Beiträge von SugarLea



    Interessant finde ich auch deine Beobachtung mit den ambivalenten Partnern. Bei anderen Frauen, bei denen ich vielleicht unbewusst eine gewisse Distanz oder Unsicherheit wahrnehme, entsteht diese körperliche Abneigung nicht. Deshalb frage ich mich, ob es bei dir eher ein innerer Prozess war, durch den du gehen musstest, oder ob es auch damit zusammenhängt, dass dein Partner dich nicht so stark getriggert hat, weil eine gewisse Ambivalenz seinerseits vorhanden war/ist?


    Ich mein...die Lösung kann ja nicht darin bestehen sich zumindest teilweise ambivalente Parterinnen zu suchen, da das ja wieder ganz andere Probleme mit sich bringt.


    Mein Partner ist 0,0 ambivalent. Im Gegenteil. Sehr verlässlich, sicher und konstant.


    Aber im Vergleich zu den Beziehungen mit eben diesen ambivalenten Partnern (und ich meine wirklich sehr ambivalent in allem was da so passieren kann) fällt mir körperliche Nähe bei ihm tatsächlich viel schwerer. Also ich kannte mich die letzten Jahre deutlich anders und ich bin zu 100% davon überzeugt, dass es damit zusammenhing, dass die Kerle sich eben nie wirklich auf mich eingelassen haben. Dieser Hormonrausch der da entsteht wenn man ständig das Gefühl hat, die Beziehung kann jeden Moment kippen, verursacht wirklich eine wahnsinnige und enorme Anziehungskraft auf diesen Menschen.

    Ich hab auch schon viele Geschichten gelesen, bei denen Betroffene erzählt haben, sie hätten mit eben diesen Partnern den Sex ihres Leben gehabt. Und ich kann das bestätigen :pale:


    Jetzt trifft man auf den richtigen Menschen, der einem Stabilität und Sicherheit vermittelt und zweifelt plötzlich an allem. Die Gefühle fahren innerlich Achterbahn, es wird verglichen usw. Dabei muss man vielleicht auch erst mal lernen, wie sich eine wirklich "sicherere" Beziehung überhaupt anfühlt. Ohne ständige Angst verlassen zu werden, betrogen zu werden usw. Die Angst ist es nämlich, die einem da vorgaukelt auf die große Liebe getroffen zu sein. Sie macht extrem anziehend!


    Bei dir lässt schon alleine die Tatsache, dass du sie zu Beginn anziehend fandest und sich das jetzt ins Gegenteil verkehrt hat darauf schließen, dass da das Angstprogamm läuft. Ich meine jemanden kennenzulernen, der sich dann als nicht so passend rausstellt (charakterlicher Art) passiert und finde ich auch normal. Aber eine dawegese körperliche Anziehung einfach so auf dem Weg zu verlieren, ohne dass da was nennenswertes vorgefallen ist, halte ich für eher abwegig.


    Ich glaube mir hilft in meinem Fall einfach die Tatsache, dass ich die Wichtigkeit für Sex runtergestuft habe. Da ist dann der Druck raus und es läuft. Ich hab eine wirklich tolle Beziehung mit allem, was mir persönlich wichtig ist. Wir leben zusammen, wir teilen unseren Alltag zusammen, wir unterstützen und gegenseitig. Sex hat für mich in dieser Beziehung nicht mehr so einen hohen Stellenwert, dass es mir wie in vergangenen Beziehungen direkt das Hirn vernebelt. Wir haben Sex, allerdings nicht ständig und täglich wie ich das gewohnt gewesen bin und damit kann ich leben. Und er zum Glück auch.


    Ich hätte schwer was verpasst wenn ich mich hätte von meiner geringen körperlichen Anziehung leiten lassen und die Chance nicht genutzt :-)

    Ich kenne es leider auch. Ich hab mal eine Beziehung, die gut lief und der Typ eben kein toxischer Mensch gewesen ist nach drei Monaten gekillt. Es fing damit an, dass ich an ihm plötzlich nur noch Dinge gefunden habe, die mich stören. Am Aussehen, am Kleidungsstil usw. Anfänglich war die Sexualität zwischen uns sehr gut aber es dauerte nicht lange, hatte ich keine Lust mehr. Jede Annäherung, jede Berührung wurde mir dann zu viel und es fühlte sich an, als hätte ich einen inneren Druck, regelrechten Ekel fast schon. Die Beziehung war leider damals nicht zu retten, weil ich damals noch nichts von meinen Problemen wusste. Ich war halt sehr überzeugt, dass es bei mir einfach nicht passt. Rücklickend hat da einfach sehr die BA gekickt.


    Danach kamen nur noch Beziehungen wo ich der Partner von BA gewesen bin, also auch die Gegenseite kennengelernt habe, wie es sich anfühlt, wenn der Partner einen nicht mehr anfasst. In meiner ersten Ehe ging das über Jahre, in denen quasi keine Berührung mehr stattfand, mein Ex - Mann sogar noch lieber in einem anderen Zimmer geschlafen hat, als neben mir.


    Mittlerweile bin ich in einer gesunden Beziehung angekommen. Muss aber ehrlich zugegeben, dass ich das mit der Anziehung schon auch wieder ein wenig merke. Also ich habe nicht viel Lust, wie ich das von mir kenne. Ich muss mir in dem Fall sehr bewusst sagen, dass das was ich gerade fühle, ein Teil meiner Angst ist und nicht die Realität. Mein Partner ist nicht das Problem, es ist meines. Mir hilft nur, mir das immer bewusst zu machen, wenn ich Sex (Nähe wie kuscheln und Zärtlichkeiten machen mir in dieser Beziehung zum Glück überhaupt kein Problem) wieder aus dem Weg gehen will. In meiner vorigen Beziehung hatte Sex einen sehr hohen Stellenwert, allerdings war dies eine toxische Beziehung und deswegen war auf meiner Seite die Anziehung entsprechend hoch.


    Ich höre also in mich rein, wenn Beklemmungen kommen. Ist es die typische Beklemmung bei körperlicher Nähe, oder habe ich gerade wirklich keine Lust?

    Anfangs hab ich mich auch gefragt, ob ich wirklich verliebt bin deswegen und ich habe die typischen Zweifel erst Mal durchleuchtet, bevor ich mich auf die Beziehung eingelassen habe. Das auffällige bei mir ist, dass mein Partner und ich vor über zwei Jahrzehnten schon mal zusammen waren und ich ihn da sehr, sehr attraktiv fand und wir da auch ein entsprechendes Sexleben hatten. Schon das war dann auffällig für BA, dass dieses "Zumachen" als es dann wirklich ernst wurde plötzlich aufgetaucht ist als ich gemerkt habe, dass auf seiner Seite wirkliches Interesse besteht.


    Wichtig ist auch die Kommunikation mit dem Partner. Es nimmt schon viel Druck und schlechte Gefühle raus, wenn das Gegenüber Bescheid weiß über die eigene Problematik.

    Eigentlich ist es egal, ob das Bindungsangst oder Verarsche ist. Unter dem Strich kommt bei beidem das selbe Resultat raus. Nämlich ein Kerl, der nicht verbindlich ist, der sich zurückzieht, der mauert, der die Aufmerksamkeit anderer Frauen braucht und sogar noch so respektlos ist, sich das im Beisein der Frau zu holen, von der er weiß, dass sie auf ihn steht und der er sagt, dass er Gefühle für sie hat.


    Dieses "Katz & Maus Spiel", dass er da mit dir spielt bewirkt nur eines. Du wirst von dem emotional so abhängig wie ein Junky auf seine Droge. Eine wirklich verbindliche Beziehung, die Halt und Sicherheit gibt, wirst du bei ihm nicht finden.

    Hallo,


    mein Rat? Frag dich selbst, was dich an diesem Kerl festhält. Was findest du an ihm so interessant, dass du an ihm dran bleiben möchtest?

    Ich meine ihr habt euch monatelang nicht gesehen, er zeigt kein wirkliches Interesse an deiner Person, welches zeigen würde, dass er an einer echten Bindung mit dir interessiert ist. Er blockiert dich, was ich sehr respektlos und nicht wertschätzend finde und trennt sich alle Nase lang wie es ihm gerade passt. Er verletzt dich mit seinem Verhalten, es gibt keine Basis für mehr und sagt dann noch "Ich bin halt so" und tut es damit einfach ab, dass er dich schlecht behandelt. Da ist kein Wille irgendwas zu verändern. So weh es tut aber das wird nichts!


    Stell dir eine Beziehung vor wie sie du sie dir wünschen würdest und frag dich dann, was davon er dir gibt. Dann wirst du schnell sehen, dass das verlorene Lebenszeit ist, die mit viel Entbehrungen und Schmerzen verbunden ist und am Ende zu nichts führen wird.


    Ein Mann mit echtem Interesse versetzt Berge für die Frau, die er will. Da gibt es keine Unklarheiten, kein Desinteresse, kein blockieren und schlechte Gefühle verbreiten. Meistens sind BA zumindest die ersten Monate hellauf begeistert, geben total viel, sind enorm verliebt und ziehen sich dann erst zurück. Ist man aber erst Mal an diesem Punkt, kommt es in der Regel nie wieder zu dem Stand der Anfangszeit zurück. Eher im Gegenteil.

    Nun wenn er jetzt der VA Pol ist, ist klar dass er sich so Luftschlösser bauen kann. Sie entzieht sich ihm, ist distanziert. Somit keine Gefahr sich wirklich binden zu müssen. Aus genau dem Grund hat er bei ihr das gefühlt "Sie ist es". Sie bedient seine Muster. Die typische BA Dynamik. Wenn sie wirklich verfügbar wäre, genauso in ihn verschossen wie er momentan noch in sie, wäre der Reiz nicht der selbe. Zu solchen Menschen fühlen sich BA magisch angezogen, können sich alles vorstellen, würden ja, wenn das Gegenüber denn nur wollte usw. Da wird geträumt, hinterhergejagt, alles gegeben - kriegt aber halt in der Regel nur sehr wenig davon zurück. Die wirkliche Nähe und das Einlassen auf den Anderen ist somit nicht gegeben.

    Lass es bleiben.


    Das selbe hat mein Ex mit mir auch versucht und ich habe dankend abgelehnt. Dabei würde unter dem Strich nichts dabei rauskommen, außer das alles zu seinen Bedingungen läuft, er dir immer nur Krümel hinwirft von denen du nie satt werden wirst und du wirst weiterhin in dieser toxischen Geschichte festgehalten. In dem Fall solltest du dir mehr Wert sein und das ganze beenden.

    Ich finde ja dass es was vernünftiges ist, wenn man sich einen Gammeltag gönnt. Gerade auch dann, wenn man sich nicht ganz so fit fühlt :-)


    Ich finde es toll, dass du es bewusst wahrnimmst, dass sich was verändert hat. Mir hat mal ein Therapeut gesagt, dass das der Unterschied zwischen gut und schlecht fühlen daran liegt, wie intensiv man diese Momente fühlt. An schlechte Momente kann man sich in der Regel auch länger und intensiver erinnern oder nachfühlen, weil diese tiefer gefühlt wurden. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum man oft das Gefühl hat dass man negative Gefühle länger hält, als die positiven.

    Ich persönlich würde das ehrlich bleiben lassen.


    Ich meine wenn man das so liest, hat er alle Gründe von dir Abstand zu nehmen und wird dies vermutlich auch tun. Damit erreichst du dann nur, dass du ein weiteres Mal Unruhe in dir selbst produzierst, dir einen Korb von ihm, sowie ein schlechtes Gefühl abholst.


    Manchmal sollte es einfach nicht sein und dann geht der Weg getrennt voneinander weiter.

    Wünsche dir alles Gute :-)

    Das dachte ich auch immer. Als ob man sich schon ewig kennen würde, hat super gepasst, alles war so toll. Aber das ist halt leider meistens das erste Anzeichen, dass das ganze toxisch enden wird. BA Beziehungen starten alle so, bevor es dann an einer Stelle ins komplette Gegenteil kippt.

    Das mit dem Online Dating stimmt leider, das ist auch meine Erfahrung. Alle meine BA kamen von irgendwelchen Apps...

    Ich weiß. Ich kenne das nur zu Genüge und ich habe jahrelang gelitten welcher solcher Geschichten und versuche seit einem halben Jahr die letzte zu verarbeiten. Die Hoffnung hatten wir alle, aber bei keinem von uns hat sie sich erfüllt. Es gibt eigentlich keine Erfolgsgeschichten in diesem Forum. Zumindest nicht mit dem Partner, um den es ging als man ins Forum kam und ich bin jetzt bald 15 Jahre hier....:-(

    Liebe Summerchild, ich kann nachdem ich deinen Text gelesen habe nur eines sagen : Nimm die Beine in die Hand und lauf! Und zwar weit weg und ganz schnell.


    Ich kann hier keine gesunde Beziehung erkennen und wenn die schon von Anfang an klar toxisch startet, wird daraus auch nichts anderes mehr werden.

    Du ersparst dir großes Leid, wenn du jetzt an diesem Punkt die Geschichte enden lässt. Ich lese da eine ziemlich große emotionale Baustelle bei ihm heraus und nachdem er selbst noch im psychologischen Bereich arbeitet ist er dafür ziemlich unreflektiert und unbedacht darauf, was sein Verhalten bei dir auslösen könnte. Jetzt ghostet er dich auch noch und gibt dir ein schlechtes Gefühl. Bitte sei dir mehr wert und lass das enden.

    Loslassen.


    Um Liebe zu kämpfen ist völlig sinnlos. Ein Mensch, der bei dir sein möchte, der wird freiwillig bei dir sein und da gibt es keine Kämpfe.

    Ein Mensch der bei dir sein möchte, würde niemals die Worte "Ich will keine Beziehung mit dir" in den Mund nehmen. Daran würde auch nichts ändern wenn du das Kind behalten würdest, er würde deswegen auch nicht bleiben.


    Ich weiß Loslassen ist eines der schwersten Dinge im Leben und das geht auch nicht einfach so von heute auf Morgen. Es ist ein Prozess, ein längerer Weg.

    Darin bin ich auch sehr, sehr schlecht. Mein Ex, von dem ich schwanger war hat bis heute einen Platz in meinem Herzen, wir sehen uns auch regelmäßig und stehen uns sehr nahe aber ich musste mich auch sehr schmerzhaft von dem Wunsch verabschieden, ihn als Partner an meiner Seite zu haben....

    Was für eine hässliche, ungemein schmerzhafte Situation. Vor zwei Jahren war ich in der selben wie du und kann mir vorstellen wie es dir geht.

    Meiner hat damals auch gesagt, dass ein Kind für ihn überhaupt nicht in Frage kommt und das ich mit keinerlei Unterstützung rechnen könne und nachdem ich ja auch keinen familiären Background hatte, weder von meiner noch von seiner Seite aus (auch wenn seine Eltern MIR Unterstützung auch unabhängig von ihm angeboten hatten) das ja überhaupt keine Basis für ein Kind wäre. Ich bin wochenlang durch die Hölle gegangen bis ich die finale Entscheidung getroffen habe. Auf der einen Seite habe ich diesen Mann geliebt wie noch nie einen Menschen davor und es wäre wohl das Schönste überhaupt gewesen ein Kind von ihm zu haben und auf der anderen hat dann mein Verantwortungsbewusstsein und eine abartige Angst damit alleine in der Welt zu stehen die Oberhand gewonnen.


    Was ich aber sagen kann ist, dass das bis heute nicht aus meinem Kopf verschwunden ist. Dieses Thema kommt immer wieder an die Oberfläche und es kommen immer wieder Trigger, die mich dann enorm traurig machen. Das unterschätzt man wirklich wie hart es danach ist, sich gegen ein Leben entschieden zu haben auch wenn es sich im ersten Moment gar nicht so anfühlt, weil da erst Mal "Erleichterung" ist, aus der Situation gekommen zu sein, die einen so derart belastet hat...


    Ich wünsche dir, dass du die für DICH richtige Entscheidung triffst und wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit!

    Ich finde "The Work" von Katie Byron da ganz gut. Vier einfache Fragen, die man sich selbst stellen kann in Situationen die sich schwierig anfühlen. Muss man ein bisschen üben, dran bleiben aber langfristig finde ich die Methode gar nicht so schlecht :-)