Beiträge von Synne

    Wenn du an dem aktuellen Punkt deiner Entwicklung (aus welchen Gründen auch immer) eher die Männer auf den Radar bekommst, die noch nicht 100% verfügbar sind - so be it!

    Das heißt doch nicht, dass das mit denen nicht auch eine Mega gute Zeit werden könnte?

    Ich hatte mit dem Päarchen (und besonders mit ihm) auch eine richtig tolle Zeit. 2,5 Jahre lang. War wirklich eine tolle Zeit.

    Und es ist hässlich und enttäuschend geendet.

    Ich bereue die Zeit nicht! Aber ich hab extrem gelitten letztes Jahr.

    Und ich hab mich, wohl doch, emotional lange unverfügbar dadurch gemacht, weil ich irgendwo unterbewusst wohl doch wollte, dass er mich wählt.

    Ich will so etwas gerade nicht nochmal.

    Obwohl der Sex genial war und es mir echt fehlt. Auch dieses extrem Intensive, die Dopaminkicks.

    Gleichzeitig hab ich aber kein bock mehr auf Drama und Leiden.

    Und die Kerle sind nicht "nur ein bisschen" unverfügbar, sondern volle Pulle. Ne danke, brauch ich nicht


    Und wenn es Jahre dauert

    Das ist eben das einzige. An sich ist es mir wirklich egal, wenn es noch lange dauert. Ich bin auch so zufrieden.

    Nur ist das Thema Familienplanung noch nicht vom Tisch und da läuft mir gerade die Zeit ab

    So, wir hatten das Thema gerade in Radieschen Thread

    Können wir bitte Synnes Post hier irgendwo als Banner aushängen?

    Ich bin wirklich ziemlich überzeugt, dass das nahezu der einzige Weg ist. Neben der Vermeidung, die immer zur Alternative steht.

    Ich bin auch der Überzeugung.

    Ich habe das Gefühl ganz dran zu sein, nah dran etwas gesundes eingehen zu können aber irgendwas blockiert mich gerade Noch.


    Ich hab so viel an mir gearbeitet, so viel geschafft. So viel für mich selbst erreicht.

    Aber mein Beuteschema ist noch immer Mist.

    Ich merke es. Online dating (bei mir passiert gerade wirklich nicht viel) aber ich merke schon beim matchen, dass ich da noch Themen habe.


    Ich bin super picky. Ich like 1 von 800 oder so.

    Ich matche zielsicher genau die, die nichts festes wollen, obwohl es klar in meinem Profil steht und ich alles wegwische, was nichts festes sucht oder aber sie sind zwar interessiert aber eher so lasch. Als wäre ich nur eine Option. Männer, bei denen ich vermutlich erste Wahl wäre, kommt kein Interesse auf.

    Und ich ertapp mich bei diesen: "ich muss den andren von mir überzeugen".


    Was total bullshit ist. Ansonsten bin ich inzwischen auf einem Level angekommen, wo ich kein Bock mehr habe, von mir zu überzeugen. Ich bin wie ich bin und komm auch mit Ablehnung inzwischen klar. Mir treu zu sein, authentisch zu sein, ist mir wichtiger. Und wenn ich alleine bleiben würde.


    Aber im dating Kontext ist es definitiv fragil. Ich steige dann sehr zeitnah aus. Es passiert nix aber ich etappe mich halt bei meinem alten Muster.

    Alles, was du geschrieben hast, ist völlig korrekt.

    solche BA Beziehungen sind krasse Dopaminkicks.

    Dieses auf und ab, nah und fern. Hoffnung und Enttäuschung sorgt für ständiges Ausschütten von Hormonen und dann wieder Ausbleiben ( Stichwort intermetierende Verstärkung)

    Das macht süchtig.

    Und lebendig.


    Sexuell ist das auch krass stimulierend.


    Dagegen fühlt sich normales fade an.


    Ich bin gerade genau an dem Punkt.

    Ich hab mein Lifestyle geändert. Keine Situationships mehr, keine Affären, keine kinky Partys etc.

    Kein Drama.

    Viel Sport, viel Ruhe, viel Me-time.


    Die Umstellung war nicht ganz leicht. Ich hab dieses Gefühl von Aufregung und Lebendigkeit lange vermisst. Ich fand mein Leben fade.

    Das mit sich allein sein war erst auch nicht so easy.


    Inzwischen kann ich Ruhe sehr genießen und liebe meinen Sport. Ich hab trotzdem ein Abwechslungsreiches Leben. Mit Freunde treffen, Konzerte, Festivals etc.


    Ich hab allerdings noch nicht wieder jemand kennengelernt. Ich kann also nur vom Lifestyle sprechen und noch nicht, wenn eine Person dazu kommt.

    Aber ich glaube, Ruhe aushalten und genießen können, ist schon mal ein guter Schritt, um dann auch eine gesunde Person besser "auszuhalten "


    Denn mein Beuteschema ist ganz klar auf ungesund. Jemand, der nicht verfügbar ist und den ich von mir überzeugen will. Da geh ich drauf steil, wie eine Katze auf die Katzenminze.

    Ich finde das von beiden Seiten die Kommunikation mist war.

    Ja, ein "der und der Treffpunkt passt mir besser" ist noch keine Absage des Treffpunktes aber darauf nicht einzugehen ist auch keine Absage des neuen Treffpunktes.

    Hier hätte klar kommuniziert werden müssen, statt es stoisch auszusitzen

    Ich weiß ja nicht was du beruflich machst, aber die örtliche Bindung ist heute manchmal kein Problem mehr, da Homeoffice manchmal etwas mehr Flexibilität ermöglicht, je nachdem welchem Beruf man nachgeht.


    Und auch was deine Chefin angeht: Habt ihr einen Betriebsrat? Oder Coaches/Mediatoren? Das ist bei Konzernen ja manchmal gegeben. Wir haben damit mal bei einer schwierigen Chefin auf der obersten Etage etwas erreichen können. Inzwischen ist sie auch nicht mehr im Unternehmen.

    Homeoffice ist in meinen Beruf nicht möglich.


    An Betriebrsrat sind wir dran, bin selbst gerade eingetreten.

    Mediation hatten wir auch schon mal.



    Aber darf ich fragen warum du bei deinem schwierigen Kollegen den Migrationshintergrund erwähnt hast? Und warum hat deine Chefin Angst vor ihm?

    Ich hab den Hintergrund erwähnt, weil ich glaube, dass das Problem mit ihm ist, dass er sich von Frauen nichts sagen lässt.

    bzw von meiner Chefin würde er es vermutlich annehmen aber da Macht sie ja nichts.


    Warum sie Angst vor ihm haben soll, weiß ich nicht. Sie hat es aber einer Kollegin so wohl gesagt im Gespräch.

    Also irgendwie scheut Sie mit ihm das Gespräch.


    Wir haben noch einen männlichen Kollegen, der von meiner Chefin ständig runtergeputzt wird. Da ist es kein Problem

    Was mir aber am meisten zu denken gibt:


    Wie so eine Sache, mein Gleichgewicht wieder völlig auseinander bringt.

    Das ist ihre Entscheidung, nicht meine.

    Wieso Vergleiche ich mich?

    Ich muss für mich wissen, was ich möchte?


    Mein Gleichgewicht sollte durch so eine Änderung nicht völlig über den Berg gehen. Oh man Synne...

    Mein Nervensystem ist seit Monaten komplett ruhig.

    Ich hatte vergessen auf Holz zu klopfen als ich das schrieb 😅


    Ja, monatelang war absolut nix und seit ein paar Tagen ist wieder etwas los.


    Auf meiner Arbeit habe ich mitbekommen, dass eine meiner liebsten Kolleginnen sich woanders beworben hat.

    Völlig legitim, aber es macht etwas mit mir.

    Sogar sehr stark. Ich hab 3 Nächte kaum geschlafen.


    Früher war mein Arbeitsplatz so toll. Tolle Arbeitsbedingungen, kurzer Arbeitsweg, tolles Team und in meinem Beruf die beste Bezahlung, die man erreichen kann.

    Wir haben vor ein paar Jahren eine neue Chefin bekommen und die hat alles kaputt gemacht. Fachlich ist sie gut aber menschlich mies. Sie kann nur kritisieren, nicht loben. Sie nimmt uns immer mehr Verantwortung weg, wir werden in Entscheidungen nicht mit einbezogen, wir werden angelogen. Sie ist sparwütig und wir dürfen keine Fortbildungen machen.


    Leider gibt es ein Machtvakuum. Über Ihr ist niemand, den wir ansprechen können.

    Darüber ist quasi nur die alleroberste konzernführung.


    Vor über einen Jahr haben wir einen Kollegen bekommen (mit Migrationshintergrund) der auch inzwischen für schlechte Stimmung sorgt im Team. Anfangs war es nett mit ihm, aber inzwischen einfach schwierig. Er macht keinen Handgriff mehr als nötig. Lässt sich teilweise bedienen und streitet jeden Fehler ab. Dieser Kollege bekommt in keinster Weise was von der Chefin zu hören (angeblich hat Sie wohl selbst Angst vor ihm, soll sie so wohl mal gesagt haben) und das ärgert uns.

    Ansonsten ist das Team aber so toll, dass es das stark kompensiert.


    Nun sprechen immer mehr davon, sich etwas anderes zu suchen.


    Das Problem ist, ich bin örtlich gebunden durch mein Haus. Ich möchte auch nicht weg. Jobs gibt es schon, aber schlechter bezahlt, schlechtere Bedingungen und über 1 Stunde pendeln.

    Die Ausnahme ist der Job, auf den die Kollegin sich bewirbt, da hat sie aber gute Chancen drauf, weil sie eine aus dem Team kennt und in dem Bereich schon Erfahrungen hat, ich nicht.


    Und an sich ist mein Job schon gut. Die Chefin ist nur 2-3 Tage in der Woche da.

    Das Team ist ansonsten toll und ich hab sehr flexible Arbeitszeiten.


    Dass die Kollegin vielleicht geht, triggert mehreres in mir.

    Die Angst vor Veränderung, ein Dominoeffeckt und mehr plötzlich gehen, die Stelle mieser wird, weil die tollen Kollegen weggehen, schlechtere Bedingungen weil Stellen nicht nachbesetzt werden.

    Nun muss ich mich selbst nochmal mit dem gehen auseinander setzen, weil ich Angst habe, "zurück" zu bleiben.

    Etwas zu verpassen.

    Ich hab Angst vor Veränderung.

    Ich höre auch gerne Podcast (allerdings viel true crime) und sehr viel. Vielleicht manchmal zu viel. Also Thema Beschallung.

    Aber seit meine Katze tot ist, ist es sehr ruhig bei mir zu Hause und ich mag es eine Stimme zu hören.


    In letzter Zeit hab ich, im Auto öfter Musik gehört und spüre, wie gut mir das tut.

    Gerade als es die ersten sonnentage gab, in kombi mit meiner Lieblingsmusik, hat oft zu "Glimmer" geführt.

    Glimmer ist das Gegenteil von Trigger, also dieses Gefühl von Freude durchströmt zu werden.

    Fühlt ihr die alle deutlich oder wie ist das bei euch?

    Also, ein wenig fühl ich das. Aber wenig.

    Ich bin so genau im Mittelfeld zwischen Intro und extrovertiert. Ich brauche beides.

    Nur allein sein, könnte ich nicht.


    Aber ich merke, früher hab ich immer aktiv für Aktion gesorgt. Also immer aktiv Freunde nach treffen gefragt, Sachen geplant etc.

    Inzwischen mach ich das deutlich weniger. Ich lasse eher auf mich zugehen.

    Früher wäre es für mich grauenhaft gewesen, mehrere Wochenenden hintereinander frei und nichts vor zu haben.

    Inzwischen ist das völlig okay.


    Früher war es mir wichtig, dass ich nach außen ein aktives Leben habe. Das ist noch nicht völlig weg aber deutlich stiller.

    Wobei ich ein aktives Leben wirklich auch mag. Wirklich von mir aus mag.

    Ich hab lange kein Update gemacht:


    Bei mir ist es noch immer super ruhig.

    Ich hatte absolut kein Drama in meinem Leben, ich bin allem aus dem Weg gegangen. Auch jedem Dopaminkick.

    Mein Nervensystem ist seit Monaten komplett ruhig.


    Fühlte sich anfangs sehr fade an und ich hatte Entzugserscheinungen und Fomo.

    Anfangs vermisste ich auch Synne 2.0 viel (die, die so ein abenteuerliches Leben geführt hat).


    Inzwischen genieße ich die Ruhe. Ich mache viel Sport. Ich hab Sport früher gehasst, Inzwischen lieb ich es.

    Ich verbringe viel Zeit allein. Zwar auch viel mit Freunden aber auch gern allein. Wirklich gerne allein.

    Ich kann Ruhe und Stille immer besser aushalten.

    Das fühle sich anfangs sehr fade an, langweilig. Aber ich zog es weiter durch und inzwischen kann ich es genießen und die Verbindung wird stärker zu mir selbst.


    Ich werde irgendwann das vielleicht wieder ändern. Aber dann bewusst, weil ich es will und wenn es mir gut tut. Nicht durch Getriebenheit, als Copingstrategie, damit ich vor mir, meinen Gefühlen wegrenne.


    Was ich feststelle:

    Ich habe ja einen inneren Kritiker, den kenne ich gut. Hab ihn aber schon seit langem gut im Griff.

    Aber ich habe inzwischen auch einen inneren Beschützer, den kannte ich noch nicht.

    Und er wird immer präsenter.

    Beispiele:


    Früher hab ich bei meinem BA immer sein Social Media gestalkt und mich damit selbst drin gehalten und getriggert.

    Das mach ich gar nicht mehr, wenn in dünnhäutigen Momenten die Idee danach aufkommt, dann kommt sofort (nicht aus meinem Kopf, sondern noch bevor ich darüber bewusst nachdenke) eine Stimme die sagt:

    "Nein! Das möchte ich nicht, das tut mir nicht gut"


    Genauso neulich. Ich hatte nachtschicht und hatte PMS. Also dünnhäutig, übermüdet.

    Es kamen Gedanken an "ihn" hoch und noch ehe ich das bewusst überhaupt gemerkt hab, kam schon aus meinem Unterbewusstsein schon eine Stimme:

    " Synne du hattest Nachtschicht, du bist übermüdet, du hast PMS, du bist dünnhäutig, natürlich kommen jetzt Gedanken an "ihn" hoch aber das tut dir gerade nicht gut, nein, das lassen wir jetzt mal schön sein!"


    Das finde ich mega spannend, da diese Stimme wirklich kam, noch bevor ich kognitiv das ganze überhaupt wahrgenommen habe.

    Mein innerer Beschützer hat schon einen gewissen Automatisus.

    Dass der innere Kritiker einen hat, das kennt wohl jeder aber dass auch der innere Behüter das haben kann, das wusste ich nicht.


    Also ich genieße die Triggerfreie Zeit und das ruhige Nervensystem.

    Es werden auch wieder andere Zeiten kommen


    Übrigens Sex hatte ich inzwischen seit über einem Jahr nicht mehr.

    Es fehlt mir schon.

    Aber es ist kein Problem.

    Ich hab jetzt nicht das Bedürfnis mir dafür jemand zu suchen.


    Ich bin auf Dating Apps aber eher halbherzig. Matches hab ich nicht wirklich.

    Irgendwie mach ich lieber sport.


    Nur das Alter und eventuelle noch Familienplanung, drückt etwas.

    Niemand ist verdammt Single zu bleiben, wenn er es nicht möchte.

    Sobald man selbst bindungsfähiger wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, Menschen anzuziehen, die es ebenfalls sind. Aber es ist nicht alles auf einmal plötzlich da. Es ist ein Prozess. Aus meiner Erfahrung der letzten 4 Jahre kann ich rückblickend feststellen, dass ich am Anfang meiner Reise - als ich selbst noch sehr beschädigt und verwundet war (und mir das aber garnicht in dem Ausmaß bewusst war), den Abgrund menschlicher Bindungsdynamiken kennengelernt habe. Komplett im Minusbereich - ängstlich vermeidend mit in der Regel mehreren psychischen Begleiterkrankungen. Je mehr Zeit verging, in der ich an meinen Themen arbeitete, Muster auflöste und meine Trigger verstand, stieg die "Qualität" der Männer, die ich anzog (das Wort Qualität ist an der Stelle ein bisschen blöd - aber so versteht man es). Und zwar immer noch Stückchen für Stückchen. Sie wurden immer "brauchbarer" im Hinblick auf meine Wünsche und Bedürfnisse. Oder besser gesagt immer passender. Und in der Rückschau hatte ich immer das richtige Bauchgefühl gehabt. Ich hatte immer gespürt, wenn vermeidende Tendenzen im Spiel waren. Aber ich war trotzdem ein Stück weit mit gegangen. Und für die Zeit war das auch richtig. Denn jeder dieser Bekanntschaften hat mich weiter und tiefer an einzelne Themen gebracht, die ich mir dann nochmal genauer anschauen durfte. Ich habe in diesen "Beziehungen" gelernt meine Trigger aus der wilden Landschaft meiner unbändigen Gefühlswelt herauszufiltern. Und ich habe gelernt zu unterscheiden zwischen echten Gefühlen von Zuneigung und "Liebe" und dem Gefühl, welches nur meine Muster bedient hat. Und deshalb war jeder dieser "Schrottbegegnung" am Ende wertvoll. Jeder dieser Typen hat mich mit der Etappen-Aufarbeitung ins nächste Level gebracht. Ich glaube das Hindurchgehen und meistern dieser Situationen hat nicht nur meine Fähigkeiten zum Loslassen deutlich trainiert. Denn das ist immer gesünder und bedürfnisorientierter gegenüber mir selbst geworden. Es hat meine Bindungs- und Beziehungsfähigkeit deutlich reifen lassen. Aber man muss vorsichtig und voll bei der Sache bleiben. Gerade am Anfang, wenn man es noch mit stark destruktiven Menschen zu tun hat, die einen wirklich sehr krank machen können. Aber nach hinten raus, wenn man selbst ein Stück weiter ist, sind sie auf einem Level, dass einem wie ein günstiges Lernfeld für die eigene Bindungsfähigkeit zur Verfügung steht. Es öffnet Chancen.

    Traut euch raus. Seid offen aber auf der Hut. Und habt Vertrauen in euch. Und nicht so eine große Angst vor negativen Gefühlen. Man überlebt sie.

    Ich bewunder es hart, dass du da so klar bist. Auch dass es so klar gelaufen ist.

    Ich weiß um alle Fakten.

    Und ja, man zieht gesündere an.

    In meiner Vita ist es aber nicht so schön klar und sichtbar, wie bei dir.

    Aber sehr cool

    Ich finde auch, dass beide Seiten Bereitschaft zeigen müssen, um an sich zu arbeiten.

    Der Vermeider aber auch der Ängstliche.

    Der Ängstliche muss auch lernen, unabhängiger zu werden. In sich selbst stabil zu bleiben, Grenzen setzen.


    Aber das beides allein reicht nicht.

    Ich denke, wir reden hier von einem Spektrum.

    Und es kommt auf die Stärke der Vermeidung an

    Um es wieder nach Hemschemeier auszudrücken: es gibt ja eine Skala von BA. 0 ist sicher gebunden. -5 ist ein hardcore Vermeider (zb Narzisst). +5 dependente Persönlichkeit.

    Diese beiden werden ihre Probleme nicht lösen können in Beziehung.

    +4/-4 oder +3/-3 sollten auch erstmal ihre eigenen Themen angehen, bis sie mehr zur Mitte kommen.

    +1/-1 und +2/-2 können es schaffen


    Das ist jetzt nur zur Veranschaulichung und nicht 1 zu 1 so gemeint

    Ich möchte richtigen, regelmäßigen Sex. Nicht mit unbekannten. Das wären ja ONS und ohne ein gewisses Maß an Vertrauen ist bei mir keine Freiheit im Kopf für Körperlichkeit möglich.

    Wenn es regelmäßig sein soll und jemand der dir näher steht, vertraut ist. Dann bliebe ja nur F+.

    Aber da muss man echt wissen, ob man das kann


    Was ich empfehlen kann, es muss wirklich jemand sein, mit dem man sich keine Beziehung vorstellen kann.

    Die F+ liefen tatsächlich gut bei mir.

    Nur die, die nicht verfügbar waren, die ich aber ansonsten interessant für mehr gefunden hätte, da wurde es dann nicht gut.


    Ebenso kann ich empfehlen wirklich den Kontakt dann zu beschränken. Also wirklich nicht so häufig treffen.

    Auch nicht täglich Kontakt haben, vielleicht sogar es bei bettsport belassen und nicht zusammen film sehen etc.

    (Ich hab ja immer genau das Gegenteil gemacht)

    Tatsächlich besser als ich selbst gedacht hätte.

    Also ich hab ja eine andere Meinung zu F+. Bei mir haben Sie mehrere Male gut funktioniert und 2x sind Sie in Katastrophe geendet.


    Ich hätte auch darauf gewettet, dass ein Jahr ohne Sex für mich schwer wird.

    Gerade weil ich ja schon spezielle Abenteuer hatte. Also über normales hinaus und da wäre ich gerne weiter gegangen.


    Aber es läuft viel besser, als ich dachte.

    Ich lege halt selbst Hand an und mir fehlt natürlich Körperkontakt. Aber ich umarme viel Freunde und Familie.

    Und der Verzicht ist tatsächlich gut aushaltbar (was ich selbst nicht gedacht hätte!!!)

    Wo wir das Thema Langeweile ja gerade hatten.

    Hab heute gerade Dami Charfs neuste Video gesehen und da meinte sie auch, dass es wichtig sei Langeweile auch mal auszuhalten und wichtig für Regulation und Kreativität sei.

    Da fühle ich mich auch ertappt. Ich halte Langeweile nicht gut aus und beschäftige mich immer gut (etwas basteln, nähen, Hausarbeit etc) und handy natürlich

    Was mir aber heute aufgefallen ist....


    Kennt ihr Glimmer? Wie Trigger sich anfühlen, weiß wohl jeder.

    Glimmer ist so ein positiv Trigger, wenn man sein Lieblingslied hört oder man irgendwie richtig glücklich ist und einem so kribbelnd den Rücken runter läuft. Mir kommen da manchmal Tränen vor Freude.


    Das hatte ich viel ,kurz bevor es das "aus" mit "ihm" gab. Und auch danach, als der Knoten geplatzt ist. Richtig häufig.

    Mir ist heute aufgefallen, dass ich das länger nicht mehr hatte. Also besonders, seit es bei mir so ruhig geworden ist.

    Ich glaube, etwas gesundes, positive Lebendigkeit, bräuchte ich doch mal wieder.

    Raus aus der Komfortzone, etwas neues ausprobieren oder etwas wagen.

    Das merke ich momentan auch. Social Media und Foren gehen seit einigen Wochen gut.

    Ich möchte mir nichts krampfhaft auferlegen. Aber trotzdem wünsche mir, dass das ganz von allein irgendwann wieder weniger wird.

    Am Ende des Tages füllt man damit auch nur eine gewisse Stille.

    Bei mir sind es Youtube und instagram. Wobei letzteres deutlich weniger.

    Also Youtube hauptsächlich

    Klar, war Unterbewusstsein trickst wo es kann.


    Also Kontakt hab ich nie aufgenommen mehr, auch früher nicht.

    Gestalkt hab ich früher extrem. Inzwischen gar nicht mehr. Wirklich null.

    Wenn der Impuls mal hoch kommt, dann konnte sofort ein anderer Impuls der sofort blockt. Das ist kein vernunftding, von wegen ich "darf nicht", sondern so richtig "NEIN!!!! Ich will das nicht!". Mein System hat also gelernt, dass tut ihm nicht gut, das will es nicht.


    Gedanken kommen natürlich noch öfter hoch aber dann hab ich immer ein Stop Schild vor Augen und ich höre diese alte Ansage "kein Anschluss unter dieser Nummer". Das hilft super.


    Handy ist aber definitiv, wie oben schon geschrieben, ein Problem bei mir.

    Eventuell auch das "aus einer Mücke einen Elefanten machen"


    Veränderung passiert ja leider nur langsam

    ... Nicht zu unterschätzen bei der ganzen Angelegenheit ist auch das Nervensystem, was den ganzen Quatsch über Jahrzehnte gespeichert hat. Ich merke eine eindeutige Veränderung. Aber es geht sehr langsam, wie ich finde


    Also ich bin jetzt seit einem Jahr genau ohne Abenteuer.

    Allerdings hatte ich das emotionale Drama mit "ihm" ja noch lange nach meinem letzten Abenteuer

    Demnach dürfen wir zuversichtlich sein bezüglich unseres neu programmierten Liebeschip und der noch scheinbaren Langeweile ohne Drama und Dopamin.

    Darauf stoßen wir an :)


    scheint also wirklich sehr ähnlich bei uns zu sein.

    An sich genieße ich diese trigger und Drama freie Zeit total.

    Nur manchmal fehlt dieses intensive, extrem lebendige Gefühl.

    Ich mochte mein Abenteuer leben. Manchmal vermisse ich dieses eletrisietende Gefühl. Ich hab wirklich gerade gar keine Ambitionen dahin zurück zu kehren.


    Was Dopamin angeht, muss ich unbedingt vom Handy Dopamin weg.


    Ansonsten übe ich mich darin, wieder die Lebendigkeit in den kleinen Dingen zu finden