    Das finde ich nicht all zu viel!

    Und irgendwie finde ich es auch mega motivierend.

    Selbst wenn es je nach Person und Gewohnheit bestimmt abweicht….


    :)

    Die Frage ist, wo starten?

    Gerade ein tolles Zitat gelesen: "Wenn Du voller Liebe bist, verwirrst Du Menschen, die voller Bullshit sind!"


    Fühle ich 😄

    Yes yes and yes!

    Ich liebe es. Je öfter ich es lese, desto mehr.


    Ich finde bei mir immer mehr heraus, wie doll man Menschen/Männer direkt sortieren kann.

    „Das einzige“ was ich lernen musste war: wenn mich ein Mensch beschäftigt, also im Nervensystem, wenn ich mich Frage was er von mir denkt, wie er mich findet, wie er findet was ich sage oder poste oder oder oder…. Dann nimm deine sch*** Füße in die Hand und lauf.

    Weg da.

    Und da wo es ruhig wird und unaufgeregt, da steht der Topf voll Gold.


    Nicht - und niemals wieder - zu Bullshit!

    Egal wie glitzernd und anziehend das sein mag. Nicht an das Nutella in der Mausefalle! Das Ding knallt und bricht dir das Genick.

    Du kannst, sollst und musst in deinem Leben immer alles für dich Notwendige kommunizieren, was dich, deine Gefühle, Grenzen und Bedürfnisse betrifft.

    Was dein Gegenüber damit macht, liegt nur bedingt in deiner Hand.

    Nur wenn du mit deinem Verhalten jemanden persönlich verletzt, würde ich Bedarf zum Nachjustieren sehen ;)

    Aber solange du nur bei dir bleibst, kann das eigentlich nicht passieren.


    Kleines Achtung:

    Das Puzzle bei Bindungsangst ist häufig ein vermeidender Part, der (aus diversen Gründen) nicht oder nur extrem eingeschränkt kommuniziert und ein Part, der denkt er dürfe es nicht, weil sonst die Ablehnung droht.

    (Wobei sich hier die Frage stellt, ob die Gründe nicht sogar stellenweise deckungsgleich sind)

    Egal!

    Werd weder Part a noch Part b.

    Versuch immer kommunikativ für dich einzustehen.