Beiträge von SugarLea

    Vier Monate und sieben Tage :-)


    Und alles ist ruhig. Eine stinknormale Beziehung wie sie sein soll. Gegenseitige Unterstützung, gute Gespräche. Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Fürsorge. Kein Heiß/Kalt, keine toxischen Tendenzen, keine Red Flags in Sicht. Auf beiden Seiten nicht.


    Mittlerweile bin ich seit zwei Monaten fast ausschließlich bei ihm, also auch ein gemeinsamer Alltag. Er hat mich an Weihnachten gefragt, ob ich bei ihm einziehen möchte. So weit bin ich aber noch nicht. Zumindest nicht ganz, deswegen werde ich meine Wohnung erstmal behalten und mache das so wie es für mich passt. Gerade ist er diese Woche geschäftlich weg, also bin ich mal wieder zu Hause für mich selbst und genieße das sehr. Kein brennendes Verlangen, keine Unsicherheit, kein Stalking. Ich hab so viel Sicherheit in dieser Beziehung, dass ich mein VA Muster gar nicht so sehr brauche. Es ist erstaunlich wie ruhig es sich anfühlen kann wenn man nicht rund um die Uhr ein Overthinker ist.


    Der erste gemeinsame Urlaub ist auch geplant für das Frühjahr :-)

    Ich hoffe ihr hattet schöne Weihnachtstage :-)


    Ich habe Weihnachten mit meinem Partner bei dessen Familie verbracht und gemeinsam auch noch bei Freunden.

    War sehr schön :-)


    Nun sind schon über drei Monate ins Land gezogen und ich kann sagen, es läuft noch immer sehr gut. Keinerlei Drama, keine Ungewissheiten, kein "Heiß- Kalt".


    Ich hatte noch nicht ein einziges Mal das Gefühl der Unsicherheit, also nicht zu wissen woran ich bei ihm bin. Im Gegenteil, er ist sehr verbindlich, zuverlässig und konstant in seinen Worten und seinen Taten. Ich für meinen Teil hatte bisher auch noch keinen Triggerpunkt. Es läuft einfach. Auf Augenhöhe, mit gegenseitiger Wertschätzung, Respekt und viel Humor. Die letzten Wochen haben wir quasi zusammen verbracht, ich habe einen Schlüssel zu seiner Wohnung und kann kommen und gehen wie ich es möchte. Wir reden über alles, keine Tabu Themen.


    Ich fange langsam aber sicher an mich in dieser Beziehung wirklich geborgen und sicher zu fühlen und es zu genießen, dass es wie in den vergangenen Jahren kein Drama gibt.

    Das war für mich zu Beginn ein wenig schwierig, weil ich dieses ständige Adrenalin und dieses ständige auf Spannung stehen, den anderen ausloten müssten (ihr wisst was ich meine, die typischen Verhaltensweisen in toxischen Beziehungen) fast schon vermisst habe. Jetzt vermisse ich gar nichts mehr. Im Gegenteil, es ist eine Wohltat, innerlich ruhig zu sein, einen verlässlichen Partner zu haben und die einzigen Spiele, die er mit mir spielt sind Gesellschaftsspiele ;-)


    Ich bin sehr gespannt auf das neue Jahr und wie es weitergehen wird :-)


    PS: Ich glaube Ano hat mal was erwähnt mit der 13 Jahres Regel hier im Forum. Das dürfte bei mir jetzt der Fall sein :P

    Was ich übrigens auch als sehr erleichternd wahrnehme ist, ich brauche weit weniger Bestätigung von Außen speziell von meinem Partner.

    Wenn ich überlege wie empfindlich ich war, wenn mal länger keine Nachricht kam. Das juckt mich gar nicht mehr. Schon alleine deswegen, weil wir nicht in einem Dauerkontakt stehen wie ich das früher gewohnt waren. Wir viel mehr telefonieren wenn es was zu reden gibt. Meistens tauschen wir uns neben "Guten Morgen" und "Gute Nacht" einmal am Tag aus wie unser Tag war und das war es....

    Ich sitze nicht mehr ständig vor meinem Handy und warte, bis da was kommt. Irgendwann kommt schon was und wenn ich was zu sagen habe, dann melde ich mich einfach, ohne drüber nachzudenken, ob ich gerade in den Kram passe oder nicht....


    Ich interessiere mich nicht mehr für Statusmeldungen. Ich hab mein Handy oft gar nicht mehr ständig in der Hand. Er übrigens auch nicht. Diese Tatsache finde ich enorm gut. Er lässt sein Handy offen rumliegen, hat das selten in der Hand überhaupt. Fragt mich sogar öfters mal, ob ich weiß wo er es hingelegt hat :P Ich kenne seinen Code zum Entsperren und darf es jederzeit benutzen. Fass es natürlich nicht an. Es sei denn ich will bei ihm zu Hause Musik anmachen, weil seine Anlage funktioniert nur mit seinem Handy. Die letzten beiden konnten mit mir kein einziges Treffen überleben, ohne ständig mit jemandem zu schreiben nebenher. Nicht mal aufs Klo oder ins Bad ohne Handy. Gab nie ungeteilte Aufmerksamkeit.


    Jetzt haben wir eine "Handyzeit" wenn wir zusammen sind. Ein richtiges Ritual schon fast am Morgen. Er steht auf, macht uns einen Kaffee, ich lasse den Hund in Garten raus, rauche eine ( er hat übrigens aufgehört zu rauchen vor ein paar Wochen und hat dennoch kein Problem das ich weiterrauche) und wir treffen uns wieder im Bett mit Kaffee, den er dann mit bringt und jeder scrollt eine Weile seine Seiten durch. Danach stehen wir beide auf und frühstücken zusammen in Ruhe und ohne Handy.


    Mich juckt kein Beziehungsstatus mehr irgendwo. Die wichtigen Leute in unserem Leben wissen alle das wir zusammen sind. Das wissen alle und das zeigen wir auch allen offen. Der Rest interessiert mich nicht mehr. Ich glaube ich brauchte diese Pärchenbilder als Profilbild irgendwie auch um mir selbst zu beweisen dass ich liebenswert genug bin, einen Partner zu haben. Meine Freundin hat mich letztens ernsthaft gefragt, warum sie nie Bilder von uns im Status sieht. Ja, keine Ahnung. Das ist mir überhaupt erst aufgefallen, als sie mir das gesagt hatte....


    Es lebt sich so viel entspannter, wenn man sich über so Scheiß keinen Kopf mehr machen muss.

    Natürlich nicht. Ich denke dass die Kerle einfach zu dem gepasst haben was ich innerlich gefühlt und gedacht habe. Ich habe durch diese Beziehungen ständig eine Selbstbestätigung meiner eigenen Gefühle und Gedanken bekommen.


    Ich dachte immer, dass ich so wie ich bin nicht genug bin. Das ich keine eigene Meinung haben darf, das ich nicht hübsch genug bin, das ich nicht schlau genug bin, zu wenig zu bieten habe. Und allem vorweg, das ich nicht liebenswert bin, wie ich bin.


    Das hab ich echt zum größten Teil abgelegt. Ich war seit neun Monaten nicht beim Frisör. Meine Haare wachsen grau raus. Ist mir völlig egal.

    Ich esse worauf ich Lust hab, Speckrollen hin und her. Ich passe weder meine Meinung an, noch verstelle ich mich sonst wie.

    Ich habe mal so reflektiert, was ich alles so auf die Reihe gekriegt habe die letzten Jahre. Das soll mir erst Mal jemand nachmachen. In meinen Schuhen laufen. Vor allem habe ich es verstanden, dass ich keinen Grund habe mich zu verstecken, ich eben nicht langweilig bin und viele gute Eigenschaften habe, die ich sehr lange Zeit vergraben habe unter meiner Angst nicht zu genügen. Und ich habe verstanden, dass ich mich von nichts und niemandem respektlos behandeln und unter meinem Wert verkaufen muss, um so eine Pseudo Nähe zu kriegen. Ich bin nicht der Trostpreis, sondern der Hauptgewinn!


    Ich merke diese Veränderungen in mir nicht nur in meiner jetzigen Partnerschaft, sondern auch in meinem sonstigen Umfeld. Alleine mein Geburtstag. Ich bin wirklich fast vom Glauben abgefallen. Jahr um Jahr hab ich meinen Geburtstag alleine verbracht. Eine Handvoll Leute haben daran überhaupt gedacht. In den sozialen Medien habe ich rausgenommen, dass der angezeigt wird. Dennoch haben dieses Jahr unglaublich viele an mich gedacht, mir geschrieben, mich angerufen. Ich habe Geschenke von allen Seiten bekommen. Alleine drei meiner Kollegen und mein Chef, die mich auf der Arbeit überrascht haben mit Dingen von denen sie wissen, dass ich sie mag. Gänzlich ungewohnt gemeinsame Zeit, bekocht werden und ein liebevoll ausgesuchtes Geschenk meines Partners. Wertschätzung von allen Seiten und warum ist das so? Weil ich dabei bin zu lernen mich selbst Wert zu schätzen!


    In Situationen, in denen ich früher den Schwanz eingezogen hätte, weil ich mich gefühlt hätte wie eine gefaltete Briefmarke bin ich heute selbstbewusster und stehe zu dem was ich denke und fühle. Eine unliebsame Kollegin macht mich blöd von der Seite an und anstatt beschämt auf den Boden zu blicken, schaue ich ihr direkt ins Gesicht und sage ihr klar aber deutlich meine Meinung zu den Dingen und auf einmal ist sie stinkfreundlich zu mir.


    Die Leute in meinem Umfeld begegnen mir anders, weil ich was anderes ausstrahle als vorher.


    Ich bin dabei zu lernen, dass meine ganzen inneren Überzeugungen und Muster in einer Zeit entstanden sind für die ich nichts konnte. Ich jetzt aber selbst bestimmt auf die Dinge reagieren kann, die in meinem Leben auftauchen und das ich die Wahl habe mich weiter wie das Kind in mir zu fühlen, oder ob das Kind ein paar Schritte in der Entwicklung weitergehen darf. Es hat mich enorm belastet, dass ich mich selbst immer zum Opfer gemacht habe, in dem ich den alten Scheiß weitergetrieben habe. Nur weil meine Eltern mich nicht geliebt haben, heißt das noch lange nicht, dass ich nicht liebenswert bin. Das sind zwei Menschen auf der Welt von ein paar Milliarden anderen.


    Die letzten Kerle haben das perfekt gespiegelt was ich gefühlt habe. Und ich habe mich auch exakt so verhalten. Ich habe mich klein gemacht, unsichtbar, unbedeutend und habe dabei gehofft, doch endlich gesehen und geliebt zu werden. Angezogen habe ich dann genau das - Menschen die mir das alles immer nur bestätigt haben. Das ganze ist das komplette Muster meiner Mutter. Exakt so wie sie mich behandelt hat, hab ich mich selbst behandelt und hab mir dann genau die Kerle angezogen, die mir das immer schön weiter bestätigt haben. Das war einer der Gründe, warum ich ein bisschen Bedenken hatte meine Schwester zu treffen. Trigger und so. Es gab aber keinen. Ich hab es gesehen als das, was es war - ein längst überfälliges Treffen mit meiner Schwester, die für den ganzen Mist, den unsere Mutter angerichtet hat ( sie war selbst einige Zeit in Therapie) überhaupt nichts kann. Es war ein schönes Treffen und ich konnte das super trennen.


    Natürlich weiß ich nicht, ob das jetzt DER Mann meines Lebens sein wird und wie lange unsere Reise gehen wird. Das weiß niemand, der in einer Partnerschaft lebt. Was ich aber weiß ist, dass das eine ganz andere, neue Basis ist zwischen uns. Und ich weiß auch, dass sollten wir uns irgendwann trennen, ich wieder wochenlang heulen werde ABER dass ich dass dann ebenso überleben würde, wie die Trennungen in der Vergangenheit und dann werde ich hoffentlich wieder einen Schritt weitergekommen sein.


    Im übrigen haben sich BEIDE Kerle, die hier in diesem Post ein Thema waren wieder gemeldet. Der letzte schrieb mir, dass er sehr oft an mich denken muss. Worauf ich ihm dann geschrieben habe, dass ich kein Interesse mehr daran habe ein ständiges Drama in meinem Leben zu haben (man beachte seinen Vorschlag mit der Affäre auf die er reagiert hat wie ein kleines Kind nachdem ich das abgelehnt hatte) und ich daher meinen Weg weitergegangen bin....


    Und noch härter, mein Ex, der danach bis Anfang des Jahres meine Freundschaft + gewesen ist, welche ich dann beendet habe nach mehreren Jahren.

    Er hat mir aus dem Nichts heraus geschrieben, dass das jetzt überraschend kommen würde, aber dass es ihn total stören würde, dass ich wieder einen Partner hätte. Auf der anderen Seite würde es ihn freuen, auf der anderen käme er darauf nicht klar. Er hätte wohl doch Gefühle für mich. Tja, was soll ich sagen...Was hätte ich damals dafür gegeben diese Worte von ihm zu lesen! Auch ihm habe ich gesagt, dass ich mir das nicht mehr vorstellen kann. Das ich endlich eine Beziehung habe, die auf Augenhöhe basiert, bei der ich mich angenommen fühle und das ich sicher nicht nochmal so dumm wäre mich auf so was einzulassen von dem ich schon jetzt weiß, wo es in ein paar Wochen enden würde....


    Ich bin mittlerweile einfach überzeugt davon, dass ich was weit besseres verdient habe als das, was ich die letzten Jahre bekommen habe....




    Für mich klar ist aber: Änderst du dich selbst, ändert sich alles!

    Zur Ergänzung: dieses Gefühl der Verbundenheit in Kombi der eigene Freiheit ist genau das was für viele mit BA/VA so schwer zu erreichen ist. Da sich viele in der Beziehung verlieren oder sich zu Abhängig von Partner machen.


    In deinem Fall zeigt sich dann, dass in einer gesunden Beziehung dennoch die eigene Autonomie erhalten bleiben kann und koexistiert.


    Vor allem wenn man wie ich endlich begriffen hat, dass man sich nicht ständig anpassen muss um zu gefallen! Ich hab schon oft gesagt, wenn mir was nicht gepasst hat, bevor ich es wie früher getan habe, obwohl ich keine Lust dazu hatte. Erst letzten Sonntag, als er mich gefragt hat, ob ich mit zu seinen Freunden möchte (die ich selbst ja auch kenne und sehr mag). Ich hab gesagt, dass ich lieber jetzt dann nach Hause gehen würde, weil es sonst wieder so spät wird am Abend bis ich dann zu Hause bin. War für ihn überhaupt kein Problem. Wir sind noch eine Runde mit dem Hund gelaufen, er ist zu seinen Freunden, ich nach Hause. War überhaupt kein Problem. Er macht es genauso und es ist vollkommen in Ordnung.


    Ich habe früher ständig Dinge getan, Sachen verschoben, auf Dinge verzichtet, bin gerannt wenn gerufen wurde und hatte irgendwann keine eigenen Bedürfnisse mehr. Nur um den Kerl treffen zu können. Ich verschiebe nichts mehr und habe auch kein schlechtes Gefühl wenn ich Dinge mache, die ich geplant habe weil ich das früher immer das Gefühl hatte verlassen zu werden, wenn ich nicht spure wie der andere das will. Ich hab mich gar nicht getraut keine Zeit zu haben oder widersprechen.


    Und dann hat noch jeder so Dinge, die er gerne macht und den Partner gerne dabei hätte. Morgen Abend ist ein Konzert auf das ich mich schon länger freue, er geht mit. Dafür gehe ich den Tag drauf mit ihm zu einer Geburtstagsfeier. Früher gab es immer nur das, was mein Partner wollte und das er entweder dann immer alleine gemacht hat, weil ich ja vor Freunden zB grundsätzlich ferngehalten wurde oder ich habe mich zu Dingen gezwungen, die nicht gepasst haben. Ich bin immer auf der Strecke geblieben.


    Wir sind auch gut darin Kompromisse zu finden, die für beide passen. Er hat schon vor meiner Zeit im Sommer Urlaub gebucht, wie jedes Jahr zusammen mit seinen Freunden und deren Kindern. Da war gleich klar, dass ich mitgehen kann, wenn ich möchte. Mir aber ist das zu viel des Guten mit so vielen Leuten mehrere Wochen auf einen Campingplatz zu fahren in einem brutal heißen Land mitten im Hochsommer. Ich vertrage Hitze nicht so sonderlich gut und meinem Hund mag ich das so lange auch nicht antun. Dann war die Überlegung, ob er den Urlaub verkürzt und ich somit ein paar Tage mitfahre. Das Endergebnis ist nun, dass er alleine kürzer fährt und wir dafür zu zweit mit Hund im Frühjahr extra in Urlaub fahren. Und zwar dahin, wo ich vorgeschlagen habe. So hat jeder seinen Urlaub und gemeinsam haben wir auch einen. Hat ihm auch gefallen, also Problem gelöst :-)


    Wir sind uns in vielen Dingen sehr ähnlich und das erleichtert die Dinge ungemein. Freiheiten ohne zu klammern, offene Kommunikation über alle Themen, gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung. Wir können uns beide gegenseitig genau so zeigen wie wir nun mal sind. Mit allen Ecken und Kanten. Und das macht das ganze so angenehm.

    Hallo Philo,


    schön von dir zu lesen :-)


    Ja, ich hatte schon ein bisschen den Frack voll meine Schwester zu treffen. Eher aber weil ich eben nicht mit meiner Mutter konfrontiert werden will. Damit das sie ein Baby hat und ich eben nicht, habe ich ganz gut weggesteckt. Damit habe ich mich ja reichlich auseinander gesetzt die letzten Jahre und ich kann ihr das von Herzen gönnen. Zumal ich ja nun auch ein bisschen daran Anteil haben darf, so als Tante :-)


    Ja, wir sind offiziell ein Paar und ich finde für meine Begriffe ging das nicht ganz so schnell. Beim letzten Mann wo hier immer die Rede ist, war das binnen einer Woche festgelegt, dass man nun zusammen ist und in den ersten vier Wochen liefen schon die ganzen Programme, die für andere erst nach Monaten auf dem Plan stehen. Zumal er nach den ersten sechs Wochen schon das erste Mal die Biege machen wollte.


    Mit meinem jetzigen Partner hab ich mich einige Wochen regelmäßig getroffen, bevor das ernster wurde. Zumal wir uns ja schon sehr lange kennen und vor langer Zeit schon mal zusammen gewesen sind. Also so gesehen zwar ein neues Kennenlernen aber eben keine klassische Kennenlernphase unter komplett Fremden. Wir treffen uns jetzt seit einigen Monaten und es gibt keinerlei rote Flaggen. Ich finde wir machen das ganz gut bisher :-)


    Wir unterstützen uns im Alltag, sehen uns regelmäßig. Unseren letzten Urlaub haben wir zusammen verbracht, viele Unternehmungen gemeinsam erlebt.

    Jeder macht noch sein Ding und den Rest machen wir zusammen. Jeder kann seine Bedürfnisse anmelden, ebenso auch kommunizieren wenn was nicht passt. Meinen Geburtstag hab ich dieses Jahr auch mit ihm verbracht (und für den Fall dass ich das jetzt wieder hören muss, aber tatsächlich seit vielen Jahren das erste Mal, dass ich an meinem Geburtstag eben nicht alleine zu Hause saß, sondern bekocht wurde und sogar ein liebevoll ausgewähltes Geschenk bekommen habe). Wir treffen seine Freunde, meine Freunde, seine Familie, meine Familie. Mein Hund ist mittlerweile auch mal bei ihm wenn ich Termine habe, damit er nicht so viel alleine zu Hause sein muss.


    Wir genießen es zusammen zu kochen und danach zusammen zu essen. Ohne Handy und Klotze nebenher. Einfach gute Gespräche.

    Ich empfinde das alles bisher als sehr auf Augenhöhe, ruhig, verbindlich, respektvoll. Keinerlei Dramen.


    Ich bin auch nach wie vor innerlich sehr ruhig. Ich habe nicht mehr dieses brennende Vermissen, wenn wir uns nicht sehen, weil ich weiß das er da ist. Und auch morgen noch da sein wird. Es gibt keine Ambivalenz, kein "heiß und kalt", wir können Dinge in die Zukunft planen (wie habe ich das gehasst nie zu wissen, wann man den Partner wieder sieht oder nur ein paar Stunden in der Woche eine Beziehung zu haben), wir beziehen uns gegenseitig ins Leben ein. Nach wie vor gibt es bei uns WhatsApp nur noch für unwichtige Dinge, zB um zu schreiben, dass man sich verspätet etc. Wir telefonieren oder sehen uns per VideoCall, wenn wir uns nicht persönlich sehen können.


    Ich bin der Meinung dass nicht jede Beziehung große Kacke sein muss, nur weil es ein paar Mal eine Tatsache gewesen ist und ich mir gänzlich unpassende Partner an Land gezogen habe. Wie auch immer es weitergehen wird, diese Beziehung ist zumindest bisher die mit Abstand gesündeste, die ich die letzten Jahre hatte. Ich fühle mich gebunden und gleichzeitig total frei, unbeschwert.


    Wenn es was negatives zu berichten gibt oder der erste Streit ins Haus steht, werde ich euch daran teilhaben lassen :-)

    Ich habe mich einem Teil meiner Vergangenheit gestellt vor dem ich mich lange gedrückt habe.


    Ich habe diese Woche meine Schwester besucht, die ich aufgrund der Tatsache, dass ich den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen habe und von ihr weder was sehen noch hören will, seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sie hat vor sechs Wochen ein Baby bekommen. Ihre Schwangerschaft habe ich über Nachrichten und Bilder, die sie mir über WhatsApp geschickt hatte mitbekommen und ich dachte mir, dass die Tatsache dass ich nun Tante geworden bin (schon zum zweiten Mal, der Sohn meines Bruders ist schon ein Jahr alt, wir haben allerdings keinen Kontakt gehabt die letzten Jahre) ein schöner Anlass wäre, sich mal wieder zu treffen. Hatte zugegeben ein bisschen Muffe vor der Konfrontation. Mein Partner hat mir angeboten mich zu begleiten und hat dies auch getan. War mir eine emotionale Stütze in dem Fall.


    Wir kamen, eine Umarmung und schon hat sie mir meinen kleinen Neffen in den Arm gedrückt, wo er dann die nächsten zwei Stunden geblieben ist :-)

    Das Treffen war total schön und wir wollen uns nun wieder öfters sehen. Sie wohnt auch nur ein paar Straßen weiter im Dorf meines Freundes.

    Nun wenn er jetzt der VA Pol ist, ist klar dass er sich so Luftschlösser bauen kann. Sie entzieht sich ihm, ist distanziert. Somit keine Gefahr sich wirklich binden zu müssen. Aus genau dem Grund hat er bei ihr das gefühlt "Sie ist es". Sie bedient seine Muster. Die typische BA Dynamik. Wenn sie wirklich verfügbar wäre, genauso in ihn verschossen wie er momentan noch in sie, wäre der Reiz nicht der selbe. Zu solchen Menschen fühlen sich BA magisch angezogen, können sich alles vorstellen, würden ja, wenn das Gegenüber denn nur wollte usw. Da wird geträumt, hinterhergejagt, alles gegeben - kriegt aber halt in der Regel nur sehr wenig davon zurück. Die wirkliche Nähe und das Einlassen auf den Anderen ist somit nicht gegeben.

    Lass es bleiben.


    Das selbe hat mein Ex mit mir auch versucht und ich habe dankend abgelehnt. Dabei würde unter dem Strich nichts dabei rauskommen, außer das alles zu seinen Bedingungen läuft, er dir immer nur Krümel hinwirft von denen du nie satt werden wirst und du wirst weiterhin in dieser toxischen Geschichte festgehalten. In dem Fall solltest du dir mehr Wert sein und das ganze beenden.

    Ja und mir gefällt das auch richtig gut, dass ich das jetzt immer besser kann :-)


    Das ich mir nicht vor Angst in die Hosen mache, wenn mich ein Thema drückt. Das war für mich immer sehr belastend Dinge nicht wirklich klären zu können, sie entweder unter den Teppich zu kehren oder nur so halbgar zu schreiben, ohne dabei die Reaktion meines Gegenübers zu sehen. Im Prinzip schreiben wir nur "Guten Morgen oder Gute Nacht", der Rest geht alles übers Telefon oder persönlich. Wir haben das ganze noch ausgeweitet, wenn er unterwegs ist ( leider gerade häufiger auf Montage) telefonieren wir nicht nur, sondern machen Video Calls :-)

    Früher für mich undenkbar, mich da vor eine Kamera zu setzen und zu reden =O

    Laurentia hat es gut formuliert. Mich strengt das an, das ich ständig meine alten Geschichten mit der jetzigen vergleichen soll. Das möchte ich eben nicht! Ich habe einen neuen Partner, der keiner der vergangenen Kerle ist, sondern eben ein eigenständiger Mensch, der ganz anders fühlt, reagiert und handelt. Und ich habe mich definitiv auch verändert und zwar sehr deutlich. Ich spüre es ja selbst, das in mir keine Aufregung herrscht und ich nicht so verblendet bin, dass ich nicht mehr klar denken kann, weil alles auf Alarm geschalten ist.


    Ich habe auch nirgendswo geschrieben, dass ich überzeugt bin, dass es dieses Mal anders ist. Im MOMENT IST ES ABER ANDERS und zwar deutlich. Und zwar von beiden Seiten. Ich kann ja immer nur schreiben, was ich aktuell wahrnehme und das ist nun mal positiv. Ich bin deswegen in keinem Tunnel, rede von irgendwelchen Überzeugungen oder flippe deswegen komplett aus. Ich hab unzählige Male nun geschrieben, dass ich sehr auf mich achte, wie ich mich wirklich fühle, auf meine Grenzen, das wir sehr viel kommunizieren, das wir selbst Dinge, die für mich schwierig waren zu besprechen ansprechen und darüber sprechen - von Angesicht zu Angesicht. Nicht über WhatsApp. Wir haben nicht eine einzige Sache über WhatsApp besprochen, sondern immer persönlich oder im Gespräch am Telefon.


    Im Moment (ich schreib es extra nochmal so!) ist es so, wie ich es mir gewünscht habe. Offene Kommunikation, die Dinge offen ansprechen können, Wertschätzung und Respekt auf beiden Seiten, ein zueinander stehen, Fürsorge für beide (und meinen Hund) - stinknormal halt einfach. Das was für andere Leute ohne meine Vergangenheit eine simple, völlig selbstverständliche Basis in einer Beziehung ist. Mir ist klar, dass es der Anfang ist unserer Reise und das es da noch einiges geben wird, was da kommen könnte. Oder eben auch nicht. Weiß man das wirklich schon jetzt? Wenn ich dauernd mit dem Gedanken reingehe, wieder nur auf die Schnauze zu fallen, könnte ich es auch direkt bleiben lassen...


    Und ja, ich habe schwer gelitten. Auch das mit der ungewollten Schwangerschaft und sitzengelassen werden habe ich hinter mir. Aber ich werde das jetzt nicht auf ihn übertragen, er ist nicht einer meiner Ex. Er hat gewiss auch sein Päckchen zu tragen, wie wir alle. Wir packen unsere Päckchen gerade miteinander aus und darüber bin ich sehr froh. Wie das in ein paar Wochen, Monate oder Jahren ist weiß ich nicht. Das werde ich sehen, wenn die Situationen kommen.


    Ich hab am Wochenende das erste Mal bei ihm geschlafen (und ja, tatsächlich geschlafen und nicht wie früher immer die halbe Nacht wach gelegen und irgendwelche Ängste geschoben) und ich habe mich pudelwohl gefühlt. Sehr sicher und geborgen. Er hat mir das Gefühl gegeben, dass ich wirklich willkommen bei ihm bin, ebenso mein Hund, der friedlich neben mir schlafen durfte (und nicht eingesperrt in einen Käfig am anderen Ende des Raumes).


    Im Moment fühle ich mich sehr gut damit wie es ist. Alles andere wird sich dann zeigen, wenn es die Situation erfordert.


    Im übrigen hab ich heute nach zwei Monaten Untersuchungen und Ungewissheiten die Gewissheit bekommen, dass die Krebsdiagnose bei meinem Hund eine Fehldiagnose seitens der Pathologie gewesen ist. Mein Hund ist gesund! Ihr könnt euch nicht vorstellen, was mir das bedeutet! <3

    Ja, nur das ich nicht einen einzigen seiner Freunde kennengelernt habe und auch nie mit zum Schützenverein durfte. Der Hund nicht in seine Bude durfte, ich nicht bei ihm übernachten, er nicht mehr bei mir schlafen wollte etc.


    Ich finde diese Vergleiche gerade ein bisschen anstrengend. Muss ich ehrlich sagen. Ich meine was soll ich darauf denn schreiben?


    Vor allem dann noch, wenn ich die Dinge gerade wirklich erlebe. Ich war nämlich gestern mit ihm bei seinen Freunden. Bei ihm war das nicht nur "Blablabla" Futurefaking, sondern Realität, die er genauso umgesetzt hat wie er es sagte. Genauso wie ich das ganze Wochenende mit ihm verbracht habe und nicht nur ein paar Stunden, wie ich das vorher gewohnt gewesen bin. Mein Hund mit dabei gewesen ist. Sowohl in seiner Wohnung, in seinem Bett, auf seinem Sofa und zuletzt noch in seinem Auto und bei seinen Freunden.


    In welchem Tunnel soll ich denn sein? Wir kennen uns seit 25 Jahren, waren jahrelang befreundet bevor wir uns wieder getroffen haben.

    Jetzt sind wir das alles sehr langsam angegangen, es fühlt sich bisher gut an. Was soll ich noch schreiben, damit ich nicht in einem Tunnel stecke?

    Ich genieße die Zeit mit ihm, beobachte alles um mich herum, mich selbst. Wie ich mich fühle, was ich brauche.

    Ich hab ihm klar gesagt, was für mich geht und was nicht. Wir reden offen über alles, ich bin bisher bei jeder meiner Grenzen geblieben.

    Was also noch?

    Hallo Mylo, schön dich mal wieder zu lesen :-)


    Ja, dem bin ich mir sehr bewusst dass das so sein wird. Ich bin mir ebenso bewusst, dass nicht nur ich mein Päckchen mitbringe, sondern auch er.

    Mein oder unser Vorteil ist, dass die Kommunikation (bisher) sehr gut funktioniert und wir über all die Dinge, die so da sind sprechen können.

    Haben wir erst heute Morgen beim Frühstück getan. Ich hab ihm auch gesagt, dass ich Beklemmungen haben werde die ersten Nächte bei ihm zu Hause, einfach weil ich mich kenne. Ich muss diese Dinge gottlob nicht mit mir alleine ausmachen, sondern kann ihm das sagen. Auch in der Situation selbst, was mir schon sehr viel Druck raus nimmt. Er hat gestern das erste Mal bei mir übernachtet und es war total entspannt.


    Das Problem mit meinem Hund haben wir aus der Welt geschafft. Darüber muss ich mir schon mal keine Gedanken mehr machen.

    Ganz bindungssicher ist er gewiss nicht. Zumindest aber weit mehr stabiler und reflektierter als die letzten beiden Kerle.


    Meine Trigger sind gerade eher diese ganz alltäglichen Dinge, die für mich so gar nicht gewohnt und alltäglich waren, weil meine vorigen Kerle so was gar nicht zugelassen haben. Morgen zum Beispiel sind wir bei seiner besten Freundin und ihrem Partner zum Kaffee eingeladen. Ich kenne sie noch von früher und dennoch bin ich ein bisschen nervös. Hab sie über 20 Jahre nicht gesehen. Nächste Woche sind wir auf einer Halloween Party alle zusammen.

    Das mag jetzt für den Otto Normalbürger was völlig normales sein, für mich ist das besonders, weil mich die Kerle immer von ihren Freunden ferngehalten haben und ich in solche Situationen gar nicht erst kam viele Jahre (genau zu sein über ein Jahrzehnt!), als Paar irgendwo aufzutreten. Ich hab es angesprochen heute Morgen. Er kann sehr gut auf meine Ängste eingehen und macht mir da auch überhaupt keinen Druck.


    Und ich schaue mir die Situationen immer direkt und sehr genau an, bei denen ich auch nur einen Hauch an Beklemmungen kriege.

    Und dann bin ich hoffentlich mittlerweile so schlau das zu erkennen, bevor ich Scheiße baue :shock:


    Wir haben gestern telefoniert und das Thema Hund geklärt. Voll gut! :-)

    Da hast du vollkommen Recht :-)


    In diesem Fall hab ich eher Bedenken, dass ich es dieses Mal bin, die aktiv BA rauslässt :shock:

    Ich bin gespannt, was noch kommen wird :-)

    Ich hab ja nun schon einige Male geschrieben, dass ich aufpasse und mehr bei mir bin als bei ihm. Mehr kann ich nicht tun :-)


    Ein für mich wichtiges Detail in dieser Sache ist, dass ich ihn jahrelang gekannt habe, bevor wir zusammen kamen damals. Und ich in der Zeit nicht einmal erlebt habe, dass er respektlos oder verletzend gewesen wäre. Weder zu mir, noch zu anderen, die mit ihm damals (und auch heute noch) in Kontakt gewesen sind. Und er auch nicht, anders als mein Ex jetzt ein mega Lovebombing betrieben hat, es ihm nicht schnell genug gehen konnte mich in eine Beziehung zu zerren, um dann nach vier Wochen schon das erste Mal wieder aussteigen zu wollen, weil er eines seiner zahlreich folgenden Dramen abspulen musste. Und auch der Ex vor dem, ist nach sechs Wochen das erste Mal ausgestiegen weil er der Meinung war, seine Gefühle würden nicht reichen und kam ne Woche später wieder. Der nächste, der sich so verhält, kann direkt beim ersten Mal bleiben wo der Pfeffer wächst...


    Das ist mittlerweile auch meine erste und heftigste Red Flag bei Kerlen, die ich kennenlerne. Wenn es SO extrem losgeht, dann ist da zu 100 % was faul. Sonst müsste man es nicht so derart eilig haben, die Sache zu fixen. Mit meinem EX Mann war ich nach drei Monaten schon verlobt. Auch bei ihm gab es das Lovebombing, was ich für die große Liebe gehalten habe...


    Hier und jetzt läuft das alles ruhig, langsam aber dafür konstant und verlässlich. Ohne Dramen jeglicher Art. Und eben ohne diese übertriebenen "Du bist ja so toll, auf dich hab ich mein Leben lang gewartet" Floskeln und 7/7 aufeinander hocken müssen.


    Und für mich ist es gerade ein prima Übungsfeld : ich will was sagen? Ich sag es. Ich will lachen? Ich lache. Ich will heulen, ich heule. Ich habe Bock auf Kontakt, ich melde mich. Ich hab ein Bedürfnis, also melde ich es an. Alles Dinge, für die ich vorher keinen Mut hatte....

    @Ano, das ist mir bewusst :-)


    Ich bin hier gerade auch wirklich mehr auf mich selbst fixiert, als auf ihn. Das muss ich gestehen tut mir sehr gut. Ich schau was ich will, was ich brauche, was ich fühle.


    Bei mir waren es bisher immer so magische drei Monate (wenn überhaupt), bis die ersten Red Flags so richtig auf dem Plan standen und ab da es immer schwierig, krampfig und sehr ungut für mich weiterging. An so ein Jahr denke ich noch nicht mal, einfach weil mich die Erfahrung die letzten 10 Jahre gelehrt hat, dass es einfach kein Jahr ging. Ich will gerade eher im Jetzt sein und schauen wie es sich entwickelt. Das Anfangszeiten immer irgendwie toll sind weiß ich. Nur bin ich es dieses Mal die anders ist, sich anders fühlt, völlig gelassen bleibt in den Dingen - das war vorher nie der Fall. Da hab ich schon vom ersten Treffen an lichterloh gebrannt mit allem was dazu gehört und hatte gefühlt rund um die Uhr Angst den Typen wieder zu verlieren. Ich momentan zumindest zuversichtlich, dass ich anders und im besten Fall besser damit umgehen kann, sollten erste Probleme auftauchen.


    Was ich künftig ganz sicher auch anders halten werde ist, dass ich einen Shit drauf gebe, was mir der Kerl so erzählt. Die Taten zählen! Und die will ich sehen! Wenn ich meinen Ex so anschaue, hunderte mega schöne Sprachnachrichten hatte ich von dem. Unzählige leere Versprechen. Alles nur sinnfreies Gelaber ohne wirklichen Wert. Mein Bauchgefühl 1000 Male überhört und ignoriert. Auf solche Dinge werde ich definitiv besser achten.

    Da hast du auch vollkommen Recht :-D

    Und ich würde es nicht feiern, wenn jemand da offen im Gespräch ist oder problemlos mit umgeht, dass es mit Gummi geht.

    Ich ERWARTE das schlichtweg!

    Ich feiere ja auch, dass ICH es offen ansprechen konnte und zwar bevor ich in diese unangenehme Situation komme es mittendrin tun zu müssen :-)

    Ich finde Kondome selbst mega Scheiße und hasse diese Teile. Aber nachdem bei mir sehr wahrscheinlich die Wechseljahre begonnen haben und mein Zyklus alles aber nicht mehr regelmäßig ist, kann ich mein seit vielen Jahren gewohntes NFP leider knicken.

    Ja, das werde ich auch sicher machen. Das gute ist ja, dass ich mit ihm wirklich über alles reden kann.


    Ich hab sogar klar raus gefragt, wie wir das künftig mit der Verhütung halten wollen. Ich war da früher bei dem Thema immer super gehemmt und hatte regelrecht Angst vor solchen Gesprächen. Irgendwie hab ich mich dabei immer geschämt, weil ich nicht wie so ziemlich alle Frauen einfach ne Pille einwerfen kann, weil ich hormonelle Dinge einfach nicht vertrage und viele Männer halt einfach auch keine Gummis mögen. Wir haben das Sonntag besprochen und direkt geklärt. War Null ein Problem für ihn, meine Gesundheit geht vor und in wenigen Minuten aus der Welt geschafft. Gleich direkt ein besseres Gefühl bei der "Sache". War sogar im persönlichen Gespräch und nicht über WhatsApp ;-)


    Diese Ruhe ist einfach herrlich. Es gibt nicht diesen Hormonrausch aus Verlustangst und keine Ahnung was. Dieses brennende Vermissen und der ständige Mindfuck, den ich die letzten Jahre kannte. Es ist manchmal fast schon zu ruhig :D


    Ich muss nicht rund um die Uhr Kontakt mit ihm haben um zu merken, dass er an mich denkt und ich ihm wichtig bin. Meistens gibt es ein "Guten Morgen" und dann am Abend wieder ein paar Nachrichten, wie der Tag so war und "Gute Nacht", oder wir telefonieren alle paar Tage zusätzlich am Abend. Dazwischen kann ich ganz normal meinen Alltag leben ohne Angst zu haben, dass er sich nicht mehr meldet oder sonst wie abwendet. Wochenende sehen wir uns ohnehin. Wenn ich an ihn denke hab ich ein warmes Gefühl in mir, kein Drama.


    Das ganze hat eine deutlich andere Qualität als das, was ich vorher kannte. Das fällt auch den Leuten in meinem Umfeld auf. Ich bin ruhig, alles läuft normal weiter, ich bin konzentriert weil mein Hirn nicht ständig mit den Folgen einer toxischen Beziehung kämpft. Nicht wie ein Schiff im Sturm, sondern wie der ruhige Hafen.


    Das ist so schön, wenn man nicht permanent aus Angst die Wände hochgeht und wenn es was zu klären gibt, schlicht und ergreifend drüber reden kann und darin werde ich scheinbar immer besser und sicherer :drunken: