Beiträge von Radieschen

    AMEN!!!!!


    Ich könnte gar nicht mehr zustimmen.

    Darum geht es für mich.

    Die simple Frage:

    „Passt es für mich?“


    Fühle ich mich in der Beziehung gut und wohl?

    Wie werden Konflikte gelöst?

    Ist mein Nervensystem entspannt?

    80/20 Regel


    Und Ende.

    So mit die letzten Ratschläge von meiner Therapeutin waren mitunter, dass Beziehungs-Zwischenschritte nicht nur sehr wahrscheinlich, sondern auch sehr sinnvoll sein würden.


    Heute würde ich das sogar noch einmal anders sehen.

    Zwischenschritt zu was?

    Nehmen wir mal an, ein Mensch entwickelt sich über sein gesamtes Leben…ist es dann nicht schlichtweg logisch, dass Beziehungen da quasi mit durch müssen?


    Wenn du an dem aktuellen Punkt deiner Entwicklung (aus welchen Gründen auch immer) eher die Männer auf den Radar bekommst, die noch nicht 100% verfügbar sind - so be it!

    Das heißt doch nicht, dass das mit denen nicht auch eine Mega gute Zeit werden könnte?

    Und vor allem… eine Mega lehrreiche Zeit?

    Vielleicht wird es dir irgendwann so müde dabei, dass du von dort aus weiter ziehst.

    Ich finde das weder schlimm, noch irgendwo hinderlich für deine Entwicklung!

    Oh wenn ich an meinen Loverboy denke, der ja volle pulle vergeben war… was war das für eine schöne Zeit!! Oh was habe ich alles daraus gelernt. Und was habe ich den gern gehabt.

    Er war wirklich so ein toller Zwischenschritt, auch wenn das mit und natürlich absolut ein Verfallsdatum haben musste.


    ODER du scrolls eben weiter. Das eine Match unter 1.000 Kerlen. Auch fein!


    Was Solls schon!

    Und wenn es Jahre dauert, bis du mal wieder auf ein Date Bock hast. Oder bis dir einer „gut genug“ ist. Du machst das schon :)

    Egal wie es kommt, das passt! Und es wird dich auch nicht aufhalten oder gar zurückwerfen.

    Wenn du nur offen genug dafür bleibst, daraus zu lernen. Und bloß nicht zu erwarten, dass da irgend ein Mann nun die „liebe deines Lebens“ sein soll. So schätze ich dich auch nicht ein.

    Ich glaube wirklich, du gehst da ganz ganz gut ran an die Sache.

    Naja du hast schon gesagt, dass die ängstliche Person den Rückzug aushalten können sollte.

    Aber wozu?

    Das muss sie nicht.

    Entweder die Dynamik trifft zumindest zu 80% die eigenen Bedürfnisse, oder der Partner ist schlichtweg falsch gewählt.

    Niemand sollte in irgend einer Beziehung irgendwas aushalten müssen.

    80/20.

    Wenn 80% passen, kann man 20% Kompromissmasse verhandeln.


    Den wenigsten UserInnen hier passen die Rückzüge. Ganz im Gegenteil.

    Sie lösen selbst bei nur geringem Rückzug, Ablehnung, Untreue, Kälte…. Massive Verunsicherung und Angst aus.

    Natürlich wird das durch Einflüsse ausgelöst.

    Aber das kann alles sein.

    Eine Situation, ein Geruch, ein Ort, ein Ton,…..

    Aber das was dann folgt, ist der Trigger.

    Und der „triggert“ die Reaktion. Wie oben beschrieben.



    Und eines kann ich in diesem Forum dick und fett unterstreichen:

    Die ängstliche Person wird nicht in der Lage sein, die Offs langfristig auszuhalten.

    Das ist nichts, woran man sich gewöhnen kann. Weil sie nicht dazu dienen, Ruhe überhaupt zuzulassen.

    In allen fällen die ich hier kenne wird die Dynamik schlimmer. Schneller, kälter, abwertender, ängstlicher.

    Ich kenne aber wirklich auch nicht ein einziges Beispiel wo die Spirale nicht massiv nach unten gehen würde. Bis zur totalen Selbstaufgabe der ängstlichen Person.


    Die einzige Chance auf Besserung ist nicht das „aushalten“ der ängstlichen, sondern der aktive Wille zur Besserung der vermeidenden Person.

    (Und dann entsprechende Maßnahmen in Richtung Therapie)

    Mmmmh,

    Zum Trigger…. Ich weiß dass das Wort heute sehr häufig verwendet wird und in seinem Gebrauch manchmal sogar von der eigentlichen Bedeutung abweicht.

    Ein Trigger ist aber eigentlich ein Auslöser!

    Wie der Trigger an der Pistole.

    Ein Auslöser für eine ganz intensive, manchmal impulsive emotionale Reaktion.

    Meist hängt er mit früheren Situationen zusammen. (Was weiß ich, belastende, prägende… traumatische…) Der Trigger aktiviert dann unbewusst die damit verbundenen Gefühle (z. B. Angst, Wut, Traurigkeit), als würde die alte Situation wieder stattfinden.


    Ich kenne das sehr gut von Gesprächen zB mit meinen Eltern.

    Manchmal rede ich gar nicht, wie ich es sonst tue. Ich bin dann irgendwo in der Rolle des Kindes. Obwohl ich heute über 30 bin.

    Meine Eltern neigen dazu, sehr übergriffig zu sein. Wenn das zu extrem ist, platzt das Kind aus mir heraus.


    Das komplizierte ist jetzt, dass Erwachsene (zB vermeidende) Menschen in Beziehungen also mit Gefühlen/Mustern reagieren, die irgendwann mal in der Vergangenheit damit verknüpft wurden.

    Ich möchte richtigen, regelmäßigen Sex. Nicht mit unbekannten. Das wären ja ONS und ohne ein gewisses Maß an Vertrauen ist bei mir keine Freiheit im Kopf für Körperlichkeit möglich.

    Jeder Bekannte startete als Unbekannter.

    Und man kann ja auch herrlich vertrauten Sex mit jemandem aufbauen, mit dem man dann aber nicht noch ins Kino geht, oder essen oder oder oder (also wirklich nur einen ToyBoy, keine F+)

    Du meinst ich soll einen vorhandenen Freund fragen, ob er gelegentlich mit mir auf Tuchfühlung gehen wollen können würde?

    Ich muss sagen, dass ich in regelmäßigen Begegnungen dieser Art ein großes Risiko bei sehe, die emotionale Bindung zu unterbinden dauerhaft.

    Ne ich dachte, keine F+?

    Also wenn das Bedürfnis wirklich Sex ist, dann würde ich auch genau danach suchen. Nichts mit Freundschaften vermischen.

    Es gibt Dutzende Seiten, Apps, Foren… was weiß ich, wo man rein sexuelle Kontakte suchen kann. Oder du bist da eher der F2F Jäger in Bars/Clubs….



    Oder, Synnes Weg, selbst ran! :)

    Ersetzt keinen Körperkontakt, aber den könnte man ja wirklich bei Freunden und Familie finden.

    Und dann irgendwo das Gleichgewicht einpendeln?

    Wenn Männer nicht mehr so können, dann gibts Hilfsmittel jeglicher Art ;)

    F+ finde ich ich schwierig. Aber man könnte das + weg lassen. Dann ist die Konstellation klarer.

    Also, wenn es dir vorrangig grade darum geht.

    Ich bin mir nicht sicher, wie sehr unser Hirn und austricksen kann.

    Wenn mir das Dopamin fehlt, mache ich aus einer Mücke einen Elefanten, weißte ?

    Oder ich stalke die Kerle, die auf jeden Fall toxisch für mich waren/wären/sind.

    Oooooder ich denke zurück an solche Kerle. Oder ich versuche sogar irgendwie Kontakt aufzunehmen.


    Der Klassiker, das Handy. Ohne dem ginge nichts davon

    Ja also… wissenschaftlich gesehen liegt die Spanne für neue Gewohnheiten so ganz grob bei 18 - 254 Tagen.

    Das finde ich nicht all zu viel!

    Und irgendwie finde ich es auch mega motivierend.

    Selbst wenn es je nach Person und Gewohnheit bestimmt abweicht….


    :)

    Die Frage ist, wo starten?

    Gerade ein tolles Zitat gelesen: "Wenn Du voller Liebe bist, verwirrst Du Menschen, die voller Bullshit sind!"


    Fühle ich 😄

    Yes yes and yes!

    Ich liebe es. Je öfter ich es lese, desto mehr.


    Ich finde bei mir immer mehr heraus, wie doll man Menschen/Männer direkt sortieren kann.

    „Das einzige“ was ich lernen musste war: wenn mich ein Mensch beschäftigt, also im Nervensystem, wenn ich mich Frage was er von mir denkt, wie er mich findet, wie er findet was ich sage oder poste oder oder oder…. Dann nimm deine sch*** Füße in die Hand und lauf.

    Weg da.

    Und da wo es ruhig wird und unaufgeregt, da steht der Topf voll Gold.


    Nicht - und niemals wieder - zu Bullshit!

    Egal wie glitzernd und anziehend das sein mag. Nicht an das Nutella in der Mausefalle! Das Ding knallt und bricht dir das Genick.

    Die Analogie mit dem Virus finde ich sehr gut. Ich bin starker BA und egal wie toll die Frau ist, ab einer gewissen Zeit bricht von einer Sekunde der Virus aus, alle Gefühle sind weg und ich könnte einfach so aus der Tür gehen. Egal ( oder vielleicht genau deswegen ) wie schön die gemeinsame Zeit war. Es ist wirklich wie eine Psychose die reinknallt. Die einzigen starken Gefühle die ich jahrelang halten konnte, war für unerreichbaren Frauen, die mich nicht wollten. Ich habe meine Muster komplett durchschaut und verstehe sie, trotzdem bekomme ich mein Herz nicht mehr geöffnet. Es belastet mich sehr. Ich weiss echt nicht mehr weiter.

    Ich stimme den mal nicht zu :)


    Für mich ist es kein Virus. Und es ist auch nichts, was plötzlich irgendwo aus dem nichts auftaucht. Es ist nichts, was man nicht verstehen kann.


    Man kann es unglaublich gut kennenlernen. Erleben lernen. Man kann die Wellen beobachten, mal flach und freundlich, mal stürmisch und schnell. Man kann die kleinen Vorzeichen entdecken. Das kleine Zucken. Der klitze kleine Gedanke, das unbekannte Gefühl.

    Man kann SO wunderbar daran arbeiten.

    Es ist eine Reise und ja, sie begleitet einen vermutlich jeden Tag. Aber genau darum geht es im Leben Doch?! :) sich selbst entdecken.


    Deutlich unterstreichen und irgendwo an den Badezimmerspiegel hängen: es passiert nicht plötzlich. Der Hammer kommt nur, wenn das leise klopfen überhört wurde :)

    Ich kann mich dem nur anschließen.

    Am Ende ist jeder Mensch erstmal für sein eigenes Wohl verantwortlich. Das stimmt schon. Und sofern nicht irgendwo schutzbedürftige Angehörige (Kinder…) im Spiel sind, könnte man dies auch recht knapp so stehen lassen.


    Eine BA Beziehung ist in 99% nichts, wo die Partner mal durch eine etwas stürmische Zeit gehen. In einem Großteil der Fälle ist sie in ihrer gesamten Dynamik toxisch.

    Und sie wird um so toxischer, je weniger die Beteiligten auf ihr eigenes wohl, ihre eigenen Bedürfnisse und überhaupt sich selbst achten.

    In dem Strudel frisst so eine Dynamik einfach auf.

    Ich würde es wie in einer frischen Beziehung sehen.


    Du hast dich neu kennengelernt. (Reflektiert, mit dir gearbeitet, an dir gearbeitet).

    Jetzt hast du dich mögen gelernt! Das ist doch schon mal prima!!

    Liebe braucht vielleicht einfach etwas mehr Zeit um sich zu entwickeln? :)

    Geduld und Mitgefühl sind ja auch Dinge, die da später reinspielen…

    Er "muss" nicht reagieren.


    Aber normalerweise hätte er bei sowas immer "alles klar" oder "okay dann" geschrieben.

    Dass er so gar nicht reagiert hat, dass erweckt den Eindruck, dass er verärgert ist

    Und so unterschiedlich sind die Interpretationen.

    Ich dachte beim lesen so „ach guck. Das alte Spiel des Silent Treatments. Die Klassiker kommen nie aus der Mode.


    Ironie beiseite.

    Synne, ich kann verstehen woher deine Angst kommt. Mir hilft es manchmal, das ganze wirklich auch sachlich runter zu brechen. Also wenn du schon so im Kopf klebst, dann hol die Nummer dahin zurück, wo es hingehört… zu ihm!

    Es ist egal, wie er sich fühlt. Das ist seine Baustelle. Er könnte es sagen. Er könnte es reflektieren.

    Macht er nicht.