Beiträge von SugarLea

    Weil sie sich oft nicht bewusst zeigt vielleicht?


    Ich meine wenn zB Gefühle in einer Beziehung verschwinden, dann denkt man halt erst Mal "passt halt nicht". Man kann sich sehr lange sehr vieles schön reden, viele Ausreden haben, warum das nicht passt, bevor man sich selbst an die Stelle setzt an der es was zu tun gibt. Meine eigene BA hat sich oft einfach in absolutem Dessinteresse und körperlichen Beschwerden gezeigt, sobald es irgendwie ernst wurde und ich habe da sehr lange gebraucht um einen Zusammenhang überhaupt zu erkennen und herzustellen. Von einem Außenstehenden hätte ich mir da genau gar nichts sagen lassen ( schon gar nicht von eben diesem Mann, der mich eigentlich nicht mehr interessiert hat), das hätte bei mir nur Gegenwehr erzeugt und by the way, hätte ich das auch sehr übergriffig gefunden zu damaliger Zeit, wenn mir jemand ein Problem aufs Auge drücken hätte wollen. Für mich hat es sich ja nie wie ein Problem angefühlt.


    Das da was nicht stimmt, hab ich erst gemerkt als ich anfing selbst an die aktiven BA ran zulaufen und mit VA reagiert habe. Damit habe ich mich dann befasst. Mit meinen eigenen Ängsten und Reaktionen und so kam eins zum anderen.


    Grad die psychischen Dinge finde ich zeigen sich oft maskiert. Oder auch gut zu sehen bei Drogen oder Alkoholabhängigkeit. Da muss der Mensch auch meistens erstmal komplett am Boden liegen und alles verloren haben, bevor ihm ein Licht aufgeht, dass das Problem an einem selbst liegt und auch nur da in den Griff zu kriegen ist....

    Ich denke das hängt auch damit zusammen, ob sich seiner Ängste bewusst ist und diese aktiv bearbeitet, zB in einer Therapie.

    Meine Ängste sind über die Jahre definitiv besser geworden, statt schlimmer. Früher war ich enorm eifersüchtig zB, das hab ich nahezu ganz abgelegt in eine "gesunde Form", wie ich es nennen würde. Ich erkenne meine Ängste als solche und kann dann entsprechend damit umgehen. Früher ging es mir einfach nur elend und ich wusste nicht wieso....

    Ano, die Idee mit dem Spaß an der Sache ist prima! Wie komm ich eigentlich nicht selbst auf so was? :lol:


    Ich hatte gestern Besuch von einer lieben Freundin mit ihrer Tochter, ich hab sie ziemlich genau ein Jahr nicht mehr gesehen gehabt und wir haben mein Pferd gesattelt, ihre Kleine drauf gesetzt und sind mit Sack und Pack und beiden Hunden aufgebrochen zu einem super Winter Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein und frischem Schnee. Nach einigen Stunden wieder zu Hause angekommen, klingelt mein Telefon. 3,5 Stunden mit einer weiteren Freundin geschnackt über Gott und die Welt.....Was soll ich sagen? Ich hab natürlich gestern nicht ständig gefuttert und hab es auch nicht vermisst :D


    Ich habe keine Rechte ein Unterforum zu eröffnen, wenn dann weiß ich nicht wo. Ich werde da mal Bianca kontaktieren, ob sie uns das machen würde :)

    Und ich freue mich auf viele Gleichgesinnte, die sich mit dran beteiligen möchten :)

    @Flog, ich freu mich wenn auch du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt. Vielleicht lernen wir so von und miteinander diese Muster aufzulösen :)


    @Ano: typisch für mich hab ich jetzt deine Ideen gelesen und hatte direkt überall ein "Aber" und weißt du wieso? Weil ich mir ständig irgendwas vornehme und am Ende dann nichts davon wirklich durchziehe ( da kann ich mich dann gleich noch wegen fehlender Disziplin dran kriegen) :D


    Sportlich bin ich eigentlich Null, obwohl ich es gerne wäre. Mir fehlt dazu schlichtweg die Energie und im Normallfall auch die Zeit. Ich meine, ich laufe 9 Stunden am Tag durch die Flure, mobilisiere und transferiere Menschen ( das ist schon fast ein Fitnessprogramm hihi), danach renne ich mit meinem Hund durch den Wald, anschließend bin ich im Stall. Noch mehr kriege ich einfach auch nicht unter bei den Schichten. Aber mein Problem ist auch eher das Essverhalten ( ich denke, wenn ich nicht so viel Bewegung hätte, wäre ich längst ne Tonne, wie in diversen Büchern beschrieben, fülle ich nämlich gerne meinen Zuneigungshunger mit Kohlenhydraten ;( Und das ärgert mich, dass ich das nicht in den Griff kriege. Ich versuche seit 10 Jahren meine Figur wieder in den Griff zu kriegen und bin am Ende jedes Jahr noch fetter, des is bei mir also kein "Lockdown" Problem ( von dem merke ich ohnehin nichts, weil ich mit systemrelevantem Job, Hund und Pferd ohnehin den selben Alltag habe, wie zuvor), sondern eines mit mir selbst -Fehlende Disziplin und fehlendes Durchhaltevermögen....8o


    Meine Freundin ist Yoga- Lehrerin. Hab ich paar Mal gemacht, schon wieder keine Lust mehr und so ist es bei mir immer. Ich hab ein paar Monate Nordic Walking gemacht, das lässt sich mit Hund gut verbinden, bringt aber leider nix, wenn man sich danach wieder vollstopft. Und das gar nicht mal mit Mengen, sondern immer wieder über den Tag verteilt, das Falsche...


    Und auch da: Ich kenne das Muster, wann ich anfange zu essen,- tue es aber trotzdem und ärgere mich hinterher massiv über mich selbst. Ich hab zig Pläne gemacht, Listen, Ziele und an keines davon halte ich mich. Ich meine, ich hatte sehr viele Jahre genau das Gegenteil, war untergewichtig, weil ich nix mehr runtergekriegt habe, wenn es mir schlecht ging. In den Kliniken damals hab ich Essprotokolle geschrieben, um zu sehen wie sich Gefühle auf mein Essverhalten auswirken. Die liegen seit Silvester wieder hier, unangetastet :evil:


    Wenn du mir jetzt noch sagst, welches Forum geeignet wäre, wo man sich anmelden muss, dann kann ich verschieben ^^

    Ich sehe das wirklich nicht, im neuen Forum kriege ich regelmäßig die Krise, weil ich da überhaupt nicht mehr durchsteige und auch nicht mehr die selben Funktionen habe, als noch im Alten....

    Ich würd dich gerne ins Stammgastforum aufnehmen, weiß aber nicht wie - seit das Forum umgezogen ist, blick ich gar nichts mehr durch :P


    NOCH NICHT! Das passt ja zu meinem STOPP Schild :dank:

    Bei mir sind es oft so kleine Gedankensprünge aus dem Nichts raus. Ich laufe mit dem Hund zwischen den Häusern und denke "Boar, die haben alle ein schönes Eigenheim, waren halt nicht so ne Niete wie du, hättest deine Zeit nicht an irgendwelche blöden Kerle und deswegen in Klapsen mit Depressionen verschwendet, wärst heute auch schon weiter und würdest nicht in ner winzigen Mietwohnung leben, aus der man dich jederzeit entsorgen kann"...Oder "Ja, brauchst gar nicht jammern, wenn de weniger fressen würdest, wärst auch nicht so fett geworden und damit für die Kerle vielleicht auch interessant".

    Ich kann mich manchmal echt selbst nicht leiden für diese blöden Gedanken X(


    Ja, der Arzt hat auch direkt gesehen, das ich Panik hab, hab schon am Schreibtisch gezittert und war kaum noch in der Lage normal zu reden, als der mir erzählt hat, das er das in Vollnarkose machen will. Seine Worte "Das schaffen wir schon, keine Sorge!" ...:frucht: Ich werde das auch ausführlich mit dem Anästhesisten besprechen und hoffe, dass der mich auch noch ein bisschen beruhigen kann. Desweitern hab ich ich schon Rücksprache gehalten mit einer Freundin von mir, die Anästhesie - Krankenschwester ist und sie hat mir auch viele meiner Fragen im Vorfeld schon beantwortet und mich schon bisschen beruhigen können.


    Ich hab auch schon ein paar vermeintlich potenziell interessante Typen, die mich angeschrieben hatten direkt wieder laufen lassen. Bei Typ A merkte ich nach einiger Zeit während dem schreiben, dass er vieles an sich hat, das mir überhaupt nicht gefällt und über das ich nicht mehr drüber wegsehen würde, für keinen Kerl der Welt, damit fällt er für ein Treffen ohnehin direkt raus. Der Nächste hat sich dann nicht mehr gemeldet - Tschö mit Ö, ich laufe keinem mehr nach. Ich bin (schon sehr lange) in einer Community und wenn mir da schon die ersten Nachrichten nicht passen, nutze ich meine Zeit lieber anders, als mich da noch irgendwie reinzuhängen. Das ist echt fortschrittlich ^^

    Immerhin schon Mal ein kleiner Anfang, genau drauf zu achten, was man eigentlich selbst will und nicht, ob man vielleicht dem anderen gefallen könnte und wenn ja, was man dafür tun müsste....

    PS.: Dazu sagen muss ich jetzt an der Stelle, das ich zu nix und niemanden so derart hart ins Gericht gehen würde, wie mit mir oft. Ich arbeite in einem ganz empfindlichen Bereich, mit 100 % hilfsbedürftigen Menschen, trockne Tränen, habe mit "Schwächen" (Pflegegrad 4-5 ) jeder Art zu tun und begleite Menschen in den Tod. Und ich mache es an meinem Arbeitsplatz mit absoluter Hingabe und Fürsorge. Wie ich mit mir selbst umgehe, passt überhaupt nicht zu mir und meinem Umgang mit anderen ;(

    Danke, dass du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt :)


    Ich hab mich so oft einfach nicht im Griff mit meiner Denkweise ( vor allem auch vor meiner Regel, ganz, ganz, ganz schlimm!) da mach ich mich so oft so hart fertig und weiß das auch ;(


    Das mit dem Kranksein ist ein sehr gutes Beispiel. Ich hab Blut und Wasser geschwitzt, hatte Angst um meinen Job ( du weißt ja, dass ich gerade mitten ein einer Ausbildung bin, die meine Arbeitsstelle als Weiterbildung laufen lässt und ich daher den vollen Lohn bekomme und kein Ausbildungsgehalt) und hab ein ultraschlechtes Gewissen meinen Kollegen gegenüber, weil ich weiß, dass die jetzt alle über Wochen für mich einspringen müssen. Ich hab erst Mal einige Wochen gebraucht, bis ich überhaupt zum Arzt gegangen bin ( hab also schon unter Schmerzen gearbeitet) und als dann klar war, dass das eine langwierige Geschichte sein wird, war es dann ganz vorbei. Ich hab mir dann irgendwann gesagt, das ich es jetzt eh nicht mehr ändern kann und das ich jetzt eines nach dem anderen mache. Also hab ich zuerst mit den Ärzten gesprochen, wie lange der Ausfall sein wird ( leider wirklich lange, werde nächsten Monat auch operiert) , dann hab ich meine Klassenlehrerin angerufen, die mir dann gesagt hat, ich müsse mir überhaupt keine Sorgen machen, ich bin eine der besten Schüler und in dem Fall kriege ich eine Sonderregelung, das ich die verpassten Praxisstunden NACH dem Examen nacharbeiten darf und ich somit jetzt erst Mal meinen Fokus auf meine Gesundheit richten soll, denn nur so kann ich auch anderen eine Hilfe sein.... Okay, also nach dem Gespräch bin ich ne Runde mit dem Hund gelaufen, wissend, dass ich das jetzt noch meiner Chefin beibringen muss....mein Gefühl ging über "totale Angst", bis zur "das wird schon gut gehen" immer hin und her....dann hab ich angerufen ... Chefin gerade in einer Besprechung, soll in 30 min noch mal anrufen...Die 30 Min wurden dann 60 Min, weil ich erst Mal meine Angst nochmal anzurufen wieder in den Griff kriegen musste....


    Gespräch mit meiner Chefin war absolut TIPTOP! Die hat mir in etwas das selbe gesagt, wie schon meine Lehrerin und das ich mir überhaupt keine Sorgen machen muss um meinen Job, eher das sie schon Angst hatte, ich würde jetzt die Weiterbildung abbrechen, was sie gar nicht so einfach zugelassen hätte und das ich das auf jeden Fall machen lassen soll ( die OP) auch mit der Gefahr, dass es dann länger dauert, bis ich wieder fit bin - zur Not besteht immer noch die Möglichkeit das Jahr komplett zu wiederholen zB. Und das ich mich doch immer mal melden soll, das Team würde sich freuen, von mir zu hören =O


    So nun, jetzt war ich echt platt. Die eine sagt mir "Eine der besten Schüler", die andere hatte Angst, das ICH kündige, weil sie viel von mir hält- BEIDE befürworten ganz klar, dass ich nach MIR SELBST schauen soll und das wir für alles eine Lösung dann finden. Beide Reaktionen waren also ganz weit davon entfernt davon, was ich über mich selbst dachte! Ich hatte nämlich Angst, dass ich jetzt verliere was mir wichtig ist ( ich liebe meinen Job, wirklich und ganz ehrlich! Und meine Kollegen, mein Team), das man von mir denken würde, ich wäre nur faul und hätte keinen Bock zu arbeiten, das sie jetzt sauer auf mich sind, weil sie wegen mir mehr arbeiten müssen usw. Gleichzeitig wurde wieder die Stimme in mir laut "Du kriegst echt gar nix geschissen, schaffst es nicht ein einziges Mal auch was durchzuziehen, du wirst wieder auf ganzer Linie versagen" und so Dinge....


    Ich kann auch positiv von und über mich denken, aber oft hält es nicht lange...Ich bin gerade ungemein sensibel und nahe am Wasser gebaut, hat totale Ängste verschiedenster Art...:frucht:


    Auch die bevorstehende Operation. Das macht mich fertig. Ich werde ne Vollnarkose kriegen und ich hatte noch nie eine. Da ich aber ne Medikamenten Phobie habe, ist das für mich der absolute Horrortrip und ich mach mich natürlich kaputt damit. Statt die Angst anzunehmen und zu erlauben ( ich meine, so ganz ohne Muffen, ziehen andere so ne OP wohl auch nicht durch), halte ich mich wieder für einen schwachen Menschen, der sich vor Angst in die Hosen macht und sich damit wieder "klein" und unfähig fühlt. Noch ausgelieferter, als bei der OP dann ohnehin schon...


    Ganz präsent ist auch gerade die Angst, ich könnte nie mehr einen Menschen finden, der wirklich zu mir passt und eine erfüllende Beziehung führen.

    Gerade wenn man in meiner Lage ist und Dinge anstehen, bei denen man Unterstützung brauchen würde, ( auch im Alltag) fällt einem dann noch schmerzlicher auf, wie beschissen es sein kann, immer alleine zu sein mit allem....


    Mich stören diese angstmachenden Gedanken ungemein...Ich hab nen ganz heftigen inneren Kritiker, der mir immer erzählen will, das ich nix tauge. Ich brauche nur in Spiegel schauen, sehe ich ne um Jahre gealterte, fett gewordene Frau - keine gute Wahl für nen Mann ;(||

    Dann gibt es wieder die andere Seite, wo ich mich auch ganz okay finde - vor allem dann, wenn ich was "leiste" ich das Gefühl habe, das ich was sinnvolles getan habe - entsprechend beschissen gerade die Tatsache, das ich gezwungen bin, viel alleine zu Hause rumzuhocken, was dem allem nicht gerade förderlich ist.....Ich trigger mich so oft selbst nur mit blöden Gedanken....


    PS: Bist du im Stammgastforum oder bei den Tagebüchern? Ich merke gerade, dass ich für einen öffentlichen Bereich schon wieder zu viel privates mit Widererkennungswert preisgeben muss und würde das Thema gerne in einen geschützten Bereich verschieben...

    Hi,


    hat sich schon mal jemand so richtig mit dem Thema befasst? Was heißt es denn eigentlich "Ich arbeite an mir selbst"?

    Ich habe nach meiner Trennung von meinem Mann angefangen mal zu schauen, was mich eigentlich schon wieder dazu veranlasst hat, in einer für mich eher schädlichen, als bereichernden Beziehung zu bleiben. Dazu hab ich auch wieder angefangen zu lesen. Unter anderem "Wenn Frauen zu sehr lieben", was ich für ein sehr, sehr gutes Buch halte. Die beiden Stahl - Bücher "Das Kind in dir muss Heimat finden" und "Jeder ist beziehungsfähig", liegen hier auch noch....


    Ich hab ja schon länger, auch in früheren Beziehungen immer wieder Ähnlichkeiten mit Verhaltensweisen meiner Erzeuger entdeckt, die ich in Beziehungen immer wiederhole. Bei mir fällt auf, es sind immer Männer, die emotional nicht verfügbar sind, - alle mir mit der ganzen Palette an Ablehnung immer und immer wieder beweisen, das ich und meine Bedürfnisse nicht wichtig sind.

    Genau wie bei meiner Erzeugerin auch, sind die immer auf eine Art und Weise nicht verfügbar, haben immer besseres zu tun, haben andere Prioritäten als ihre Zeit mit mir zu verbringen, behandeln mich respektlos, interessieren sich Null und nicht für mich als Person, meine Wünsche, Träume, Ziele - die absoluten Egomanen.


    Ich weiß auch, dass ich solche Beziehungen immer ewig nicht abbrechen kann, weil auch das eines meiner Muster ist - kämpfen bis zum bitteren Ende, die "Geschichte" doch noch zum Guten wenden, insgeheim beweisen, dass ich doch liebenswert bin usw. Auch jetzt stelle ich einmal mehr fest, dass ich gar keine Liebesgefühle mehr empfinde für meinen Noch - Mann, das mich nur der ewig schmerzhafte Kampf noch gehalten und immer wieder die 10001 Chance gegeben hat.


    Und das mich jetzt eine unfassbar schmerzhafte Leere erfasst hat, die mal mehr, mal weniger heftig an die Oberfläche kommt. Diese hab ich ja schon die letzten Jahre immer wieder gespürt ( weil ich ja eben auch oft alleine gelassen wurde von meinem Partner, eben wie damals immer von meiner Mutter auch, ein toller Trigger). Wenn ich so ne Phase hab, dann fühle ich mich wirklich hoffnungslos gefangen in mir selbst, sehe irgendwie keine Chance, das ich mein Beziehungsverhalten jemals zum Guten wenden kann, weil ich ja immer nur solche Männer überhaupt interessant finde, die unter Garantie wieder so richtig meine Muster erfüllen. Und ja, auch mein Mann hat die vom ersten Tag an erfüllt und zwar schon, BEVOR wir uns das erste Mal überhaupt getroffen hatten! Ich kann mich noch gut erinnern, das wir uns am Tag des ersten Treffens am Abend treffen wollten. Er hat sich ewig nicht gemeldet. Am Ende kam dann raus, das er schon bei seinem Kumpel beim gemeinsamen Bier trinken aufgeschlagen ist und der Meinung war, dass ich ja noch danach an die Reihe kommen könnte ( ja genau, weil ich mich ja mit einem wildfremden, dann schon angetrunkenen Typen am späten Abend zum DVD schauen treffen würde! Ganz so blöd bin ich dann doch nicht) - er fand das jetzt gar nicht so wild, das ich da - wie ich finde zu Recht wütend war und ihn hab erst Mal nicht mehr treffen wollen an diesem Tag. Am nächsten Tag hat er mich dann allerdings überzeugt, ihn doch noch zu treffen...Wahrscheinlich wäre das schon der Punkt gewesen sich selbst zu sagen, dass man das besser lässt - aber weil die Wochen davor mit dem vielen Schreiben sonst gepasst haben, hab ich das nicht so eng gesehen...


    Aber genau auf diesen TRIGGER bin ich damals schon angesprungen, denn das war schon exakt die Verhaltensweise meiner MUTTER! Auch das ständige, nach einer Woche nicht sehen nach Hause kommen und direkt zu den Kumpels verschwinden, anstatt sich um die eigene Frau zu kümmern, bzw einfach aus eigenem Wunsch Zeit mit ihr verbringen zu wollen, weil er sie ne Woche nicht gesehen hat, passte prima in dieses Muster. Exakt meine Mutter. Ich war nie wichtig für sie und das hat sie mich immer genau so (und schlimmer) spüren lassen. Je mehr ich das ganze die letzten Wochen genau beleuchtet habe, je mehr muss ich mir eingestehen, das diese Ehe vom ersten Tag an zum scheitern verurteilt gewesen sein muss. Ein Muster nach dem anderen wurde perfekt bedient - die ganzen Qualen meiner Kindheit, die Einsamkeit, die Leere, die Schmerzen. - ich hab sie mit ihm alle nochmal durchgemacht. Immer und immer wieder....:pale:


    Und nachdem ich gerade schon seit Wochen krankgeschrieben bin ( auch das ist für mich ein Trigger, den ich war bei meiner Mutter ja nie krank, sonst hab ich nicht in ihre bequeme Welt gepasst) und letztens ins MRT musste, was mich ganz, ganz, ganz übel getriggert hat und ich fast die Untersuchung abgebrochen hätte ( die Kurzfassung: Ich bin als Kind mal mit Verdacht auf knöcherne Schädelverletzung bzw Hirnblutung aufgrunddessen ins MRT geschickt worden, - meine Erzeugerin hat mich mit den Worten "Ruf an wenn du fertig bist" abgestellt und ist verschwunden) wurde mir dann klar, dass ich dringend an diesen Geschichten arbeiten muss, denn sonst ziehe ich mir für den Rest meines Lebens, emotional behinderte Männer in mein Leben und leide genauso wie die letzten 20 Jahre ( eigentlich schon seit dem ersten Mal Verliebtsein) unter genau diesen roten Fäden....


    Die Frage ist, wenn man seine Muster erkennt, wie kann man sie verändern? Mir ist das alles ja vollkommen bewusst, aber wie weiter?!


    Arbeitet jemand von euch ebenso gerade an den eigenen Glaubenssätzen, dem inneren Kind etc? :flower:

    b) hatte ich ja auch schon. Eben mit besagtem Bekannten. Drum frag ich mich ja eben, ob ich hätte einfach länger warten müssen, ob sich da noch was tut bei meinen Gefühlen oder ob ich einfach nicht weiß, wie sich eine gesunde Beziehung anfühlen muss gefühlsmäßig. Vielleicht ist die einfach auch nicht so aufregend, nervös und hibbelig und ich deute das dann als langweilig und gefühlstot? Das ist echt gar nicht so einfach....


    Alleine sein hat ganz klar auch viele Vorteile, die ich gar nicht mehr unterschätzen kann. Ich würde lügen wenn ich sagen würde, das ich es nicht genieße meine eigene Wohnung zu haben, in die mir keiner reinfunkt und keiner seinen Mist wo liegen lässt. Das ist eine unfassbare Freiheit für mich, dort alles Tun und Lassen zu können, was ich möchte. Oder die Gestaltung meines Tages, ohne irgendwelche Rücksicht nehmen zu müssen. Seit bald 6 Jahren mache ich nichts anderes, als zu leben wie ein Single. Ich wüsste gar nicht, ob ich das nochmal anders könnte. Aber das ein anderes Thema, bin abgeschweift :)

    Alleine sein ist allemal besser als ne völlig destruktive Beziehung, in der man ständig neu verletzt wird und darunter dann am Ende wieder leidet.

    Eine gewisse Zeit alleine sein finde ich auch völlig okay und auch wichtig für die eigene Entwicklung, aber dauerhaft?


    Aber welche Wahl gibt es, wenn man weiß, man greift eh wieder ins Klo sobald man das kleinste Verliebtheitsgefühl spürt - war bei mir tatsächlich immer der Weg in die nächste toxische Beziehung mit viel, viel Leid...


    a) toxische Beziehung, dafür Gefühle

    b) Beziehung ohne Verliebtheitsgefühle mit der Option, dass sich irgendwann doch mehr daraus entwickelt (oder auch nicht und mit dem Gefühl, es fehlt etwas leben)

    c) alleine bleiben


    Hmmm?


    Bei b) weiß ich halt ehrlich nicht, ob das nicht der gesündeste Weg wäre, denn es könnte ja wirklich sein, dass das die echte Liebe ist, ohne Hollywood Suggestionen ( die allesamt nie zeigen, wie die Paare zusammen sind, wenn der erste Rausch mal verflogen ist ;) ) ....

    Das denke ich bei mir halt auch, das ich das nicht könnte auf Dauer. Da mag es dann nach Außen aussehen wie ne glückliche Beziehung, sich aber im Inneren leer anfühlen. Ich war gerade mit einem befreundeten Paar und unseren Hunden spazieren. Die sind so ein Beispiel. Schon über zwei Jahre zusammen und reden sich mit Schatz an, laufen Hand in Hand und das wirkt absolut echt. Hab ich ja vor einigen Wochen mit meinem Bekannten auch gemacht, Hand in Hand gelaufen - war ganz "nett", fühlte sich aber nicht echt an. Also so von Innen raus, mit dieser tiefen Zufriedenheit, die einem das eigentlich geben sollte....

    Man selbst spürt denke ich lange erstmal, dass was fehlt und muss dann genau damit umgehen können.


    Allerdings weiß ich halt auch nicht, ob sich so was mit der Zeit nicht auch einfach entwickeln könnte.

    Mir hat die letzten 5 Jahre in meiner Ehe auch alles gefehlt, was einem in einer "Beziehung" so fehlen kann zB.


    Bei mir geht das mit den Kindern und alles gerade auch den Bach runter, weil mir der passende Partner fehlt und ich nach meiner Ausbildung schlichtweg keine Zeit mehr habe, um noch ewig einen zu suchen, denn dann bin ich 40 und hab ja ohnehin schon Probleme mit dem Schwanger werden. Ich glaube das werde ich mal sehr bereuen, da immer auf den falschen Kerl gesetzt zu haben und ihn über viele Jahre nicht auf den Mond geschossen zu haben...

    Von einem mir unbekannten Verfasser:


    "Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass charakterliche Übereinstimmung und starke, "kribblige" Anziehung sich gegenseitig eher ausschließen. Diese ganz akuten nervösen Verliebtheitsgefühle beruhen zu einem großen Teil auf dem Reiz des Fremden und einer gewissen Unsicherheit. Bei sehr sehr großer Vertrautheit und wenig "Reibung" i.S.v. Fremdheit/Gegensätzlichkeit stellt sich das ganz große Gefühlsfeuerwerk meiner Erfahrung nach eher nicht ein. Die Bezeichnung "Bruder-Schwester-Verhältnis" für sehr vertraute, aber wenig leidenschaftliche Paarbeziehungen verdeutlicht diesen Zusammenhang ganz gut: Geschwister verlieben sich - im Regelfall, sag ich mal - nicht ineinander, und das scheint auch mit der extremen Nähe zu tun zu haben.



    Deshalb glaube ich, dass man sich ein Stück weit entscheiden muss, was einem wichtiger ist: Vertrautheit, charakterliche Übereinstimmung, ähnliche Interessen, Geborgenheit - oder starke gefühlsmäßige/sexuelle Anziehung bzw. Verliebtheit. Ich habe es bisher nur so erlebt, dass man bei einem von beiden Abstriche machen muss."


    Das macht schon alles nachdenklich =O

    Mein Mann und ich haben genau gar nichts gemeinsam, noch nicht mal gemeinsame Interessen an irgendwas und bei dem bin ich förmlich explodiert in meiner Gefühlswelt damals...

    Mit dem "neuen- alten Bekannten" hatte ich eben schon mal eine Beziehung. Lange her aber genau aus den Gründen hab ich mich wieder getrennt. Und ich frag mich halt warum genau, denn charakterlich ist der Mann so dermaßen top gewesen. Ich kann genau gar nichts schlechtes über ihn sagen und das ganz ohne rosarote Brille und wenn ich ihn gebraucht habe, dann war er auch da. Bin bei ihm aus und ein gegangen wie ich wollte, war die, die ich nun mal bin ohne mich verstellen zu müssen, er hat mir sein Auto geliehen als meines kaputt gewesen ist, hat mich als ich nen Unfall hatte direkt an der Straße aufgesammelt ( und ist dafür extra von der Arbeit weg), hat mir bei meiner Weisheitszahn- OP damals die Hand gehalten, ist mir pappige Burger holen gegangen weil ich nix anderes runtergebracht habe am Tag danach und Scheiße, das ist ein Mann, der kann mit mir heulen wenn ihm danach ist! Immer und überall ist der authentisch und echt!


    Ich denke halt drüber nach, warum bei mir die wirklich guten Männer nie eine echte Chancen haben, obwohl wirklich alles passen würde, nur eben kein Bauchkribbeln und Verliebtheitsgefühl vorhanden ist. Ich frag mich unter anderem, ob ich schlichtweg gar nicht weiß, wie sich das überhaupt anfühlen muss, oder ob ich alles nur an diesem chemischen Cocktail festmache, den man in der Regel ja erwartet wenn man sich verliebt. Fällt das weg, fällt auch der Mann direkt durch bei mir...


    Mit dem gewissen "Etwas" meine ich halt genau das, das man dieses Hochgefühl erlebt am Anfang, dass der Puls hochgeht wenn man sich küsst, das man die Finger nicht vom anderen lassen kann Anfangs, sich immer nahe sein möchte etc. Meine Freundin ist frisch verliebt, die quatschen den lieben langen Tag von nix anderem als "xy sagt", "xy meint", "hat mit xy dies und jenes erlebt"....dieses bisschen von Sinnen sein halt, das Schmachten für den anderen....

    Ich hatte ja auch schon Beziehungen bei denen so weit wirklich alles gepasst hätte. Also es keine wirklichen negativen Dinge gab und das dann auch längere Zeit gut funktioniert hat. Einmal über zwei Jahre. Man war ein Team, hat sich gegenseitig unterstützt und gelebt wie ein Paar. Allerdings hab ich mich wirklich die ganzen zwei Jahre über gefragt, ob das nun "alles" war, ob ich überhaupt irgendwas fühle. Immer das gewisse "Etwas" am Suchen.


    Zur Zeit denke ich da viel drüber nach, ob es nicht tatsächlich so ist wie Sukra auch schreibt, nämlich das es eher Verlustängste sind, die diese große Verliebtheit auslösen, diesen Hormoncocktail und alles was man so unter "Verliebtheit" (nicht zu verwechseln mit Liebe!) suggeriert kriegt. Und das man sollte man auf einen Menschen treffen, der die eigenen Muster nicht bedient einfach gar nicht so überschwappt an Gefühlen, alles einfach ruhig ist, ohne Dramen, ohne das ständige Vermissen und permanente Sehnsucht nach Nähe und das man dann deswegen weil es sich nicht so "gewohnt" anfühlt ( hatte man doch immer Typen, die wunde Punkte getriggert haben) immer der Meinung ist, dass es nicht für mehr reichen würde...


    Meine Freundin meinte letztens, das viele auf der Suche nach dem Kick sind am Anfang und sich dann wieder trennen wenn das Gefühl nachlässt. Und das tut es bei allen Paaren nach einigen Monaten. An dem Punkt, wo aus Verliebtheit echte Liebe und Zuneigung wird, trennen sich viele, weil sie die Schmetterlinge vermissen. In der Theorie könnte man ja dann diese Phase auch gleich überspringen, wenn sie eh vergänglich ist und sich mit einem Menschen zusammentun, bei dem der Verstand zwar nicht aussetzt am Anfang aber ansonsten alles passt?

    Auch ist es scheinbar so, dass man wenn man nicht mehr in der Jugend ist, auch nüchterner an die Sache ran geht und andere Dinge wichtiger werden, als das kribbeln im Bauch....


    Ich hatte ja für mich immer die Meinung, dass mich der erste Kuss umhauen muss, sonst taugt es mir nichts.

    Vielleicht hab ich echt zu hohe Erwartungen und laufe deswegen auch immer an die toxischen Kerle ran, weil es nur da diese Gefühle gibt, die einem immer unter Liebe verkauft werden :/