Beiträge von Anonymus

    Der Umkehrschluss aber wäre für mich aber auch, wenn hier jemand keine konkrete Frage stellt, warum teilweise doch der Impuls entsteht, unbedingt helfen zu wollen und warum man selbst enttäuscht ist, wenn die eigene gut gemeinte Hilfe nicht ankommt und das schnell auch mal dem anderen vorgeworfen wird. Das betrifft ja immer zwei Seiten, die da an sich arbeiten können.

    Ich bin nicht enttäuscht und habe keinen Vorwurf gemacht, sondern eine Bitte formuliert und eine Idee entworfen wie man weiterkommen könnte. Mehr nicht. Ich weiß, dass wir schon mehr als einmal an diesem Punkt waren und würde da gerne weiterkommen. Es muss aber auch nicht sein. Es geht ja nicht um meine Probleme, die hier besprochen werden.


    Teilweise habe ich Lea auf konkret gestellte Fragen geantwortet, teilweise auf welche, die ich wohl eher vermutet habe. Lea hat nun hier formuliert dass sie nicht so happy mit den Beiträgen ist/war. Ich versuche auf meine Art darauf einzugehen.


    Allerdings ist mir anhand der ganzen Sache hier aufgefallen, dass ich selbst auch unklar in meinen Beiträgen bin und ich will da ab jetzt mehr drauf achten. Ich glaube das hat nämlich auch was mit meiner eigenen Beziehungsfähigkeit zu tun. Wenn ich nicht Schritt für Schritt übe klar zu kommunizieren, wird es in meinen Beziehungen weiterhin Probleme geben, egal ob hier im Forum oder "da draußen".

    Okay, dann frag doch bitte künftig ganz konkret hier im Forum nach Hilfe. Teilweise hast du das ja schon gemacht, aber vieleicht bekommst du eher das was du dir an Unterstützung wünschst, wenn du genauer danach fragst? Sonst ist es für uns ja wirklich wie Topfschlagen. Jeder interpretiert in deinen Text rein und dabei spielt vermutlich das eigene Erleben und die eigene Prägung stark mit rein. Daran ist ja auch nichts falsch, aber für dich ist fühlt es sich dann nicht wie die richtige Hilfe an. Ich glaube ich und andere können sich besser auf dich einstellen wenn du nach Hilfe in konkreten Punkten fragst. Oder du sagst "ich will mich einfach mal ausheulen" oder "bitte jetzt einfach nur Verständnis und keine Ratschläge" oder "Wie kann ich meine Trauer bewältigen?"


    Denn wir waren in diesen Thread schon mehrmals an dem Punkt, dass es dir nicht gut geht und die gut gemeinte Hilfe nicht so ankam. Vielleicht können wir ja wenigstens hier für dich und uns weiterkommen, zumindest einen Minischritt? Würde mich freuen.


    Denn auch für mich ist es frustrierend, wenn ich hier bei deinen Themen mitlese und versuche aus der Ferne zu helfen und dann lese wie das bei dir angekommen ist. Offensichtlich nicht gut. Ich glaube das kann auch dazu führen, dass ich nicht mehr weiß was ich dir noch schreiben soll.


    Also bitte denk mal drüber nach ob du da ab hier konkreter werden kannst und willst. :)

    Ach, ich bin bei dem Thema echt hin- und hergerissen.


    Einerseits klar, jeder macht das in seinem Tempo und jeder nutzt das Forum wie er möchte und sollte hier natürlich Hilfe finden. Ich glaube das ist an sich auch gegeben. Jedenfalls fand ich die Leute hier immer maximal bemüht und den Ton eher liebevoll. Ich will auch nicht das Lea sich unverstanden fühlt und dann nicht mal mehr hier die Ansprache und Anteilnahme findet.


    Andererseits ist hier zu schreiben ja schon sowas wie ein Appel an die anderen Teilnehmer sich zu beteiligen, ihr Wissen und ihre Meinung einzubringen. Und die Teilnehmer sind keine Therapeuten, also nicht verpflichtet den Nutzern diese spezielle Beziehung der Nachbeelterung ohne Urteil anzubieten. Sie können sagen wie sie es eben sehen.


    Natürlich soll Lea ihren Weg in ihrem Tempo gehen. Ich glaube vielleicht nutzt Lea das Forum hier wirklich eher um mal drüber zu reden. An sich weiß sie ja auch viel mehr über Bindungs- und Verlustangst als die meisten die ihr antworten, weil sie sich schon so lange damit beschäftigt. Vielleicht kommt daher die Irritation. Vielleicht sucht Lea eben gar keine Tipps, Ratschläge, Therapeutenlisten und so weiter? Vielleicht geht es nur darum den Schmerz mit anderen zu teilen? Drüber zu reden verschafft einem ja oft eine kleine Erleichterung, auch wenn es nicht hilft das Problem aufzulösen. Ich glaube mich zu erinnern, dass sie auch schon öfter gefragt wurde, was genau sie von den Nutzern gerne möchte, welche Hilfe sie sucht. Vielleicht kannst du SugarLea darauf noch mal antworten.


    Mir kommt es allerdings auch so vor, wie Radi es formuliert hat. Es wirkt als wollte Lea ihre Themen im Moment nicht angehen, obwohl eigentlich ein günstiger Zeitpunkt wäre ein paar Dinge zu tun. Ist erlaubt, keine Frage. Aber dennoch irgendwie schade. Vielleicht ist es noch zu früh. Und manchmal wirkt es als hätte Lea vergessen was sie selbst noch kurze Zeit vorher geschrieben hat. Ich glaube das irritiert auch manchmal. Dieser starke Perspektivenwechsel. Und so eine Art von Beobachtung ist schwer zu kommunizieren, kann für Lea aber sehr wertvoll zu erfahren sein.


    Wie in einer Freundschaft auch finde ich hier es manchmal sehr schwer einem Freund/Nutzer eine Beobachtung mitzuteilen, die vielleicht wie eine Kritik oder wie ein Vorwurf wirken könnte. Die Gefahr dass der Freund gekränkt ist und dicht macht oder wie bei Nicnov gar nicht erst auf macht ist da. Die Beziehung könnte beschädigt werden. Ich könnte wie ein Besserwisser wirken oder als würde ich mich über die Person stellen, als wüsste ich über den Freund besser Bescheid als der über sich selbst.

    Aber nichts zu sagen ist auch schwierig. Besonders wenn der Freund das Thema wieder an einen heran trägt. Das hieße ich würde entscheiden, dass der Freund nicht in der Lage ist die eine Info zu handeln und seine Reaktion darauf zu finden. Und vielleicht beschädigt es die Freundschaft auch wenn ich dann innerlich da sitze und mir meinen Teil denke und nichts sage. Das spürt der Freund doch auch?


    Ich finde es kniffelig

    Und ja, auch in meinem Freundeskreis gibt es welche. Und ich kann mich mit keiner von ihnen wirklich identifizieren. Die haben alle ihre Familie, ihre Kinder oder einen Partner, mit dem sie ihr Leben bestreiten und die Themen die da so aufkommen, interessieren mich NULL.

    Aber vielleicht könntest du genau da wichtige Dinge zum Thema "sichere Bindungen" erleben und erlernen? In meinem Freundeskreis und auch in meinen Sportgruppen gibt es zB kaum funktionierende Beziehungen und Familien und inzwischen glaube ich dass das ein Nachteil sein kann, weil wir uns dadurch ungewollt gegenseitig in unserer Weltsicht eher bestärken und bestätigen, aber wenig neue Impulse für Beziehungen bekommen.

    Ich wundere mich hier auch etwas über dein Frauenbild :) :S :) Als wären Frauen so: Shopping, Nägel, Mode, Haare und sonst nix. Kennst du denn überhaupt Frauen? :D


    Krasse Vorurteile auf jeden Fall. Vielleicht wäre es doch mal einen zweiten Blick wert drüber nachzudenken was Männer die geben, was Frauen die nicht geben? Vielleicht eine spezielle Art Aufmerksamkeit? Vielleicht verlangen die weniger von dir? Oder vergleichst du dich vielleicht unbewusst mit jeder anderen Frau? Seltsam finde ich es allemal andere Frauen so abzuwerten.


    Ich glaube da lässt du dir was entgehen :/

    Ich weiß bei toxischen Beziehungen geht man durch die Achterbahn. Zwischen


    Zitat

    Ich weiß dass ich mich an einer toxischen Beziehung festgehalten habe, mal wieder. Ich weiß, dass 90 % dieser Beziehung für die Tonne gewesen ist, dass ich die letzten Monate eigentlich außer Dauerkontakt (...) und einige Stunden kuscheln vor der Klotze, hier und da mal ein Essen gekocht kriegen und Sex nichts davon hatte.

    und

    Zitat

    BA/VA hin und her. Aber er hat mir auch genauso viel gegeben und das zig Mal die Woche. Ich hab mich ihm unglaublich nahe gefühlt und tue das auch jetzt noch.

    liegen nur wenige Tage.


    Ich denke ein Teil deiner Reise kann auch sein diese beiden Sichtweisen zu integrieren und zu einer Haltung zu formen. Klar, in der Wut lässt man auch mal Dampf ab. Aber ich glaube die Idealisierung und die Abwertung dienen dir beide nicht so richtig gut. In der Idealsierung schützt du dich nicht genug und in der Abwertung liegt auch eine Selbstabwertung, daher bestimmt auch kein hilfreiches Gefühl.


    Oder sehe ich da was ganz falsch?

    Ich finde, auch wenn es im Moment nicht so leicht zu erkennen ist, ist hier einiges auch positiv festzustellen. Ich hoffe das triggert dich nicht an Lea. Natürlich ist die Trennung und alles was in den letzten Monaten passiert ist oberscheisse für dich. Wirklich hart. Das tut mir sehr leid und ich will den Schmerz nicht vergrößern.


    Was ich aber positiv finde:

    Du hast einen Abschied bekommen, schriftlich und mit Begründung. Das macht es leichter abzuschließen, als wortloses Verschwinden, ohne Begründung und klaren Schlußstrich.

    Ich finde es auch gut dass er sich so deutlich ausdrückt. Das tut weh, ist aber klarer und damit leichter zu akzeptieren als die Warteposition, lange On-Off-Geschichten und so weiter.


    Ich kann mich gar nicht erinnern dass ein BAler von mir sich mal getrennt hätte. Ich musste das immer machen, was irgendwie mies ist, weil es ja nicht ich war, die zu wenig Interesse hatte. Ich weiß auch grad gar nicht ob ich schon mal aktiv verlassen wurde, zumindest kann ich mich gerade nicht erinnern. Es war immer so ein alles schleifen lassen, bis ich das Thema angesprochen habe dass hier was faul ist. Verrückt eigentlich. Das schiebt mir ja auch eine Verantwortung zu, die der andere tragen müsste. Nämlich sich zu trennen, wenn die Basis nicht stimmt. Und das macht es schwerer seien Gefühle zu sortieren glaube ich. Bei meiner Ehe hat sich mein Exmann dann ja auch als Opfer präsentiert, dabei hatte er die Ehe schon lange innerlich gekündigt.


    Aber ich müsste das mal andersrum erleben, damit ich mitreden kann. Es kommt mir auf jeden Fall klarer, gesünder und weniger verstrickt vor wenn der Schluß macht, der die Beziehung nicht fortführen will und nicht umgekehrt.

    Klar kannst du mich alles Fragen. EMDR kannst du bei allem anwenden. Wir haben mit einem Alptraum angefangen, damit ich erst mal sehen kann wie das funktioniert und nicht direkt bei realen, belastenden Erlebnissen. Es macht auch nix wenn es nicht DAS Ereignis gab, denn du kannst an einer Sache arbeiten, die hier und jetzt passiert ist und eine Verbindung zum alten Trauma hat. Also quasi sobald du angetriggert bist. Für mich ist EMDR sehr angenehm und gleichzeitig hilfreich.


    Ich habe gestern auch noch mal in meinem Lieblingsblog nachgelesen wie man das eigentlich macht. Wie man aus dem Hyperarousal raus kommt und so weiter. Lea, wenn dich das interessiert schicke ich dir gerne den Link zu. Zur Selbsthilfe. Lass es mich wissen.


    Ich denke aber Hilfe von außen wäre deswegen sehr gut, weil man es ja selbst nicht glaubt. Und eine sichere Bindung zu einem Erwachsenen, in dem Fall Therapeut/in könnte das erst mal von außen leisten bis man soweit ist sich das selbst zu geben.

    Ich glaube auch so eine Trennung reaktiviert das Trauma mit den eigenen Eltern. Ist bei mir auch so. Daher auch die Gefühle weggeworfen worden zu sein und dass alle Mühe nichts gebracht hat. Kann ich emotional supergut nachvollziehen. Aber Radi hat auch recht. Um das aufzulösen würde man in einer Therapie versuchen in die heutige Situation der erwachsenen Lea zu kommen. Diese vernichtenden Gefühle stammen aus einer anderen Zeit, in der du hilfloser warst als heute. Und nun hallen sie wie ein Echo, stimmen aber nicht mehr so ganz. Und auch der Wunsch das zu heilen, den man Wiederholungszwang nennt, besteht darin eine Person die etwas ähnliches ausstrahlt dazu zu bringen einen selbst anders zu behandeln. Es klappt nur leider nie. Diese Wiederholungszwang finde ich echt am übelsten. ZWANG trifft es echt ganz gut, weil es superschwer ist das aufzugeben. Es fühlt sich so bedrohlich an, dabei ist es das mit Abstand betrachtet kein bißchen.


    Tja, wie kommt man aus dem Schmerz in die erwachsene Sicht? Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Aber versuch bitte nicht zu sehr darin zu verweilen oder dem Schmerz zu unkritisch zu glauben. Reaktivierte Traumata können zu einer Retraumatisierung führen.


    Mir hat EMDR supergut geholfen traumatische Erfahrungen abzufedern. Vielleicht kannst du das auch mal versuchen?

    als ob ich meinem Bauchgefühl nicht mehr trauen könnte, denn ich habe seine Gefühle gespürt!

    Aber du hast ja auch andere Sachen gespürt. Ambivalenz. Und hast deswegen oft gezweifelt. Ich würde sagen deinem Bauchgefühl kannst du vertrauen. Ich glaube sogar dass du das noch viel mehr tun solltest. Alles in dir zusammen bringen und dir selbst vertrauen.

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    mein jetziger BA war der ERSTE Mann, mit dem ich seit verdammten 9 Monaten jede Art körperliche Nähe ertragen habe und das sogar noch genossen habe in seinen Armen zu schlafen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie fürchterlich ich jetzt genau DAS vermisse!

    Doch, ich kann mir dass vorstellen und ich würde sogar sagen jeder hier im Forum kennt das. Aber ich denke mal das war möglich eben weil er nie so ganz sicher für dich war. Da konntest du Sehnsucht haben ohne Angst vor Nähe, weil ER den Abstand gehalten hat. Du weißt das eigentlich alles genauso gut wie ich. Ich denke das auch bei mir und meinem Ritter Sport.


    Nachdem nun schon zwischen euch Schluß ist und er wohl auch schon wieder datet, könntest du ja auch für dich einen Punkt setzen und beschließen dass es vorbei ist mit ihm. Möchtest du das machen?

    Wir haben noch immer keinen Kontakt miteinander. 10 Tage. Mit Ausnahme an meinem Geburtstag. :|

    Ihr seid nicht mehr zusammen Lea. Das ist das neue "normal". Wenn man sich trennt hat man keinen Kontakt mehr miteinander. Oder?

    Meine Freundin ist so ein Beispiel, die haben sich fast 10 Jahre das Leben zur Hölle gemacht bis es bei beiden Klick gemacht hat. Mittlerweile sind beide glücklich und miteinander verheiratet seit drei Jahren. Solche Wunder soll es ja geben ;-)


    Ne Arbeitskollegin erkennt sich in meiner Geschichte auch wieder, die war an seiner Stelle, ist dauernd abgehauen. Und auch sie hat nach über einem Jahr "aufgemacht" und ist mit ihrem Freund jetzt zusammen ohne ständige Trennungen....

    Das ist superspannend. Vielleicht kannst du mit diesen beiden Personen noch mal sprechen und genauer erfahren was da nötig war und wie es zu dem Wandel kam? Hier im Forum gab es ja auch schon ein-zwei mal so eine Geschichte. Und die fand ich sehr lehrreich zu lesen. Hat mir viel mitgegeben auf meinem eigenen Weg. Finde doch mal heraus was bei diesen Paaren abgelaufen ist. Ich bin ziemlich sicher dass da auf beiden Seiten ordentlich Entwicklung passiert ist. Vielleicht kannst du ja sogar hier etwas dazu schreiben, falls die Privatsphäre der Personen dadurch nicht verletzt wird.

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    Noch dazu war ich selbst hoch aufgetriggert, weil ich davor meine Erzeugerin getroffen hatte nach dem ich sie auf meiner Hochzeit vor 7 Jahren das letzte Mal gesehen hatte und die Woche davor die Scheidung durchgezogen habe. Mir ging es einfach selbst total beschissen. Und genau das hätte ich ihm so auch kommunizieren sollen, anstatt ihm zu sagen was er alles nicht kann....

    Da gebe ich dir absolut recht. Das ist gemeint mit "die eigene Spielfläche sauber halten" um überhaupt sehen zu können, ob der andere nun abgehauen ist wegen deiner Bedürfnisse, die er nicht erfüllen kann oder will oder ob es an deinem Verhalten lag. Dazu gibt es bei Heller/Levine ja die "effektive Kommunikation der Bedürfnisse". Wenn man danach handelt, sieht man deutlicher weswegen jemand abhaut. Man handelt also im eigenen Interesse effektiv und sicher zu kommunizieren.

    Hallo Reni, ich war erst mal überfordert als ich deinen Post gelesen habe. Wie muss es dir dann erst gehen? Das ist ja schon eine ungewöhnliche Sache. Ich stelle erst mal ganz viele Fragen, ja?


    Wenn ich es richtig verstehe leben diese Paare ganz offen so, also die Partner wissen Bescheid, sind einverstanden, es ist abgesprochen etc? Es wird also niemand hintergangen, verletzt und so weiter? Das fände ich dann schon mal gut und späche für mich zumindest gegen toxische Beziehungsgestaltung.


    Dann frage ich mich ob dein Partner davon weiß, denn es sind ja seine Freunde, richtig? Erzählt hat es dir aber ein Single-Mann? Warum hat dein Partner dich nicht aufgeklärt? Oder wusste er es auch nicht?


    Und warum hat dieser Single-Mann das dir gegenüber erwähnt? Das wäre eher die Sache der betreffenden Personen gewesen. Ist ja ziemlich persönlich, oder? Vielleicht haben sie es extra nicht erwähnt, weil sie gemerkt haben es ist nicht dein Ding oder weil sie dich noch nicht gut genug kennen?


    Und was gab es denn da für Sticheleien?


    Wenn man einem Verein beitritt erfährt man ja selten bis nie beim Eintritt was die Vereinsleute privat so treiben. Also ich habe inzwischen auch ein paar Geschichten aus dem Liebesleben meiner Vereinsleute mitbekommen, aber da das nichts mit unserem Vereinszweck zu tun hat hoffe ich sie treiben es nicht so wild dass es sich auf den Verein auswirkt. Mehr als hoffen kann ich aber nicht :)


    Jetzt wundert es mich auch nicht mehr, dass die anderen Paare nicht auf meine Vorschläge bzgl. Pärchenabend eingegangen sind und jedes Mal vorgeschlagen haben, auch Singles einzubeziehen. Wir haben mehrere langjährige Paare bei uns, darunter auch verheiratete Leute, aber irgendwie leben die kaum Zweisamkeit, treffen sich jedes Wochenende mit Freunden und nehmen auch in jeden Urlaub irgendwelche Leute aus dem Freundeskreis mit.

    -> Hat das was mit den sexuellen Beziehungen zu tun? Das kam für mich jetzt nicht so raus. Manche Paare pflegen ja nur noch Kontakte zu anderen Paaren. Als jemand der viel Single war im Leben kann ich sagen dass mir das auch nicht so opti vorkommt. Dass der Beziehungsstatus wichtiger ist als die persönliche Beziehung zu mir zB. ;)


    Ich bin gespannt auf deine Antworten

    Liebe Lea, dein letzter Post ist Bindungsangst/Verlustangst in Reinform, wie es im Buche steht. Ich weiß du hast auch das Buch Heller/Levine, lies vielleicht noch mal nach um dich Mechanismen zu verstehen, aber falls du keine Lust zu lesen hast, hier die Kurzfassung:


    Ich hab so viele Jahre auf einen Menschen gewartet, bei dem ich mich so fühle wie bei ihm.

    -> Du hast weder viele Jahre gewartet, noch dich so gut bei ihm gefühlt wie es dir jetzt vorkommt. Du warst mit einem anderen Mann zusammen und hast an der Beziehung lange festgehalten, was menschlich und verständlich ist, aber eben auch viel Zeit blockiert hat in der kein passender Mensch in dein Leben kommen konnte. Das passiert gerade auch wieder. Und du stellst ihn auf einen Sockel und idealisierst ihn.


    Ich kann das einfach noch nicht fressen, dass das auch wieder nicht sein soll :(

    -> Diese Fassungslosigkeit kommt zu großen Teilen aus der ursprünglichen Verletzung in deiner Kindheit. Ich kenne das so gut, aber es tut vor allem so weh und macht so fassungslos, weil das Trauma reaktiviert wurde. Dein Ex hat dein Trauma reaktiviert.


    Und ja, alles in mir drin will ihn wieder haben. Ich kann bei keinem Nein bleiben, weil es in mir drin kein Nein gibt.

    -> Der Vergleich mit der Drogensucht ist drastisch, aber deswegen so hilfreich, weil man manchmal im Leben Entscheidungen treffen muss die gesünder für einen selbst sind, auch wenn man innerlich keine Motivation dazu findet.


    Wie kann sich was so gut, so echt, so passend anfühlen und dann SO enden?

    -> Weil es so gut und echt und passend nicht war. Kann man hier im Thread nachlesen. Du warst viel unglücklich und zerrissen. Es ist eine Aktivierungsstrategie (nachlesen) das jetzt so zu sehen. Ein Trick der Psyche um an der gefühlt überlebensnotwendigen Bindung festzuhalten. Aber sie ist nicht mehr überlebensnotwenig.


    Lovebombing hat er im übrigen NIE betrieben

    -> Man kann alles als Lovebombing verstehen, was jemand anbietet, obwohl er es nicht hat :) Ich sehe das jedenfalls so. Lovebombing ist aber auch kein Verbrechen, in eingeschlafenen Beziehungen soll es sogar sehr gut sein das zu betreiben. Ist also kein so relevanter Punkt.


    Ich kann mir gerade überhaupt nicht vorstellen, jemals in diesem Leben glücklich zu werden, geschweige denn nochmal bei jemandem so zu fühlen...

    -> Aber es ist möglich. Lies doch mal nach ob du das nicht vielleicht jedes mal so gefühlt hast?


    Ich glaube langsam ich kann es halt selbst nie, eine echte Beziehung führen. Ich bin ja selbst ein BA.

    -> Warum solltest du nicht? Gibt ja auch einige Gegenbeispiele hier im Forum, also ist es möglich.


    Da kann ich mich langsam mit kleineren Dingen zufrieden geben, hätte ich ihm diese Nachricht nicht geschrieben, wäre ich jetzt nicht an diesem Scheiß Punkt in meinem Leben angekommen und er wäre wenigstens noch so da, wie er es konnte

    -> Vergiss nicht warum du ihm die Nachricht geschrieben hast. Weil du gefühlt hast, dass es noch nicht das ist was du dir wünschst. Es hat dir nicht gereicht. Du hast gespürt wie er sich entzieht. Vermutlich wärst du auch ohne deine Nachricht an diesem Punkt angelangt und es wäre zu Trennung gekommen und du wusstest dass das passieren kann und sehr wahrscheinlich auch passieren wird. Wir haben hier im Forum auch darüber gesprochen. Über die Gefahr wenn man ein eine neue Runde mitmacht.


    Ich glaube ja schon dass er noch mal ankommen wird, die Geburtstagsnachricht ist schon so ein Vorbote. Auch wenn du es nicht glaubst, du bis leider schlecht darin das einzuschätzen ;) Hast es ja bisher auch nicht geglaubt. Und ich glaube die Runde wäre dann noch schneller noch unbefriedigender für dich und wir würden an dieser Stelle wieder über eine weitere Trennung reden ehe das Jahr rum ist.


    Bereite dich lieber auf den Absprung vor. Überleg dir wie du Weihnachten und Silvester verbringen magst? Aus dem schlimmsten Liebeskummer raus und mit neuen Plänen? Oder am Tag vor Heilig Abend erfahren dass er Weihnachten mit Familie, aber ohne dich feiert und Silvester mit Freunden und ohne dich? Manchmal muss man ein bißchen weiter blicken als bis zur nächsten Textnachricht oder bis zum nächsten ON ;)


    Ich glaube an dich Lea <3

    Erst mal HAPPY BIRTHDAY, liebe Sugarlea <3 <3 <3

    :flower: :flower: :flower:


    Heute kann es regnen, stürmen oder schnein, denn du bist doch selber unser größter Sonnenschein,

    heut hast du Geburtstag, darum gratulieren wir

    alle deine Fories freuen sich mit dir!

    Wie schön dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst.

    Wie schön dass wir hier im Forum sind, WIR GRATULIEREN DIR GEBURSTAGSKIND!


    Und zu deinem Ehrentag bringe ich dich mal nicht um 8o

    :kill: :nee-ne:


    Wenn wir Fories wegen so einem Pillepalle ermorden würden, wäre das hier eine Zombieparade!


    Ich knuddel dich erst mal :knuddel:

    Oder vielleicht ein Pflegehund/Teilzeithund? Katze? Ich kenne die Sehnsucht nach Kuscheln. Es klingt bei dir aber wirklich sehr stark. Auch durch den Vergleich mit Drogen.


    Versuch einen Weg zu finden das Bedürfnis zu leben ohne dass es toxisch für dich wird und du dir selbst schadest.

    Ein verständnisvoller Freund/Freundin?


    Ich hatte auch mal über Kuschelgruppen nach gedacht. Konnte mich aber nie überwinden 😬

    Ja, diesen Kampf meine ich auch. Der gehört gar nicht in eine Beziehung. Ich fand auch bearbeitenswert dass du vor ein paar Posts geschrieben hast "so lange ich noch Gefühle habe", denn die Gefühle werden von der Angst/VA ja maßgeblich mitgestaltet. Ist es dann so ratsam dein Gefühl an die Spitze deiner Entscheidungen zu stellen?


    Mir haben die Hemschikurse viel gebracht. Ich habe wirklich mehr als die Hälfte gekauft und mehr als einmal gemacht. Aber auch wenn Hemschi dir nicht so zusagt: Lass das nicht ein Hinderungsgrund sein die Glaubenssätze zu bearbeiten. Ja, eine Mutter sollte ihr Kind lieben, aber nicht jeder Mensch ist zu Liebe in der Lage. Ihre psychische Krankheit macht keine Aussage über dich. Der Glaube, dass Liebe sowas überwindet, steht auf zu wackeligen Beinen um darauf ein Leben aufzubauen. Also ist es sinnvoll diese Überzeugung zu bearbeiten oder nicht? Der Kurs kostet 79 Euro. Ich gebe zu, das ist schon Geld, aber ein Pferd kostet deutlich mehr. Es ist auch immer die Frage was einem bestimmte Dinge wert sind.


    Ich fände es gut wenn du deine Gefühle nicht mehr so stark ans Steuer setzen würdest, sondern dich mehr auf belastbare Faktoren im Leben und in der Liebe konzentrieren würdest. Eine Freundschaft mit einer Frau (in deinem Alter oder zumindest in einer ähnlichen Lebenssituation) könntest du auf Augenhöhe führen. Keine amourösen Interessen spielen mit rein. Hinterfrag doch mal warum du mit Männern besser klar kommst? Vielleicht kommen sie dir da entgegen wo es eine Frau nicht tun würde?


    Ich stimme einigen hier zu, die es schon vor mir gesagt haben: Du drehst wie bei "Täglich grüßt das Murmeltier" eine Schleife. Ich sehe, dass du deine Schritte gehst, keine Frage. Du bist schon viel weiter gekommen in all den Jahren. Aber du bist auch frustriert, dass sich nicht schon mehr getan hat. Es reicht dir noch nicht. Also geht es weiter, oder?


    Selbstmitleid finde ich nicht schlimm. Ich würde dir sogar raten dieses Wochenende so richtig aufzudrehen, heulen, jammern, klagen, das komplette Programm und am besten sogar extra etwas übertreiben, so richtig drin baden. Manchmal muss das sein. Und am Sonntagmittag oder -nachmittag erklärst du das beendet und erlaubst es dir erst mal nicht mehr dich zu bemitleiden, sondern sagst dir jedes mal, dass du der Steuermann in deinem Leben bist und selbst entscheidest wem du deine Zeit schenkst und wie du sie verbringst.


    Du wusstest wenn du an der Beziehung fest hältst würde es Zeiten wie jetzt gerade geben. Und es wird nicht das letzte mal sein. Es war deine bewusste Entscheidung. Ich finde es wichtig, dass du das wirklich verinnerlichst. Deine aktuelle Beziehung hat Bindungsangst als Thema. Fakt. So lange du dich wie ein Spielball fühlst, geht es vermultlich nicht weiter oder zumindest nicht in dem Tempo dass du gerne hättest.