Beiträge von SugarLea

    Selbstverliebtheit bezieht sich nicht nur auf das Aussehen, sondern kann sich auch in Form von "von sich selbst" zu sehr überzeugt sein, immer Recht haben, andere Meinungen nicht gelten lassen, manipulieren für die eigenen Belange und um die eigenen Ziele zu erreichen etc zeigen.


    Ich hab eine Narzisstin in meinem engsten Familienumfeld und die hat es auch nicht so mit dem Aussehen. Dafür aber mit dem Rest. Die ganze Welt dreht sich immer nur um sie, um ihre Belange, um ihre Wünsche, um ihre Meinung, um ihre Wahrheit, um ihr Leben. Für die ist ihr Leben die Bühne, sie hat die Fäden der Marionetten um sich herum in der Hand....

    Bei welchen von den vielen? :P


    Beim letzten war ich 28-30 Jahre alt. Davor hatte ich über drei Jahre auch einen extrem BA. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der davor ein BA ist mit einer narzistischen Persönlichkeitsstörung gepaart, da hing ich auch zwei Jahre fest drin.

    Ja ich weiß. Ich war selbst so. Mich haben selbst in der Klinik die Therapeuten damit "gestresst", warum sich : Zitat: "Eine Frau wie Sie" an so einen Typen klemmt, der mir überhaupt nichts bieten kann. Sah ich natürlich völlig anders. Rückblickend betrachtet, hatten die natürlich vollkommen Recht! Keiner meiner BA konnte mir nur ansatzweise das bieten, was mein Mann mir heute bieten kann. Ohne faule Kompromisse, ohne sich selbst was schön zu reden, ohne zu leiden, ohne Dramen ( Streit gibt es in jeder Familie mal, Meinungsverschiedenenheiten etc) und vor allem mit einer gewissen Verbindlichkeit und Sicherheit. Ganz andere Baustelle, als bei den Typen vorher, die als die ultimativen Traumtypen gehalten habe. Die hab ich auf einen sehr hohen Podest gestellt, auf das sie hätten eigentlich nicht mal blicken können...


    Ich glaube das ist einfach ein innerer Prozess, bis man das einsehen kann, dass man sich da gewaltig was vormacht...

    Danke :flower:


    Diese Gedanken hab ich mir echt auch oft gemacht. Ich hab da lange so tief in der Scheiße gesteckt, das ich selbst dann noch, als ich drei Monate (!) stationär in der Klapse war, weil mich eine echt üble Depression dahingerafft hat, die ich von dem ganzen schmerzhaften Mist mit dem letzten BA mitbekommen habe felsenfest behauptet habe, ich würde ihn ja so sehr lieben. Da wurde mir so langsam aber sicher klar, dass da noch was sehr ernstes dahinterstecken muss, das mit Liebe so gar nichts zu tun hat.


    Liebe heißt nämlich nicht, sich dabei selbst zu zerstören, das eigene Leben in die Tonne zu kloppen, weil man aus Schmerz und purer Verzweiflung keine Kraft mehr hat sich selbst und seinem Alltag zu widmen. Liebe heißt auch nicht, rund um die Uhr einen Mindfuck betreiben zu müssen, ob und wie man nun den BA für sich gewinnen kann, über sein ganzes Verhalten zu studieren, ständig im Kreis zu überlegen, schlaflose Nächte zu haben. Liebe heißt auch nicht, seine Bedürfnisse und Gefühle unter den Tisch kehren zu müssen, weil das Gegenüber dafür gerade mal wieder nicht gemacht ist und immer nur zurückzustecken. Und das schlimmste, was auch mir passiert ist und das ich keinem wünschen würde, wenn man aus vermeintlicher Liebe zum BA sich und die Liebe zu sich selbst verloren hat. Spätestens dann sollte der Punkt erreicht sein, an dem man die eigenen Abhängigkeit entlarvt, die mit Liebe genau nichts zu tun hat.

    Nur für mich gesprochen jetzt:


    Ich musste mir, nachdem ich meinen jetzigen Partner kennenlernte ernsthaft fragen, ob ich je einen der BA wirklich geliebt habe. Ich komme immer mehr zu dem Entschluss, dass da das allermeiste nur getriggerte Gefühle, innere Muster waren, die da abliefen. Diese emotionale Abhängigkeit, die mich hat an den Männern über Jahre festhalten lassen, kann ich heute beim besten Willen nicht mehr als "Liebe" abtun. Das war pure Abhängigkeit und mein innerer Schmerz, der mich an diesen destruktiven Gefühlen festhalten lies. Bin ich mir ziemlich sicher. Klar, auch Gefühle für den Menschen an sich, aber Liebe? Nein, ich denke nicht....


    Liebe ist für mich (persönlich) nun das angekommen sein, die Verlässlichkeit, die mir mein Partner vermittelt, das zusammen in die selbe Richtung schauen, das gemeinsame planen der Zukunft. Diese innere Ruhe wenn ich mit ihm zusammen die einfachsten Dinge mache und sei es nur einen Film anschauen. Dieses stinknormale Leben einfach, das ich mir mit den BA immer so sehr gewünscht habe, aber nie bekommen. Dem ich immer nachgejagt bin und diese Männer für mich gewinnen wollte.


    Liebe ist für mich nicht( mehr), ständig zu hinterfragen, das Verhalten des Gegenüber zu analysieren, aufzupassen wie ich mich verhalten, überlegen müssen, was ich wann und wie mitteilen darf, nicht mehr zu leiden an Sehnsucht, an Ungewissheit, mich mit den winzigen Krümeln, die mir die BA immer zugeworfen haben abzugeben und ein Fest zu feiern, wenn ausnahmsweise nach 5 Wochen Funkstille mal eine Nachricht kam. Liebe ist für mich nicht zu wissen, ob ich morgen noch einen "Partner" habe, der am nächsten Tag wieder eine andere toll findet, weil er sich nicht binden kann oder ich wieder im Off alleine zu Hause sitze und verzweifelt bin. Das alles war emotionale Abhängigkeit, das ich mit Liebe verwechselt habe um mein Bleiben vor mir selbst rechtfertigen zu können...


    Bei mir ist Liebe dann, wenn ich sein kann wie ich bin und mich nicht verstellen muss und wenn ich meinen Partner sein lassen kann wie er ist, ohne darunter zu leiden.
    Diese Art der Gefühlswelt hätte ich früher wahrscheinlich gar nicht ertragen, deswegen musste ich mir ja (unterbewusst) immer die "Bad-Boys" rauspicken, mit denen eine Bindung gar nicht erst möglich war...

    Bei mir wirkt es sich nicht (mehr) auf meinen Job aus. Ich arbeite sehr nahe mit Menschen (körperlich und seelisch, bekomme deren ganzen Leben- Freud und Leid im Detail mit) und liebe es.
    Mache zudem gerade eine Weiterbildung zur Sterbebegleiterin, weil ich mir das total gut vorstellen kann im Ehrenamt zu machen. Ich denke näher kann man einem Menschen und dessen Seele gar nicht kommen.


    Dafür bin ich privat dann eher die, die auch mal Zeit für sich braucht, die es nicht haben muss ständig angefasst zu werden. Hin und wieder natürlich gerne, auch mal eine feste Umarmung aber dann ist auch wieder gut.


    Muss aber sagen, das war schon auch eine persönliche Weiterentwicklung, vor einigen Jahren wäre ich da denke ich viel distanzierter gewesen. Auch in meinem beruflichen Umfeld.

    Zitat von Reflektierte

    Damit sie sich so verhält, dass ich mich damit wohl fühle, muss ich mich aber verstellen bzw. meine Zuneigung für sie zurückhalten....


    Das funktioniert schon mal gar nicht. Man kann einen Menschen nicht dazu verbiegen sich so zu verhalten wie man das gerne hätte. Damit wäre wohl niemand glücklich und würde über kurz oder lang ( völlig zu Recht!) ausbrechen.


    Wenn du schon seit deiner Jugend immer so ambivalente Frauen anziehst, dann würde ich dir raten mal mehr bei DIR, anstatt bei den Frauen zu suchen wo das Problem liegt. Ganz oft sind nämlich Menschen, die sich zu Bindungsängstlern hingezogen fühlen selbst bindungsängstlich und ziehen sich deswegen genau diese Art der Beziehung an Land, damit eine echte Verbindung, die auf echter Nähe und echter Zuwendung gar nicht erst entstehen kann. Diese Verhaltensweisen entstehen meistens unterbewusst und man denkt sich immer "Aber ich bin doch der, der eine Beziehung will, der andere will ja immer nie"...passive Bindungsangst ;)

    Ich weiß jetzt, dass er damals wirklich aus Angst und nur wegen seinem Kind zu seiner Frau zurückgegangen ist, anstatt zu seinen Gefühlen zu mir und der Tatsache zu stehen, das er eigentlich neu anfangen will. Das hatte ich lange im Gefühl, war mir da auch ziemlich sicher. Aber jeder von uns kennt ja die Restzweifel, die einen trotzdem immer plagen...Mich hat ja der ganze Scheiß damals 13 Wochen in eine Klinik getrieben, weil ich eine mittelgradige Depression gekriegt habe und immer die Schuld bei mir gesucht habe, obwohl ich in mir drin genau wusste, dass das alles ganz andere Gründe hat, die mit seinen Gefühlen zu mir nicht das geringste zu tun hatten....

    Mich verbindet eine Freundschaft mit meinem Ex BA. Wir können sehr viel offener und ungezwungener miteinander umgehen, seit das "wir" nicht mehr zwischen uns steht. Aktuell steckt er in der Trennung von seiner Frau und spricht mit mir darüber und über seine Gefühle damit. Demnächst wollen wir uns mal wieder treffen und zusammen ins Kino gehen - Treffen, die ich früher immer wochenlang erkämpfen musste, er typisch BA immer nicht festgelegt sein konnte usw. Jetzt ist er es, der fragt und mir schreibt, dass er sich freuen würde, wenn wir uns endlich auch mal wieder sehen würden, anstatt nur zu schreiben.


    Diese Entwicklung finde ich sehr schön :flower:


    Was ich aber aus den letzten Jahren gelernt habe ist, dass ich mich auf meine Intuition immer verlassen kann, denn alles was ich damals gefühlt habe, habe ich zu Recht gefühlt und hat sich im Nachhinein total bestätigt...

    Zitat von Morzimati

    Oder wollen wir uns einfach nicht eingestehen dass die BÄ uns einfach nicht oder nicht genug Lieben?


    Müsste es nicht funktionieren wenn der BÄ uns liebt?


    Die Frage hab ich mir, - selbst BA und immer Partner mit BA auch gestellt. Als ich selbst der Partner von einem aktiven BA war, dachte ich immer ich wäre nicht liebenswert und aus diesem Grund würde mein Partner sich nicht einlassen. Ein Trugschluss. Den besagte Partner konnten und können auch mit anderen Partnern keine "normale" Beziehung führen.


    Aaaaber, bei mir selbst war es immer so, das ich weggelaufen bin wenn es enger wurde, weil meine Gefühle immer verschwunden sind und nur noch ein "genervt sein" von der einst geliebten Person übrig geblieben ist. Ein Schutzmechanismus, der da ablief um mich nicht einlassen zu müssen.
    Heute bin ich seit einigen Jahren in einer festen Beziehung, verheiratet und das war eine echte Entscheidung FÜR die Liebe, FÜR den Partner - egal welche Ängste und Gefühle da kommen mögen. Und ich denke an den Punkt kommen viele BA nicht, das Wagnis einzugehen, sich ihrer Ängste bewusst machen, sie durchlaufen. Das erfordert Mut, Willen, Durchhaltevermögen - weglaufen ist kurzfristig gesehen immer die leichtere Methode...Langfristig steht man dabei aber seinem eigenen Glück selbst im Wege. Und da sage ich mittlerweile wirklich auch : "Ja, ich habe meine vorherigen Partner nicht so sehr geliebt, dass ich dieses Wagnis bereit war anzunehmen"...

    Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster und behaupte, das BA immer einem Trauma zugrunde liegt und es da genau deswegen immer eine Therapie geben sollte um die Muster zu bearbeiten. Ihre Aussage halte ich für Geldmacherei damit die Leute ihre Bücher kaufen. Sie weiß genau, dass sich die Leute nicht gerne kränker machen lassen als sie sind und daher eh alle erstmal glauben mit einem Buch könnte es schon getan sein. Fataler Fehler! Kann der aber ja egal sein, das Buch ist dann ja schon gekauft.


    Die Frau wird mit immer unsympathischer....

    Ich meine, das ich den Mitgliedern hier sicher keine "Mauslsperre" verpassen werde, nur weil sie frei raus ihre Geschichte erzählen möchten.
    Wir wissen doch selbst, das es oft Geschichten sind die man in seinem Umfeld nicht so einfach erzählen kann, sich unverstanden fühlt oder gar noch abwertende Sprüche als Reaktion zu hören kriegt. Also eben hier auf dieser Plattform unter Gleichgesinnten um sich mal alles von der Seele zu schreiben. Die Leute brauchen keine Übersicht, die brauchen Platz für ihre Gedanken, Gefühle und Antworten.


    Diese Erzählungen halte ich zudem für sehr wichtig um zu verstehen. Sicher ähneln sich die Geschichten im Forum aber so viel Geduld die Leute anzuhören sollte man schon mitbringen, wenn man sich aktiv in einem solchen Forum beteiligen möchte.


    Wenn du hier mal genau liest, wirst du viele Antworten finden. Es gibt hier einige der BA (ob aktiv oder passiv), die schon sehr weit sind und hier sowohl ihren Weg, als auch wertvolle Ansätze weitergeben. Ich zum Beispiel - mittlerweile glücklich verheiratet in einer stinknormalen Ehe, verbringe hier extrem viel Zeit um auf (ja, immer und immer wieder die selben) Beiträge zu antworten mit Lösungsansätzen und Hilfestellungen. Ich habe nicht das Gefühl, das es hier zu wenig Lösungsansätze zu finden gibt.
    Ich geb mir hier sogar noch die Mühe zu helfen, obwohl ich mittlerweile sogar mein Geld damit verdiene, Menschen mit Ängsten zu helfen.

    Keine Zeit :)


    Ich pendel zwischen zwei Ländern hin und her am Wochenende. Ich hab sozusagen zwei Wohnsitze und schon genug Stress dadurch.
    Aber da wir ein eigenes Haus planen für die nächsten zwei Jahre, ist ein Garten mit "Pool" und Beeten, Bäumen für mich (und meine Dogs) natürlich ein must have! :)

    Zitat von Reni

    . Aber meine Family hat schon gewisse Ansprüche.


    Dürfen sie gerne haben. Aber in ihren eigenen vier Wänden. Bei dir zu Hause, haben sie dein Hausrecht zu waren. Ganz einfach. Das ist deine Wohnung und die kannst du so halten wie du es möchtest.



    Zitat von Reni

    Nach Konzerten und Partys habe ich schon öfters bei anderen Leuten übernachtet, aber ich habe es noch nie erlebt, dass der Gastgeber sein Bett für die Gäste geräumt hatte. Das kenne ich nur von der Verwandtschaft aus dem Ausland.


    Ich hab schon mit mehreren in einem Bett gepennt bei Freunden, inkl dem Bettbesitze. Die Variante gibts dann auch noch :D



    Zitat von Reni

    Wo bitte schön steht denn sowas geschrieben?


    Nirgens! ;)

    Zitat von Reni

    Bei mir dürfen Freunde gerne übernachten, müssen aber akzeptieren, dass ich ein Morgenmuffel und nach dem Aufstehen nicht unbedingt gesprächig bin. Wobei so ziemlich alle meine Freunde deutlich länger schlafen als ich.


    Das letzte Mal einen Übernachtungsgast hatte ich an meiner Hochzeit. Aber da war das Hotelzimmer zweistöckig. Mein Mann und ich im Wasserbett oben, meine Freundin und Trauzeugin im Bett unten - gefrühstückt haben meine Freundin und ich dann gemeinsam. Mein Mann hat sich derweil die letzte Nacht ein paar Mal durch den Kopf gehen lassen ;) Anschließend sind wir einfach spazieren gelaufen, während mein Mann gepennt hat. Da ging das dann auch.
    Aber davor bei mir übernachtet hat zum letzten Mal 2008 jemand und da wars mein Partner...




    Zitat von Reni

    Ich hab´ keine Hunde, mag aber auch keinen Besuch ohne Vorankündigung. Einfach deshalb, weil ich Wert drauf lege, dass meine Wohnung sauber und aufgeräumt ist, wenn Besuch vorbeikommt. Ich würde mich unter Druck gesetzt fühlen, wenn die Bude mal bissl unordentlich wäre und dann jemand an der Tür klingeln würde.


    Das wäre mir egal was andere zu meiner Wohnung sagen. Es ist ja eben MEINE Wohnung und wem es nicht passt, der darf gerne draußen bleiben :)
    Abgesehen davon ist bei uns immer alles sauber, hab da einen Tick. Mag es einfach generell eher sauber und aufgeräumt. Bis auf meine Krutschtel - Ecken halt und meinen "Klamotten Stuhl". Wobei, selbst der ist gerade leer...



    Zitat von Reni

    In südeuropäischen Familien ist das fast immer so, dass die Gastgeber ihr Schlafzimmer für die Gäste räumen und auf dem Sofa schlafen, solange die Gäste da sind. Das war in unserer Wohnung auch so, und auch unsere Verwandten haben für uns ihre Schlafzimmer geräumt.


    Nicht nur da. Mein Mann hat sogar seine besoffenen Kumpels in seinem Bett schlafen lassen und hat selbst auf dem Sofa gepennt, wenn die bei ihm gefeiert hatten. :roll: Das könnte er sich heute nicht mehr rausnehmen, da weiß er dass ich ihm den Kopf abreißen würde. Mein Bett ist mir heilig, da hat keiner was drin zu suchen außer uns und dem Vierpfotigen Schlappohr (und selbst das wollte ich eigentlich nie, hat er aber selbst schon in der ersten Nacht so beschlossen, wer könnte ihm böse sein? :drunken: )



    Zitat von Reni

    Wenn es ums Rauchen geht, sind viele Südeuropäer ziemlich uneinsichtig und rücksichtslos. Der Vater dieses besagten Freundes war mal ziemlich beleidigt mit mir, weil ich ihn in meiner alten Wohnung nicht rauchen lassen wollte und er vor die Tür gehen musste. Meine Mutter hat ja in meiner Kindheit ständig am Esstisch geraucht, auch wenn mein Vater (hat nie geraucht) und wir Kinder gerade beim Essen waren. Noch schlimmer fand ich ihre Qualmerei im Auto, wenn wir in den Urlaub gefahren sind. Damals gab es in Ex-Jugo noch keine Autobahnen, wir sind 12 Stunden in eine Richtung gefahren. Mein Vater, der die ganze Strecke alleine gefahren ist, war natürlich auch genervt, wenn die ganze Zeit der Qualm vom Beifahrersitz in sein Gesicht blies.


    Ja, meine Mutter war früher auch so. Noch heute kriege ich einen Tobsuchtsanfall wenn ich in irgendwelchen Serien ( Ich sag nur "Harz aber herzlich" letztens auf RTL 2) sehe in der dann die Eltern in der heutigen Zeit, mit dem heutigen Wissen um die gesundheitlichen Gefahren für ihre Kinder da munter in der Bude hocken und rund um die Uhr zu mehreren ihre Kinder zuräuchern. Da könnte ich reinschlagen, ehrlich.


    Zitat von Reni

    Das sind so typische Macken von älteren Leuten aus diesen Ländern, die kann man nicht mehr großartig ändern...


    Oh doch! Nämlich dann wenn man zu dem steht was man will. Das predige ich meiner Schwiegermutter auch ständig. Ihre Wohnung, ihre Regeln. Wenn es der Alten net passt, dann soll sie ins Hotel ziehen ( und selbst da ist es verboten auf den Zimmern zu rauchen). Bei solchen Sachen fängt es nämlich schon an sich den nötigen Respekt zu verschaffen. Ich schäme mich heute noch dafür, das ich über Jahre meiner Oma ihre vier Wände zugeraucht hab. Zwar nur in meinem eigenen Zimmer aber den Gestank hat man garantiert in der ganzen Wohnung gerochen als Nichtraucher. War halt zugegebenerweise echt zu faul, die drei Stockwerke jedesmal vor die Türe zu laufen. Da hätte ich auch gleich da sitzen bleiben können, weil ich hab ja quasi ständig geraucht...Aber ehrlich, das ist höchst respektlos und darf man nicht dulden wenn man es nicht will. Egal um wen es sich handelt.

    Zitat von Reni

    Hmm... also ich hab´ kein Problem damit, wenn Freunde mal bei mir übernachten. Wenn es nur 1-2 Nächte am Stück sind, geht das schon. Es ist aber was anderes, wenn jemand bei mir wohnt. Ich mag es nicht, wenn jemand in die Bude kommt, ohne vorher zu klingeln. Beim gemeinsamen Wohnen haben natürlich alle einen Haustürschlüssel und können reinkommen, wann immer sie wollen.


    Da bin ich genauso. Ich hab deswegen quasi nie Besuch über Nacht. Nachts und vor allem morgens will ich meine Ruhe und mich nicht um Gäste kümmern müssen. Ohne zu klingeln kommt bei mir eh schon keiner ins Haus - ich hab Hunde, da ist der Bock fett ;)
    Glaub mir, wenn es um den Menschen geht, den du liebst ist das alles anders.


    Zitat von Reni

    Langzeitbesuche mag ich auch nicht. Meine Freundin ist mit einem Spanier zusammen. Seine Eltern sind nach der Rente in die Heimat zurückgegangen und besuchen die Beiden alle 2 Jahre. Und dann bleiben sie immer so ca. 10 Wochen. Das ist für mich eine Horrorvorstellung und auch ein Grund, warum ich früher Südeuropäer als Partner ausgeschlossen habe... hatte keine Lust auf ständig anwesende Verwandte.


    Das kenn ich. Die kroatische Mutter meiner Schwiegermutter hockt sich auch drei Monate im Jahr bei ihr auf dem Sofa den Arsch platt bzw belagert deren Schlafzimmer. Die benimmt sich dazu dann aber auch noch unter aller Sau, respektlos und qualmt als Kettenraucherin eine ganze Nichraucherwohnung zu. Die nimmt nicht mal Rücksicht drauf, dass meine Schwiegermutter in Schicht arbeitet und nach der Nachtschicht auch mal schlafen muss, - ne die kommt nach Hause und bedient von früh bis spät ihre Alte. Diese Frau haben wir alle auf dem Kiecker, eben weil sie sich so verhält wie sie es tut. Die muss echt nach der Nachtschicht bei meinem Schwiegervater schlafen, damit sie überhaupt funktionieren kann für die Arbeit.


    Ich hätte jetzt kein Problem damit, wenn zb meine Oma noch bei uns einziehen würde ( im Gegenteil, ich hab ihr das auch schon vorgeschlagen, sie aber möchte nicht) aber weil ich weiß, dass das Zusammenleben trotzdem funktionieren würde und wir ausreichend Platz hätten um alles so zu managen, dass sich keiner gestört fühlen muss.