Beiträge von Synne

    Alles in mir will das wir das schaffen. Alles.

    Natürlich will es das, weil dass dein altes Bindungstrauma ist.

    Wenn du es schaffst, dann ist es endlich gelöst, dann bist du endlich genug wert.


    So wird es sich aber nicht lösen, leider nicht.

    Deine Verlustangst ist natürlich jetzt hardcore getriggert.

    Klar, dass du, nach allem was war, sehr heftig auf jede Kleinigkeit reagierst.


    Dein Bindungssystem ist jetzt aktiv und da kannst du auch nicht so viel gegen machen.


    Aber denk mal das worst case zu Ende.


    Möglicherweise ist er gerade wieder auf dem Weg ins off. Ja, das wäre schmerzhaft für dich, keine Frage.

    Das wäre heftig, besonders nach allem was war.

    Aber(!) Diese ganze Achterbahnfahrt, diese ganzen quälenden Gedanken und Fixierungen hätten ein Ende

    Und du würdest es überleben

    Du hast es immer überlebt und es wurde für dich sogar besser danach und das wird es wieder, hab da vertrauen in dich.

    Nimm dem worst case seinen Schrecken

    Mein BÄ hatte auch keinerlei Narzisstische Tendenzen, war respektvoll, ehrlich, einfühlsam, lieb. Hat auf mich Rücksicht genommen aber als es verbindlich werden sollte, sind die Gefühle plötzlich von einem auf den andren Tag weg gewesen, obwohl er einen Tag vorher noch welche hatte und sogar selbst sagt, er will eine Beziehung, es passt so gut.


    Die Tatsache, das er ein lieber Kerl und kein Arsch war hat es sogar fast noch schlimmer gemacht.

    keiner hier meint es böse, wenn er dir dazu rät vorsichtig zu sein oder vielleicht sogar, nicht in eine zweite Runde zu gehen.


    Dieses forum ist voll, komplett voll von zweiten, dritten etc Runden und ich wüsste nicht von einer Geschichte, die nicht schmerzhaft und Katastrophal geendet hat.


    Alleine deshalb wäre es schon regelrecht fahrlässig, dich zu bestärken.


    Aber es ist dein Leben, deine Entscheidung und manchmal brauch man noch weitere Runden, das ist völlig okay.

    Man wächst ja auch mit jeder Runde, lernt dazu, reflektiert mehr und besser.

    Ich hab neulich erst gelesen, dass ein Kind die größte Probe für ein Paar überhaupt ist und fast kein Paar da ohne Blessuren durchkommt, weil die Umstellung von "wir zwei" zu 3, mit allem was dazu gehört, also dass Spontanität nicht mehr geht, die Zeit nur für sich als Paar fehlt, die Sexualität oft anfangs fehlt, es Streit darum gibt wer wieviel macht und die Erziehung etc. Eben sehr einschneidend sind.

    Klar, Schweißt ein Kind auch zusammen aber es ist eben kein Hollywood Film.

    Der größte Teil des Tages geht dann eben nur darum, wer wie oft schon die Windel gewechselt hat und wer den Müll rausbringen muß diesmal.


    Versuch das nicht so verklärt zu sehen.


    Was ich damit sagen will, Kinder allein erziehender sind nicht schlechter dran.

    Klar ist es allein schwieriger aber dafür hat man alleine dann gewisse Probleme nicht, die man als Paar hat

    Ich glaube fast jeder in diesem Forum weiß, wie übermäßig die Sehnsucht nach einem BÄ oder nach einer toxischen Beziehung ist. Wir alle kennen die psychischen Phänomene dahinter... intermittierende Verstärkung, getriggerte Glaubenssätze und/ oder Verlustangst.

    Das wissen hilft zwar etwas, aber ändert doch nichts an der Intensität. Die ist einfach da.


    Aber das Forum zeigt ganz wunderbar, dass Wiedereinstiege in die Dynamik IMMER IMMER IMMER zu Drama und noch mehr Schmerz geführt haben.

    Es war niemals anders! Nicht ein Mal!


    Es ist fast unmöglich loszulassen aber man sollte es sich selbst das Wert sein, nicht wieder in die Dynamik zu gehen sondern sich vor dem selbst bewahren

    Ich habe definitiv ein Thema mit dem Selbstwert.

    Mich abgrenzen und für mich einstehen fällt mir schwer. Ich arbeite aber dran und es gibt auch schon kleine Erfolge aber das ist ja ein Prozess.


    Ich weiß, dass ich mir Nähe, Schutz, Vertrauen selbst geben muss.

    Das läuft Manchmal auch schon recht gut aber oftmals auch nicht.

    Dann fall ich wieder in alte Muster und suche es im Aussen. Dann möchte ich gerne wieder eine Beziehung haben (in der Hoffnung, dass die mich erfüllt), was natürlich falsche Weg ist. Aber ich versuche auch da geduldig mit mir zu sein


    Ansonsten habe ich ein sehr gutes und nahes Verhältnis zu meiner Mutter und meinen Geschwistern.

    Ebenso habe ich einige sehr enge Freundschaften. Menschen die mir sehr nahe sind und die für mich immer da sind.

    es war auch Idee von mir. Also weil man das oft ließt.


    ich hatte deswegen schon mehrere Sitzungen bei einer Frau die auf Traumaheilung spezialisiert ist (allerdings Heilpraktikerin, keine Psychologin)

    Das wird natürlich sehr lange dauern da an den Kern zu kommen.


    Bisher haben wir nur festgestellt, dass ich da wohl viel verdrängt habe.

    Ich stehe meiner Kindheit emotional komplett neutral gegenüber und komm an kaum Gefühle aus der Zeit ran. Die sind abgespalten

    Das spricht ja dann schon Bände

    Ich habe sowas ähnliches und zwar immer und jedes mal bis sich die Bindung an einen Menschen komplett gelöst hat. Wenn das passiert ist kann ich klar sehen und fühlen. Und das obwohl ich fast immer diejenige bin die die Trennung will - wobei es oft eine Kopftrennung ist, weil ich weiß die Verbindung tut mir nicht gut. Die Gefühle gehen oft noch lange nicht mit. Ich denke nicht dass es passend wäre, ich will den Mann einfach nur wiederhaben, will dass er zurück kommt, mich wahrnimmt und sich um mich kümmert.


    Ich bin mir ziemlich sicher dass es bei mir mein Vater ist, der mich verlassen hat als ich zwei Jahre alt war und zu dem ich danach keinen Kontakt mehr hatte (ich glaube deswegen komme ich mit Ghosting auch so schlecht klar). Und das wird immer wieder hochgespült wenn ein Mann nicht für mich da/verfügbar ist. In mir ist einfach etwas dass sich wirklich sehnlich wünscht die Geschichte umschreiben und doch noch ein Happy End herbeiführen zu können. Damit dieses Trauma endlich überschrieben wird. Ich arbeite schon lange an mir und mache auch schon lange Therapie, aber das ist nie verschwunden, nur kleiner geworden, besser zu handeln. Aber diese innere Wunde macht es schwer Dating nur mit dem Kopf, der Vernunft zu betreiben, weil diese alte Verletzung sich in solchen Momenten immer wieder angesprochen fühlt.

    und wie und wann löst sich die Bindung dann endgültig?

    Einfach wenn genug Zeit vergangen ist? Jemand neues in dein Leben tritt?

    Was ich mich frage:


    Ich bin ja emotional eigentlich nicht mehr wirklich involviert, aber wieso halte Ich trotzdem an dem Gedanken fest, dass er doch so passend gewesen wäre.

    Den Gedanken loslassen fällt mir schwer, aber wieso?

    Gefühle hab ich definitiv nicht mehr.

    Da muß es ja einen tieferen Grund geben, wieso ich den Gedanken nicht loslassen will.


    Ich komme nur nicht drauf

    hey danke Radi,

    Ich verstehe sehr gut, was du meinst.

    Ich schrieb ja auch extra, dass mein Kopf WEISS, dass es nicht so ist.

    Ich war nicht ohnmächtig, zu keiner Zeit und ich weiß auch, dass mein Wert durch seine Ablehnung nicht geschmälert ist. Rational ist mir vollkommen bewusst, dass ich zu 50% meinen Anteil hatte.

    Ich schrieb ja extra, dass eben aber mein Gefühl da eben anders tickt.


    Zu deiner Frage:


    Es hat tatsächlich wirklich viel gepasst. Interessen, ähnliche Ansichten, ähnliche Zukunftspläne, emotional, konnten gut reden. Beide kritikfähig.


    Was hat nicht gepasst.

    (Das ist mir alles erst im Nachhinein klar geworden):

    Mich hat seine Unverbindlichkeit hart getriggert und ich hab mich verbogen um ja zu gefallen.

    Ich hätte mir nämlich mehr Verbindlichkeit gewünscht. Er hat aber immer für Unverbindlichkeit gesorgt.

    Er herrschte über Nähe und Distanz.

    Und was es gab, war mir zu wenig. Aber statt für meine Bedürfnisse zu sorgen oder gar Konsequenzen zu ziehen, hab ich mich angepasst.

    Er hat das gemerkt und es hat ihn unter Druck gesetzt.


    Ich habe ihn lange idealisiert aber im Nachhinein gibt es da doch so einiges, was mir nicht zusagt.

    Zb hat er einen wirklich schlechten Selbstwert und das bringt ja einiges mit sich.

    Dadurch war er extrem harmoniesüchtig und ist bei Kritik fast umgekippt.

    Ich wünsche mir schon ein Mann, der auch für sich einstehen kann und für seine Taten.


    Ich glaube wirklich, dass ich von Kopf her, dass ganze recht gut erfasst habe und bearbeitet habe aber emotional noch nicht so

    Hast Du die Beziehung endgültig beendet oder wurdest Du vor vollende Tatsachen gesetzt?

    Sollte zweiteres der Fall sein - glaubst Du, es wäre Dir besser ergangen, hättest Du es beendet?

    Ich wurde vor vollendete Tatsachen gesetzt

    und die frage kann ich nicht wirklich beantworten.

    Jetzt gerade hier in meiner Situation, mit meinem Gefühl, ja, da würde es sich vermutlich besser anfühlen weil ich dann nicht die wäre, die "abgelehnt" worden wäre.

    Dann würde ich mich wohl etwas weniger gedemütigt und wütend fühlen.


    Aber wer weiß ob ich nicht dann ganz andere Probleme hätte.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass seine "nicht verfügbarkeit" und die Tatsache, dass er mir zwar sehr viel Zuneigung und Bekundungen entgegen brachte, ich ihn aber nie ganz für mich gewinnen konnte, viel ausgelöst hat.


    Meine Vermutung ist, (vielleicht ins blaue geraten aber es ist das einzige was mir einfällt), dass mein Vater emotional nicht verfügbar war.



    Zur Wut:


    Ohje, wie fühlt sich die genau an? Das ist schwer zu beschreiben. Ich hoffe ich mache das richtig.


    Ich fühle mich wütend, weil ich mich so ohnmächtig fühle, ausgenutzt, gedemütigt.

    es fühlt sich heiß auflodernd in mir an. Eher lähmend als antreibend, wie ein Kind das wütend um sich schlägt

    Hey,

    danke dir


    Ich weiß ja, dass da mein Trigger und meine sehnsucht und die Wut. NICHTS mit ihm zu tun haben. Nur mit mir.


    Ich bin viele meiner Baustellen angegangen und sie sind schon deutlich besser.


    Ich hatte große Verlustangst. War hormoniesüchtig. Bin nicht für mich eingestanden, wenn ich schlecht behandelt wurde. Habe mich verbogen um zu gefallen.


    Die Beziehung mit dem BÄ triggert ja kaum noch, aber was ich dann fühle, wenn es mich wieder mal triggert ist folgendes:

    (vom Kopf her weiß ich natürlich, dass diese Gefühle unbegründet sind und mein Wert nicht geschmälert ist etc)


    - Wut, weil er mich so behandelt hat (Gefühl von Ohnmacht?)

    - Demütigung wegen einigem was er gesagt hat

    - Herabgesetzt im Selbstwert

    - Trauer weil es so gut gepasst hat

    Ich glaube nicht, dass man Traumata und Trigger überhaupt schnell loslassen sollte. Das ganze hat ja einen Nutzen und kann dir sogar helfen.

    Wahrscheinlich wird diese „Alarmglocke“ auch mal Aufleuten, wo du es später als störend empfindest… aber am Ende erinnert sie dich ja an etwas, das für dich mal existenziell war.


    Dass sie bei dieser einen Bindung klingelt, als wolle sie den Crash der Titanic 2m vorm Eisberg vermeiden, zeigt dir vermutlich die „Trigger-Größe“.

    Die Titanic ist am Berg zugrunde gegangen. Wie fühlst du dich, wenn die Alarmglocke jetzt so reinhaut? :)

    da muss ich jetzt nochmal nachfragen.


    Meinst du, dass mich dieser Trigger daran erinnert, in Zukunft so eine Dynamik zu meiden?


    Und meinst du, wie ich mich fühle, wenn der trigger bei dieser Beziehung wieder hochkommt?

    Ach, so ein letzter Rest geht vielleicht auch nur weg indem man neue Erfahrungen macht und auch jemand neuen spannend findet. So lange er "der Letzte" ist mit dem du (setze ein, was auch immer) getan hast, so lange ist er halt der Letzte gewesen. Könnte es auch einfach das sein?

    Möglich wäre es.

    Ich wollte nur erst wieder so richtig daten, wenn ich alles verarbeitet habe


    Nur diese Restwut stört mich so

    hallo ihr lieben,

    Mein erster eigener Beitrag hier.


    Meine Geschichte ist schon etwas her und ist der Klassiker. Ich werde die Geschichte hier nicht ausführen weil es nicht nötig ist, es ist schon lange her, man kann Sie hier schon x fach lesen, da ist nichts neues und außerdem bin ich lange über den Punkt hinweg über ihn nachzugrübeln.

    Es geht nur noch um mein Thema. Nicht um ihn.


    Er hatte sich getrennt, das hatte mir den Boden unter den Füßen weggezogen.

    Ich hab sehr gelitten.

    Hab erst natürlich versucht ihn zu verstehen, bis mir gesagt wurde, dass auch ich ein Thema habe.


    Das war ein Augenöffner.

    Ich hab dann angefangen an mir zu arbeiten. Wegen corona bekam ich kein Therapieplatz aber ich habe mir einige Sitzungen als Selbstzahler gegönnt und konnte viel aufarbeiten.


    Ich bin inzwischen so zufrieden mit mir, wie ich es noch nie zuvor war. Ich hab zwar noch genug Baustellen aber meine eigene Entwicklung zum positiven ist wirklich enorm gewesen.

    Und ich bin ja auch noch dran.


    Dennoch hab ich die Geschichte noch immer nicht ganz loslassen können.


    Ich weiß, dass das nichts mit ihm zu tun hat sondern ganz allein mein Thema ist.


    Ich möchte keine Beziehung mehr, ich möchte nicht mal mehr Kontakt zu ihm.

    Am anfang war ich nur traurig, später hatte ich dann eine sehr große Wut.

    Die ist zum größtenteil weg, aber nicht vollständig.

    Ich wusste schon vom Kopf her sehr schnell, dass ich nicht das reine Opfer war, sondern zu 50% meinen Anteil hatte an der ganzen Sache. Nur emotional dauerte es sehr lange, dass so zu akzeptiere. Emotional war er schuld, ich das Opfer.

    Das habe ich inzwischen aber auch emotional akzeptieren können. Vielleicht nicht 50% / 50% aber annähernd.


    Lange habe ich geglaubt, ich werde das ganze nie loslassen können.

    Aber ich war geduldig mit mir, habe mir Zeit gegeben und tatsächlich konnte ich fast komplett loslassen.

    Aber nur fast


    Es gibt da einen kleinen Rest, den ich nicht losgelassen bekomme


    Ich habe manchmal noch den Gedanken, dass es doch so gut gepasst hätte, obwohl ich weiß, dass da vieles nur Projektion war. Außerdem weiß ich, dass es recht unwahrscheinlich ist, dass er je eine stabile Beziehung führen kann.


    Dann kommt manchmal (selten) noch immer Wut hoch. Nicht heftig, aber etwas.


    Ich weiß, dass Abgelehnt zu werden, nicht meinen Wert mindert aber doch hat es etwas an meinem selbstwert gemindert.


    Durch meine Arbeit an mir selbst konnte ich meinen selbstwert in vielen Bereichen bessern und steigern.

    Nur die Geschichte mit meinem BÄ ist da noch immer eine Achillessehne von mir


    Da wird also etwas in mir sein, eine alte Wunde. Nur wie komm ich daran?