Beiträge von Anonymus

    Da hat Radi recht. Egal wie das nun ausgeht: Nutze die Gelegenheit die Zwischenstufen auszuloten. Alles zwischen schwarz und weiß. Und ruhig zu sprechen. Ruhig zu verhandeln. Das brauchst du ohnehin für dich und deinem Weg und hier ist ein Übungsfeld

    Und vergiss nicht zu überlegen ob so große Probleme so früh in der Beziehung für dich überhaupt tragbar sind. Es ist noch immer die Kennenlernphase in der man schaut ob es überhaupt passt. Er verhindert gemeinsame Nächte indem er lieber zuhause schläft und gleichzeitig deinen Hund aussperrt. Statt hinterher die Hundehaare weg zu putzen, sich einen Saugroboter zu holen oder andere vernünftige Maßnahmen zu ergreifen um das Problem praktisch anzugehen, wie es ein bindungssicherer Mensch tun würde. Ich denke ein bindungssicherer Mensch würde auch entweder keinen Partner mit Hund wählen oder die Haare in Kauf nehmen statt dich vor eine unlösbare Aufgabe zu stellen an der du nur scheitern kannst.


    Deswegen zweifele ich seine Bindungssicherheit eher an. Und ich würde dir empfehlen jetzt direkt eine Grundsatzfrage zu stelle: Kommt er mit dem Hund klar oder nicht? Das schiebt das Problem wieder dahin wo es hingehört: zu ihm. Entweder er löst das Problem und kümmert sich um seine Neurosen. Oder er muss Single bleiben. In keinem Fall ist es fair ein so großes Problem in dein Leben zu tragen. Und das solltest du dir nicht aufbürden. Umgekehrt gilt das natürlich genauso.

    Es gibt ja auch Menschen denen Sex wirklich nicht so viel bedeutet. Mich würde schon interessieren, ob er einfach nicht so viel Sex möchte/braucht oder ob die Gründe außerhalb (Erektionsstörung, Depressionen, usw.) oder innerhalb der Beziehung liegen. Vermutlich kriegt man es nur mit der Zeit heraus.

    Mit AD(H)S habe ich auch so meine Berührungspunkte, nicht in meiner Beziehung, aber bei ehemaligen Kennenlernphasen und in Familie und Freundeskreis. Finde ich tatsächlich nicht ganz einfach, aber das liegt zum Teil auch an meiner speziellen Lebensgeschichte, dass das so schlecht mit meinem Wesen vereinbar ist. AD(H)S ist ja auch so eine Spektrum-Sache, also sehr individuell wie ausgeprägt es ist etc.


    Hat er denn selbst gesagt dass er ADHS hat? Und wird er behandelt?

    Du kannst versuchen dir jeden Tag vorzustellen, dass dein Leben auch ohne ohne schön wäre. Wenn dir das zu schwer vorkommt, dann versuche dir jeden Tag vorzustellen, dass auch du ihn im Moment prüfst (passt das wirklich?) und dass es immer besser ist allein zu sein als mit dem falschen Partner, gerade nach deinen bereits gemachten Erfahrungen. Und nicht nur in Worten denken, sondern besser innerlich das Gefühl aufrufen.

    Mir ist das anfangs auch passiert. Habe ich sogar hier geschrieben. Datis schlechte Aktionen haben mich bei meinem jetzigen Partner in einer Situation verunsichert, aber ich habe es angesprochen, alles gut, ihm ach erklärt warum ich ggf. einen Fehlalarm hatte. Aber auslassen darf ich das nicht an ihm, das würde ich umgekehrt auch nicht lange vertragen.


    Es wird sich sicher mit der Zeit bei dir auswachsen.

    Da gebe ich dir vollkommen recht. Der Partner soll sich ja nicht abmelden müssen wenn er sich nach dem Sport verquatscht, zumal ihr ja nicht verabredet gewesen seid. Gut, dass du das mit dir ausgemacht hast. Die Grundproblematik kann man ja besprechen und habt ihr ja schon.


    Aber ich würde mich auch unwohl fühlen, wenn ich nach dem Sport noch quatschen würde und mein Partner deswegen gleich nervös würde. Von mir aus kann er gern anrufen, aber ggf. höre ich es nicht oder sage "bin am quatschen, melde mich wenn ich zuhause bin."

    Es freut mich dass du jemanden getroffen hast der dir gut tut, dass du verliebt bist. Aber man kann in den ersten Wochen nicht wissen wen man vor sich hat. So viele Dates fangen sehr gut an, auch die mit deinem letzten Freund fing gut an und die mit deinem Exmann. Das sollte dich nicht abhalten. Wie du vielleicht gelesen hast, bin ich auch wieder in der Kennenlernphase einer Beziehung. Aber so lange man nicht auch ein paar Konflikte hatte etc weiß man sehr wenig.


    Mir helfen zwei Dinge:

    Erstens darauf zu achten, ob es mir jeden einzelnen Tag gut geht. Wenn es mir gut geht, dann spielt es keine so große Rolle, ob es dann eventuell irgendwann doch nicht passt, weil es nichts zu bereuen gibt und man keine Energie verliert.

    Zweitens mir klar zu machen, dass es jetzt nicht perfekt sein muss. Ich bin bindungsunsicher und werde es wohl immer sein. Ich strebe aber eine wachsende Sicherheit an, das ist in jedem Fall erreichbar, was für mich wichtiger ist als 100% bindungssicher zu sein (woran ich für mich noch immer nicht glaube). Daher reicht es mir wenn meine Beziehungen besser werden und alte Muster sich nicht wiederholen. So lange das gegeben ist bin ich zuversichtlich, auch wenn es Enttäuschungen geben sollte.


    Ich bin übrigens sehr glücklich und das top stabil. In mir selbst und in meinem Leben (schon länger) und in meiner Beziehung (seit sie angefangen hat). Und er gefällt mir bisher wirklich rundherum und ich fühle mich jeden Tag wohl.


    Ich finde aus deinen Worten spricht weiterhin viel Sehnsucht. Die ist dein Kompass und zeigt dir was du brauchst. Aber sie kann auch zur Projektion werden. Halt die Sehnsucht fest, aber gib dir Zeit festzustellen ob sie hier wirklich stabil gestillt wird.


    Viel Spaß beim Kennenlernen :) Freue mich mehr von dir zu lesen

    Das klingt sehr gut. Vor allem gleich treffen und nicht so viel schreiben finde ich richtig gut! Ich bin gespannt mehr von euch zu lesen

    So ist es, aber manchmal gibt es da noch ein kleines Fenster in der körperliche Nähe möglich ist, aber ich gebe zu, es schließt sich dann recht bald.

    Ich kenne beides. Also was Synne schreibt: Jemand wurde so sehr von Sockel gestoßen, Leinwand in Flammen aufgegangen, dass da nie wieder etwas wächst und auch keine Anziehung, Wut, Sehnsucht mehr da ist. Manchmal habe ich dann so eine unaufgeregte Bekanntschaft, Sex allerdings eher selten, bzw. nur in einem kleinen Zeitfenster ehe auch der mich nicht mehr zieht. Eventuell ist das auch bei dir gerade so oder so ähnlich.


    Ich kenne aber auch das Problem, dass man doch wieder in irgendwas verstrickt wird was einem nicht gut tut. Siehe die zitierte Drogensucht oder einfach weitere Kränkungen die einem nicht gut tun.


    Ich denke beides ist möglich und nur man selbst kann wissen was wirklich Phase ist. Bei mir war jede "Sucht" irgendwann vorbei und ich denke was mal abgelegt ist wäre auch nie wieder zu reaktivieren.

    Hallo Nadja, ich frage mich warum das für dich so lange in Ordnung geht mit jemandem nur zu schreiben ohne sich zu treffen? Ich würde das keinen Monat wollen. Wie waren denn deine bisherigen Beziehungs- oder Datingerfahrungen?

    Ich verstehe, dass dir ein Partner fehlt, aber nutz die Zeit so gut es geht um am Bindungsthema zu arbeiten. Umso eher besteht ja auch die Chance, dass deine nächste Beziehung wieder besser wird als alle bisher <3

    Ich fand es deswegen interessant, weil hier im Forum immer wieder die Fragen kommen: Warum tut der BAler das? wie fühlt er? Ist es bewusst/Absicht? Sie ist natürlich keine Stellervertreterin für alle BAler. Aber für einen Teil kann sie sicher sprechen, daher denke ich das ist für viele Mitglieder interessant.

    Fand ich superspannend, da sehr ehrlich. So ehrlich wären wohl nicht viele und beantwortet manchen hier im Forum vielleicht auch die ein oder andere Frage zum wieso, weshalb, warum. Aber bitte achtet auf euch, es besteht durchaus Triggergefahr.


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    Ich wünsche euch allen auch ein frohes, neues Jahr? Habt ihr gute Vorsätze gefasst, vielleicht auch rund um das Thema hier? Lasst doch gerne mal hören, eventuell klaue ich euch dann den ein oder anderen Vorsatz :)

    Ich fand und finde es alleinerziehend auch wirklich schwer eine Beziehung zu führen und Zeit dafür zu finden. Vor allem wenn "alleinerziehend" nicht nur bedeutet "ohne Partner", sondern auch "ohne Rückhalt durch eine eigene Familie". Wenn dann noch Faktoren hinzukommen, wie eine Erkrankung des Kindes oder eine Entwicklungsverzögerung oder -störung oder Mobbing... Bei mir gab es auch viele Jahre in denen ich einfach nur versucht habe durch zu kommen und ich bin auch mehrmals dadurch länger krank geworden, z.B. mit einer Erschöpfungsdepression.