Ich kenne das leider, dass sich Arbeitsbedingungen über die Jahre verschlechtern, vor allem jetzt gerade. Bei uns ist das eine Entwicklung, die schon über lange Jahre geht und sich fortsetzt. Wir haben auch sehr viele Wechsel in der Führungsebene und das kann natürlich immer auch Veränderungen/Verschlechterungen mit sich bringen, mit denen man dann zurecht kommen muss, wenn man das Unternehmen nicht verlassen möchte.
Und ich kenne den Gedanken abzuwägen, ob man eher das Risiko der Veränderung eingeht oder die Veränderung im Unternehmen mitgeht und integriert, denn sonst wird man ja immer unzufriedener. Ist wirklich nicht so leicht abzuwägen, vor allem da du ja auch viele positive Punkte nennst, die man teilweise in einem Bewerbungsgespräch nicht gut abklopfen kann. Arbeitsweg und Geld kann man vorher feststellen, aber wie das Team ist erfährt man ja häufig erst wenn man drin ist.
Ich weiß ja nicht was du beruflich machst, aber die örtliche Bindung ist heute manchmal kein Problem mehr, da Homeoffice manchmal etwas mehr Flexibilität ermöglicht, je nachdem welchem Beruf man nachgeht.
Und auch was deine Chefin angeht: Habt ihr einen Betriebsrat? Oder Coaches/Mediatoren? Das ist bei Konzernen ja manchmal gegeben. Wir haben damit mal bei einer schwierigen Chefin auf der obersten Etage etwas erreichen können. Inzwischen ist sie auch nicht mehr im Unternehmen.
Aber darf ich fragen warum du bei deinem schwierigen Kollegen den Migrationshintergrund erwähnt hast? Und warum hat deine Chefin Angst vor ihm?